|
Archiv 2008 Was
über Spiegelau in der Zeitung steht:
(Nutzen
Sie die Suchfunktion Ihres Browsers= “Bearbeiten” -
“Suchen”)
zum Archiv:
2002
• 1-6/2003
• 7-12/2003
• 1-6/2004
• 7-12/2004
• 2005
• 2006 • 2007 • 2008
Grafenauer
Anzeiger vom 19. Dezember 2008 Adventliche Besinnung in der Martin-Luther-Kirche Karl-Heinz Reimeier, Familienmusik Wolf, Michael und Beate Kordick als Mitwirkende Adventliche Besinnung in der Martin-Luther-Kirche Spiegelau.
Mit Kerzenschein und einer ruhigen, anheimelnden und feierlichen
Atmosphäre, wurden die Besucher, die zur „adventlichen Besinnung“ in
die Martin-Luther-Kirche kamen, empfangen. Nach der Begrüßung durch
Diakonin Gabriela Neumann-Beiler stimmte Kreisheimatpfleger Karl-Heinz
Reimeier mit den Worten „Advent is owa aa die Zeit der Hoffnung.
Hoffnung darauf, dass vielleicht heit do herinn a Gemeinschaft
entsteht, a Verbindung zwischen dem oan und dem andern, a Verbindung
zwischen den Musikern und euch - mit olle ghör ma heit zamm“ ein. Und
so war es in der darauf folgenden Zeit dann auch. Die Besucher ließen
sich einfangen von den gesungenen und musikalisch vorgetragenen Weisen
der Musiker. Mit dabei waren die Familienmusik Wolf vom Klingenbrunner
Bahnhof mit der Harfe, Hackbrett, Flöte, Gitarre, Kontrabass, Geige und
ihrem Dreigesang. Michael und Beate Kordick aus Palmberg mit der
Diakonischen und Gitarre sorgten ebenfalls für unterhaltsame Klänge.
Beate Kordick war mit ihrer Gitarre dann mit Gabriela Neumann-Beiler
auf ihrer Mandoline noch einmal zu hören, die für diesen Abend extra
noch einige Stücke eingeübt hatten. Ruhig wurde es dann in der Kirche,
als Karl-Heinz Reimeier seine Gedanken vortrug. Seine Worte, und auch
die Musik, machten nachdenklich, ließen nachsinnen über unser Leben und
unsere Gefühle, unseren Umgang mit unseren Nächsten und der
Gesellschaft. Zum Schluss, nach dem Segen, sangen alle noch gemeinsam
das Lied „Es wird scho glei dumpa“ und damit niemand mit Hunger
heimgehen musste, gab es noch selbstgemachte Lebkuchen. - pnp
Grafenauer
Anzeiger vom 12. Dezember 2008 Kinderlärm: Bolzplatz wird aus der Siedlung verlegt Anwohner in Klingenbrunn-West wehren sich gegen Spielplatz in einer freien Bauparzelle Spiegelau.
An einer freien Bauparzelle im Baugebiet „Am Sonnenhügel“ in
Klingenbrunn-West hat sich ein Streit entzündet. Anwohner wehren sich,
dass aus dieser Freifläche ein Bolz- bzw. Spielplatz für Kinder wird
und haben dies in einem Schreiben an den Gemeinderat formuliert. Um
ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen,waren auch einige der
Betroffenen persönlich bei der Sitzung. Bürgermeister Josef Luksch
sagte einleitend, dass die Gemeinde keinerlei Beschlüsse gefasst habe,
dieses Grundstück in einen Bolz- oder Spielplatz umzuwandeln. Um das
Spielen zu verhindern, könne man nur ein Verbotsschild aufstellen, die
Einhaltung des Verbotes aber nicht selbst überwachen und auch keine
Haftung übernehmen. Überhaupt wurmte ihn die ganze Sache gewaltig.
„Sind wir in Deutschland schon so weit, dass Kinder nicht mehr in der
Nähe ihres Heims spielen dürfen?Ist es Lärm, wenn ein Kind schreit?“,
fragte er in die Menge. Ludwig Schopf schlug vor, im unteren
Bereich des Wohngebiets ein Grundstück als Spielmöglichkeit
anzupachten, wo Kindergeschrei die Anwohner nicht mehr stören kann,
weil sie 30, 40 Meter davon entfernt sind. Auch Ernst Ertl fand es
„mehr als traurig“ und „lächerlich“, dass Kinder nicht mehr draußen
spielen dürfen. „Aber keiner regt sich auf, wenn ein Hund bellt.“ Karlheinz
Roth sah den Nachholbedarf für eine ortsnahe Spielmöglichkeit in dem
jungen Baugebiet. Der nächste Spielplatz sei am anderen Ende des Dorfes
und der Weg dorthin wegen der vielbefahrenen Straße
Klingenbrunn-Frauenau viel zu gefährlich. Auch Erhard Wawrzek wies auf
ein Versäumnis der Gemeinde hin. „In diesem Baugebiet ist für Kinder
nichts vorgesehen worden. Die Leute wollen nicht mehr als den üblichen
Standard“, warb er um Verständnis für die Anwohner. „Müssen wir in
einer Siedlung, wo 18 Häuser stehen, ein Reservat für Kinder machen,
damit diese spielen können?“, entrüstete sich Luksch weiter. Elke
Proßer-Greß warb um Verständnis. „Es sind da oben besondere Umstände.
Die Leute erwarten, dass wir handeln. Aber wir sollten uns nicht in
Privatstreitigkeiten mischen.“ Schopf erklärte, dass der Bolzplatz
nicht eingezäunt werde und kein Getto für Kinder werde, sondern ihnen
gehören solle. „In anderen Gemeinden gibt‘s 10 000 Euro fürs Hinziehen
und der Spielplatz ist schon da“, brachte er ein weiteres Argument,
dass der Gemeinderat handeln müsse. Mit zwei Gegenstimmen (Luksch
und Ertl) wurde beschlossen, ein Grundstück in Siedlungsnähe
anzupachten, auf dem die Kinder spielen können. - ul
AUFGSCHNAPPT Zur
großen Überraschung kamen fast 50 Kinder, um magische Geschichten in
der Gemeinde- und Pfarrbücherei in Spiegelau zu hören. Mit einem
Adventslied führte Diakonin Gabriela Neumann-Beiler in das Thema ein.
In einem übergroßen Adventskalender waren viele Überraschungen
versteckt, angefangen von Mini-Handschuhen, einem Kaleidoskop bis zu
einem Herz aus Edelstein. Passend dazu wurden magische Geschichten
erzählt. Die Kinder merkten gleich, dass man keinen Zauberstab wie
Harry Potter benötige, um für das Gute zu kämpfen, sondern nur die
Liebe zu den Nächsten. Aufmerksam sein für das Leid von Menschen und
dann helfen, die Ungerechtigkeit in seinem näheren Umfeld zu erkennen
und zu reagieren, dies waren die Zauberformeln, um Gutes zu tun.
Fleißige Helferinnen des Büchereiteams hatten einen Basteltisch
vorbereitet, an dem die Kinder schöne Sterne basteln konnten. Und für
das leibliche Wohl war mit selbstgebackenen Plätzchen und Kinderpunsch
gesorgt. Eine magische Überraschung war dann noch, als Pascal Fechter
mit seiner Gitarre und Sophia Bauer mit ihrer Geige, die in Spiegelau
in die Grundschule gehen, Weihnachtslieder spielten und sangen.
AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Zumindest
in diesem Winter gibt es keinen überörtlichen Hinweis an der B 85
zwischen Regen und Spiegelau auf die Nachtloipe in Klingenbrunn.
Gemeinderat Josef Wanninger hatte diesen Hinweis angeregt und die
Spiegelauer Verwaltung hatte die Anbringung eines entsprechenden
Hinweisschildes Ende Oktober beim Landratsamt Regen beantragt. Dies
teilte nun mit, dass in Übereinstimmung mit dem Staatlichen Bauamt
Passau Klingenbrunn mit der amtlichen gelben Wegweisung ausreichend
beschildert und deshalb ein zusätzlicher Hinweis auf eine touristische
Einrichtung nicht erforderlich sei. Es schlug vor, an der Kreuzung
Kreisstraße REG 5/FRG 24 ein Hinweisschild anzubringen. „Da sind die
Autofahrer ja schon mittendrin. Da ist es schade ums Schild“,
kommentierte Bürgermeister Josef Luksch den Vorschlag. Wanninger warf
ein, dass es entlang der B 11 nur so von Hinweisschildern auf
touristische Einrichtungen wimmeln würde, und bat die Verwaltung,
weiter um den Dialog mit dem Landratsamt.
Für eine
Geschwindigkeitsbeschränkung beim Anwesen Frauenauer Straße 5 bei
Klingenbrunn (Bushaltestelle) sieht das Landratsamt keinen Anlass.
Gemeinderat Ludwig Schopf drängt bereits seit drei Jahren, hier die vor
allem für Kinder gefährliche Situation zu entschärfen. Zur Begründung
gab das Landratsamt in einem Schreiben an die Gemeinde an, dass die
Polizeiinspektion Grafenau am 24. Oktober von 7 bis 9 Uhr morgens eine
Geschwindigkeitsüberwachung durchgeführt habe und dabei nur
Geschwindigkeiten zwischen 50 km/h und 86 km/h bei erlaubten 100 km/h
gemessen worden seien. Nun soll die Stelle ein weiteres Jahr beobachtet
und gelegentlich überwacht werden. Der Bürgermeister wird beim
Landratsamt nachhaken, warum es hier Schwierigkeiten mit einer
Geschwindigkeitsbegrenzung gebe.
In der Hochstraße in Klingenbrunn muss eine Straßenlampe für 906 Euro versetzt werden.
Der
Förderverein Freibad Spiegelau mit seinem Vorsitzenden Alfred Schwarz
hat sich aufgelöst, weil der Verein seinen Zweck erfüllt hat. Das
Vereinsvermögen von ca. 820 Euro ist an die Gemeinde überwiesen worden
mit dem Zweck, es für Spielgeräte im neuen Naturbad zu verwenden. Der
Gemeinderat bedankte sich für das Geld.
Durch den
Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband sind der Jahresabschluss und die
Bilanz 2007 für die Wasserversorgungsanlage Spiegelau erstellt worden.
Luksch trug die wichtigsten Zahlen daraus vor. Danach stelle sich die
Ertragslage mit einem Verlust von 56 034 Euro deutlich schlechter als
2006 dar. Vor allem durch den niedrigeren Wasserverbrauch seien die
Betriebserträge um 13 Prozent auf 223 000 Euro zurückgegangen. Die
betrieblichen Kosten wurden um 16 000 Euro mehr, verursacht durch
höhere Material-, Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen. Dazu
erklärte der Bürgermeister, dass es einige Rohrbrüche gegeben habe, die
oft mit großen zeitlichem Aufwand hätten gesucht werden müssen und dass
das eigene Personal manche Leitungsumschlüsse vorgenommen habe. Aktuell
würden täglich 100 Kubikmeter Wasser irgendwo in Klingenbrunn
versickern und man wisse nicht wo. Die höhen Materialkosten seien
bedingt durch die Entsäuerungsanlagen und erhöhte Stromkosten durch die
UV-Anlagen zur Entkeimung des Wassers. Der Jahresabschluss wurde mit
einer Bilanzsumme von 2,547 635 Mio. Euro festgestellt.
Zur
Mülltrennung am alten Friedhof in Spiegelau hatte Karlheinz Roth eine
Aussprache angeregt. Fakt ist, dass manche Bürger es dort mit der
Mülltrennung nicht so genau nehmen und dadurch die Allgemeinheit für
die Entsorgung jedes Jahr an die 10 000 Euro zahlen muss, die wieder
auf die Friedhofsgebühren umgelegt werden. Roth schlug vor, die
Container klarer zu beschildern und schriftlich darauf hinzuweisen, was
rein darf und was nicht. „Wir können‘s probieren“, meinte Luksch dazu.
„Mit einer Videoüberwachung wär‘s sicher schnell zu Ende. Aber ob das
rechtlich zulässig wäre, ist eine andere Sache“, so Hobelsberger.
Roth
bat auch, sich mit der Plakatierung und den Reklameflächen in der
Gemeinde zu beschäftigen, denn in einem Tourismusort sei der erste
Eindruck entscheidend. Er schlug vor, Wahlwerbung an wenigen Orten zu
bündeln und das dadurch gesparte Geld lieber für gemeinnützige Zwecke
zu verwenden. Außerdem sollte die Werbung an Lichtmasten verboten
werden. Darauf ging Luksch ein. Er wolle in Zukunft darauf hinweisen,
dass Werbung nicht an Lichtmasten angebracht werde, weil ohnehin
öffentliche Anschlagflächen vorhanden seien. Um die Wahlwerbung zu
besprechen wolle man sich rechtzeitig vor der Bundestags- und
Europawahl 2009 zusammensetzen.
Damit der Tourismusverband
Ostbayern die erfolgreiche Imageoffensive Bayerischer Wald weitere drei
Jahre betreiben kann, hat auch die Gemeinde Spiegelau ihre Beteiligung
zugesichert. Sie muss für 2009 bis 2011 jährlich 4809 Euro plus
Mehrwertsteuer zahlen. Im Gegenzug soll TVO-Marketingleiter Alexander
Anetsberger eingeladen werden, um zu erklären, für was das Geld
verwendet werde und zum gleichen Termin Landkreis-Tourismusreferent
Ernst Kandlbinder. Bürgermeister Luksch will versuchen, gleich im
Januar einen gemeinsamen Termin zu finden.
Elke
Proßer-Greß dankte allen, die zum Gelingen des BR-Winterzaubers, einer
„Vorzeige-Veranstaltung“ beigetragen hätten. - ul
Grafenauer
Anzeiger vom 2. Dezember 2008 Winterzauber war jeden Cent wert 5000
Besucher bei Bayern 1-Programm am 1. Advent in Spiegelau - 1000 Euro
für „Bürger helfen Bürger“ erspielt / von Ursula Langesee Spiegelau.
Alles andere als eine Zauberei war der „Winterzauber“ am Sonntag
Nachmittag in Spiegelau: reale 5000 Besucher aus der Region, vom Rottal
bis hinauf in die Oberpfalz kamen zur Sortierhalle im früheren
Sägewerksgelände, um live das Bayern 1-Programm mitzuerleben. Höhepunkt
war der Blockflötenchor, der 1000 Euro für „Bürger helfen Bürgern“, der
Lebensmittelausgabe der Gemeinden Spiegelau und St. Oswald-Riedlhütte,
erspielte. Selbst die Macher der Radiosendung waren mehr als
überrascht über diese Resonanz. „Normal“ seien um die 1500 Besucher.
Doch in Spiegelau drängten bereits ab 14 Uhr die Massen in die
Sortierhalle und der Strom riss bis zum Ende des Programms, das in
Ausschnitten live gesendet wurde, nicht mehr ab. Die Versorgungsstände
waren belagert, bis es nichts mehr zu holen gab und auch die Anbieter
von Nicht-Essbarem profitierten von den vielen Besuchern. Selbst
Kritiker mussten einsehen, dass die 6000 Euro, die der Gemeinde der
„Winterzauber“ kostete, jeden Cent wert waren. Auf der Bühne führte
Moderator Rüdiger Nowak durch das informative und unterhaltsame
Programm. In rascher Folge wechselten sich heimische Vereine und Chöre
mit der Italo-Popband von Bayern 1, „I dolci signori“, und dem
Comedy-Star Toni Lauerer ab. Die Kindergruppe des Trachtenvereins
d‘Schwarzachtaler stimmte mit einem kleinen Krippenspiel auf den
„Winterzauber“ ein, BR-Korrespondentin Heidi Wolf berichtete über ihre
Arbeit, als plötzlich ein Höllenlärm zu vernehmen war. Die
Wolfauslasser aus Oberkreuzberg mit ihrem „Ober-Wolf“ Günter Loibl
zogen auf die Bühne: g‘standene Mannsbilder mit bis zu 40 Kilo schweren
Glocken ebenso wie Kinder im Grundschulalter. Sie brachten mit ihren
Kraft raubenden Bewegungen die Bühne zum Vibrieren. Da taten die
ruhigen Töne italienischer Weihnachtslieder der „dolci signori“,
englischen Texten vom Chor „Singflut“ und Melodien aus dem Bayerischen
Wald, dargebracht vom Liederkranz Klingenbrunn unter der Leitung von
Kurt Kufner, den Ohren wieder sehr wohl. Toni Lauerer brachte mit
seinen Geschichten rund um Weihnachten in der Familie die Besucher
herzlich zum Lachen. Günther Sellmayer, Ranger beim Nationalpark,
stellte seine lebendige Krippe mit Esel und Schafen vor und die
Forschungsarbeit mit besenderten Luchsen. Vor der Halle warteten vier
Panduren mit ihrem Anführer Freiherr von der Trenck, alias Manfred
Scholz jun. , auf ihren Pferden. Dazu berichtete Bürgermeister Josef
Luksch vom alljährlichen Pandurenfest. Höhepunkt des Nachmittags
war die Suche nach dem „größten Blockflötenchor Bayerns“. Über 300
Flötenspieler waren nach Spiegelau gekommen und spielten - überraschend
harmonisch - miteinander „Ihr Kinderlein kommet“. Pro Flöte zahlten die
bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken, vertreten durch Wolfgang
Eckert, den Vorstandsvorsitzenden der VR Bank Regen und den Spiegelauer
Geschäftsstellenleiter Michael Blöchinger, einen Euro - großzügig
aufgerundet auf 1000 Euro. Den Scheck bekam Waltraud Madl, Initiatorin
von „Bürger helfen Bürger“, einer Lebensmittelausgabestelle für
Bedürftige. Zum Auftakt des Adventsmarktes am Samstag Abend mit
mehreren hundert Besuchern kam die FFW Klingenbrunn mit Nikolaus und
Kramperln und sang der MGV Spiegelau unter Leitung von Josef Kreutner.
SAXNDI. . . ...das
war eine grandiose Vorstellung der Spiegelauer und ihrer Gäste aus Nah
und Fern. Am Sonntag schien es nur diesen einen Magneten für den
Nachmittagsausflug zu geben. Den Adventsmarkt vom Platz am
Vergolderriegel ins Sägewerk-Gelände zu verlegen, war eine gute
Entscheidung und die schon so oft zum Abriss verurteilte Sortierhalle
Gold wert. Obwohl bei dem trockenen Wetter kein Dach über dem Kopf
nötig gewesen wäre, war es doch heimeliger, gemütlicher und für die
Akteure auf der Bühne angenehmer als unter freiem Himmel. Die 6000
Euro für die Veranstaltung waren gut angelegtes Geld. 1000 Euro flossen
ja durch die Spende für „Bürger helfen Bürger“ quasi wieder in die
Gemeinde zurück und der Rest kommt mehrfach durch die riesige
Außenwirkung wieder herein. Schon gestern erreichten Theresa
Resch, Leiterin der Touristinformation Spiegelau, etliche Anrufe von
Interessierten, die sich nach Winterangeboten erkundigten. Der
Winterzauber beginnt zu wirken. Ursula Langesee
Grafenauer
Anzeiger vom 1. Dezember 2008 Wenn das gläserne Herz der Region zerspringt Der Kinofilm „Der letzte Hafen“ über die heimische Glasindustrie ist jetzt auch als DVD erhältlich Spiegelau.
Es war Absicht, dass die DVD „Der letzte Hafen“ ausgerechnet in
Spiegelau vorgestellt wurde, nachdem die Turbulenzen der vergangenen
Jahre in und um die dortige Kristallglasfabrik nicht gerade von
Hoffnung für die gesamte Belegschaft begleitet waren. So fielen die
ersten Einbrüche genau mit dem Ende der Dreharbeiten des Filmes
zusammen, so dass die im Film immer wieder hoffnungsvoll
durchklingenden Aussprüche und Gedanken aus den Interviews ein jähes
Ende fanden. Und so war es schon verständlich, dass am Schluss der
Vorstellung Unverständnis, Trauer und Beklemmung spürbar in der Luft
lagen. „Es ist an der Zeit, dass man den Film als DVD mit nach Hause
nehmen und am heimischen Fernsehgerät sich bewusst nochmals vor Augen
führen kann, mit welch gekonnten Detailaufnahmen Stimmungen und
Atmosphären eingefangen wurden“, so ein Gast. Um zu sehen, mit welcher
Feinfühligkeit dem Glasmacher, dem Formenmacher, dem Maler, dem Graveur
und Schleifer die Möglichkeit gegeben wurde, sich selbst in den Film
einzubringen und in ehrlichen Aussagen die tiefe Grundstimmung zu
verleihen. Die Glasarche ist es, die als überwältigendes Beispiel für
die Möglichkeiten, Glas und Kunst zu vereinen, die originelle
Verbindung schafft zwischen den einzelnen Glashütten in Riedlhütte,
Spiegelau, Frauenau, Zwiesel und Theresienthal. Und im Mittelpunkt
immer wieder die Frauen und Männer in den Glashütten mit ihrem Wissen
und Können, ihren Gefühlen und Hoffnungen. Der Verein „Waldzeit“ steht
nicht nur hinter dem Film, sondern auch hinter der Veranstaltung und
Petra Jehl begrüßte die überraschend große Zahl von interessierten
Besuchern in der Aula der Grundschule Spiegelau und freute sich, die
DVD einem fachkundigen Publikum vorstellen zu können. Ihr Dank galt der
Schulleitung, welche die Aula für diese Veranstaltung zur Verfügung
stellte. Besonders bedankte sie sich aber bei Hermann Beiler, der die
technischen Voraussetzungen schuf, um den Film überhaupt vorführen zu
können. Katharina Eisch-Angus, die zusammen mit Klaus Hernitschek den
Film herstellte, gab in ihrer Einführung Einblicke in die
Entstehungsgeschichte des Films, wobei ganz schnell zu spüren war, mit
welchem Engagement sie hinter diesem Projekt steht und mit welchem
Grundwissen die Dreharbeiten durchgeführt wurden. Es handelt sich bei
dem Film um „Großes europäisches Dokumentar-Kino“, sagte Sebastian Muhr
bei der Vorstellung auf dem Europa-Filmfest in München und dabei kann
man ihm nur zustimmen, genau so, wie man dem Satz nichts entgegen
halten kann, der am Schluss des Films dem Zuschauen arg unter die Haut
geht: „Mit dem Glas stirbt Kultur.“ Und dieser Satz bleibt noch lange
nach der Vorstellung haften. - rei
Blumen als kleiner Dank Luksch überreicht Ex-MdL Weinberger Präsent Spiegelau.
Mit einem Strauß Blumen sowie einem großen Danke, verbunden mit den
besten Wünschen für die Zukunft, hat sich Spiegelaus 1.Bürgermeister
Josef Luksch bei der langjährigen Landtagsabgeordneten Helga Weinberger
für die stete Unterstützung der Gemeinde Spiegelau in den vergangenen
Jahren bedankt. „Als Abgeordnete des Landtages von 2003 hattest du als
Mitglied des Ausschusses für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit für
die Anliegen der Gemeinde Spiegelau stets ein offenes Ohr“, so Luksch.
„Ging es um den Stadtumbau-West, die Winterdienstpauschale,
verschiedene Grundstücksangelegenheiten oder um sogenannte
LEADER-Projekte, bzw. Programme - bei Helga Weinberger fanden wir stets
einen kompetenten und verlässlichen Ansprechpartner, der sich unserer
Sorgen und Nöte angenommen hat. Und dafür nochmals ein herzliches
Vergelt’s Gott im Namen der Gemeinde Spiegelau.“ - re
AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Gemeinderat
Erhard Wawrzek erinnerte Bürgermeister Josef Luksch erneut an das
Protokoll aus dem Juli letzten Jahres und dem „verschwundenen“
Einzelhandelsgutachten. Laut einem Zeitungsartikel und den
Aufzeichnungen eines Zuhörers sei bekannt, so Wawrzek, dass damals 13
Gemeinderäte für ein Gutachten stimmten. „Es wurde damals kein
Gutachten mehr durchgeführt, da der Bau schon zu weit fortgeschritten
war“, argumentierte Luksch. Außerdem wäre damals kein Gutachten
beschlossen, sondern nur darüber diskutiert worden. Geschäftsleiter
Josef Schreiner ergänzte, dass damals in der darauf folgenden Sitzung
beschlossen wurde, zukünftig Einzelhandelsgutachten durchzuführen.
Luksch versprach aber die Angelegenheit noch einmal zu überprüfen. „Der
Dreck wird leider nicht weniger“, muss Lothar Sommer nach seiner
diesjährigen Rama-Dama-Aktion feststellen. In einem Brief berichtete er
den Gemeinderäten vom Erfolg des Müllsammelns. Jeweils im April und
Oktober trafen sich eine Vielzahl an Vereinen und Einzelpersonen, um
ihre Gemeinde von insgesamt einer Tonne Abfall zu befreien. Luksch
dankte allen ehrenamtlichen Helfern mit einem herzlichen „Vergelt’s
Gott“. Der neue Jugendbeauftragte Günther Nama berichtete
von seinen Treffen mit den einzelnen Gruppen in der Gemeinde. Es haben
sich eine Reihe von Jugendlichen gefunden, die das ehemalige
Jugendzentrum „Flash“ wieder eröffnen wollen (PNP berichtete). Nama
warnt aber vor einer schnellen Zusage: „Ich habe ein ungutes Gefühl,
wenn man da jemanden hinein lässt.“ Für ihn stelle sich die Frage, ob
ein Betreiben des Jugendzentrums im alten Feuerwehrhaus in der
Ortsmitte baulich überhaupt noch möglich sei. Mit der Bitte einen
Sachverständigen zur Überprüfung zu beauftragen, gab Nama sein Anliegen
an die Gemeinderäte und den Bürgermeister weiter. Luksch versprach den
Bautechniker des Landratsamtes bis zur nächsten Sitzung um eine
Stellungnahme zu bitten. Dann wolle man den Jugendtreff offiziell auf
die Tagesordnung stellen und versuchen, eine Lösung zu finden. - apo
Grafenauer
Anzeiger vom 18. Oktober 2008 „Herbststrauß“ mit 200 Gästen Felix Hobelsberger (5) erlebte als Moderator sein Debüt Spiegelau.
Hat es im vergangenen Jahr beim musikalischen Herbststrauß der
Feuerwehr Spiegelau schon geschneit, so passte sich heuer die Natur mit
ihrer Farbenpracht dem bunten Programm in der Mehrzweckhalle an. Die
rund 200 Besucher, darunter nur fünf Urlauber, durften einen
Herbststrauß vom Feinsten erleben, den die Feuerwehr perfekt
organisiert hatte. Unter großem Eifer hatten die Feuerwehrmänner die
Mehrzweckhalle in einen gemütlichen Musikantenstadl umfunktioniert, es
gab eine Trachten- und eine Schmuckausstellung und die Bühne war mit
Blumen prächtig geschmückt. Einmal mehr als hervorragender Moderator
erwies sich 1.Vorsitzender Kurt Hobelsberger, der mit 3.Bürgermeister
Peter Hinterberger durch das Programm führte. Unterstützung bekamen die
beiden vom jüngsten Moderator in der Gegend, nämlich von Felix
Hobelsberger, dem fünfjährigen Sohn des Feuerwehrvorstandes. Ohne Scheu
vor dem Mikrofon, bzw. der großen Kulisse, trug Felix seinen Part vor
und Peter Hinterberger meinte danach treffend: „Die Zeiten des jungen
Florian Silbereisen sind vorbei - wir präsentieren Ihnen hier einen
noch jüngeren, nämlich seinen Nachfolger Felix Hobelsberger“.
Musikalisch war an diesem Abend für jeden Geschmack etwas dabei - so
kamen z.B. die Freunde gepflegter Blasmusik bei den Klängen der
Blaskapelle Schönbrunn am Lusen voll auf ihre Kosten und auch die
Familienmusik Wolf aus Klingenbrunn-Bahnhof zeigte, wie perfekt die
fünf Familienmitglieder ihre Instrumente beherrschen. Ruhig zu bleiben,
fällt schwer, wenn Manuel Wagner aus Grafenhütt auftritt. Wenn er in
die Tasten seines Akkordeons greift, dann juckt es anderen Musikern
selbst in den Fingern. Und so wie er diese über die Tasten fliegen
lässt, weiß man, warum er Landes- bzw. Bundessieger beim Wettbewerb
„Jugend musiziert“ geworden ist. Alte Bekannte gaben danach wieder
ihre Visitenkarte in Spiegelau ab - nämlich das Gold-Steig Duo aus
Mauth (früher in großer Formation mit den Bayernland-Rebellen
unterwegs), die ebenso wie die Hüttenfetzer und die Ziachspatz`n die
Halle förmlich zum Kochen brachten. Zum ersten Mal in Spiegelau
dabei waren die Nickl-Deandl aus Zenting, die erst kürzlich bei ihrem
Auftritt beim Bayerischen Rundfunk sich überregional einen Namen
machten. Die Geschwister Ingrid und Irmgard bewiesen, dass man mit
einem gut vorgetragenen Gesang sich auch der Aufmerksamkeit der Zuhörer
in einer großen Halle sicher sein kann. Viel zu schnell war nach rund
vier Stunden der Spiegelauer Herbststrauß „verwelkt“ - sprich vorbei,
der Abend war aber noch lange nicht zu Ende. „Mit der Besucherzahl
insgesamt sind wir zufrieden“, zog Hobelsberger Bilanz, „aber es ist
schade, dass nur fünf Urlauber dabei waren. Auch wegen unserer
Feriengäste haben wir den ‘Herbststrauß‘ im Termin vorverlegt.“ re
AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Der
Bauantrag des Ehepaares Heinz-Peter und Rosemarie Schubardt in
Oberkreuzberg auf Erweiterung einer Garage und Errichtung einer
Windkraftturbine wurde bereits in der letzten Sitzung vom 16. September
behandelt. Der Gemeinderat kam damals zu keinem Entschluss, da noch
weitere Unterlagen zum Bau der Turbine angefordert wurden. Die
Schreiben lagen Bürgermeister Josef Luksch nun vor. Demnach sind
Windkraftturbinen in einem Wohngebiet zulässig, da sie unter anderem
keine Geräusche verursachen. Der dazu notwendige Generator wird in
einem fest umbauten Raum untergebracht. Der Antragsteller hat die
Nachbarn befragt und stieß auf keine negative Resonanz. Mit einer
Gegenstimme entschied der Gemeinderat den Bau einer Windkraftturbine
positiv. Die Anwohner an der Reutecker Straße 18 und 18c hatten
sich mit einem Anliegen an den Gemeinderat gewandt. Die
Straßenbeleuchtung in diesem Bereich solle um eine Lampe erweitert
werden. Nach dem Angebot der E.ON Bayern liegen die Kosten dafür bei
knapp 880 Euro. Für Bürgermeister Luksch entsprechen die Abstände den
Lampen an dieser Stelle, so wie der fast 700 restlichen im
Gemeindegebiet. „Wir können nicht vor jeder Haustür eine Lampe
aufstellen“, ergänzt Luksch. Für Gemeinderat Kurt Hobelsberger liegt
der Fall ähnlich, nachdem er sich die Situation in der Reutecker Straße
angeschaut hat. „Es ist nicht notwendig, denn die jetzige Beleuchtung
ist vollkommen ausreichend.“ Mit der Gegenstimme von Peter Hinterberger
wurde der Antrag der Anwohner abgelehnt. Im Gemeindeteil Althütte
werden neue Bauflächen ausgewiesen. Einstimmig genehmigte der
Gemeinderat den Antrag der Grundstückeigentümer Süß und Eder. Nach der
Verlegung des neuen Schmutzwasserkanals sollen vier bis fünf
Bauparzellen rechts und links der Straße ausgeschrieben werden. Die
entsprechenden Abzweiger des Kanals wurden beim Bau damals auf Wunsch
des Bürgermeister schon verlegt, „um die neu geteerte Straße später
nicht wieder aufzureißen“. Das Verfahren zur Bauleitplanung geht nun
weiter ans Landratsamt. Der Haushalt der Gemeinde Spiegelau für
das Jahr 2008 wurde vom Landratsamt geprüft. Lob gab es für die Höhe
der Zuführung an den Vermögenshaushalt von 982 000 Euro (die
Mindestzuführung liegt bei 239 000) und die freie Finanzspanne von 778
000 Euro. Im Ausschöpfen der Einnahmemöglichkeiten liege die Gemeinde
unter dem Landkreis- und dem Landesdurchschnitt und besitze noch
Reserven, so das Schreiben des Landratsamtes. Die Schulden in diesem
Haushaltsjahr vergrößern sich um über eine Million Euro auf nun rund 3
902 000 Euro, die mit den umfangreichen Investitionen in Verbindung
stehen. „Es besteht für die Gemeinde keine akute Gefährdung der
Leistungsfähigkeit, jedoch ist sie weiterhin zur strikten Disziplin
angehalten“, las Luksch die letzten Zeilen des Schreibens vor. Im
Rahmen des Kindergartenbedarfsplans wurde für Kinder unter drei Jahren
ein Gewichtungsfaktor von zwei für das gesamte Kindergartenjahr
einstimmig festgelegt. Derzeit gibt es 15 Kinder unter drei Jahren in
der Gemeinde, von denen zehn regelmäßig im Kindergarten sind,
berichtete Geschäftsleiter Josef Schreiner. Dem Antrag von
Christian Bojko, die Natureisanlage in Mühlberg am 18.Oktober für eine
Jubiläumsfeier zu nutzen, wurde zugestimmt. Die Straßenlampe in
der Hohe-Tann-Straße vor dem Kindergarten wird für 454 Euro von der
Parkplatzmitte ins Grüne versetzt. Grund sei laut Luksch die bessere
Schneeräumung im Winter. Der Bewilligungsbescheid für das neue
Fahrzeug der Feuerwehr Spiegelau ist angekommen. Als nächster Schritt
erfolgt die öffentliche Ausschreibung. Der Weihnachtsmarkt in
Spiegelau wird auch heuer wieder stattfinden - allerdings nicht mehr
durch die Organisation der Tourismusgemeinschaft und des
Gewerbevereins, sondern durch einen privaten Veranstalter aus Frauenau.
Außerdem ist der Radiosender Bayern 1 mit dem „Winterzauber“ zu Gast in
Spiegelau. Die Verwirklichung des neuen Loipenkonzepts läuft
derzeit auf Hochtouren. Die Grundstücksverhandlungen sind bis auf den
Bereich Althütte abgeschlossen. Die Beschilderung wird ebenfalls
eingerichtet, „auch wenn wir im Moment noch keine Schilder für die
Ewigkeit schaffen“, erklärte Gemeinderat Josef Wanninger. Denn die Zeit
sitzt der Gemeinde im Nacken. Auch das neue Pflegegerät für
Winterwanderwege wartet noch auf einen Bewilligungsbescheid, um einen
vorzeitigen Maßnahmenbeginn einzuleiten und das Gerät auszuschreiben. Elke
Proßer-Greß gab die Bitte der Spiegelauer Einrichtung „Bürger helfen
Bürger“ an das Gremium weiter. Mit einer Spende von 20 Euro könne jeder
Gemeinderat beitragen, dass für Kinder aus hilfsbedürftigen Familien
ein Weihnachtsgeschenk gekauft werde. Den Anträgen von Erhard
Wawrzek zu einer Abwassersatzung und einem Lageplan für das
Gewerbegebiet Oberkreuzberg wurde einstimmig zugestimmt. Für die
Neugestaltung der Rathaus-Homepage sind mittlerweile bereits 13
Angebote eingetroffen. In ihrem Stil soll sich der neue Auftritt der
Touristik-Homepage von Spiegelau angleichen. Die „Helfer vor Ort“
haben nach drei Infoveranstaltungen über 30 Personen gefunden, die
mitmachen wollen. Auf die Gemeinde kommen, laut Luksch, nun noch Kosten
wegen der Kleidungsausrüstung der Helfer zu. apo
Grafenauer
Anzeiger vom 20. September 2008 Gemeinderat Spiegelau stimmt für verbessertes Loipensystem Problematische Abschnitte aufgegeben - Nachtloipe muss die ganze Woche über illuminiert sein Spiegelau.
Der Gemeinderat hat mit einstimmigen Beschlüssen das neue Loipenkonzept
auf den Weg gebracht. Gemeinderat Josef Wanninger, zugleich Referent
für Ehrenamt und Sport, hat zuvor Ergebnisse zur Verbesserung des
Loipensystems vorgestellt. Sie wurden zusammen mit der
Nationalparkverwaltung, Forstrevierleitern, Loipengerätfahrer Christian
Stadler, der Touristinformation und rund 20 Bürgern, die zu einer
Informationsveranstaltung gekommen waren, erarbeitet. Ausgangslage
war, dass Spiegelau zwar ein 50 Kilometer langes Loipennetz hat, das
aber teilweise bei wenig Schnee wegen des schlechten Untergrundes nicht
zu befahren ist. Deshalb wurde überlegt, die Trassen so zu legen, dass
sie schneesicher sind. Problematische Verbindungen werden verlegt oder
aufgelassen. Verlegt wird die Loipe um Althütte von der freien
Flur auf die Forststraße. Der Forst hat nichts dagegen. Allerdings gibt
es die Einschränkung, dass die Loipe wegen der Holznutzung erst ab 24.
Dezember von den Langläufern befahren werden kann. Im Klingenbrunner
Wald soll der oft sehr feuchte Hohlweg entlang des Schneiderbaches
wegfallen, die Loipe über die Geißbergstraße zum früheren
Hackingergelände und über eine Forststraße zum Kurpark führen. „Die
Nationalparkverwaltung ist mit dieser Streckenführung einverstanden,
denn sie ist nicht viel länger als die ursprüngliche“, sagte Wanninger.
Die Nutzung sei „mit dem ersten Schnee“ möglich. Aufgelassen wird
die Langdorfer und Mühlberger Loipe. „Hier gibt es viele Feldraine und
bei Sonnenschein apert sie schnell aus“, erklärte der Sportreferent. Die
Loipe in Oberkreuzberg ist kaum nutzbar, weil sie viel zu steil ist,
aber die Gastronomie braucht eine Loipe vor Ort. Deshalb soll es
zwischen dem Hochbehälter und der Kirche eine kleinere Übungsloipe
geben, deren genauer Verlauf noch festgelegt wird. Der Gemeinderat
war sich einig, dass die wichtigsten Trassen, vor allem das
Hauptloipensystem im Nationalpark, noch vor dem Winter in Stand gesetzt
werden müssten. „Da ist einiges zu tun. Es muss gemulcht werden, junge
Buchenäste legen sich in die Strecke und einzelne Bäume müssen
entnommen werden. Ein großes Problem ist streckenweise das Wasser“,
sagte Wanninger. Die Bauhofleute der Gemeinde, der Loipengerätfahrer
und Revierleiter Manfred Kaatz müssen dazu gemeinsam die Strecken
abgehen. Auch der Nationalpark hat seine Mithilfe zugesagt.
Bürgermeister Lukschs Frage, ob verrohrt werden dürfe, bejahte
Wanninger. Auch soll ein Plan erstellt werden, wann welche Loipe
gespurt werden muss. Um besser auf das Loipenzentrum mit Nachtloipe
in Klingenbrunn hinzuweisen, stellt sich Wanninger eine bessere
Beschilderung vor. So sollen große Schilder bereits an der B 85 darauf
hinweisen, an Ort und Stelle dann Begrüßungstafeln, eine
Übersichtstafel zu den Streckenführungen und ein Luftbild, um den
Verlauf der Loipen aus der Vogelperspektive erfassen zu können. Damit
auch sportlich ambitionierte Langläufer auf ihre Kosten kommen, wird
eine zusätzlich Spur um den Schlittenhang geführt. So haben sie eine
rasante Abfahrt und einen steilen Anstieg. „Das wäre eine sinnvolle
Geschichte zur Abrundung des Angebots. Allerdings wurden bislang noch
keine Grundstücksgespräche geführt“, machte Wanninger seine
Gemeinderatskollegen aufmerksam. Ganz wichtig sei, dass die
Nachtloipe durchgehend montags bis freitags von 17 bis 20 Uhr
beleuchtet werde. „Das kostet den ganzen Winter über nicht mehr als 500
Euro“, so der Referent. In dieser Zeit müsse die Loipe dann aber auch
wirklich befahrbar sein und notfalls vor dem Nachtbetrieb nochmals
gespurt werden. Energieverschwendung sei es dagegen, am Wochenende die
Trasse zu illuminieren. „Da laufen ohnehin alle tagsüber.“ Eine
unerlässliche Sache schnitt Kurt Zettl an. „Wir brauchen unbedingt ein
neues Loipenspurgerät, auch ohne Förderung.“ Zuvor hatte der
Bürgermeister auf Anfrage berichtet, dass der Förderantrag bei der
Regierung eingereicht worden sei, aber noch keine Bewilligung vorliege.
Angebote von Herstellerfirmen seien auch eingeholt worden. Eine weitere
Aussprache gab es dazu im öffentlichen Teil nicht. ul
Grafenauer
Anzeiger vom 19. September 2008 AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Die
Kosten für die Kanalerneuerung in der Hangstraße liegen jetzt vor. 160
000 Euro brutto würde das Stück bis zum Regenüberlaufbecken der
Abwasseranlage Palmberg kosten. Nach Information von Bürgermeister
Josef Luksch lassen sich die Kosten minimieren, wenn am Ende der
Hangstraße ein zusätzlicher Ableiter als zweiter Kanal zum
Regenüberlaufbecken gebaut wird. Auch wenn es dann zu keinen
Abflussproblemen mehr kommen kann, sollen die Anlieger darauf
hingewiesen werden, dass sich durch eine Satzung ohnehin verpflichtet
sind, Rückstauklappen einzubauen.
Fast 9800 Besucher
wurden in der ersten Saison des Naturbades gezählt. 276 Mal sei die
Familienkarte verkauft und die Abendkarte für Jugendliche und
Erwachsene sei sehr gut angenommen worden. Einnahmen von 18 313 Euro
habe diese Freizeiteinrichtung gebracht, nannte Luksch ein paar „sehr
zufriedenstellende“ Zahlen. Peter Hinterberger erwähnte, dass sich
Badegäste ärgerten, weil das Warmduschen extra 50 Cent koste. „Kann man
die Gebühr mal weglassen?“, wollte er von der Verwaltung wissen.
Kämmerer Ludwig Friedl bezweifelte dies. „Wenn es nichts kostet, dann
läuft das warme Wasser ununterbrochen und das wird teuer, denn da
heizen wir ganz normal mit Strom und nicht über Solar.“ Josef Wanninger
schlug vor, sich zu einer Art „Manöverkritik“ zu treffen, wo all diese
Themen - auch die Beschilderung und Werbung für das Naturbad -
besprochen werden sollen.
Schon vor längerer Zeit hatte
Florian Macht aus Klingenbrunn einen Bauantrag für acht kleine
Ferienwohnungen und ein Betriebsleitergebäude in Klingenbrunn gestellt.
Aber es gab Verzögerungen bei der Aufstellung des „Sondergebietes
Ferienhaus“. Nun soll vorerst nur das Betriebsleitergebäude mit Garage
gebaut werden. Diesem Vorhaben stimmte der Gemeinderat unisono zu.
Um
die Zeit bis zur Auszahlung der Zuschüsse von 938 000 Euro für die
Kanalbaumaßnahmen Klingenbrunn und Althütte finanziell überbrücken zu
können, stimmte der Gemeinderat der Aufnahme eines Darlehens über eine
Million Euro zu. Es soll die Möglichkeit der Sondertilgung bieten und
maximal fünf Jahre laufen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Angebote
bei verschiedenen Banken einzuholen.
Karlheinz Roth, Josef
Wanninger und Elke Proßer-Greß hatten die Idee zu einem
Stockbauer-Preis und einer Stockbauer-Medaille, die an den großen
Gönner der Gemeinde, Ludwig Stockbauer, erinnern soll.
(Geld)preiswürdig seien nach ihren Vorstellungen Personen, die schon
sehr lange ein Ehrenamt bekleideten und Sportler mit herausragenden
Leistungen. Die Medaille sei ideell zu sehen. Damit könnte zum Beispiel
der Aufstieg von Eisschützen oder einer Kinder-Fußballmannschaft
belohnt werden. Zusammen mit der Ausschüttung des Ertrages aus der
Ludwig-Stockbauer-Stiftung könnten diese Auszeichnungen überreicht
werden. In diesem Zusammenhang wollte Wanninger vom
Stiftungsvorsitzenden Luksch wissen, wann über die Verwendung der
Gelder entschieden werde. „Ludwig Stockbauer ist zwar im Januar 2007
verstorben, wir haben die Stiftung aber erst im Januar 2008 übereignet
bekommen. Demnächst wird aber eine Stiftungssitzung einberufen“,
kündigte Luksch an.
Apropos Stockbauer: Erhard Wawrzek
findet den Anblick der Böschung am Dr.-Stockbauer-Platz
(Volksfestplatz) nicht schön. „Habt Ihr keinen Humus mehr?“, fragte er
den Bürgermeister. Dieser werde laufend gestohlen, außerdem seien keine
Schönheitsmaßnahmen eingeplant gewesen, antwortete Luksch. „So kann‘s
aber nicht bleiben“, gab sich Wawrzek nicht zufrieden und bot an, Humus
von der Baumaßnahme seiner Tochter in Vilshofen abzuzweigen.
Dringend
sanierungsbedürftig sei das Leichenhaus in Spiegelau, bemerkte
Proßer-Greß. Bevor konkrete Maßnahmen feststehen, könnte eine
Holzverkleidung über den Winter die schlimmsten Stellen verdecken,
schlug Geschäftsleiter Josef Schreiner vor. ul
Grafenauer
Anzeiger vom 17. September 2008 Ein Klingenbrunner Urgestein feiert heute seinen 80. Geburtstag Max Hilz sen. hat sein Unternehmen quasi aus dem Nichts aufgebaut - Noch heute täglich im Büro - Fliegerei als Leidenschaft Klingenbrunn.
In der Firma Hilz gibt es heute Grund zu feiern: der Seniorchef wird 80
Jahre alt. Geboren wurde Maximilian Karl Hilz am 17. September 1928.
Mit seinen Eltern (der Vater war staatlicher Forstverwalter), verlebte
er eine glückliche Kindheit in Klingenbrunn. In Passau besuchte er
später die Oberrealschule, lernte Segelfliegen und wurde schließlich
1944 als 16-Jähriger für Hitlers letztes Aufgebot zum Kampfpiloten
ausgebildet. Wie so viele andere, kam der junge Max Hilz dann aber zum
„Erdeinsatz“ an die Ostfront. Er geriet er schließlich in russische
Kriegsgefangenschaft und wurde nach Karelien verbracht. Dort mussten
die Kriegsgefangenen für eine Papierfabrik arbeiten. Erst im Sommer
1947 kehrte Max Hilz nach Klingenbrunn zurück. Sein Vater war noch in
den letzten Kriegstagen gefallen und so stand er jetzt mit seiner
Mutter und seiner kleinen Schwester allein da. Auf Wunsch seines
verstorbenen Vaters sollte auch Max Forstmann werden. Deshalb musste er
aber zunächst, auch wenn er inzwischen 19 Jahre alt war, wieder die
Schulbank drücken. Schließlich machte er seinen Abschluss und versuchte
auch wirklich, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Aber es war eine
schlechte Zeit, der Forst hatte mehr Beamte, als er brauchte, da
zunächst die Beamten aus den ehemaligen Ostgebieten versorgt werden
mussten. Aber irgendwie musste Max Hilz Geld verdienen, denn von der
kleinen Pension der Mutter konnten drei Personen nicht leben. Er
begann die Holzarbeit, versuchte nach Südafrika auszuwandern, begann
zunächst mit Tierfellen und später mit Schleifholz zu handeln. Er
kaufte einen alten LKW mit Holzgasantrieb, stellte Leute an und konnte
auf diese Weise zum Familieneinkommen beitragen. Der Aufschwung im
Bauwesen brachte Max Hilz zu der Idee, ein Fuhrunternehmen zu gründen.
Aus dem inzwischen ersparten Geld erwarb er einen Borgward
Diesel-Kipper-LKW, mit dem er für Bauunternehmen in ganz Deutschland
Transporte jeder Art erledigte. Schließlich begann ihn das Bauwesen
immer mehr zu interessieren und er fing neben der Arbeit ein
Fernstudium als Bauingenieur an, das er 1956 abschließen
konnte.Inzwischen lief das „Wirtschaftswunder“ auf Hochtouren und Max
Hilz kaufte die stärksten und modernsten Baumaschinen und konnte nun
auch dementsprechende Aufträge ausführen. Inzwischen war er bereits zum
zweiten Mal verheiratet und sein ältester Sohn, den er ebenfalls
Maximilian taufen ließ, war geboren. Nachdem die Mutter das Forsthaus
räumen musste, baute er ein Haus für sie und die Schwester in
Klingenbrunn und später eines für sich in Spiegelau auf der List.
Endlich meldete er als Bauingenieur ein Bauunternehmen an und konnte
damit an entsprechende lukrative Aufträge herankommen. Seine Stärke war
es, immer die besten Maschinen einsetzen zu können; er hatte auch die
richtigen Leute, die damit umgehen konnten. Und natürlich beherrschte
er sein Handwerk und erwarb sich einen guten Ruf bei den Auftraggebern.
Auch verfügte er über den Mut und den „richtigen Riecher“, den man als
Unternehmer braucht. Der Bundesstraßen- und Autobahnbau, der Bau des
Rhein-Main-Donau-Kanals und viele andere Großprojekte ließen die Firma
schnell wachsen. Über 400 Arbeiter und Angestellte verdienten in den
besten Zeiten bei Max Hilz ihr Brot. Der Fuhrpark umfasste über 100
Baumaschinen und -fahrzeuge, die er größtenteils selbst bei den
Herstellern in der ganzen Welt, selbst in Japan und den USA gekauft
hatte, darunter die damals größte Laderaupe, die CAT 983 von
Caterpillar. Sogar eine eigene Beton- und Teermischanlage gehörte zum
Unternehmen. Inzwischen war Max Hilz zum dritten Mal verheiratet und
bekam noch zwei Söhne. Der älteste Sohn hatte inzwischen, wie sollte es
anders sein, Bauwesen studiert und trat 1983 in die Firma ein. Schon
als Kind war er auf vielen Baustellen zu sehen und lernte den Beruf
wirklich von der Pike auf. 1993 übernahm er die Firma. Sein altes
Hobby, das Fliegen, lässt Max Hilz nicht ruhen. Schon im Jahr 1970
machte er den Privat-Pilotenschein und kaufte ein viersitziges
Sportflugzeug, mit dem er privat und geschäftlich unterwegs ist. Zwei
Bücher hat er über sein Leben und seine Erlebnisse geschrieben. Drei
Söhne und vier Enkel bedeuten für ihn die Zukunft. Er lebt mit seiner
Lebensgefährtin, Edith Klar, in seinem Haus in Spiegelau. Noch mit 80
Jahren kann man den Senior jeden Tag im Büro der Firma antreffen,
wo er immer gern gesehen ist. hb
Grafenauer
Anzeiger vom 16. September 2008 Bei
der Hiagstroas war Warmes Trumpf - Besonders am Nachmittag kamen viele
zufriedene Besucher zu den im ganzen Ort verteilten 19 Stationen Von Franz Stockinger Spiegelau.
Thema Nummer 1 am letzten Sonntag bei der Hiagstroas war die eisige
Kälte, die der Wind immer wieder durch die Straßen und Plätze wehte.
Der Gewerbeverein Spiegelau hatte an diesem Tag ein interessantes
Programm zusammengestellt und Besucher nicht nur aus Spiegelau fanden
an den einzelnen Standorten Informatives, Unterhaltsames oder auch
Kulinarisches. Der kostenlose Hiagstroasbus, das Fahrradtaxi oder auch
die Bummelbahn brachten die Leute zu den einzelnen Stationen, denn die
waren ja über ganz Spiegelau verstreut, vom Café Wenzel (kreative
Schmuckgegenstände) bis zu Möbel Halser in Pronfelden, zum Flohmarkt am
alten Sägewerksgelände oder den Attraktionen bei Bauspezi Heibo am
Bahnhof. Zum Essen und Trinken gab es genug und alte bäuerliche
Tradition mit Brotbacken im Holzofen (Max Schinabeck sen.) oder
Krauthobeln und -eintreten weckten bei den Älteren Erinnerungen an die
eigene Kindheit. Der Spiegelauer Trachtenverein mit seiner Vorsitzenden
Hilde Herzog gab sich hier redlich Mühe und bekam dafür reichlich
Beifall. In den Schreibgeschäften Elke Döringer und Ingrid Moser
wuselten die Schulanfänger, denn heute wird es für die Erstklässler
ernst. An der Sparkasse informierte die Passauer Neue Presse/Grafenauer
Anzeiger über das Zeitungsgeschäft. Daneben war ein Informationsstand
der Schreinerei Hobelsberger und rechts davon der Sengzeltenbackofen
der Firma Kraft. Gleich gegenüber bot Ingrid Stadler Selbstgestricktes
und Bastelarbeiten an. Glaskunst als Unikate wurden bewundert und
gekauft an der Schatztruhe von „Glasscherben Köck“. In der
Kristallglasfabrik und im Seltmann-Shop auf der anderen Straßenseite
holte sich mancher sein Glas- oder Porzellanschnäppchen. Dekorationen
mit Blumenschmuck wurden bestaunt am Blumenladen Weber und etwas weiter
bei Möbel Halser konnte man sich stärken mit Brotaufstrichen und einem
Glaserl „Toiflwein“. Dort wurde auch sehenswerte, sportliche Kunst
dargeboten und zwar von den Ein- und Hochradfahrern aus Riedlhütte -
Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren. Katharina Bildl
(15) trainiert die Truppe und jetzt fiebert die ganze Mannschaft dem 3.
Oktober entgegen, weil dann in Riedlhütte der „1.
Gerd-Pinker-Einrad-Cup“ ausgetragen wird. Auf dem Edeka-Gelände stellte
die Fa. Georg Apfelbacher moderne Heiztechnik vor, Reinhold Brunner bot
neueste Technik bei Garagentoren an und die BRK-Bereitschaft Spiegelau
informierte über ihr neues Rettungssystem und gab Tipps zur Ersten
Hilfe. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz. Sie vergnügten sich in
zwei Hüpfburgen und wer sich schminken lassen wollte, bekam bei der
Bäckerei Schinabeck das Aussehen einer Blume oder eines possierlichen
Tierchens verpasst.. Die Sitzgelegenheiten im Freien wurden kaum
genutzt, da es den Leuten einfach zu kalt war. Das Drumherum um die
Spiegelauer Hiagstroas gefiel dennoch, weil sich die meisten Besucher
warm angezogen hatten. Der Gewerbeverein Spiegelau zeigte sich
zufrieden und wird die Tradition der Hiagstroas auf alle Fälle
beibehalten.
Grafenauer
Anzeiger vom 13. September 2008 M-U-T-Kapitäne bleiben auf Erfolgskurs Zum 20. Jubiläum Dank und Lob für die Firmengründer Schopf und Lendner Oberkreuzberg.
Mit über 220 Gästen feierte gestern das Unternehmen Metallumformtechnik
M-U-T sein 20. Jubiläum. Übereinstimmend lobten die Festredner den
Wagemut der beiden Gründer Ludwig Schopf und Erhard Lendner vor 20
Jahren und die positive Entwicklung des Betriebes. Mit 18
Mitarbeitern haben die beiden 1988 mit der Herstellung abgastechnischer
Produkte begonnen. Nun stehen 90 Mitarbeiter bei M-U-T in Lohn und Brot
und allein im Zuliefergeschäft hat sich die Teilevielfalt auf über 6500
Artikel ausgeweitet. Mit der Segnung des Betriebes im
Industriegebiet Oberkreuzberg dankten Pfarrer Johann Pöppel und
Diakonin Gabriela Neumann-Beiler Gott für die vergangenen 20 Jahre und
erbaten seinen Schutz für alle Beschäftigten auch in Zukunft. Dann
wurde zur Firmenbesichtigung eingeladen. Ludwig Schopf, Erhard Lendner
und Holger Lendner - mit Birgit Schopf-Gaisbauer designierter
Nachfolger der Gründerväter - führten durch die Hallen, die ständig
erweitert oder neu gebaut werden mussten, um mit der kontinnuierlich
wachsenden Produktivität von M-U-T Schritt halten zu können. Im
Festzelt begrüßten Schopf und Lendner ihre Gäste. Dr. Jürgen Weber,
Ltd. Regierungsdirektor in der Wirtschaftsabteilung der Regierung von
Niederbayern, der wie sein Vorgänger, Abteilungsdirektor a.D. Günther
Keilwerth, gerne nach Oberkreuzberg gekommen ist, sprach von einem „
Vorzeigeunternehmen für den strukturschwachen Raum“. M-U-T habe
Arbeitsplätze geschaffen und nach dem Niedergang der Glasindustrie eine
wichtige, neue Branche angesiedelt. „Eine starke Kundenorientierung,
ein hohes Maß an Flexibilität, Fantasie und Risikobereitschaft sind
hier vorhanden. Hier stimmt die Stimmung“, lobte der Regierungsdirektor
Geschäftsführung und Mitarbeiter und versprach weiterhin
wirtschaftliche Unterstützung. „Des mirk i ma“, nahm Schopf diese
Ankündigung gerne zur Kenntnis. MdL Helga Weinberger verglich die
Firmengründer mit Kapitänen im Weltmeer. „Sie haben Mut bewiesen, als
sie sich vor 20 Jahren auf die Reise begeben haben“, sagte sie zu
Schopf und Lendner. Mit Partnerfirmen in Osteuropa und Asien seien sie
„global player“, trotzdem blieben sie ihren Wurzeln treu. Mit
unternehmerischem Weitblick hätten sie auf die Ausbildung von bislang
29 jungen Leuten gesetzt. „Nur so können wir uns hier gegen die
Ballungszentren in Niederbayern behaupten“, sagte Weinberger. Sie
wünschte ihnen, dass ihr Schiff noch lange auf Erfolgskurs bleibe. „Erfolg
ist ein Geschenk, eingepackt in harte Arbeit“, zitierte Landrat Ludwig
Lankl den Aphoristiker Ernst Ferstl. Diese harte Arbeit hätten auch die
M-U-T-Chefs auf sich genommen. Er beglückwünschte sie dazu, dass sie in
den vergangenen Jahren von Rekord zu Rekord eilen konnten. Aus der
Kunstmappe des Landkreises überreichte Lankl das Bild „Vogelfrei“ von
Gretel Eisch. Dem mittlerweile größten Arbeitgeber in der Gemeinde
gratulierte Bürgermeister Josef Luksch herzlich zum 20. Geburtstag. Die
Buchstaben M, U und T würden für ein Unternehmen mit Tatkraft stehen,
für tatkräftige Unternehmensmitarbeiter und mutmachende
unternehmerische Tätigkeit. Er überreichte das Gemeindewappen und
Körbe, gefüllt mit „Gesundem“, an Schopf und Lendner. „Verlieren Sie
nicht den Mut“, wünschte Wilhelm Wimmer, Handwerkskammer-Vizepräsident.
IHK-Innovationsberater Heinz Traub lobte die schon jetzt getroffene
Nachfolgeregelung, damit sich der Betrieb reibungslos weiterentwickeln
könne. Anschließend wurden treue Mitarbeiter geehrt (Bericht folgt). ul
Grafenauer
Anzeiger vom 11. September 2008 Auch der „Grafenauer Anzeiger“ roast in den Hiagst Geschäftsstelle
und Redaktion sind am Sonntag in Spiegelau bei der 13. Auflage mit
einem Stand vertreten - insgesamt 31 Attraktionen im ganzen Ort Spiegelau.
Für die 13. Auflage der Spiegelauer „Hiagstroas“ entlang von 19
Stationen zwischen dem Antik-Café Wenzel und dem Einrichtungshaus
Halser am Sonntag, 14. September, hat der Gewerbeverein Spiegelau e. V.
wieder ein interessantes Programm mit 31 Attraktionen auf die Beine
gestellt. Auch der Grafenauer Anzeiger wird mit einem Stand an der
Sparkasse vertreten sein. Hier gibt es Informatives rund um die
Zeitung. Die Hiagstroas startet um 11 Uhr, von 13 bis 17 Uhr sind auch
die Geschäfte geöffnet. „Groast“ werden kann entweder zu Fuß, mit dem
Fahrradtaxi, genannt Faxi, mit der Bummelbahn oder mit dem kostenlosen
Hiagstroas-Bus. Bei diesem Familienerlebnis kommen auch die kleinen
Gäste nicht zu kurz: So laden beim Glaszentrum eine Piratenhüpfburg und
bei der Bäckerei Schinabeck eine Springburg zum Toben ein, eine
Schminkecke für Kinder ist aufgebaut und Kunstwerke aus Luftballons
werden modelliert. Um sich auf den Ernst des Lebens einzustellen, sind
für die Schulanfänger Aktionen bei Schreibwaren Döringer und Moser
geplant, und für Leseratten hat die Bücherei im Sägewerk ihre Pforten
geöffnet. Ein sportlicher Höhepunkt werden bestimmt die Vorführungen
der Ein- und Hochradler beim Einrichtungshaus Halser seine Künste
zeigen. Im Sägewerksgelände findet ein Flohmarkt statt. Anmeldungen
dafür bei Herbert Süß unter Tel. 08553/2783. Informatives
erhalten die Besucher am Stand des Grafenauer Anzeigers an der
Sparkasse sowie von der BRK Bereitschaft Spiegelau am Edeka-Aktivmarkt.
Zudem können Interessierte das sanierte Klärwerk am Eingang zur
Steinklamm beim „Tag der offenen Tür“ besichtigen. Offene Tore gibt es
auch beim Fitnessstudio Vitado . Die Tombola des Gewerbevereins mit
attraktiven Preisen hat wiederum seinen Platz an der Sparkasse und hier
ist der 1. Preis eine Spielekonsole. Des Weiteren kann man sein Glück
am Glücksrad bei Heibo Bauspezi versuchen. Auch das Glaszentrum hat Tür
und Tor geöffnet und lädt zum Kristallmarkt mit Tombola ein.
Musikalisch unterhalten hier die „Blue Flames“ die Gäste. Blumiges und
Dekoratives erwartet die Besucher bei Blumen Weber, bei der
Blumentombola gibt es duftige Preise zu gewinnen. Auch die Gaumen der
Hiagstroaser werden mit Schmankerln aus Italien, Indien und aus Bayern
verwöhnt. Holzofenbrot und Sengzelten werden gebacken, Fische gegrillt
und der Trachtenverein zeigt, wie anno dazumal Weißkraut eingehobelt
und eingestampft wurde. Moderne Heiz- und Reinigungstechnik sowie
Autopflege werden von Fachkräften vorgestellt, Schmuck in allen
Variationen kann im Antik-Café Wenzel bewundert werden. Bei einer
weiteren Aktion kann man den Glaskünstlern bei der Schatztruhe Köck
über die Schultern schauen, die aus Glasscherben Unikate fabrizieren,
edles Glas wird beim Kristallmarkt angeboten und ein
Porzellan-Schnäppchenmarkt lädt zu einem Besuch ein. pnp
Grafenauer
Anzeiger vom 9. August 2008 Eintauchen in die „Glaswelten“ Ausstellung von Erhard und Florian Köck in der Touristinfo
Spiegelau Spiegelau. Mehr als 100 Geschäftsfreunde und Bekannte kamen
zur Eröffnung der Ausstellung „Glaswelten“ in der Touristinformation Spiegelau.
Die Künstler Erhard und Florian Köck, Vater und Sohn, stellten neu kreierte
Glasbilder, sowie Holz- und Glasskulpturen vor. Bürgermeister Josef Luksch
begrüßte die Gäste und wünschte den beiden Köcks weiterhin viel Erfolg. In
seiner Laudatio sprach Dipl. Ing. Bernd Köck an, dass das Schöne, das Besondere
und das Eigene an der Kunst sei, dass jeder darin sehen kann und soll, was man
selbst sehen möchte. „Diese Auffassung findet sich auch bei den
Ausstellungsobjekten wieder. Ganz bewusst wird darauf verzichtet, dem Betrachter
bereits durch den Titel einen möglichen künstlerischen Inhalt des Werkes zu
offenbaren. Die eigene Vorstellungskraft wird in den Mittelpunkt gestellt“,
sagte Bernd Köck. pnp Die Ausstellung ist bis 31.
Oktober in der Touristinfo Spiegelau zu sehen. Geöffnet von Montag bis Donerstag
von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 15.30 Uhr und Samstag von 9 bis 11 Uhr.
Loipennetz auf dem Prüfstand Qualität soll vor Quantität gehen Spiegelau. Josef
Wanninger, Gemeinderat und Referent für Ehrenamt und Sport, hat sich zusammen
mit den Ratskollegen Karlheinz Roth und Peter Hinterberger und Theresa Resch von
der Touristinformation mit dem Loipennetz der Gemeinde beschäftigt und
Verbesserungen erarbeitet. Diese stellte er dem Gemeinderat bei der jüngsten
Sitzung vor. „30 Prozent der 43 500 Übernachtungen haben wir von Dezember
bis März, genauso viele wie von Juni bis August. Das zeigt schon den
Stellenwert, den der Winterurlaub und damit das Langlaufen genießt“, leitete
Wanninger das Thema ein. Das Problem: es wird wärmer. Unter 650 Metern Höhelage
wird Langlaufen nicht mehr möglich sein. „Wir haben das Glück, dass unsere
Loipen zwischen 700 und 820 Metern Höhe verlaufen und wir haben kalte Tallagen“,
bemerkte der Referent. Trotzdem sind die Schneemengen oft so gering, dass es
schwierig wird, die Trassen gut zu präparieren.. „Am besten wäre es, wenn wir
den Langlauf auf die Forststraßen bringen könnten, denn darauf lässt sich auch
bei wenig Schnee spuren“, schlug Wanninger vor. Generell müsse Qualität vor
Quantität gehen. „Was nützt ein 50-Kilometer-Loipennetz, wenn es teilweise nicht
zu fahren ist?“ Ein paar problematische Stellen griff der Gemeinderat
heraus. So gebe es bei der Loipe Althütte nach Aussage von Loipengerätfahrer
Christian Stadler einige sehr steile und schräge Strecken. Eine längere
Loipenführung um Althütte könnte Abhilfe schaffen. Im Klingenbrunner Wald
müssten tiefe Stellen in den Loipen beseitigt und Feuchtstücke aufgegeben
werden. Dafür könnte der Kurs über die Geißbergstraße verlaufen. Bei der
Bayerwald-Loipe sei der Ausgang zur Martinwiese sehr feucht. Eine Umlegung auf
den Waldweg erscheine sinnvoll. Eine generelle Überlegung sei der Rundkurs
Beiwald-Holzhammer-Oberkreuzberg wert. Soll er aufgegeben, oder verlegt und
zusammengeführt werden? Allein der Transport des Loipengerätes sei
aufwendig. Zur Nachtloipe in Klingenbrunn sagte Wanninger, dass sie mit elf
Strahlern eines der besten Beleuchtungssysteme habe. Doch nur wenig weise auf
sie hin . Hier müssten mehr Wegweiser und Infotafeln angebracht werden. Ein
weiteres Problem sei der Parkplatz, der entweder eisig sei oder mit Pfützen
übersät. Bei der Streckenführung sollte es auch eine längere Trasse zum
Bergauflaufen für die Sportler geben. „Mein Wunsch wäre es, mal kleine Rennen
veranstalten zu können, Sanitärräume und die Möglichkeit, sich einen Kaffee
kaufen zu können“, sagte Wanninger abschließend. ul
Spechtfest zur 30-Jahr-Feier des Waldspielgeländes
Spiegelau. Das
Waldspielgelände bei Spiegelau feiert dieser Tage seinen 30. Geburtstag. Dazu
laden 3. Bürgermeister Peter Hinterberger und Bildungsreferent Lukas Laux von
der Nationalparkverwaltung am Sonntag, 17. August, alle kleinen und großen Gäste
ein, um miteinander ein fröhliches Waldfest zu erleben. Gefeiert wird aber nicht
nur das 30. Jubiläum des Waldspielgeländes, sondern auch der „Specht“ als neues
Symbol-Tier der Gemeinde Spiegelau. Richtig „spechtig“ geht es zu, wenn ab 13.30
Uhr die Gemeinde Spiegelau, die Nationalparkverwaltung und der Verein WaldZeit
e.V. ein großes Spechtfest veranstalten. Ab 14.15 Uhr stimmen Michael Hausburg
und Frank Rebitscheck mit ihrem Mitmachkonzert „Wer klopft denn da?“ erst einmal
richtig auf das Thema Specht ein. Beim anschließenden Spechtquiz kann überprüft
werden, was man selber alles über die „Zimmerer des Waldes“ weiß. Besonders für
Kinder werden viele Aktivitäten angeboten: Beim Spechtophon-Bau mit
anschließendem Singen und Musizieren mit Balboo oder bei der Spechtolympiade
können sie sich so richtig austoben. Ruhiger wird es dann im geheimnisvollen
Rindenkobel, wo Elisabeth Neumann-Haberlik ab 15.30 Uhr Märchen vorliest. Am
Grillplatz sorgt der EC Edelweiß mit Schmankerln vom Holzkohlegrill, gekühlten
Getränken sowie Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl. Ausklingen lassen
Michael Hausburg und Frank Rebitscheck das Fest ab 17 Uhr mit ihrem zweiten
Programmpunkt, der „Musikalischen Vogelkunde“, das bereits zur Eröffnung des
Naturerlebnispfades Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeisterte.
pö
Grafenauer
Anzeiger vom 8. August 2008 AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Seit
der Schneekatastrophe 2006 ist es Bürgermeister Josef Luksch ein
Anliegen, ein Katastrophenfall-Management zu entwickeln. Der
Rettungsassistent Alfred Peterhansl informierte den Gemeinderat über
den derzeitigen Stand. Danach zählen zu den festen Mitgliedern des
Krisenstabes alle drei Bürgermeister, die Kommandanten der
Gemeindefeuerwehren, die Rettungsassistenten Peterhansl, Andreas Friedl
und Thomas Büchler und die Verwaltung. Als weitere Helfer werden
Rettungssanitäter, Krankenschwestern, Köche, Techniker etc. aktiviert. In
Alarmübungen werden verschiedene Szenarien angenommen und genau
analysiert. Einstimmig gab der Gemeinderat der Verwaltung den Auftrag,
weitere Vorarbeiten für das Katastrophenfall-Management ausführen zu
können. Luksch sagte allen freiwilligen Helfern und Organisatoren
des Pandurenfestes „herzlichen Dank“. Gemeinderat Josef Wanninger
bestätigte, dass wohl keine anderes Ereignis in Spiegelau eine so große
Außenwirkung erziele als das Pandurenfest. Allerdings bedürfe es einer
Grunderneuerung und dafür müssten bereits im September die Planungen
beginnen. Damit befasst solle nicht nur der Festausschuss sein, sondern
die Bitte gehe an alle Gemeindebürger, sich hier mit Ideen einzubringen. Das
Gerätehaus der Feuerwehr Klingenbrunn muss vergrößert werden, damit das
LF 8/6 und das Mehrzweckfahrzeug gemeinsam untergestellt werden können.
Durch die Vergrößerung des Tores fällt der Raum für die Spinde weg.
Deshalb bekommt das Gerätehaus einen Anbau in Richtung Dorfplatz.
Hotelier Max Stadler als Anlieger hat nichts dagegen, wenn die Arbeiten
nicht gerade zur Hochsaison seines Betriebes über die Bühne gehen. 120
000 Euro müssen für den Umbau in den Haushalt eingestellt werden, es
gibt 20 000 Euro Zuschusspauschale. Bei der Sitzung fasste der
Gemeinderat nur den Grundsatzbeschluss, diesem Anbau zuzustimmen.
Dieser fiel einstimmig aus. Nach dem Antrag der Freien Wähler soll
das alljährliche Deckenbauprogramm bereits im Winter und nicht , wie
bisher, von April bis Juni ausgeschrieben werden, weil dann günstigere
Preise erzielt werden könnten. Das Gremium war dafür. Karlheinz
Roth war aufgefallen, dass nur das alte Schild „beheiztes Freibad“ auf
das neue Naturbad hinweise. Das müsste so schnell wie möglich ersetzt
werden. Auch an den Ortseingängen sollten große Hinweistafeln auf das
Naturbad aufgestellt werden. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass
die Saison über noch gute Fotos vom Naturbad für Flyer und Plakate
gesammelt werden. Außerdem müsse noch überlegt werden, ob es einen
Namen bekäme und ein bestimmtes Logo. Nachgeliefert wird die
Badeverordnung für das Naturbad. Darauf hatte Kurt Hobelsberger
aufmerksam gemacht. „Mittelalterlich“ nannte Wanninger den
Belegungsplan in der Mehrzweckhalle. Den will er in seiner Eigenschaft
als Sportreferent des Gemeinderates zusammen mit Geschäftsleiter Josef
Schreiner und Veranstaltern überarbeiten. Roth fragte nach dem
Sachstand zur Wiederbelebung des Jugendtreffs im alten Spiegelauer
Feuerwehrhaus. Luksch berichtete, dass sich schon Jugendliche gemeldet
hätten, die ihn weiterführen würden, aber nur wenige seien über 18.
Zusammen mit Kreisjugendpfleger Franz Throner sollen demnächst die
Räume begutachtet werden.
Generalsanierung
des Klärwerks Spiegelau abgeschlossen Projekt kostet 4,8 Millionen Euro
- Umbau bei laufendem Betrieb - Morgen Einweihungsfeier Spiegelau.
Die Generalsanierung des Klärwerks Spiegelau ist dreidreiviertel Jahre
nach dem ersten Spatenstich abgeschlossen. Morgen lädt der Zweckverband
Klärwerk Spiegelau mit den Mitgliedsgemeinden Spiegelau und Riedlhütte
ab 10 Uhr zur Einweihung der Anlage oberhalb der Steinklamm ein. Zur
Geschichte: 1969 wurde das Klärwerk gebaut, 1981 seine Sanierung
beschlossen. Doch mit der Umsetzung konnte erst im November 2004
begonnen werden, als nach einem Rechtsstreit mit einem Anlieger das
Verwaltungsgericht München die Rechtmäßigkeit des Bauvorhabens
bestätigte. 4,8 Millionen Euro kostet das aufwändige Projekt mit einer
Ausbaugröße für 7500 Einwohner. Es erlaubt bei trockenem Wetter einen
Zulauf von 33 Litern Abwasser pro Sekunde und bei Regen maximal 60
Liter pro Sekunde. Wegen der hohen Gewässergüte und der ökologische
sensiblen Situation durch den Stausee Großarmschlag wird der Nachschutz
besonders groß geschrieben. Deshalb wurde im Klärwerk eine
Phosphat-Eliminierung notwendig. Damit die direkten Anwohner und die
Bewohner des Neuhammer Weges nicht durch den Geruch belästigt werden,
wurden alle Becken eingehaust, die Luft wird abgesaugt und gefiltert.
Die besondere Schwierigkeit bei der Generalsanierung der Kläranlage war
die Tatsache, dass sie bei laufendem Betrieb passieren musste.
Fördertechnisch läuft der Bau unter dem Begriff „Generalsanierung“ -
deshalb gibt es nur 500 000 Euro Zuschuss - letztendlich ist es aber
ein vollständiger Neubau. Mit der Planung und Bauleitung war die
EBB-Ingenieurgesellschaft mbH in Regensburg beauftragt, die
Genehmigungen erteilten das Wasserwirtschaftsamt Passau und das
Landratsamt Freyung-Grafenau. Circa 35 Firmen (mit Subunternehmen)
waren an dem Bau beteiligt. Viele kommen davon aus der Region, wie die
Firmen Stich, Keilhofer & Peschl, Ebner und Harant aus Spiegelau,
die Firmen Kloiber und Duschl aus Freyung, die Fa. Hackl aus Mauth, die
Fa. Straßer aus Hunding, die Firma Zernsauer aus Neukirchen v. Wald und
die Firma Neulinger aus Obernzell. Um die Kläranlage kümmern sich die
Ver- und Entsorger Erich Bachmann und Werner Schwankl. Die Kläranlage
im Überblick: Betriebsgebäude: Büro und E-Raum (Zentrale der Anlage),
Laborraum (Messung und Auswertung von Proben, Eigenüberwachung).
Rechengebäude: Sanierung und räumliche Ergänzung des Bestands. Vorraum
mit Zulaufschacht, Gerinne und Probenahme, Rechenraum mit
Feinsiebrechen (mechanische Entfernung von Grobstoffen bis vier
Millimeter und Rechengutwäsche), Containerraum für das Rechengut,
Installationskeller für die Betriebswasseranlage. Sandfanggebäude:
Rundsandfang, belüftet, Durchmesser: 3,50 Meter, mit Schwimmstoffabzug.
Sandwäsche mit Sandentwässerung (Auswaschung bis auf weniger als drei
Prozent organischer Reststoff), Sandmenge: ca. zehn Kubikmeter pro
Jahr. Belebungsbecken: Vorschacht mit Zulauf vom Sandfang und
Rücklaufstrom aus dem Nachklärbecken, Ablaufkammern, Belebungsbecken 1
und 2 mit je 1200 Kubikmeter Nutzvolumen. Belebtschlammverfahren mit
gemeinsamer Schlammstabilisierung. Eintrag des erforderlichen
Sauerstoffs mittels feinblasiger Druckluft an der Beckensohle.
Beckengröße: je 14,6 mal 14,6 Meter, Wassertiefe: 5,60 Meter.
Nachklärbecken: Rundbecken mit 19 Meter Durchmesser, mittlere
Wassertiefe: mindestens 4,50 Meter, 1250 Kubikmeter Volumen. Zulauf vom
Belebungsbecken über Dükerleitung ins zentrale Mittelbauwerk. Ablauf
des gereinigten Wassers im Wasserspielbereich, am Beckenaußenrand.
Räumerbrücke mit nachgeschlepptem Bodenschlamm-Räumschild,
Schwimmschlammabzug im Wasserspiegelbereich. Messhaus: Ablaufmessung
mit Dreiecksmesswehr, Messung berührungslos zum Wasserspiegel mittels
Echolot. Messung von pH-Wert und Temperatur, Probenahme mit
automatischem Probenehmer. Maschinenhaus: Das alte Vorklärbecken wurde
in Keller-Betriebsräume und Behälter umgebaut. Das Erdgeschoß mit
Betriebs- und Funktionsräumen wurde neu aufgebaut.
Rücklaufschlamm-Pumpwerk mit zwei Drehflügelpumpen, drei
Druckluftgebläse mit maximal 800 Kubikmeter pro Stunde effektive
Luftmenge, Fäkal-Annahmeschacht mit 13 Kubikmeter Inhalt,
Überschuss-Schlamm-Eindicker mit ca. 23 Kubikmeter Inhalt, Förderung
des eingedickten Überschussschlamms in die Schlammstapelbehälter.
Steuerwarte und E-Anlagen für die Verbraucher und Funktionen der
gesamten biologischen Stufe und Schlammbehandlung, Werk- und
Betriebsräume für hydraulische Einrichtungen und Funktionen,
Phosphatfällung ( Tankinhalt: zehn Kubikmeter, Durchmesser: drei Meter)
mit Hydraulik- und Steuereinrichtungen für bedarfsgerechte
Fällmittel-Dosiermengen in den Zulauf von Belebung und Nachklärung.
Kalksiloanlage mit Feinkalk-Trockengut-Dosiereinrichtung mit
hydraulischer Kalkeinspülung, Siloinhalt: 40 Kubikmeter Kalkhydrat,
Durchmesser: 3,20 Meter. Schlammstapelbehälter: Drei Kammern mit je 650
Kubikmeter Nutzvolumen.
Grafenauer
Anzeiger vom 7. August 2008 Neuverschuldung trübt Freude über mehr Geld Haushalt weist 755 000 Euro freie Finanzspanne auf - Schulden steigen auf fast vier Millionen Euro - Einstimmiger Beschluss Von Ursula Langesee Spiegelau.
Mehr Investitionen, gute Steuereinnahmen, eine komfortable freie
Finanzspanne, aber auch eine hohe Neuverschuldung und die
kostenrechnenden Einrichtungen als „Sorgenkinder“ kennzeichnen den
Haushalt 2008. Einstimmig billigte der Gemeinderat den
Haushaltsentwurf, den der Finanzausschuss so empfohlen hatte. Auch die
Finanzplanung 2007 bis 2011 wurde einmütig angenommen. Kämmerer Ludwig
Friedl trug das Zahlenwerk vor. Es schließt im Verwaltungshaushalt mit
6 006 700 Euro und im Vermögenshaushalt mit 4 068 600 Euro. Der
Gesamthaushalt hat ein Volumen von 10 075 300 Euro (Haushalt
2007: 8 721 700 Euro). Der Gemeindeanteil am Lohn- und
Einkommensteueraufkommen beträgt mit 1 028 669 Euro um 51 184 Euro mehr
als im vergangenen Jahr. Dafür gibt es zwei der Schlüsselzuweisung um
2,5 Prozent oder 38 344 Euro weniger. Bei den Gewerbesteuereinnahmen
rechnet Friedl mit ca. 700 000 Euro, in den Haushalt eingestellt hat er
vorsichtshalber aber nur 660 000 Euro. Um die 600 000 Euro werden sich
die Gewerbesteuereinnahmen in den nächsten Jahren einpendeln. „Doch
durch die Unternehmensteuerreform und den stockenden
Konjunkturaufschwung sind Einnahmeausfälle zu befürchten“, warnt er vor
allzu hohen Erwartungen. Weil die Umlagekraftzahlen gestiegen sind,
erhöht sich die Kreisumlage um 147 212,65 Euro (14,89 %). Nicht mehr zu
zahlen ist die Solidarumlage. Dafür wendete die Gemeinde Spiegelau von
1995 bis 2007 1 041 730,27 Euro auf. Die Zuführung an den
Vermögenshaushalt beträgt 981 500 Euro. Die Mindestzuführung beläuft
sich auf 238 200 Euro. Als freie Finanzspanne verbleiben 755 000 Euro.
Für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen sind im
Vermögenshaushalt 3,496 Mio. Euro eingeplant. 53 000 Euro dienen als
Rücklage. Fast um 200 000 Euro übersteigt der Kassenkredit in Höhe von
1,2 Mio. Euro ein Sechstel der im Verwaltungshaushalt veranschlagten
Einnahmen und widerspricht damit der Sollbestimmung. Kämmerer Friedl
sieht darin kein Problem: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass bedingt
durch größere Investitionsmaßnahmen und die schleppende Auszahlung
staatlicher Mittel immer mehr Geld zur Verstärkung der Kasse nötig
wird. Außerdem ist die Genehmigungspflicht beim Überschreiten der
Höchstgrenze entfallen.“ Was ihn wirklich beunruhigt, sind die
Deckungslücken bei den kostenrechnenden Einrichtungen und die
Entwicklung der Schulden. So erwartet er bei der Abwasserbeseitigung
für das Haushaltsjahr 2008 einen Fehlbetrag von 73 400 Euro. Bei der
Wasserversorgung ist der Fehlbetrag vermutlich noch höher, nämlich 103
600 Euro (Deckungsgrad 71,84 %). Mit einer Verbesserung der Ertragslage
sei durch die laufenden Investitionen und die damit verbundene Erhöhung
der kalkulatorischen Kosten sowie dem geänderten Verhalten des
Verbrauchers mit stetig sinkendem Wasserverbrauch bis 2011 nicht zu
rechnen. Die kalkulatorischen Kosten sind inzwischen auf 174 500 Euro
angewachsen. 2007 lag der Fehlbetrag beim Bestattungswesen noch bei 48
415 Euro. Heuer reduziert er sich auf 21 000 Euro, weil die Gemeinde
mit Einnahmen durch Verlängerungen der Grabnutzungsrechte und durch den
Trauerwald rechnen kann. Das entspricht einem Deckungsgrad von 84,32 %.
Friedl rät dazu, bei den kostenrechnenden Einrichtungen in den nächsten
Jahren eine Gebührenanpassung vorzunehmen. „Auf Dauer können wir uns
hier keine Unterdeckung erlauben“, machte er den Gemeinderat
aufmerksam. Zum 1.Januar 2008 hatte die Gemeinde 2,807 Mio. Euro
Schulden. Heuer steigt die Verschuldung voraussichtlich auf 3,925 Mio.
Euro. Darin enthalten ist ein Übergrückungsdarlehen in Höhe der zu
erwartenden Zuschüsse von 938 000 Euro für die Kanalbaumaßnahmen in
Klingenbrunn und Althütte, die voraussichtlich erst ab 2009 ausbezahlt
werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt nach dem Einwohnerstand vom
30. Juni 2007 977 Euro (Landesdurchschnitt: 680 Euro).Um die
bedenkliche Nettokreditaufnahme von 1,117 Mio. Euro zu begrenzen,
müssen verschiedenen Maßnahmen auf spätere Haushaltsjahre verschoben
werden. Generell mahnte Friedl auch weiterhin ein sparsames
Wirtschaften an, um nicht in die Schuldenfalle zu geraten. Dazu zähle
auch weiterhin, dass die Gemeinde auf freiwillige Leistungen
verzeichten solle, damit sie sich ganz auf ihre Pflichtaufgaben und
anstehende Investitionen konzentrieren könne. Stimmen zum Haushalt 2.
Bürgermeister Kurt Zettl (CSU): „Im Großen und Ganzen kann man mit dem
Haushalt zufrieden sein. Nur sollte die Kanalbaumaßnahme in Althütte
nicht verschoben werden. Den Anwohnern wurde die Fertigstellung
zugesichert.“ Josef Wanninger (FW): „Dem Haushalt kann man zustimmen.
Nur im August sind zwei Drittel des Jahres gelaufen. Der Haushalt muss
im ersten Quartal des Jahres diskutiert werden. Die Ausschreibungen zu
den Deckensanierungen sollten im Winter gemacht werden, da gibt es
bessere Preise.“ Karlheinz Roth (CSU): „Ich kann auch zustimmen, aber
der Haushalt wurde zu spät vorgelegt, da gibt es keine großen
Spielräume mehr. “ Erhard Wawrzek (FW): „Beim Vermögenshaushalt sollte
man dort investieren, wo es die meisten Zuschüsse gibt. Die guten
Steuereinnahmen sind erfreulich.“ Bürgermeister Josef Luksch (SPD):
„Natürlich wäre es wünschenswert, bei den kostenrechnenden
Einrichtungen einmal eine Pattsituation zu erreichen. Doch ich bin
dagegen, Ausgaben durch höhere Einnahmen abzugleichen.Wir sind bei den
Grundsteuern teils erheblich unter dem Landesdurchschnitt, ebenso bei
der Gewerbesteuer mit 305 %. Das kann auch ein Wettbewerbsvorteil sein.
So hat sich ein Dienstleistungsbetrieb, der jährlich 20 000 Euro
Gewerbesteuer zahlt, wegen des günstigeren Hebesatzes bei uns
angesiedelt. Wie die Einnahmen durch den Trauerwald beweisen, darf man
sich neuen Bestattungsformen nicht verschließen. Die hohen
Investitionen in die Wasserversorgung, etwa durch die Fernwirktechnik,
sparen auch wieder Geld, weil die Funktionstüchtigkeit der Pumpanlagen
zentral überwacht werden kann und so Fahrkosten wegfallen. Beim
Abwasser sind wir an die strengen Auflagen von Land, Bund und EU
gebunden. Nach der Kläranlage Spiegelau blüht uns das gleiche Prozedere
bei der Anlage Augrub, die 1980 in Betrieb ging. Dafür gibt es aber
keinen Cent Zuschuss.“ Zum Ende der Sitzung beantragte Zettl, dass der
Haushalt 2009 spätestens im März 2009 und der Haushalt 2010 im Januar
2010 vorzuliegen habe. Alle bis auf Luksch stimmten zu.
Grafenauer
Anzeiger vom 2. August 2008 Der Weg wächst unter euren Füßen Abschied von 52 Viertklässlern von der Grundschule Spiegelau in der Mehrzweckhalle Von Franz Stockinger Spiegelau.
Das Motto zur Abschlussfeier der vierten Klassen machte neben den
Schulkindern auch die Eltern und Großeltern nachdenklich. Um neue Wege
zu begehen, braucht man Mut, Kraft und auch Selbstbewusstsein und all
dies wünschte der Rektor der Grundschule den Kindern aus 4 a und 4 b.
Zunächst aber richtete Karl-Heinz Reimeier sein Grußwort an die
Schüler, Eltern und Großeltern, namentlich an Bürgermeister Josef
Luksch, Diakonin Gabriela Neumann-Beiler, Pfarrer Johann Pöppel und dem
früheren Schulleiter Anton Seibold. Viele kleine Handgriffe sind
während eines Schuljahres angefallen und da tut es gut, sich auf
verlässliche Leute stützen zu können. Er dankte vor allem der
Gemeinde für die stets gute und reibungslose Zusammenarbeit mit
Bürgermeister Luksch an der Spitze, dem Elternbeirat mit Anja Thamm,
dem Hausmeisterehepaar Kornelia und Konrad Graf, Mittagsbetreuerin
Andrea Weber, dem Reinigungspersonal und allen Schulbusfahrern. Mit
einem kurzen Grußwort überraschte Bürgermeister Luksch die
Festversammlung und vor allem die Schulabgänger der vierten Klasse. Er
holte sie alle zu einem „Geheimtreffen“ in die Ecke der MZH und
erfragte Einiges zu den bevorstehenden Ferien. Dann schenkte er jedem
Kind eine Zehnerkarte für das Freibad in Spiegelau und noch ganz
ungläubig betrachteten sie ihr Geschenk, als sie zurück auf ihre Plätze
gingen. Maria Denk bedankte sich als Elternbeiratsmitglied anstelle der
1. Vorsitzenden Anja Thamm besonders bei allen Lehrern für die
Zuwendung und geleistete Arbeit der vergangenen vier Jahre und wünschte
der vierten Klasse Kraft, Selbstvertauen und Glück für die weitere
Schulzeit. „Heute ist ein Wendepunkt nicht nur für euch, liebe Kinder
der vierten Klassen, auch eure Eltern schauen zurück auf vier Jahre, in
denen ihr Lustiges, manch Trauriges erfahren habt. Der Grundstock des
Lernens in Mathe, Deutsch und in den musischen Fächern ist nun in euch
gelegt und nun müsst ihr anwenden, was ihr bisher gelernt habt. Ein
Glücksbringer soll euch dabei begleiten. Es ist ein Marienkäfer mit
einer Botschaft, die euch an die Grundschule Spiegelau erinnern wird:
Der Weg wächst unter euren Füßen.“ Beate Wandtner wird die Grundschule
Spiegelau in Richtung Neuschönau verlassen. Ein Präsent vom
Elternbeirat und Rektor Reimeier wurden der sympathischen
Grundschullehrerin mit auf den Weg gegeben. Die Klasse 2b mit
Klasslehrer Hans Lenz verabschiedete die vierten Jahrgangsklassen mit
einem kurzen, aber eindrucksvollen „Alles Gute für die Zukunft“, das
die Schüler als Buchstabenband in die Höhe hielten. Auch die
Klassensprecher Nicole Pater (4a) und Philipp Wilhelm (4b) machten ihre
Sache sehr gut. In ihrer Abschlussrede richteten sie den Dank an alle
Lehrer, an die Eltern, an die Gemeinde Spiegelau und vergaßen auch
ihren Hausmeister Konrad nicht. Eine Abschlussfeier wird natürlich erst
zur Feier, wenn der gebührende Rahmen gesetzt ist. Der Schulchor
(Karl-Heinz Reimeier) und das Schulorchester (Claudia Wolf)
beeindruckten hier und besonders mit dem Abschlusslied „Amazing grace“,
in das alle Schüler und Gäste bei der letzten Strophe mit einstimmen
durften.
Meditative Wanderung am Seelensteig Evangelisch-Lutherische Kirche lud dazu ein Spiegelau.
Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Grafenau und der
Nationalpark luden kürzlich zu einer meditativen Wanderung ein zum
Thema „ Der alte Wald geht - der neue Wald entsteht“. Fast 50 Gäste
und Einheimische folgten der Einladung, bei der es entlang des
Seelensteiges ging. Nationalparkranger Günter Sellmayer informierte
über den Wald und die Entstehung des Seelensteiges. Kurkantor Rainer
Timmermann hatte passende Lieder zur Natur aus dem Gesangbuch
herausgesucht, die gemeinsam gesungen wurden. Für den meditativen Teil
sorgte Diakonin Gabriela Neumann-Beiler, die nachdenkliche Gedichte von
Karl-Heinz Reimeier, Fjodor M. Dostojewskij, Lothar Zenetti usw.
vorlas, aber auch Schöpfungspsalme. Bei einer Pause am höchsten
Punkt des Seelensteiges mit einem Glas Wein hörten die Teilnehmer eine
fantasievoll ausgeschmückte Nacherzählung der Schöpfungsgeschichte. bei
Grafenauer
Anzeiger vom 29. Juli 2008 Balsam für die Seele - Meditativer Abendgottesdienst in Spiegelau Spiegelau.
Vor kurzem fand in der Martin-Luther-Kirche in Spiegelau wieder ein
meditativer Abendgottesdienst statt. Das Thema des Gottesdienstes war:
Psalmen. Psalmen begleiten die Menschen schon seit Jahrtausenden. Die
Psalmen könnte man das älteste Gesangbuch des Volkes Gottes nennen.
Martin Luther nannte die Psalmen die „kleine Biblia“. Diakonin Gabriela
Neumann-Beiler verlas verschiedenste Psalmen, die hauptsächlich auf
König David zurückzuführen waren. Danach hatten die Besucher Zeit,
diese Zeilen auf sich wirken zu lassen. Marie-José Mulder-van Osch
(Akkordeon) spielte einfühlsam meditative Stücke u. a. von Erik Satie,
Astor Piazolla, W. A. Mozart vor. Kurorganist Daniel Debrow untermalte
kunstvoll mit Orgelmeditationen das Abendmahl und die Fürbitten mit
Werken von Josef Rheinberger, Cesar Franck, Johannes Brahms usw. In
diesem Zusammenhang wurden die Termine der nächsten Abendgottesdienste
bekanntgegeben - und zwar am 14. September, 19. Oktober und 16.
November jeweils um 19 Uhr . Am heutigen Dienstag findet um 19 Uhr eine
Meditative Wanderung am Seelensteig in Spiegelau zum Thema „Der alte
Wald geht - der neue Wald entsteht“ mit Nationalparkranger Günter
Sellmeyer, Kurorganist Rainer Timmermann, Diakonin Gabriela
Neumann-Beiler statt. Ausgangspunkt ist das Park&Ride-Gelände. Am
2. August ist um 19.30 Uhr ein Konzert für Orgel und Querflöte in der
Spiegelauer Martin-Luther-Kirche mit Kurorganist Rainer Timmermann und
Lydia Hellweg-Timmermann. Am 3. August beginnt um 10 Uhr beim
Kurparkpavillon in Grafenau der „Gottesdienst im Grünen“ mit Pfarrerin
Sonja Schuster. Er wird begleitet von den Grafenauer Blechbläsern. pnp
Grafenauer
Anzeiger vom 24. Juli 2008 Den Bedürftigen unter die Arme greifen Lebensmittelausgabe „Bürger helfen Bürgern“ für Spiegelau und St. Oswald-Riedlhütte wird eingeweiht Spiegelau.
350 Euro im Monat oder sogar noch weniger. Wer mit diesem
Nettoeinkommen auskommen muss, der dreht jeden Cent dreimal um. Gespart
wird oft am Notwendigsten: dem täglichen Essen. Um diesen Menschen zu
helfen, gibt es die Lebensmittelausgabestelle „Bürger helfen Bürgern“
(BhB) in den Gemeinden Spiegelau und St. Oswald-Riedlhütte. Am
vergangenen Dienstag wurde die offizielle Einweihung in der
Zivildienstschule in Spiegelau gefeiert. „Der eine trage des anderen
Last“, mit dem Zitat aus der Bibel eröffnete Diakonin Gabriela
Neumann-Beiler die kurze Andacht. Zusammen mit Pfarrer Hubert Gerstl
überbrachte sie den kirchlichen Segen. „Es sollen nicht die
Kühlschränke gesegnet werden, sondern die Menschen die dazu beigetragen
haben, das Projekt zu verwirklichen. Aber auch die Menschen die
herkommen, mit der Bitte um die Gaben“, ergänzte Gerstl. Die Gemeinden
Spiegelau und St. Oswald-Riedlhütte hatten großen Anteil an der
Verwirklichung des Projekts. So stieß Initiatorin Waltraud Madl auf
offene Ohren bei den beiden Bürgermeistern und wurde tatkräftig mit
Geldspenden und Sachspenden unterstützt. Einen Raum in der
Zivildienstschule stellte Josef Luksch der Ausgabestelle kostenlos zur
Verfügung, der anschließend in Eigenregie innerhalb einer Woche
komplett saniert wurde. Erst wenige Monate alt, aber die Bewohner der
beiden Gemeinden nehmen die Hilfe gerne an. 54 Personen sind es
inzwischen und die Zahl steigt jeden Freitag - Ausgabe von 14-16 Uhr -
mehr an. Fast ein Dutzend an Geschäften aus Riedlhütte, St. Oswald und
Spiegelau unterstützen die Aktion wöchentlich mit Lebensmitteln und
Sachspenden. Im Zuge der Einweihungsfeier überbrachte Bürgermeister
Luksch eine Spende der Stockbauer-Stiftung in Höhe von 1500 Euro, die
jährlich an die Einrichtung geht. Gemeinde-Referent Otto Öllinger
umrahmte die Feier mit der Gitarre und übergab im Anschluss eine Spende
von 200 Euro, die aus dem Jubiläumskonzert im vergangenen Herbst in
Riedlhütte stammen. „Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende,
denn wir kämpfen jeden Freitag darum alle zu verköstigen. Sogar der
eine Euro den jeder Bedürftige zahlt, wird sofort wieder investiert“,
sagt Madl. Davon werden Lebensmittel wie Nudeln oder Zucker gekauft,
die lange haltbar und nur selten bei den Spenden der Geschäfte dabei
sind. apo
Grafenauer
Anzeiger vom 21. Juli 2008 Tausende wollten die Panduren sehen Auch in der 23. Auflage war das Spiegelauer Spektakel ein Publikumsmagnet Spiegelau.
„Hofft mit mir, dass Trenk die Geißel Gottes an uns vorüberziehen
wird“, rief Bürgermeister Josef Luksch seinem Volk zu. Doch alles
bitten half nichts, denn die gefürchteten Panduren verschonten den
Glasmacherort auch dieses Jahr nicht. Zusammen mit einer Geisel und dem
goldenen Schatz führten die 25 Panduren, mit ihrem Obristen Franziskus
Freiherr von der Trenck, ihren Triumphzug durch den Ort fort. Tausende
Besucher säumten die Straßen am gestrigen Sonntag und sahen einen
farbenfrohen Umzug mit feierlich geschmückten Pferdewägen und hunderten
Teilnehmern in historischen Gewändern. Spielmannszüge, Reiter,
Bürgerwehr, Trommler und das mitreisende Volk zogen gleich zweimal an
den Zuschauern vorüber, ehe sie sich unter die Menge mischten. Bis in
den späten Nachmittag genossen die vielen Besucher das Markttreiben mit
alten Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben, sahen Aufführungen von
Gauklern, Sängern und Fechtgruppen oder schlenderten über den
historischen Panduren-Flohmarkt. Wie schon im letzten Jahr bestand die
Gruppe der Panduren aus einheimischen Darstellern, deren prachtvolle
Gewänder von Karin Trauner geschneidert wurden. Den blutrünstigen Trenk
mimte Manfred Scholz jr., der mit seinem Hauptmann alias Gerhard
Neumann den Ort eroberte. Ihr Lager hatten die Panduren bereits am
Vortag in der Mitte des Ortes aufgeschlagen. Bürgermeister Luksch hatte
zuvor das 23. Spiegelauer Pandurenfest mit Salutschüssen eröffnet. Bei
zwanglosem historischem Lagerleben wurden bis in die Abendstunden
verschiedene Pandurenspezialitäten mit Bier und Wein verzehrt. apo
Grafenauer
Anzeiger vom 19. Juli 2008 SAXNDI. . . .
. ., die Säbel fürs Duell lagen im Sitzungssaal schon bereit, wenn sie
auch für das nahende Pandurenfest gedacht waren. Aber wozu auf Feinde
warten wenn man sich auch selbst bekriegen kann. Dazu krame man einfach
tief in den Kisten der gegenseitigen Vorwürfe, füttere diese mit einem
Wust an - vom Anderen - unerledigten Pflichtaufgaben auf und garniere
das ganze mit einer persönlichen Note und einem taktisch klugen
Prozedere. Dann kann man sich herrlich über Themen streiten, die andere
Gemeinderäte lieber diskutieren, beraten , beschließen und umsetzen.
Mehrheit ist dort Mehrheit. Vernünftige Mehrheiten setzen sich dort
ohnehin durch und politisch motivierte bekommen hier wie dort eben
später die Quittung. Die Frage, ob Spiegelau mit Referaten und
Referenten effektiver zu seinen Zielen kommt, ist ohnehin nur eine
kleine Nadelspitze in einem mächtig kratzenden Strohhaufen. Was mit
Protokollen eigentlich dazu gedacht war, den aktuellen Sachstand
transparenter zu machen, entpuppt sich bei der laufenden Sitzung als
gerne genutztes zeitaufwändiges Verwirrspiel. Das Ziel höherer
Effektivität durch zeitnahe Entscheidungsfindung wird zum Instrument
für politisch oder persönlich motivierte Schnellschüsse umfunktioniert
- von allen Seiten. Die eigentlich mit der Umsetzung getrauten
Verwaltung schüttelt dazu frustriert den Kopf. Dann bleibt in einer
Sitzung wie in einem Bericht auch kein Platz mehr für das, was wirklich
Sache wäre. Und wenn im sandigen Morast der gegenseitigen Vorwürfe die
Zahnräder eines Gemeindemotors erst richtig schön festsitzen, dann hebt
einer beide Hände und würgt ihn breit grinsend noch endgültig ab. Im
Englischen bedeutet der Ursprung des „Antrags zur Geschäftsordnung“
eigentlich mit „point of order“ eine Rückkehr zu einem Punkt, von dem
aus gemeinsam als richtig erachtete Regeln ganz kultiviert wieder als
gültig gesetzt werden. Aber hier wurde das Instrument auch nur als
versuchte Maßregelung missbraucht, die in einer verzwickten Sackgasse
nur eine neue Labyrinthmauer hochzieht. Effektiv weiter kommt Spiegelau
so auf Dauer nicht. Hermann Haydn
Eine Sitzungspause zum Abkühlen Streit um Einrichtung von Referaten sorgt im Spiegelauer Gemeinderat für einen Eklat Von Hermann Haydn Spiegelau.
Mit dem entschuldigenden Hinweis, sie habe noch einen wichtigen
persönlichen Termin, verließ Elke Proßer-Greß (SPD) die Spiegelauer
Gemeinderatssitzung vorzeitig während des öffentlichen Teils.
Vorhergegangen waren turbulente Szenen zum Antrag von
FW-Fraktionssprecher Erhard Wawrzek, ob Spiegelau Sachreferate erhalten
solle und mit wem sie zu besetzen seien. Mit geschäftspolitischen Haken
und Ösen sowie persönlich gefärbten Attacken sorgte das Gremium so für
den Eklat einer klärenden Sitzungsunterbrechung. Anschließend ging es
mit einer Rätin weniger und einem kritisch amüsierten Publikum relativ
sachlich weiter. Bereits im Vorfeld der Auseinandersetzung verlief
diese Sitzung entgegen der relativ kurz und klar strukturierten
Tagesordnung mit einem parallel verzettelnden Wust an Anträgen zur
Dringlichkeit und Nachfragen sowie auch Zwischenrufen und abgewürgten
Redebeiträgen. Nachdem die Fraktionen aus CSU und FW als Mehrheit
gegenüber Bürgermeister Josef Luksch und die SPD-Fraktion durchgesetzt
hatte, dass zu jeder Sitzung ein Bericht zum Vollzug der
Gemeindeordnung und Geschäftsordnung abgelegt werden muss, wird nun
quasi der gesamte Diskussionsbedarf vergangener Sitzungen jeweils
erneut in die laufende Sitzung mit hinüber transportiert. Anträge zu
Feuerwehrautos, die nicht auf dem Plan stehen, stehen müssten oder
stehen hätten sollen und Dringlichkeiten zu Förderanträgen sind genug
zu entdecken oder Straßenbaumaßnahmen, Loipenbeschilderungskonzepte
oder auch Räumdienstvergaben wollen hier zusätzlich oder neuerlich
beraten werden. Etwa eineinhalb Stunden zog sich das „gemeinschaftliche
Aufkochen“ mit teils persönlich angreifender Note, bevor überhaupt zur
anstehenden Tagesordnung übergegangen hätte werden können. Beispiel:
Karlheinz Roth von der CSU fragte an, wie es denn nun mit dem
Förderantrag zum Pflegegerät für Winterwanderwege stehe. Hier ist zwar
zu berichten, dass der Antrag gestellt ist. Es folgt die weitere Frage,
ob denn bei der Regierung dann mal nachgebohrt worden sei, was nun
Sache sei. Darauf die Antwort, dass dafür angesichts vieler Termine des
Bürgermeisters noch keine Zeit gewesen sei aber so schnell wie möglich
erfolgen solle. Daraufhin stellt Roth den Antrag, dass der
Bürgermeister dann eben einen Stellvertreter damit beauftragen solle.
Erhard Wawrzek ergänzt mit Zitaten und Richtlinien aus
Geschäftsordnungen, wem der Bürgermeister noch wie und wozu
entsprechende Kompetenzen und Zuständigkeiten erteilen könne, während
Luksch darauf verweist, dass seine Stellvertreter doch auch ganztags
berufstätig seien und nicht problemlos für Nachfragestunden ins Rathaus
zu zitieren wären. Es geht um bereits montierte Beamer, längst
beauftragte Rollläden oder neue Tische für eine U-Form im
Beratungssaal, bevor mit der Frage nach Sachreferaten für die Gemeinde
Spiegelau der Kessel endgültig überkocht. Auch hierzu gab es wiederum
eine Vorgeschichte, wonach dieses Thema in der vorherigen Sitzung zu
beraten vergessen worden sei, nachdem es die Fraktionenmehrheit
jenseits der SPD bereits durchgesetzt hatte, dass diese für Spiegelau
geschaffen werden sollten. Also unterbreitete FW-Fraktionssprecher
Wawrzek den Vorschlag aus CSU und FW, welche Referate zu schaffen seien
und für welche bereits konkrete Namen zu Vertretern genannt seien. Dies
rief wiederum den Diskussionsbedarf bei Elke Proßer-Greß auf den Plan,
die feststellen wollte, dass sie es nicht als sinnvoll erachte, ein
Referatssystem zusätzlich dazu einzuführen, dass sie sich als
Gemeinderätin ohnehin als Ansprechpartnerin für alle Bürger und alle
Sachfragen verstehe und der Informationsfluss auch so oder über
intensivere Ausschussarbeit zu bewerkstelligen sei. Sie sehe diesen
Punkt also eher als eine bloße „Machtdemonstration“ der großen
Fraktion. Nach der besagt langen Einleitungsdiskussionsrunde mit
permanenten Schlagabtauschen frage sie sich schon: „Haben wir überhaupt
noch die Gemeinde im Blick?“ Gemeinschaftlich hatte die SPD-Fraktion
deshalb zuvor schon beraten, keine Referate übernehmen zu wollen, wozu
Wawrzek zuvor auch schon den verlesenen „Stiefel auf der Brust“ parat
hatte, dann würden die Mehrheitsfraktionen eben zur nächsten Sitzung
auch diese Referate selbst noch besetzen. Wawrzek konterte zusätzlich
damit, dass das Referatesystem auch in anderen Gemeinden gut
funktioniere, um die Effektivität in den Gemeindeabläufen zu steigern
und brachte dazu den Vorwurf an, in der Verwaltung bleibe zu viel
liegen und hunderte Beschlüsse seien in der Vergangenheit nicht
vollzogen worden. Dagegen verwahrte sich wiederum Bürgermeister Luksch
und im weiteren Verlauf der Diskussion schwankte der Ton im Gremium
gerade zwischen ihm und Erhard Wawrzek vom kollegialen „Du“ zum
persönlich distanzierten „Sie“ um. Nach dem Hinweis Josef Wanningers,
er verstehe nicht, warum die Diskussion so emotionalisiert ablaufen
müsse und der Kritik, dass ja gerade deshalb im Gremium so viel
Unordnung herrsche, weil ständig jeder meine, sich um alles umfassendst
kümmern zu müssen sowie nach dem Hinweis Roths, dass es ja seine
Motivation sei, die Gemeinde vorwärts zu bringen, war wieder genug Ruhe
eingekehrt, um einen Kompromissvorschlag anzugehen, jetzt die drei
Referate mit den genannten Namen zu besetzen und dann noch einmal
Gespräche zu führen. Da jedoch dann die SPD-Fraktion konsequenter Weise
zur Ablehnung des Referatesystems auch die Kandidaten ablehnte, wertete
dies wiederum Wawrzek als negativen Misstrauensantrag gegenüber den
Kandidaten und forderte zur gebotenen Einstimmigkeit auf. Die folgende
Einlassung durch Elke Proßer-Greß, sie würde sich ihr demokratisches
Verständnis nicht verbieten lassen, würgte Wawrzek zusätzlich mit einem
Antrag zur Geschäftsordnung ab, was wiederum zur Erinnerung an den
wichtigen persönlichen Entschuldigungsgrund und das Verlassen der
Sitzung bei Gemeinderätin führte. An dieser Stelle unterbrach
Bürgermeister Luksch die Sitzung zum klärenden Gespräch mit
Fraktionssprecher Wawrzek. Anschließend konnte der Gemeinderat
dezimiert weiter tagen. Die Referate sind somit teilvorvergeben und
werden im August offiziell weiter besetzt und bekannt gegeben. Die
Frage nach dem Jugendbeauftragten wird damit verbunden und wurde
verschoben.
Auch heuer kommen die Panduren wieder zweimal vorbei Hin- und Rückweg beim Spiegelauer Spektakel sind identisch Spiegelau.
Auch in diesem Jahr wird der Festzug beim Pandurenfest in Spiegelau den
Festbesuchern zweimal präsentiert. Die Festzugfolge sieht dabei
folgenden Ablauf vor: Nach der Aufstellung und Abmarsch vom Kurpark
geht es über die Neuhütterstraße, Schwarzachstraße, vorbei am P+R
Parkplatz über Hauptstraße zum alten Rathaus. Nach der „Ortsübergabe“
steht der Weitermarsch bis zum Kreisverkehr auf dem Programm, von dort
geht es über Ludwig-Stangl-Weg und Sparkasse über die Hauptstraße
zurück zum Podium beim alten Rathaus. Von dort wird dann über die
Bahnhofstraße zurück zum Kurpark marschiert, beziehungsweise es steht
die Auflösung des Festzuges in der Bahnhofstraße auf dem Programm. Die Teilnehmer, sowohl Reiterpanduren, Gespanne, Fußpanduren und „Fußvolk“ mischen sich anschließend unter die Menge. In
diesem Zusammenhang weist der Veranstalter noch einmal darauf hin, dass
während des Pandurenfestes am morgigen Sonntag die Ortsdurchfahrt von
Spiegelau den ganzen Tag gesperrt bleibt. Deshalb wird die einheimische
Bevölkerung gebeten, soweit als möglich eventuell einen „autofreien
Sonntag“ einzulegen. Für die auswärtigen Besucher der Veranstaltung sind rund um das Zentrum mehrere Parkplätze ausgewiesen:
Nationalpark-Parkplätze an der Riedlhütter Straße (Zufahrt zum Nationalpark) Parkplätze
an der Grund- und Hauptschule Spiegelau und an der Mehrzweckhalle (über
Waldschmidtstraße und Reithackerweg erreichbar) Parkplätze am alten Sportplatz Spiegelau (über Schul- und Jahnstraße erreichbar) Großparkplatz ÖPNV an der Konrad-Wilsdorf-Straße Parkplatz - Nähe Bahnhof (über K.-Wilsdorf-Straße und Schwarzachstraße erreichbar) Parkplätze
an der Sportanlage Trossel bzw. am Waldspielpark (über
K.-Wilsdorf-Straße, Schwarzachstaße, Bahnhofstraße, Neuhütter Straße
und Trosselweg erreichbar) Parkplätze am Ludwig-Stangl-Weg (Nähe
Fitness-Studio) Die Parkplätze sind gut ausgeschildert, außerdem stehen
Ordner bereit. Auch bei den Igel-Bus Fahrplänen kommt es laut
Veranstalter zu Änderungen. Die Rachelbusse verkehren wie gewohnt vom P+R Parkplatz aus. Beim „Racheldiensthütten-“ und „Finsteraubus“ ändert sich jeweils der Abfahrtsort. Für diese beiden Busse wurde an
der Riedlhütterstraße eine sogenannte Bedarfshaltestelle eingerichtet,
die Halte- bzw. Abfahrtsstellen am P+R Parkplatz, beim Bahnhof und der
Glashütte entfallen. An den Einsatzzeiten der Busse selbst ändert sich nichts.
- re
Eine kleine Wassermusik. . . Spiegelau.
Kann man mit Wasser Musik machen? Jens, Johannes und Michael (von
links) aus der Klasse 2 b schnappten sich zwei Flaschen, füllten sie
unterschiedlich mit Wasser und bliesen drauf los. Für Mozarts „kleine
Nachtmusik“ reichte es zwar nicht ganz, dafür ließen die drei „alle
meine Entchen“ entstehen. Hintergrund der Aktion war der Wassertag an
der Grundschule in Spiegelau. Zusammen mit dem Nationalpark drehte sich
alles um das Thema „WasSerleben 2008 - Wasser mit allen Sinnen
erleben“. Zusammen mit seinem sechsköpfigen Team baute Bildungsreferent
Lukas Laux verschiedene Stationen auf. Als Höhepunkt des Tages bekamen
die Kinder eine eigene Trinkwasserbar für ihre Schule. Mit dem Erlös
des ökumenischen Waldgottesdienstes, der im Frühjahr von Nationalpark,
evangelischer und katholischer Kirche veranstaltet wurde, konnte ein
Tisch, Wasserkaraffen und Becher gekauft werden. apo/F.: Poschinger
Grafenauer
Anzeiger vom 18. Juli 2008 Am Wochenende reiten die Panduren wieder 23. Pandurenfest am 19. und 20. Juli in Spiegelau - Lagerleben - Flohmarkt Spiegelau.
Fest im Veranstaltungskalender verankert ist seit jeher das
Pandurenfest, das am Wochenende im Glasmacherort veranstaltet wird.
Schirmherr ist Franz Joseph Ulschmid aus Waldmünchen. Das historische
Fest, das die Zeit anno 1742 noch einmal aufleben lässt, prägt rot
bewandete Reiter, angeführt vom berüchtigten Pandurenoberist Freiherr
von der Trenck. Die Truppen haben damals in Bayern ganze Landstriche
verwüstet, und auch in Spiegelau rückten sie ein. Bereits zum 23. Male
wird die Übergabe des Ortes nachgespielt. Der Auftakt zu diesem
zweitägigen Fest erfolgt am Samstag, 19. Juli, 16.30 Uhr, mit einem
Festzug vom Parkplatz bei der Glasfabrik Spiegelau mit Blasmusik zum
Festplatz bei der Mehrzweckhalle. Mit einem Salutschießen der
Hessensteinschützen Klingenbrunn und einer Begrüßung durch
Bürgermeister Josef Luksch wird um 17 Uhr das Pandurenfest offiziell
eröffnet. Unter dem Motto: „Wir warten auf die Panduren“ wird ab 17.30
Uhr zum zwanglosen Lagerleben eingeladen und musikalisch unterhält die
„Klingenbrunner Dorfblos´n“ das Geschehen. Dazu werden verschiedene
Pandurenspezialitäten, Pandurenbier und Pandurenwein kredenzt und die
Gauklergruppe Dopo Domani sowie die Fechtgruppe Romantica ziehen durch
das Lager. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt das Reiterspektakel,
wenn die Reiterpanduren, eine Vorhut des Pandurenoberst Franziskus
Freiherr v. d. Trenck, anrücken. Den Höhepunkt des zweitägigen Festes
erleben die Besucher am Festsonntag, der um 10.45 Uhr mit einem
Festgottesdienst in der Pfarrkirche eingeleitet wird und vom
Männergesangsverein Spiegelau begleitet wird. Für Sammler und Trödler
ist bestimmt der historische Panduren-Flohmarkt interessant, der ab 8
Uhr aufgebaut ist, zudem wird zum historischen Markttreiben mit alten
Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben eingeladen. Angeführt von der
Klingenbrunner Dorfblos´n und der Bürgerwehr zieht man schließlich zum
Rathaus. Die Panduren verlassen den Kurpark um 11.40 Uhr, bevor sie
wieder mit Fanfaren- und Spielmannszügen aus Blaibach, Landau a. d.
Isar und Viechtach anrücken. Nach einer kurzen Ratssitzung sowie dem
dreifachen Salut der Grafenauer Bürgerwehr erfolgt gegen 12.15 Uhr die
friedliche Übergabe des Ortes Spiegelau durch den Hohen Rat von
Spiegelau mit Bürgermeister Josef Luksch, an den Obristen Trenck.
Anschließend zieht wieder ein farbenprächtiger Festzug mit
Spielmannszügen, Reitern, Bürgerwehr, Trommlern und dem mitreisenden
Volk durch den Ort. Das Pandurenlager ist heuer erstmals beim
ehemaligen Gelände des Gasthauses „Zur Post“ für Gäste und Teilnehmer
aufgebaut. Historische Aufführungen der Pandurenreiter, Gaukler,
Fechtgruppen sowie Sänger und Blaskapellen versprechen einen
unterhaltsamen Nachmittag, ehe sich die Panduren dann gegen 16 Uhr
zurück ziehen. Auch an die Kinder wurde gedacht, für sie gibt es am
Sonntag ein eigenes Kinderprogramm. be
Grafenauer
Anzeiger vom 14. Juli 2008 Meditative Wanderung am Rachel Evangelisch-Lutherische Gemeinde lud ein - Jodler gelernt Spiegelau.
Zu einer meditativen Wanderung auf den Rachel mit einem Gottesdienst an
der Rachelkapelle hat die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
eingeladen. Die Wanderer begleiteten Diakonin Gabriela Neumann-Beiler,
Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier und Nationalpark-Ranger Günter
Sellmayer. Den Gottesdienst gestalteten mit der Diakonin Jonas
Sellmayer, Simon Schreiner und Reimeier. Mit dem Psalm 104 dankten die
Gläubigen Gott für die wunderschöne Natur, die im Nationalpark sich
selbst überlassen werde. Aus der Bergpredigt hatte die Diakonin den
Text „Vom Tun des göttlichen Willens“ ausgewählt. Ein Gedanke galt
auch dem Kreuz - sichtbar an der Kapelle und auf dem Gipfel - das von
Anfang an Symbol der Kirche gewesen ist und und die Christen in seinen
Bann gezogen hat. Dem Gekreuzigten besonders verbunden, war der Heilige
Franz von Assisi. Das Leben des großen Kirchenerneuerers des 13.
Jahrhunderts beleuchtete Neumann-Beiler näher. Sellmayer erzählte
aus der Geschichte des Bayerischen Waldes, die Erschließung, die
Säumer, die ersten Glashütten, von „goldenen Käfern“, die Geld in die
Region brachten, von der Aufforstung und der hitzigen
Borkenkäfer-Diskussion heutzutage. Reimeier trug selbst verfasste Lyrik
zum Thema vor und lernte den Teilnehmern Jodler, die sie am
Waldschmidthaus und am Rachelsee erklingen ließen.
Prost aufs Pandurenbier Spiegelau.
Zum 23. Mal findet in Spiegelau am kommenden Wochenende das
traditionelle Pandurenfest statt. Hierzu braut die Brauerei Stangl in
Klingenbrunn jedes Jahr ein dunkles Festbier mit 12 Prozent Stammwürze
ein. Von der „Bekömmlichkeit“ dieses „Nahrungsmittels“ überzeugte sich
jetzt der Veranstaltungsausschuss mit Bürgermeister Josef Luksch an der
Spitze und Hermine Mandl, Chefin der Brauerei, ließ es sich natürlich
nicht nehmen, den „Hohen Rat von Spiegelau“ mit 2.Bürgermeister. Kurt
Zettl, Erich Bachmann, Kurt Hobelsberger und Thomas Robl noch zu einer
Brotzeit einzuladen. Mit dabei waren hier auch der Juniorchef der
Brauerei Stangl, Simon Mandl, sowie Bräumeister Veicht und von Seiten
der Gemeinde Kämmerer Ludwig Friedl und die Leiterin der Tourist-Info
Theresa Resch.In gemütlicher Runde saß man noch einige Zeit beisammen,
wobei es an Anekdoten aus den vergangenen 22 Jahren nicht mangelte.
Grafenauer
Anzeiger vom 24. Juni 2008 Riedel - der Stellenabbau geht weiter Schlechter Absatz: Spiegelau verliert wohlmöglich 13, Frauenau 20 und Riedlhütte 30 Arbeitsplätze Von Christina Hackl / und Ursula Langesee. Spiegelau/Riedlhütte.
Der Stellenabbau in der Glasindustrie geht in die nächste Runde. Die
schlechten Nachrichten kommen dieses Mal aus den Riedel-Werken in
Spiegelau, Riedlhütte und Frauenau. Über 60 Arbeitsplätze sollen dort
in der nächsten Zeit einer Rationalisierungsmaßnahme zum Opfer fallen. Die
Gerüchteküche brodelt seit Tagen in den traditionellen Glasmacherorten.
Von Werksschließungen ist die Rede, von massivem Stellenabbau und
Kurzarbeit. Auf PNP-Nachfrage hat gestern Alois Kaufmann,
Geschäftsführer in allen drei Werken, dazu Stellung bezogen. In
Spiegelau habe man beschlossen, die Handfertigung in der
Kristallglasfabrik mit derzeit noch 13 Mitarbeitern einzustellen.
Bleiben sollen am Standort Spiegelau Lager und Verkauf. Rund 30
Arbeitsplätze werden nach Angaben Kaufmanns am Standort Riedlhütte
wegfallen. In dem Werk, in dem derzeit 249 Mitarbeiter beschäftigt
sind, soll in der Handfertigung künftig die Nachtschicht wegfallen. In
Frauenau sollen demnach rund 20 der bisher 185 Arbeitsplätze wegfallen.
Außerdem schließt Kaufmann nicht aus, dass für das Werk Kurzarbeit
angeordnet wird. »Wir reparieren im Frauenauer Werk eine der Wannen und
installieren neue Maschinen. Diesen Zeitraum werden wir dafür nutzen,
um Überkapazitäten in dem Werk abzubauen«, so Kaufmann. Ob, wann und
wie lange Kurzarbeit angeordnet werde, stehe noch nicht fest. »Es
handelt sich bei all diesen Rationalisierungsmaßnahmen um absolute
Notwendigkeiten«, sagt Alois Kaufmann. Als Gründe nennt er den
schwachen Dollar, die gestiegenen Energiekosten und die geringe
Kaufkraft. »Der Aufschwung in Deutschland hat die Branche mit Produkten
wie Glas oder Porzellan immer noch nicht erreicht, es gibt nach wie vor
eine merkliche Kaufzurückhaltung«, so Kaufmann. Trotz der Probleme
halte Riedel an den Standorten Riedlhütte und Frauenau fest. »Seit der
Übernahme der Nachtmann-Gruppe 2004 hat das Unternehmen Riedel mehrere
Millionen Euro in diese Standorte gesteckt. Die derzeitige Situation am
Markt zwingt uns zu den geplanten Streichungen«, so Kaufmann weiter. Für
Spiegelaus Bürgermeister Josef Luksch kommen die Hiobsbotschaft vom
Ende der Handfertigung in der Kristallglasfabrik (KSS) nicht
überraschend. Schließlich sei jetzt genau das eingetreten, was sich bei
der Übernahme der KSS durch die Firma Riedel im Herbst 2004 angedeutet
habe: von den damals 360 Arbeitsplätzen in den Werken Spiegelau und
Frauenau sollen 200 abgebaut werden. »Uns trifft‘s besonders hart,
denn wir haben ohnehin nicht mehr viele Beschäftigte. Jetzt wird noch
geprüft, wer in welchem Bereich entbehrlich ist. Anfang Juli wird es
dann wohl Betriebsversammlungen in Spiegelau und in Riedlhütte geben«,
sagt KSS-Betriebsratsvorsitzender Kurt Brunner. Schon seit einiger
Zeit werden die Gebäude der Kristallglasfabrik anders genutzt. Seit
Oktober 2007 arbeitet das Maschinen- und Anlagenbauunternehmen Füller
Glastechnologie mit einer Mini-Produktionslinie als Forschungsobjekt in
der Schmelzofenhalle und beschäftigt sechs Glasmacher. Glaskünstler
Erhard Köck, der in Riedlhütte das »Hüttenzangl« und in Spiegelau die
»Schatztruhe« (das frühere KSS-»Schmuckkästchen«) betreibt, nutzt einen
weiteren Hafen für seine Schauglas-Vorführungen. Ehemalige Lagerräume
der KSS hat Logopädin Elke Halser in eine Praxis umgewandelt. Der Rest
dient als Lagerfläche für Glas und den Werksverkauf.
Grafenauer
Anzeiger vom 21. Juni 2008 Kreuzweg im Bildband Klingenbrunn.
Anlässlich der 80-jährigen Weihefeier der Klingenbrunner Pfarrkirche
wurde ein Bildband des Kreuzweges herausgegeben. Diakonin Gabriele
Neumann-Beiler und der katholische Pfarrer Johann Pöppel von
Klingenbrunn haben das Buch mit dem Titel „Kreuzweg in der Pfarrkirche
Maria Hilfe der Christen in Klingenbrunn“ gestaltet. Zu jeder Station
des Kreuzwegs finden sich noch Texte zur Meditation und ein kurzes
Gebet. Passend zum Weihefest wurden genau 80 Stück produziert, wobei
das erste Exemplar an Altbischof Franz Xaver Eder ging. Dieser war zum
Gottesdienst am vergangenen Sonntag nach Klingenbrunn gekommen. Nach
der Festmesse wurden bereits die Hälfte der 96-seitigen Bücher an die
Besucher verkauft. Die restlichen Exemplare können im Pfarrbüro
Oberkreuzberg oder in den Schreibwarenläden von Spiegelau zum Preis von
19,80 Euro erworben werden. Der Reinerlös kommt der Renovierung der
Klingenbrunner Kirche zu Gute.
Grafenauer
Anzeiger vom 14. Juni 2008 Kreuzweg Klingenbrunn gibt es jetzt als Buch Bildband wird zum 80. Weihetag vorgestellt Spiegelau/Klingenbrunn.
Der Gewerbeverein Spiegelau hat ein neues Buch mit dem Titel: „Kreuzweg
in der Pfarrkirche Maria Hilfe der Christen in Klingenbrunn“ heraus
gegeben. Es handelt sich dabei um einen 96-seitigen Bildband mit
großformatigen Fotos, des von dem Münchner Kunstmaler Hans Hufer
geschaffenen Kreuzwegs in der Pfarrkirche. Gabriela Neumann-Beiler und
Pfarrer Johann Pöppel haben Texte zur Meditation verfasst. Der Band wird anschließend an den Festgottesdienst am morgigen Sonntag anlässlich des 80. Weihetags der Pfarrkirche vorgestellt. Der Reinerlös aus dem Buchverkauf (Stückpreis 19,80 Euro) ist für die Renovierung der Pfarrkirche gedacht. pnp
Volksfestauftakt mit trockenen Füßen Spiegelau.
Ein Novum war gestern Abend beim Volksfestauftakt in Spiegelau, dass
die Sonne schien und die Festgäste - darunter MdL Helmut Brunner und
Landrat Ludwig Lankl - trockenen Fußes über den neuen Volksfestplatz am
Gelände des früheren Staatlichen Sägewerkes ins Bierzelt gehen konnten.
Dort zapfte Bürgermeister Josef Luksch zu den Klängen der
„Klingenbrunner Dorfblos‘n“mit drei Schlägen das erste Fass Bier an.
Das vom TSV Spiegelau organisierte Volksfest dauert bis Montag. Morgen
um 10 Uhr kommt MdL Monika Hohlmeier zum politischen Frühschoppen. ul
Grafenauer
Anzeiger vom 10. Juni 2008 Monika Hohlmeier kommt zum Volksfest nach Spiegelau Erstmals auf dem neuen Festplatz im Sägewerk-Gelände - Fanmeile für Fußball-Fans Spiegelau.
Erstmals am neuen Festplatz an der Sortierhalle auf dem Gelände des
früheren Staatlichen Sägewerks ist ab kommenden Freitag, 13. Juni, das
58. Spiegelauer Volksfest, organisiert vom TSV. Als Ehrengast für den
politischen Früschoppen am Familiensonntag hat der CSU-Ortsverband die
CSU-Landtagsabgeordnete Monika Hohlmeier eingeladen. Das Fest beginnt
am Freitag um 17.30 Uhr mit einem Standkonzert mit der „Klingenbrunner
Dorfblosn“ vor der Sparkasse. Gegen 18 Uhr formiert sich der Festzug
mit den Ehrengästen. Er zieht über die Hauptstraße direkt ins Bierzelt,
wo Bürgermeister Josef Luksch das erste Fass anzapfen wird. Sein Können
unter Beweis gestellt hat das Gemeindeoberhaupt aber schon bei der
Bierprobe im Vereinslokal Trossel. Nach nur einem kräftigen Schlag
konnte er vermelden: „Azapft is“. Am Samstag ist ab 14 Uhr der
Vergnügungspark geöffnet und für die Kinder gibt es beim
Kindernachmittag bei den Fahrgeschäften ermäßigte Preise. Ab 18 Uhr ist
wieder Festzeltbetrieb. Dabei sorgt die Münchner Party- und Showband
„Apollos“ für Stimmung und Unterhaltung. Traditioneller Haupttag beim
Spiegelauer Volksfest ist der Sonntag, der „Tag der Familie“. Ab 8 Uhr
kommen die Flohmarktfreunde auf ihre Kosten. Sie können ohne
Voranmeldung und Platzgebühren unterhalb der Sortierhalle ihre Stände
aufbauen. Ab 10 Uhr spricht dann im Bierzelt zum politischen
Frühschoppen die CSU-Landtagsabgeordnete und frühere Kultusministerin
Monika Hohlmeier. Zur gleichen Zeit beginnt auch der Beratungstag zum
Thema „Energiesparen“. Der Mittagstisch und die musikalische
Unterhaltung mit der Blaskapelle Schönbrunn schließen sich ab 12 Uhr
an. Ab 14 Uhr ist der Vergnügungspark geöffnet und ab 16 Uhr sorgt die
Gruppe „Waidler-Sound“ für gute Stimmung . Zum Festausklang am Montag,
16. Juni, sind ab 14 Uhr die Senioren der Gemeinde (ab 65 Jahren) ins
Festzelt geladen. Musikalisch umrahmt wird dieser Nachmittag von „Kurt
& Sepp“, ehe man es am Abend ab 19.30 Uhr zum Spitzensound der
Partyband „Turnaround“ nochmals so richtig krachen lässt. Um die
Festfreude so richtig genießen zu können, bietet der TSV Spiegelau über
einen Taxi-Unternehmer an jedem Volksfesttag ab 22 Uhr einen
Heimfahrdienst bis Grafenau, Schönberg und Eppenschlag an. Treffpunkt
dazu ist am alten Feuerwehrhaus an der Einfahrt zum Festgelände. Als
besonderes Schmankerl hat man sich darüber hinaus entschlossen, während
der Volksfestzeit für die Fußballfans zur EM 2008 eine Fanmeile zu
installieren. Auf einer neun Quadratmeter großen Projektionsfläche sind
in der Sortierhalle alle Fußballbegegnungen zu sehen. Dort sind auch
ein Ausschank und eine Bar aufgebaut. Mit der Bewirtung wird ab ca. 17
Uhr begonnen. Noch bevor das Volksfest am Freitag beginnt, hat das
„public viewing“ am Donnerstag, 12. Juni, seine Bewährungsprobe zu
bestehen. Dann kommt es um 18 Uhr zum zweiten Match der deutschen
Nationalmannschaft gegen Kroatien und um 20.45 Uhr spielt Österreich
gegen Polen. re/ul
Straßenarbeiten bei Frauenau gehen weiter Firma will Ausfallzeit nach Baustopp aufholen Spiegelau/Frauenau.
Wie das Staatliche Bauamt in Passau berichtet, sind die Bauarbeiten auf
der Staatsstraße 2132 südlich von Frauenau wieder in vollem Umfang
aufgenommen werden. Nach dem Baustopp im Bereich eines Feuchtbiotops
Mitte Mai und dem zwischenzeitlich erlassenen Ausnahmebescheid zur
Inanspruchnahme dieser Fläche, hoffen das Bauamt und die ausführende
Firma, diese Ausfallzeit wieder aufzuholen. Zwei am Rande des Baufeldes
angesiedelte Ameisenhügel sind vergangene Woche durch zusätzliche
Schutzmaßnahmen abgesichert worden. Nachdem die Bauarbeiten am 14. Mai
in der Mitte des Baufeldes wegen einer Feuchtfläche ausgesetzt wurden,
disponierte man die bereitstehenden Baugeräte um. In dem Bescheid vom
29. Mai hat das Landratsamt Regen der Inanspruchnahme des Feuchtbiotops
zugestimmt, so dass zwischenzeitlich der Baubetrieb wieder auf die
gesamte Baustelle ausgedehnt werden konnte. Ab dieser Woche wird
deshalb der Mittelabschnitt der Ausbaustrecke im Bereich der kurvigen
alten Staatsstraße, den Schwerpunkt der Arbeiten bilden. In Anbetracht
der kurzen Bauzeit wurde mit der Baufirma schon vorab eine
Sechstagewoche vereinbart. Ausgehend von der großen Verkehrsbedeutung
des Straßenzuges und den durch die Sperrung erforderlichen Umwege, ist
es weiterhin oberstes Ziel, die neue Straße vor dem kommenden Winter in
Betrieb zu nehmen. Die ausgeschilderte Umleitungsstrecke ist
inzwischen in enger Abstimmung mit den Gemeinden Frauenau und Spiegelau
sowie der Polizei weiter optimiert worden. Dabei soll frühzeitig auf
die Erreichbarkeit der beiden Gemeinden und der in der Nähe der
Baumaßnahmen ansässigen Gastronomie hingewiesen werden. pnp
Der Luxus eines Kamins Einblicke ins Bürgermeisterzimmer - Teil 6: Spiegelau Spiegelau.
Die Möglichkeit bei einem lodernden Kaminfeuer zu arbeiten, hat wohl
nur Bürgermeister Josef Luksch aus Spiegelau. Nach einigen Pannen mit
dem defekten Abzug bleibt der Kamin jedoch erstmal aus und wird
demnächst mit frischen Birken-Zweigen dekoriert. Auf einer kleine
Anhöhe in der Konrad-Wilsdorf-Straße findet man das Zimmer von Luksch.
Von außen gleicht es mehr einem Gästehaus und das war es auch bis 1998.
Frisch renoviert, zog der Bürgermeister in das schönste und eines der
größten Zimmer des Hauses ein, das ehemalige Restaurant im Erdgeschoß.
„Das große Büro ist sehr schön, bringt aber auch Probleme mit sich.
Denn wer viel Platz hat, braucht nicht immer aufzuräumen“, sagt Luksch
schmunzelnd. Die Gestaltung seines Zimmers ist dem Gemeindeoberhaupt
sehr wichtig und so findet man nicht nur viele Pflanzen - die alle von
ihm gegossen werden - sondern auch Bilder und Mitbringsel, mit denen er
etwas Persönliches verbindet: Ein Halstuch und eine Identitätskarte vom
Papstbesuch in Altötting vor zwei Jahren, eine Südafrika-Flagge von
Besuchern im Nationalpark, die im Pflanzentopf steckt und ein modernes
Bild von Susanne Zuda, das er auf der Ausstellung im Verkehrsamt
gesehen hat. Eine Erinnerung aus seinem alten Amtszimmer in der
Dorfmitte von Spiegelau, hängt ganz hinten versteckt im Eck. Es ist ein
Nudelholz, das seine Sekretärin von dort mitgenommen hat und ihn damit
nach dem Umzug überraschte. Verbunden mit den Worten: „Heb’s dir auf,
dann hast was, wenn mal jemand frech wird.“ apo
Grafenauer
Anzeiger vom 9. Juni 2008 Bei der Naturbad-Feier wurde es nass Trotz Regen kamen am Samstag viele Gäste zur Eröffnung - Neuer Magnet für die ländliche Region Von Ursula Langesee Spiegelau.
Wasser unten, Wasser von oben: Das nasse Element spielte am Samstag bei
der Eröffnung und Einweihung des Naturbades in Spiegelau die
Hauptrolle. Aber der Freude über das endlich abgeschlossene Projekt tat
dies keinen Abbruch. Sehr viele potenzielle Badegäste kamen zum Tag der
offenen Tür und zum gleichzeitig stattfindenden Fest des Kindergartens
St. Johannes der Täufer. Keiner wagte jedoch den Sprung ins 21 Grad
warme Wasser. „Pack die Badehose ein...“Dieser Schlager lag
Diakonin Gabriela Neumann-Beiler auf den Lippen, als sie zusammen mit
Pfarrer Hubert Gerstl alle segnete, die am Zustandekommen des
Naturbades beteiligt waren und die sich künftig daran erfreuen werden.
„Das Bad dient der Erfrischung, Entspannung und der körperlichen
Ertüchtigung. Aber der Sport sollte nicht übertrieben werden, sonst
zeigt er seine dunklen Seiten. Auch hier gilt es, das richtige Maß zu
finden, dann ist es in Gottes Sinn“, brachte die Diakonin auch ein paar
nachdenkliche Sätze. Bürgermeister Josef Luksch begrüßte unter den
Gästen die Landtagsabgeordneten Helga Weinberger und Helmut Brunner,
Bezirksrat Max Brandl, Landrat Ludwig Lankl, Altbürgermeister Hans
Stadler, alte und neue Gemeinderäte, Nachbar-Bürgermeister Helmut Vogl,
Architekt Heinrich Scholz, Werner Weny vom Amt für Ländliche
Entwicklung, die frühere Regionalmanagerin Stefanie Frank (geb.
Vornehm), ihre Nachfolgerin Simone Hödl und Glaskünstler Erhard Köck. Luksch
erinnerte an den Werdegang des Naturbades, für das er 2001 die ersten
Entwürfe machte, nachdem aus dem alten Freibad immer neue
Hiobsbotschaften von allen möglichen Defekten und unglaublichen
Wasserverlusten kamen. Architekt Scholz sei zunächst „sehr skeptisch“
und dann „Feuer und Flamme“ für das Projekt gewesen. Mühsam sei die
Suche nach Zuschüssen gewesen. In Stefanie Vornehm und Nationalparkchef
Karl Friedrich Sinner habe aber die Gemeinde, so Luksch, sehr gute und
engagierte Fürsprecher für das Naturbad gefunden, so dass das
1,2-Mio-Euro-Projekt über Leader plus finanziert werden konnte. Auch
im Gemeinderat habe es etliche Hürden zu überwinden gegeben. „Der
Durchbruch kam vor drei Jahren mit dem mit 20 000 Euro dotierten
E.ON-Umweltpreis, den wir für das Naturbad, das bis dahin nur auf dem
Papier existierte, verliehen bekamen“, freute sich der Bürgermeister
und dankte E.ON-Kommunalbetreuer Franz Josef Bloier. Unter 200
Bewerbern seien damals elf ausgewählt worden, darunter Spiegelau. Luksch
zeigte sich erleichtert, dass es während der Bauzeit zu keinen Unfällen
und schweren Verletzungen gekommen sei und dankte der Planungsfirma
Plafog und den beteiligten Firmen,der Rathausverwaltung und dem Bauhof,
dem Förderverein Freibad für die Hand- und Spanndienste, der früheren
3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß, die sich um umfassende
Informationen rund um Naturbäder gekümmert hatte, dem Organisationstrio
der Eröffnungsfeier, Proßer-Greß, Erich Bachmann und Kurt Hobelsberger,
das nicht nur geredet, sondern gehandelt habe und Kindergartenleiterin
Edith Döringer für ihre Bereitschaft, die Feier mit Leben zu füllen. MdL
Weinberger beglückwünschte die Gemeinde zu ihrem Mut, in Zeiten
schmaler Haushaltskassen dieses „Mehr an Lebensqualität“ zu
verwirklichen, das nicht nur Spiegelau selbst, sondern die gesamte
Region ein Stück anziehender mache. Ohne Chemie sei dieses Bad
„ökologische Wellness für Mensch, Tier und Natur“, so die
CSU-Landtagsabgeordnete. Diese innovativen Initiativen stärkten den
ländlichen Raum und würden deshalb über Leader plus gefördert. Von 2000
bis 2006 habe der Freistaat 1265 Projekte mit einem Gesamtvolumen von
143 Mio. Euro mit 70 Mio. Euro unterstützt. „Bei uns steht die
Naherholung an erster Stelle und das ist ein weiterer Magnet“, freute
sich auch Landrat Lankl über das erste Naturbad in seinem Landkreis. Ganz
persönliche Erinnerungen wie der erste Kuss und die erste Zigarette auf
einer Bank im alten Freibad waren es, was Architekt Scholz mit dazu
veranlasste, diese Freizeiteinrichtung nicht sterben zu lassen. Er
dankte seinem Mitarbeiter Andreas Köck für die Realisierung des
Projekts. Dann ging es ins trockene Festzelt, wo ein deftiger Sterz auf die Ehrengäste wartete.
Grafenauer
Anzeiger vom 6. Juni 2008 Ab in die Fluten: Naturbad öffnet Einweihung morgen ab 13 Uhr - Freier Eintritt am Samstag Spiegelau.
Es ist soweit: Morgen öffnet das Naturbad Spiegelau mit einer
Wassertemperatur von ca. 21 Grad. Bei einem „Tag der offenen Tür“ ist
bei freiem Eintritt Gelegenheit, die neue Einrichtung der Gemeinde zu
erkunden. Der Festakt beginnt um 13 Uhr direkt auf dem
Naturbadgelände. Bürgermeister Josef Luksch wird das erste Naturbad in
der Region vorstellen, bei dem ganz auf Chemie verzichtet wird und
dessen Wasser über Solaranlagen gewärmt werden kann. Weitere Ansprachen
der Ehrengäste, darunter Landrat Ludwig Lankl, folgen. Geweiht wird die
Anlage von Diakonin Gabriela Neumann-Beiler. Nach einer
Besichtigungstour sind die Ehrengäste zum Mittagessen ins Festzelt
eingeladen. Christian Balboo Bojko und seine Freunde begleiten die
Eröffnung mit Jazzmusik. Daran schließt sich das Fest des Spiegelauer Kindergartens an, der mit Spielen und Mitmachaktionen unterhält. ul
Grafenauer
Anzeiger vom 31. Mai 2008 AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Die
Stromversorgung für die Kleinkläranlage Althütte kostet die Kommune
3949,06 Euro, für die Pumpstation muss die Gemeinde weitere 1647,67
Euro auf den Tisch legen. Die Stromversorgung für die Pumpstation
Reinhardschlag kostet 2865,52 Euro.
Für die
maschinentechnische Ausstattung in der Kläranlage Althütte gingen vier
Angebote ein, das günstigste umfasst 25620,70 Euro, für die
elektrotechnische Ausrüstung wurden zwei Angebote eingereicht, das
günstigste beläuft sich auf 14 168,59 Euro. Für den Umbau
des Unterstellgebäudes am Friedhof Oberkreuzberg investiert die
Gemeinde für Zimmer- und Holzbauarbeiten 8899,86 Euro, das Dach kostet
3902,61 Euro. Genutzt wird das Gebäude für die Kanone des Krieger- und
Soldatenvereins und als Gerätekammer für den Totengräber. Diese wird
nun ein Stockwerk höher untergebracht, zudem kann das Gebäude dann auch
als Unterstellraum für das Loipengerät genutzt werden. so
Grafenauer
Anzeiger vom 30. Mai 2008 Ins Spiegelauer Naturbad geht‘s ab 1,40 Euro Gebührensatzung festgelegt - Sägehalle kostet zwischen 1,7 und 3,7 Mio. Von Harald Sochor. Spiegelau.
Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung des Spiegelauer Gemeinderates
war zweifellos das Naturbad, das am Samstag kommender Woche seine
Pforten öffnet. Unter anderem wurden die Details zur Eröffnung
besprochen und eine Gebührensatzung verabschiedet. Bei den
Gebühren orientiert sich Spiegelau an den Schönberger Tarifen. Der
Satzungsvorschlag wurde vom Gemeinderat nach einer Änderung einstimmig
verabschiedet. Erwachsene zahlen 2,60 Euro (mit Gästekarte 2,40),
Kinder Jugendliche und Schwerbehinderte 1,70 Euro (mit Gästekarte 1,40
Euro), mit Ferienpass einen Euro. Die Saisonkarte kostet für Erwachsene
46 Euro, für Kinder 31 Euro, die 10er Karte 22, beziehungsweise 14,50
Euro. Nachdem der Preis für die Familienkarte auf 6,50 Euro gesenkt
wurde, wird auch die Saisonkarte entsprechend abgesenkt. Des weiteren
gibt es ermäßigte Abendkarten. Minigolf kostet zwei Euro, mit
Gästekarte 1,80 Euro und mit Ferienpass einen Euro. Eingeweiht
wird das Naturbad Spiegelau am 7. Juni mit einem offiziellen Festakt.
Als Rahmenprogramm findet gleichzeitig das Sommerfest des Kindergartens
im Naturbad statt. Beantragt wurde, dass das Naturbad durch den
Bauausschuß besichtigt wird und die Bauabnahme durch einen unabhängigen
Sachverständigen erfolgt. Grund: In einigen Bereichen sehen einige
Gemeinderäte Baumängel. Josef Luksch schlug vor, daß der Bauausschuß
das Bad mit dem Architekten besichtigt und die eventuellen Mängel
bespricht. Unabhängig davon wurde bereits vom
Gemeindeunfallversicherungsverband ein unabhängiges Büro eingeschaltet,
das verschiedene Punkte abklärt. Der Gemeinderat billigte dieses
Vorgehen einstimmig. In Sachen alte Sägehalle teilte Bürgermeister
Josef Luksch die Kosten für zwei Ausbau-Varianten mit. Sollte die
Sägehalle als Festhalle mit Bühne, entsprechender Technik und
Bestuhlung zum öffentlichen Veranstaltungsraum ausgebaut werden, würde
das die Gemeinde 3,7 Millionen Euro kosten. Eine abgespeckte Fassung,
in der nur Statik, sanitäre Anlagen und Stromanschlüsse ausgebaut und
errichtet werden, würde immer noch rund 1,7 Millionen Euro kosten. Mit
diesem Thema will sich der Gemeinderat in einer eigenen Sitzung
beschäftigen. Die Errichtung eines Buswartehäuschens am Dorfplatz
in Oberkreuzberg stand ebenfalls auf der Tagesordnung, nachdem ein
Antrag mit Unterschriftsliste eingegangen war. Rund 20 Kinder warten in
Oberkreuzberg auf den Schulbus. Zwar gibt es keinen Durchgangsverkehr,
allerdings beeinträchtigen viele parkende Kastenwägen möglicherweise
die Sicherheit der Kinder. Bürgermeister Luksch schlug vor, zum
einen längerfristiges Parken in diesem Bereich zu unterbinden und
eventuell ein Vordach für die wartenden Kinder zu errichten. Mit zwei
Gegenstimmen wurde dieser Punkt an den Bauausschuss verwiesen. Bereits
im Dezember 2007 hatte die Feuerwehr Spiegelau einen Ersatz für das
1982 gebaute Löschfahrzeug beantragt, weil es erhebliche Mängel
aufweise. Mehrere Defekte schränken die Wehr erheblich ein, außerdem
ist es unmöglich, bestimmte Ersatzteile zu bekommen. Die
Reparaturkosten würden sich für das Fahrzeug mit einem Restwert von
circa 6000 Euro auf rund 21 500 Euro belaufen. Josef Luksch informierte
den Gemeinderat darüber, dass ein neues Fahrzeug etwa 258 000 Euro
kostet. Aus aktuellem Anlass ging es um die Bahnlinie
Grafenau-Zwiesel. Um die Zukunft der umweltfreundlichen Alternative zum
Auto zu sichern, beantragt der Gemeinderat einstimmig die Einführung
des einstündigen Taktes auf der Strecke zwischen Grafenau und Zwiesel.
So soll vor allem Pendlern und Schülern eine Alternative angeboten
werden. Die Jahresrechnung 2007 schloss mit einem Volumen von mehr
als 8,4 Mio. Euro, davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt rund 5,7
Mio. Euro und auf den Vermögenshaushalt etwa 2,7 Mio. Euro. Ein
Antrag auf die Änderung der Verordnung über die Reinigung der
öffentlichen Straßen und Sicherung der Gehwege im Winter wurde nach
ausführlicher Diskussion zurück gestellt. Mit drei Gegenstimmen
beschloss der Gemeinderat, die Verwaltung zu beauftragen, zunächst
einmal die Kosten für einen Räumtag zu ermitteln, bevor erneut darüber
befunden wird.
Grafenauer
Anzeiger vom 27. Mai 2008 SAXNDI... ...des
war a saubere Sach‘ beim Firework Open Air in Spiegelau. Und zwar im
wahrsten Sinne des Wortes. Der neue Festplatz und die alte Sortierhalle
wirkten nach dem zweitägigen Open Air fast wie frisch gekehrt. Die
Organisatoren der Feuerwehr Spiegelau trauten ihren Augen nicht. Kaum
eine Kippe lag am Boden, keine Scherben, kein Papier. Fast alles wurde
von den überwiegend jugendlichen Besuchern dorthin gebracht, wo es hin
sollte - zu den Müllbehältern. „Größten Respekt“ zollt Vorsitzender
Kurt Hobelsberger den braven Müllvermeidern, die bei der ersten
Veranstaltung am neuen Festplatz gleich ein glänzendes Exempel
statuierten. Mal sehen, ob das Volksfest auch so eine saubere Sach‘
wird. Ursula Langesee
Zwei Tage rockte es in der Sortierhalle Fire Work Open Air mit 1500 Besuchern - „Wipe out“ top, „Donnervögel“ flop - Neue Cocktailbar kam gut an Von Gregor Wolf Spiegelau.
Bereits zum fünften Mal richtete die Freiwillige Feuerwehr Spiegelau
vergangenes Wochenende das Firework Open Air in der Sortierhalle aus.
Dieses Jahr gab es sogar zwei Veranstaltungstage: Die „Donnervögel“
wollten am Freitag 700 Besucher hören, samstags lockte „Wipe Out“ 800
Besucher nach Spiegelau. Die Mannen und Frauen um Hauptorganisator und
1. Vorsitzenden der FFW, Kurt Hobelsberger, schafften wieder optimale
Rahmenbedingungen für ein langes Partywochenende. Die ehemalige
Sortierhalle des Sägewerks wurde aufwändig dekoriert und mit einer
langen Bar ausgestattet, bei der es heuer zum ersten Mal auch Cocktails
gab. Im Außenbereich befand sich neben Essensständen und der Pilsbar
auch eine Großbildleinwand, auf der die Auftritte der Bands übertragen
wurden. Am Freitag waren dies die „Donnervögel“. Der Auftritt der
eigentlich renommierten Band überzeugte dann allerdings nicht. Man
hatte den Eindruck, die Luft sei so langsam raus bei der neunköpfigen
Formation, die alles andere als Energie von der Bühne ausstrahlte. Ganz
anders dann das musikalische Rahmenprogramm am Samstag. Die Rock- und
Partycoverband „Wipe Out“, die sich gerade auf ihrer Jubiläumstour zum
20-Jährigen befindet, glänzte auf voller Linie. Sie bot ein
ausgewogenes Programm aus rockigen und ruhigeren Nummern, deutschen und
englischsprachigen Interpreten, älteren und topaktuellen Partyhits,
gepaart mit ihrem ersten eigenen Song „Scheena Dog“ in
niederbayerischer Mundart. Das letzte Lied kündigte Gitarrist Matthias
Krause dann mit den Worten an: „Jetzt ist es soweit, dass es soweit
ist. Die größte Schnulzn kommt zum Schluss“. Gemeint war der Song „Time
of my Life“ aus dem Filmklassiker „Dirty Dancing“. Insgesamt zufrieden
zeigte sich am Ende der Organisator Kurt Hobelsberger. „Angesichts des
etwas ungünstigen Termins, parallel mit dem nur wenige Kilometer
entfernten Volksfest in Schönberg, sind wird durchaus sehr zufrieden.
Auch die Zusammenarbeit mit den Motoraddays gleich nebenan hat gut
funktioniert, auch wenn wir uns von dieser Seite etwas mehr
Besucherzulauf erwartet hätten,“ so Hobelsberger. Es sei einfach
schwierig, für zwei Tage viele Leute zu mobilisieren, erklärt
Hobelsberger weiter, auch deswegen wird das Open Air nächstes Jahr wohl
wieder eine eintägige Veranstaltung werden. „Was hingegen wirklich
eingeschlagen hat, waren die Cocktailbar und ‘Wipe Out‘. Die waren
einfach spitzenmäßig, das hat man auch von den Leuten gehört.“ Am Ende
betonte Hobelsberger noch die tolle Zusammenarbeit aller freiwilligen
Helfer und Firmen aus Spiegelau. gw
Gute Gefühle im Glasmacherort In
Spiegelau drehte sich bei den Motorrad Days vier Tage fast alles um
Menschen und Maschinen - 4000 Teilnehmer ,Von Michael Witte Spiegelau.
Lauter strahlende Gesichter hat am Samstag der Glasmacherort erlebt,
denn an diesem Tag herrschte sowohl bei Organisatoren als auch bei den
nach Veranstalterangaben 4000 Teilnehmern der 1. Motorrad Days
Spiegelau eitel Sonnenschein. Fantastische Biker-Touren durch den
wunderbar sonnenüberfluteten Bayerischen Wald, ein zündender
Gottesdienst mit Motorrad-Weihe in Klingenbrunn und ein vielfältiges
Rahmenprogramm auf dem Festplatz bei der alten Sägehalle machten bei
allen Lust auf mehr. Indes: Die Bilanz der beiden Haupt-Organisatoren
Franz Treml und Hans Schopf, die mit vielen fleißigen Helfern die Days
auf die Bahn gebracht hatten, fiel durchwachsen aus. Der Grund: das
miese Wetter zu Beginn der Motorrad-Tage am Donnerstag. „Es sind
weniger Gäste gekommen als erwartet“, musste denn auch das Duo
eingestehen, aber beide strahlten trotzdem Optimismus pur aus. „Wir
sind zufrieden, denn das Fest war eine glänzende Werbung für die
Region“, sagten Treml und Schopf unisono. Da sahen die Mitfahrer der
geführten Touren genauso. „Mann, habt ihr hier schöne Kurven“, zeigte
sich etwa ein fränkischer Biker am Samstag begeistert von den
Möglichkeiten, die er bei einer 250 Kilometer langen Tour durch den
Bayerischen Wald genießen durfte. Diese führte von Spiegelau über
Zwiesel bis nach Lam und über Bad Kötzting, Viechtach, Metten,
Ruhmannsfelden und Rinchnach zurück nach Klingenbrunn, wo es die
Motorradvagabunden zwischen Sportplatz und Fatima-Kapelle hübsch für
ihre Gäste angerichtet hatten. Am Nachmittag zelebrierten dort Pfarrer
Johannes Pöppel und die evangelische Diakonin Gabriela Neumann-Beiler
einen ökumenischen Gottesdienst, der von der Gruppe „Nightrain“
begleitet und mit dem Dylan-Reißer „Knockin' on Heaven's Door“
stilgerecht eröffnet wurde - da stampften die rund 500 Motorradfahrer
gleich alle im Rhythmus mit. Auch in der Predigt der Diakonin ging's um
„good vibrations“, als Gabriela Neumann-Beiler über die „geilen
Gefühle“ der Biker sprach, die mit Tempo 200 über die Autobahn
rauschen, sich mit ihren Gefährten schräg in die Kurven legen oder
einfach nur mit dem Klang und dem Vibrieren des Motors die große
Freiheit spüren. Wohlgleich könne für den Motorradfahrer alles in einer
Sekunde auf die andere vorbei sein. Aber: „Gott hat uns den freien
Willen gegeben wie wir fahren - normal oder wie eine Wildsau.“ Und so
gab sie den Bikern anlehnend an die Zehn Gebote zehn goldene Regeln mit
in die Saison. Danach solle man sein Stahlross nicht als Ersatzgott
ansehen, nicht damit prahlen, Pausen bei längeren Fahrten einlegen,
nicht töten, nicht risikoreich fahren, mit Fehlern der Anderen rechnen,
nicht schneller fahren als der Schutzengel fliegen kann, Maschine und
sich selbst fit halten sowie die Landschaft genießen und achten. Als
äußeres Zeichen dieser goldenen Regeln gingen nach dem Gottesdienst
Pöppel und Neumann-Beiler von Motorrad zu Motorrad und segneten die
Maschinen. In einem großen Corso ging’s dann am frühen Abend zurück von
Klingenbrunn zum Festgelände nach Spiegelau, wobei es sich die Diakonin
nicht nehmen ließ, als Sozia auf der BMW von Organisator Franz Treml
ins Festgelände einzufahren. Dort hatten an allen vier Tagen die
führenden Händler Niederbayerns aktuelle Motorräder, Tuningteile und
Zubehör präsentiert. Als besonderer Clou wurde dabei Samstagabend die
neue Honda CB 1000 R vorgestellt - auch dabei hatten viele Biker gute
Gefühle.
Grafenauer
Anzeiger vom 26. Mai 2008 Wald-Vereinssektion Spiegelau wurde 120 Nachbarsektionen und Ehrengäste gratulierten - Bei Wanderungen Gemeinde kennengelernt Spiegelau.Vor
120 Jahren wurde die Sektion Spiegelau des Bayerischen Wald-Vereins
gegründet. Zusammen mit vielen anderen Sektionen und einer Reihe von
Ehrengästen gab es in der Mehrzweckhalle eine kleine Feier. Kaplan
Michael Weny zelebrierte eine beeindruckende Messe, die von der
„Klingenbrunner Dorfblosn“ feierlich umrahmt wurde. 1883 wurde der
Bayerische Wald-Verein gegründet, mit inzwischen 22 000 Mitgliedern und
einer weit über 60 Sektionen umgfassenden Organisation, die sich unter
anderem für Natur- und Landschaftsschutz, Kultur- und Brauchtumspflege
und die Förderung des Tourismus einsetzt. Schon fünf Jahre später
entstand auch in Spiegelau eine Sektion, die mittlerweile 375
Mitglieder hat. In den 120 Jahren ihres Bestehens kümmerte sie sich
besonders auch um ihren Hausberg, den Rachel. Sie errichtete dort
bereits 1909 eine Schutzhütte und baute diese zum jetzigen
Waldschmidt-Haus aus. Leider musste man dieses Haus aus Kostengründen
bereits 1912 versteigern. Das 1905 am Gipfel installierte Kreuz wurde
1946 zerstört, konnte aber 1951 wieder erneuert werden. Auch um die
berühmte Rachelkapelle kümmerte man sich stets. Mehrmals wurden beide
Einrichtungen saniert, zuletzt 1995 und 1998. „Wir stehen für
Heimat, Tradition, Kultur und Volkstum. Gemeinsam mit der ganzen
Bevölkerung stellen wir uns gerne und mit voller Kraft weiterhin
unseren Aufgaben“, so der Sektionsvorsitzende Josef Hamberger. In
seiner Predigt beschäftigte sich der gebürtige Spiegelauer Kaplan
Michael Weny mit dem Begriff „Heimat“. Sie sei mehr als nur ein Name
auf der Landkarte. Heimat liebe man, und sie sei dort, wo das Herz
schlage. Gerade der Waldler schätze seine Heimat und besinge sie in
vielen Liedern. Dieser Bezug zur Heimat werde ganz besonders durch den
Bayerischen Wald-Verein hergestellt. „Der Bayerische Wald-Verein lebt
Heimat“, bestätigte auch Landrat Ludwig Lankl und genau so sehe er auch
eine seiner Aufgaben als Landrat. Der Sektion Spiegelau wünschte Lankl
für die Zukunft weiterhin viel Erfolg. Der Gesamtverein mit seinen 22
000 Mitgliedern feiere heuer sein 125-jähriges Bestehen und stehe von
der Gründung bis heute zu seiner Heimat, erwähnte der Präsident des
Bayerischen Wald-Vereins und Regens Landrat, Heinz Wölfl. Bürgermeister
Josef Luksch lobte die Sektion Spiegelau für deren stets
selbstverständlichen ehrenamtlichen Einsatz für eine Vielzahl von
Zielen, die der Gemeinde Spiegelau immer zu Gute gekommen seien. Viel
Beifall gab es für eine Bildschau über Naturschönheiten des Bayerischen
Waldes. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Gäste zum
Kennenlernen von Spiegelau und seiner näheren Umgebung aufgefordert.
Eine ganze Reihe von Wanderführern stand bereit, um die Gäste auf
verschiedensten Touren rund um Spiegelau zu führen. Im Angebot standen
eine Wanderung durch die Steinklamm, zum Seelensteig im Nationalpark,
über den Trauerwald und den Kurpark und ein Besuch des Goldwaschplatzes
bei Riedlhütte. Auch das Thema „Borkenkäfer und andere Katastrophen“
wurde bestens angenommen. Selbst der Bürgermeister stellte sich als
„Wanderführer“ zur Verfügung. Er führte eine ansehnliche Gruppe durch
den Ort und zum neu errichteten Naturbad, wo er Idee und Aufbau dieses
Projekts erklärte.
Grafenauer
Anzeiger vom 17. Mai 2008 Ökumene in der Natur Gottesdienst auf Waldwiese des Waldspielgeländes Spiegelau.
Unter dem Motto „Gottes Geist ist grenzenlos“ fand am letzten
Wochenende der ökumenische Pfingstgottesdienst auf der Waldwiese des
Waldspielgeländes in Spiegelau statt, zu dem der Nationalpark zusammen
mit der katholischen Pfarrgemeinde Spiegelau und der evangelischen
Kirchengemeinde Grafenau eingeladen hatten. Über 150 Personen beider
Konfessionen nutzten das schöne Wetter um in der freien Natur die
Botschaft des Pfingstereignisses zu hören. Dass sich der heilige Geist
nicht einschränken lässt, weder auf einen bestimmten Ort, noch für eine
bestimmte Personengruppe zeigte Pfarrer Hubert Gerstl in seiner
Pfingstpredigt auf und befürwortete damit das Anliegen der Ökumene.
Neben ihm wurde der Gottesdienst von Diakonin Gabriela Neumann-Beiler,
Pfarrerin Sonja Schuster und Maria Öllinger gestaltet. Auch die
Junior-Ranger des Nationalparks beteiligten sich, indem sie
verschiedene Symbole, die den heiligen Geist verkörpern, zum Altar
trugen und dazu passende Fürbitten vorlasen. Speziell beim Friedensgruß
wurde dann noch einmal der Bogen zwischen Natur und Kirche gespannt,
indem sich die Anwesenden gegenseitig Naturgegenstände weiterschenkten,
die sie zu Beginn des Gottesdienstes bekommen hatten. Besonders gut
angenommen wurde auch die musikalische Gestaltung durch Sabine Deubler
(Querflöte) und Otto Öllinger (Gitarre), der mit den Anwesenden zu
Beginn des Gottesdienstes gekonnt die Lieder einübte und diese sogar
dazu animierte, im Kanon und in verschiedenen Tonlagen zu singen. Ein
Bläserduo umklammerte den Gottesdienst und gab noch ein Stück von Bach
zum Besten. Danach waren wegen dem kühlen Wind dann doch einige
Anwesende froh, sich noch ein bisschen am Lagerfeuer aufwärmen zu
können. Die Begeisterung für den Gottesdienst löste bei den
Verantwortlichen besondere Freude aus und man könne sich durchaus
vorstellen, nächstes Jahr wieder einen ökumenischen Gottesdienst im
Freien zu organisieren. Im Zuge der Kampagne „WasSerleben“, die vom
Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz ausgerufen wurde, kommt die Kollekte von 85 Euro der
Grundschule Spiegelau zu gute, die damit eine „Wasserbar“ einrichten
wird. In dieser können die Kinder dann in der Pause kostenlos Wasser
trinken. pnp
Grafenauer
Anzeiger vom 28. April 2008 SAXNDI . . . .
. ., die Mängel-Liste ist lang, die Lothar Hopfner seiner Gemeinde
Spiegelau ins Stammbuch geschrieben hat. Absichtlich hat er seinen
Brief an Bürgermeister und Fraktionssprecher erst nach der Kommunalwahl
losgeschickt, obwohl dieser vor der Wahl vielleicht sicher für mehr
Unruhe gesorgt hätte. Für den kommenden Urnengang hat Hopfner in
seinem Schreiben aber schon vorsorglich einen guten Tipp parat:
„Nachdem im Herbst wieder eine Wahl ansteht, sollte man die oftmals
nichtssagende Wahlpropaganda mit den immer lachenden Politikern an
kurzfristig aufgestellten und schnell wieder zu entfernenden
Plakatwänden aus Brettern anbringen. Der Wähler hätte dann einen
besseren Gesamtüberblick und der Ort wäre wieder etwas schöner.“ Auch
wenn Bürgermeister Josef Luksch den Aspekt der immer lachenden
Politiker mit der Frage „Was sollen wir den tun? Weinen?“ quittierte,
ist das Grund-Problem damit noch nicht aus der Welt. Aber warum
nicht einen Schritt weiter gehen, bei der nächsten Kommunalwahl ganz
auf Plakate verzichten und das Geld für die Jugend spenden. Damit würde
man etwas sagen, einige vielleicht sogar: „Wow.“ Michael Witte
Von Plakaten, Parkern und Präservativen Gemeinderat Spiegelau befasst sich mit Problemen, die von einem Bürger notiert werden Von Michael Witte Spiegelau.
Zu viel Lärm, zu viel Müll, zu wenig Einsatz der Gemeindeverwaltung: In
der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Spiegelau hat Bürgermeister
Josef Luksch einen Brief von Lothar Hopfner verlesen, der in einem
dreiseitigen Schreiben auf Mängel hinweist, die seiner Meinung nach
„ohne große Kosten und Mühen“ abgestellt werden könnten. Der
Gemeinderat diskutierte alle Hopfnerschen Kritikpunkte und will mit dem
Bürger, „der sich große Mühe“ gemacht hat, in einer der nächsten
Sitzungen nochmals intensiv sprechen. Die Aspekte von Lothar Hopfner und die Reaktionen im Gemeinderat im Detail:
Der Lärm:
„Ein großes Ärgernis entsteht durch die verschiedenen Lärmquellen in
Spiegelau und den angrenzenden Orten. Obwohl der Gemeinderat eine
Lärmschutz-Verordnung erlassen hat, hält sich kaum jemand an die
vorgegebenen Ruhezeiten. Bis in die Dämmerungszeit wird gehämmert,
geschliffen, gemäht und mit der Motorsäge gearbeitet, selbst an Sonn-
und Feiertagen“, schreibt Hopfner. Auffallend sei, dass die
Rücksichtslosigkeit vom Ortszentrum nach außen zunehme, da helfe auch
kein freundliches Ansprechen. Und deshalb ersuche er die Gemeinde, hier
informativ und konsequent tätig zu werden. Bürgermeister Luksch
sagte dazu, dass die Gemeinde nochmals im „Glasmacher“ über die
Verordnung aufklären und an die Einsicht appellieren könne, „einen
rumschicken können wir aber nicht“ - das wären ja „Stasi-Methoden“.
Erhard Wawrzek bezeichnete die Lärmschutz-Verordnung als Grund allen
Übels und plädierte dafür, diese zu kippen oder zumindest zu
überarbeiten. Denn: Mit der Verordnung stelle sich die Gemeinde selbst
ein Bein, da im neuen Naturfreibad, das in einem Wohngebiet liegt, an
Sonntagen zwischen zwölf und zwei ja bestimmt was los und dort mehr
Lärm als per Verordnung erlaubt entstünde. Dazu fragte Geschäftsleiter
Josef Schreiner in die Runde, ob johlendes Kindergeschrei in einer
öffentlichen Badeanstalt „vermeidbarer Lärm“ im Sinne der Verordnung
sei? Das Lärm-Problem wurde dann nicht weiter diskutiert, über die
Verordnung soll aber in der nächsten Sitzung erneut debattiert werden.
Das Verbrennen von Müll:
„Eine Unsitte ist das Verbrennen von Müll (dem Geruch nach auch
manchmal Plastik). Selbst Papier und Pappe werden manchmal verbrannt,
obwohl diese kostenlos entsorgt werden können“, teilte Hopfner mit.
Auch ob dieser Kritik will der Bürgermeister erneut an die Vernunft der
Bürger appellieren - die privaten Feuerchen im Garten freilich nicht
verbieten. Denn: Nicht jeder habe eine Fahrmöglichkeit, um seine
Abfälle zum Recyclinghof in Augrub zu bringen. Und einen Kontrolleur
durch die Gegend schicken, der Missetäter ermittelt, das könne und
wolle die Gemeinde nun auch nicht.
Das Recycling am alten Friedhof:
„Eine Blamage ist auch die mögliche Mülltrennung im alten Friedhof.
Vielleicht sollte die Gemeindeverwaltung einmal das Procedere mit einer
klaren Anleitung und Beschilderung überdenken. Ich kenne keinen
Friedhof, wo das so schief läuft wie bei uns“, bemängelte Hopfner. Der
Spiegelauer kritisierte auch, dass hinter sein Familiengrab ständig
Abfall geworfen werde - „selbst Präservative lagen schon dort“. Und
deshalb bittet er, die dort aufgestellte Bank, „die wohl der Grund
ist“, zu entfernen. Zu diesem unschönen Müll-Thema sagte der
Bürgermeister, dass man im Gemeinderat schon oft über dieses Problem
beraten, aber nicht habe abstellen können. Und: Im Jahr fielen dort
teilweise über 10 000 Euro Recyclingkosten an, weil dort auch schon
Matratzen entsorgt worden seien. Letztlich, und das müsse allen Bürgern
klar sein, würden aber die Grab-Besitzer und in letzter Konsequenz alle
Bürger dafür zahlen. Zur Bitte von Hopfner, die Sitzbank abzubauen,
meinte der Rathaus-Chef, dass es sehr wohl bekannt sei, dass diese
verschwiegene Örtchen am Ende des Friedhofs auch anders genutzt werde,
als nur dort zu rasten. Und deshalb wird das Sitzmöbel jetzt versetzt,
an einen „besser einsehbaren Ort“.
Die Plakatflut:
„Hässlich sind auch die wild angebrachten Plakate für Veranstaltungen
aller Art an Masten, Zäunen, Wänden usw. Eine gemeindliche Regelung mit
günstig platzierten Plakatierungsflächen würde die Plakatflut
konzentrieren. Geregelt werden sollte auch die Flut von Reklametafeln
werden. Die Mischung von Reklame und z.B offiziellen Straßenschildern
ist für den Fremden verwirrend“, schreibt Hopfner. Diesem Thema will
sich die Gemeinde nach den Worten von Luksch nochmals annehmen,
wenngleich es für die gemeindlichen Plakatflächen eigentlich eine klare
Regel gibt: Ein Drittel steht für öffentliche Infos bereit, der Rest
für private. Schwierig sei aber teilweise, den wilden Plakatierern auf
die Schliche zu kommen, denn von den großflächigen Anzeigen könne man
kaum eindeutig auf denjenigen schließen, der fürs Plakate-Kleben
letztlich zuständig sei. Und: Reklame-Tafeln unter einem Quadratmeter
Größe, etwa für weiter entfernte Baumärkte oder Fast-Food-Restaurants,
sind laut Bayerischer Bauordnung genehmigungsfrei - „die Gemeinde hat
da keinen Einfluss“.
Das Mähen im Kurpark:
„Ein weiteres Ärgernis ist das oftmalige Mähen im Kurpark. Kaum fangen
die Blumen an zu blühen, werden sie brutal niedergemäht. Die gemähte
Wiese gleicht dann mehr einem Acker“, zeichnet Hopfner in seinem Brief
ein trübes Bild vom Ökosystem Kurpark. Ob sich die Lage dort verändert,
ist jetzt noch offen, denn im Kurpark soll jetzt eine Privat-Firma ran
- bislang schnitt die Gemeinde das Gras. Im nicht-öffentlichen Teil
sollte über ein Angebot einer Firma entschieden werden, den Zuschlag
erhielt sich aber nicht. Denn: Die Gemeinde will noch ein zweites
Angebot einholen. Deutlich wurde aber der Wunsch, dass aus dem
Kurpark-Grün keine Rasen-Landschaft auf Golfplatz-Niveau werden soll,
sondern eine naturnahe Wiese.
Das wilde Parken:
„Obwohl im ausgebauten Ortszentrum genügend Parkplätze angeboten
werden, wird immer wieder rücksichtslos auf dem Gehsteig geparkt. Die
Fußgänger müssen dann auf die gefährliche Straße ausweichen. Ein paar
Anzeigen würden Wunder wirken“, glaubt Hopfner. Bürgermeister Luksch
meinte dagegen, dass der Spielraum der Gemeinde hier auch sehr knapp
sei. „Ich kann ja nicht dauernd die Hauptstraße ’rauf und ’runter
fahren.“ Bliebe letzten Endes nur die Variante einer Kommunalen
Parküberwachung, „was aber ein Witz wäre“. Auch die anderen
Gemeinderäte hatten keine Idee, wie man diesem Problem Herr werden
könnte. Aber: Die Kritik von Bürger Hopfner soll nicht zu den
Akten gelegt werden, sondern in den kommenden Sitzungen weiter verfolgt
werden. Denn neben diesen Punkten bemängelte Hopfner auch noch seiner
Ansicht nach unprofessionelles Loipen-Spuren, einen Schilderwald,
wildes Parken am Kurpark und „das verunglückte Waldbahndenkmal“.
Grafenauer
Anzeiger vom 25. April 2008 „Spiegelau, eine saubere Gemeinde“ Spiegelau.
Zum 11. Mal startete vor kurzem die von Lothar Sommer aus Beiwald vor
sechs Jahren ins Leben gerufene Aktion „Spiegelau, eine saubere
Gemeinde“. Und wieder waren, wie schon bei den voraus gegangenen
Müllsammeltagen, viele Gruppierungen aus allen Bereichen der Gemeinde
bemüht, die Straßen, Wege und Plätze vom gedankenlos weggeworfenen
Unrat zu befreien. Angefangen von den Kleinsten aus den Kindergärten
und der Schule bis zu den Vereinsmitgliedern und Privatpersonen, viele
waren wieder beteiligt und einige werden noch Nacharbeit leisten. Die
notwendigen Utensilien, die verdiente Brotzeit und die Entsorgung
gehören auch zur Aktion, und hier stehen immer zahlreiche Sponsoren
bereit. dd
Volksfestplatz: Das Vergnügen kann kommen Gemeinderat Spiegelau stimmt für Zuschuss-Antrag und damit vorerst für den Erhalt der Sortierhalle Von Michael Witte Spiegelau.
Nach einer intensiven Debatte in öffentlicher aber auch in
nicht-öffentlicher Sitzung hat der Spiegelauer Gemeinderat jetzt hinter
verschlossenen Türen entschieden, dass ein Zuschuss-Antrag für den Bau
des Volksfestplatzes auf dem Gelände des ehemaligen Staatlichen
Sägewerks gestellt wird. Damit können nach den Worten von Bürgermeister
Josef Luksch heute die Arbeiten auf dem Platz beginnen, wenn der
Zuschussgeber, die Regierung von Niederbayern, dem ebenfalls
beantragten, vorzeitigen Maßnahmenbeginn zustimmt. Davon geht Luksch
freilich aus, somit würde Platz geschaffen für das Motorrad-Treffen und
das Volksfest. Im Grunde genommen drehte sich die Diskussion im
Gemeinderat aber nicht so sehr um den Volksfestplatz, sondern vielmehr
um die Sortierhalle. Denn: Die Regierung hatte nach den Worten von
Bürgermeister Luksch den Zuschuss von 80 Prozent nur in Aussicht
gestellt, wenn die Sortierhalle vorerst erhalten bleibt. Der
Gemeinderat hatte indes im vergangenen Jahr entschieden, diesen „90 mal
15 langen Schlauch“ (Harald Frank, ÜPG) im Zuge der Renovierung der
Sägehalle abzureißen. Luksch machte aber klar, dass es beim Abriss
keine 40 000 oder 45 000 Euro Zuschuss für den Volksfestplatz geben
würde. „Ohne städtebauliches Erfordernis darf man die Halle nicht
abreißen“, konkretisierte der Rathaus-Chef. Indes: Ein Ja zum
Volkfestplatz-Zuschuss bedeute nicht ein Nein für alle Ewigkeit zum
Sortierhallen-Abriss. „Mit einem solchen Beschluss würden wir uns
nicht prostituieren.“ Und wenn das Sägewerks-Gelände anders genutzt
werde und die Sortierhalle weichen müsse, ja dann werde man im Falle
der Not den Zuschuss eben wieder zurückzahlen müssen. 2. Bürgermeister
Kurt Zettl sah das alles anders: Zwar sei er nicht gegen den
Volksfestplatz, beileibe auch nicht gegen einen Zuschuss, aber Fesseln
wolle er sich dafür von der Regierung nicht anlegen lassen - „ich lasse
mich nicht drängen, von mir aus können die ihren Zuschuss behalten“. Dass
der Faktor Zeit durchaus ein Zünglein an der Waage spielte, darauf wies
Kämmerer Ludwig Friedl hin: „Es pressiert.“ Denn wenn man jetzt nicht
zustimme, wäre das Motorradtreffen als auch das Volksfest ernsthaft
gefährdet. Doch die Kritiker ließen Luksch keine Ruhe: Warum denn die
Regierung den Zuschuss mit dem Nicht-Abriss der Sortierhalle verknüpfe,
wollten Frank und Zettl mehrfach wissen. „Ich verstehe das nicht, will
da einer von der Regierung seinen Wohnwagen reinstellen?“, sagte Frank. In
der öffentlichen Sitzung gab Bürgermeister beiden keine für sie
zufriedenstellende Antwort, nicht-öffentlich stimmte der Gemeinderat
dem Zuschuss-Antrag dann zu. Da die Gemeinde die Arbeiten schon
ausgeschrieben hatte, kann die Baufirma bei genehmigtem vorzeitigem
Baubeginn direkt loslegen. Freuen dürfte dieser Entscheid die
Spiegelauer Fußball-Fans. Denn: Die Sortierhalle wird nach dem jetzigen
Beschluss Bestandteil des Festplatzes und beim Volksfest für die
parallel stattfindende Europameisterschaft als „Fanmeile“ genutzt - mit
Großbildleinwand, Buden und allem Pipapo. Wie es hingegen mit dem
Umbau der Sägehalle in einen attraktiven Veranstaltungsort weitergeht,
ist nach der jüngsten Sitzung noch offen. Bürgermeister Luksch
informierte, dass er heute eine Kostenschätzung erhalten werde. Aber:
„Da werden wir uns schrecken“, ließ Luksch nichts Gutes erahnen. Damit
könnte die Befürchtung von Erhard Wawrzek wahr werden, der mehrmals
meinte, dass „wir uns die Sägehalle nicht leisten können, da bluten wir
aus“.
Spiegelau unterstützt den Ausbau Spiegelau.
Auf Antrag von Kurt Zettl, Erhard Wawrzek, Peter Hinterberger und
Ludwig Schopf hat sich der Gemeinderat Spiegelau in seiner jüngsten
Sitzung für den Ausbau der Straße nach Frauenau in der geplanten Form
ausgesprochen. Die vier hatten eine Resolution beantragt, heraus kam
ein klares Bekenntnis des Gremiums. Einstimmig unterstützt der
Gemeinderat den Straßenausbau, und dies werde man das Bauamt in einem
Brief auch wissen lassen. mis
SAXNDI. . . .
. ., zum zweiten Mal hat der Gemeinderat Spiegelau in
nicht-öffentlicher Sitzung einen Beschluss über die Zukunft des
Staatlichen Sägewerks getroffen. Ja ist die Zukunft des Spiegelauer
Zukunfts-Geländes, von dem sich einige Gemeinderäte wahre Wunderdinge
versprechen, so geheim, dass über sie hinter verschlossenen Türen
verhandelt werden muss? Ist sie natürlich nicht. Bürgermeister
Luksch sagt, er hätte darüber öffentlich abstimmen lassen wollen, es
sei aber nicht Wunsch des Gremiums gewesen, weil einige Gemeinderäte
noch höchst brisante, nicht-öffentliche Informationen benötigt hätten.
Damit ist Luksch nur zum Teil aus dem Schneider, denn als Vorsitzender
hätte er die Sitzung kurz nicht-öffentlich machen, und dann die Zuhörer
wieder in den Raum zur Abstimmung bitten können. Das tat er nicht. Das
eigentlich Problematische ist aber die Unsitte - nicht nur in Spiegelau
-, wichtige und interessante Themen ans Ende einer Sitzung zu
platzieren. Zeitungsmacher lernen, dass das Wichtigste an den Anfang
gehört, in vielen Gemeinderäten ist das anders. Mit diesem Verhalten
gewinnt man nicht das Interesse der Bürger an seiner Arbeit. Bei der
Sitzung in Spiegelau harrten sieben Zuhörer geschlagene dreieinhalb
Stunden aus, um dann nicht zu wissen, ob es dort heuer ein Volksfest
geben wird. Schade. Michael Witte
Grafenauer
Anzeiger vom 10. April 2008 AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Als
Schöffen beim Landgericht Passau stellen sich aus der Gemeinde Birgit
Haban, Annemarie Blöchinger und Alfred Resch zur Verfügung. Der
Gemeinderat stimmte unisono zu.
Die Feuerwehr Klingenbrunn
wählte ihre Kommandanten neu. In seinem Amt bestätigt wurde Josef Kern,
sein neuer Stellvertreter ist Stefan Schopf. Er muss nun noch binnen
eines Jahres die Ausbildung zum Gruppenführer/Kommandanten machen. Der
Gemeinderat bestätigte ohne Gegenstimme die Kandidatenwahl. 15
Firmen haben für das Bauvorhaben Kanalbau Althütte ihre Angebote
abgegeben. Die günstigste Bieterin war die Firma H & T
Baugesellschaft in Ruhmannsfelden. Sie erledigt die Arbeiten für 453
682 Euro. Das sind 10 000 Euro mehr, als die Kostenschätzung der
Verwaltung vorgesehen hatte. Der teuerste Bieter hätte 732 000 Euro
verlangt. „Wie kann es sein, dass die H & T schon ihren Bagger da
oben stehen hat, wenn wir jetzt erst den Auftrag erteilen?“, fühlte
sich Gemeinderat Erhard Wawrzek übergangen. Bürgermeister Josef Luksch
stellte klar, dass noch kein Bauvertrag unterzeichnet worden sei, aber
die Firma die geprüften Ergebnisse aus der Submission natürlich kenne.
„Die wollen so schnell wie möglich anfangen und bringen deshalb ihre
Maschinen in Stellung.“ Der Gemeinderat war einstimmig für die Vergabe
an die Firma H &T. Bei der Ausschreibung zum Kanalbau
für die Ortsteile westlich von Klingenbrunn war von 14 Betrieben bei
der Submission die Ruhmannsfeldener Firma wieder die günstigste, mit
einem Angebotspreis von 560 842 Euro. Das teuerste Unternehmen hätte
927 000 Euro verlangt. Durch den Ausbau der Staatsstraße
südlich von Frauenau wäre der Weiler Flanitzhütte nur mehr aus der Luft
zu erreichen. Deshalb baut das Straßenbauamt eine Brücke über die
Flanitz und übergibt sie der Gemeinde nach Beendigung des
Straßenausbaus kostenfrei. Die Brücke wird dann aber nur mehr als
Wander- und Radweg benutzt, ein Pfosten hindert Pkw am Durchfahren. Der
alte Steg, über den bisher der Wanderweg führt, wird abgebrochen. Der
einzige Beitrag, den die Gemeinde leisten muss, ist, den Grund für die
100 Meter öffentliche Fahrbahn bereit zu stellen.
Für
die Erschließung des Gewerbegebietes Oberkreuzberg-West hatten 14
Firmen ein Angebot abgegeben. Die Submission brachte ein sehr knappes
Ergebnis. Die Firma Ohneis aus Straubing erledigt den Auftrag für 288
366 Euro brutto, die Firma Bachl aus Deching war nur um 2457 Euro
teuerer. An der Abwasseranlage Palmberg-Hangstraße gibt es
bei starkem Regen Rückstauprobleme. Eine Kamera-Untersuchung soll an
den Tag bringen, wo die Schwachstellen sind. Von vier Bietern ist die
Firma Kuchler aus Teisnach mit einer Angebotssumme von 2677 Euro am
günstigsten. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe zu. Der
Caritas-Kindergarten Spiegelau braucht dringend neue Fenster. Für die
Ausführung in Kunststoff variieren die Angebote von vier verschiedenen
Firmen zwischen 18 480 und 20 709 Euro. Werden die Fenster in Holz-Alu
gefertigt kommen Aufschläge von 130 bis 162 Prozent dazu. Weil nach der
Vereinbarung mit dem Caritas-Verband die Gemeinde 60 Prozent der
Investitionskosten trägt - also ca. 10 000 Euro - braucht es die
Zustimmung des Gemeinderats. Bis auf Harald Frank waren alle dafür. Der
Haushaltsplan des Caritas-Kindergartens Klingenbrunn weist ein Defizit
von 1700 Euro auf. Auf die Gemeinde entfallen nach der Vereinbarung mit
der Caritas 1020 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Übernahme der Kosten
zu. Nachträglich wurde von der Verwaltung die Zustimmung des
Gemeinderates zur Vergabe der Pumpentechnik-Installation ins Naturbad
an die Firma Bähr in Horgenzell zum Preis von 64 458 Euro eingeholt. Erhard
Wawrzek wollte wissen, bis wann der Haushalt 2008 vorliege. Nach
Absprache mit Kämmerer Ludwig Friedl wird es wohl Mitte bis Ende Mai
werden. Er beantragte, dass bei der nächsten Sitzung Ende April die
Übernachtungszahlen der letzten fünf Jahre und die Einnahmen und
Ausgaben im Tourismus vorgestellt werden. ul
Stockbauer-Nachlass der Gemeinde übergeben Testamentsvollstrecker Prof. Dr. Reimann spricht von einem Stiftungsvermögen von 2,556 Euro Mio. Euro / Von Ursula Langesee Spiegelau.
Mit dem Gedenken an zwei verstorbene Spiegelauer begann die jüngste
Gemeinderatssitzung. Das Gremium erhob sich zur Schweigeminute für
Ehrenbürgerin Schwester Hildegard, die 30 Jahre lang den Kindergarten
in Spiegelau geleitet hatte und dann zurück ins Kloster nach Obernzell
ging. „In Spiegelau, das war sicher ihre glücklichste Zeit“, sagte
Bürgermeister Josef Luksch. Die schönste Zeit seines Lebens hatte
wohl auch Dr. Ludwig Stockbauer hier verbracht. Denn der frühere
Zahnarzt, der fast 90-jährig im Januar 2007 in Passau starb, war der
Gemeinde so verbunden, dass er ihr nach seinem Tode fast sein gesamtes
Erbe hinterließ, das in die Dr. Ludwig- und Johanna-Stockbauer-Stiftung
floss. Prof. Dr. Wolfgang Reimann kam als Testamentsvollstrecker zur
Sitzung und übergab den Nachlass mit einem Nettovermögen von 2,556 Mio.
Euro (davon sind 1,8 Mio. Euro Bargeld) und die Stiftungsurkunde
förmlich an die Erbin, die Dr. Ludwig- und Johanna-Stockbauer-Stiftung
mit ihrem Stiftungsvorstand Bürgermeister Josef Luksch und den
Stiftungsbeiräten Kurt Zettl, Alois Loibl, Beate Rolli-Kordick und Elke
Prosser-Greß. Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens - jährlich
zwischen 50 000 und 70 000 Euro - werden nach Stockbauers Willen die
Jugend- und Altenhilfe, das öffentliche Gesundheitswesen, das
Wohlfahrtswesen, der Sport und die Heimatpflege gefördert. „Es ist
in der Stiftungssatzung genau festgelegt, wer mit wie viel Prozent des
jährlichen Stiftungsertrages bedacht wird. Das ist für Sie auch ein
‘Korsett‘, das Sie von Anfechtungen befreit“, ergänzte Dr. Reimann. Er
erzählte auch ein wenig aus dem Leben des Stifters, der am 28. März
1917 in Hagenow, Kreis Mecklenburg, geboren wurde, aber die meiste Zeit
in Spiegelau lebte und hier seit 1949 als Zahnarzt tätig war. „Die
Übergabe seines Erbes findet ziemlich genau 80 Jahre nach dem Tag
statt, an dem Dr. Ludwig Stockbauer die Volkshauptschule in Spiegelau
verlassen hatte, um in die Oberschule nach Passau zu gehen“, brachte
der Testamentsvollstrecker eine Parallele. Reimann streifte kurz
die bewegte Militärlaufbahn des Stifters. Dieser war als
Fliegeroffizier Flugzeugführer einer JU 88, die im August 1941 von
englischen Jagdfliegern abgeschossen worden war. Stockbauer wollte aber
nicht in englische Kriegsgefangenschaft geraten und versuchte in der
kaputten Maschine mit seiner Besatzung bis ins neutrale Irland zu
kommen, was auch gelang. Dort war er bis 1945 interniert. Reimann
übergab an Bürgermeister Luksch Stockbauers Fliegermütze, den
Offiziersdolch und zahlreiche weitere Erinnerungsstücke mit der Bitte,
das Andenken der Stifter Ludwig und Johanna Stockbauer hoch zu halten. „Das
kann ich versprechen. Ich bin sehr dankbar, dass die Familie Stockbauer
auf diese Weise der Gemeinde gedacht hat“, so Luksch. Die Urkunde und
die Erinnerungsstücke an Ludwig Stockbauer sollen in einer Vitrine
präsentiert werden. Der Stiftungsvorstand wolle Sorge dafür tragen,
dass das Stiftungsvermögen durch Inflation nicht weniger wird. Deshalb
sollen Rücklagen gebildet werden, aus denen unter anderem auch
anfallende Reparaturen bei den Immobilien des Verstorbenen bezahlt
werden können.
Grafenauer
Anzeiger vom 12. März 2008 „Wow“: Schon der erste Schuss ein Volltreffer 5. Spiegelauer Starkbierfest: Tolle Veranstaltung im voll besetzten Schnapsmuseum - „Eitroga“ furios von Franz Stockinger Spiegelau.
Wer noch eine Eintrittskarte für das 5. Starkbierfest im Schnapsmuseum
ergattern konnte, kam auf seine Kosten: Zweieinhalb Stunden
Unterhaltung vom Feinsten ließen Berufsstress und Alltagssorgen
vergessen, denn Eitroga Bruno Fischer zog alle Register, die in
Vielfältigkeit und Vortragskunst manchem TV-Unterhaltungskünstler zur
Ehre gereichen würde. Und dabei erfuhren die Zuhörer keine erfundenen
Geschichten, sondern „Wahrheiten“. Und weil diese oft weh tun, konnten
die Zuschauer den erlittenen „Schmerz“ bei den Betroffenen hautnah in
deren Mienenspiel mitbekommen. Der erste Knaller: „Wow, ... würden
Sie mit jeder Frau ins Bett gehen?“ Das Zitat aus der etwas peinlichen
Podiumsdiskussion vom 19. Februar, wie es der Bruno formulierte,
brachte das Publikum schon auf 100. „Meine Damen und Herren, ich freue
mich, dass Sie sich so zahlreich angesammelt haben. Von mindestens zwei
Personen weiß ich, dass sie definitiv nicht allein wegen mir gekommen
sind, sondern wegen ihnen, nämlich zum Sammeln.“ Und das folgende,
geflügelte Zitat brauchte der Bruno in seiner vorgestellten Abwandlung
gar nicht zu Ende zu führen, nämlich: „Kommt Zeit, kommt Landrat. Geht
Zeit, ...“ Dann nahm sich der „Eitroga“ einige Ausrutscher des
amtierenden Bürgermeisters aufs Korn - er soll tatsächlich vor dem Café
Würzbauer gestrauchelt sein - ehe er die Ehefrau des ehemaligen
Fraktionssprechers Anton Seibold fragte, was sie denn dazu sage, dass
ihr Toni das Amt des Fraktionssprechers an die CSU zurückgeben habe und
sich nun sozusagen auf „Freiers Füßen“ bewege. Er, der Toni, hätte ja
eigentlich für den Bürgermeister kandidieren sollen, aber ihm hat man
wieder einmal nix g’sagt, und eigentlich hätte er sich ja auch selber
anbieten können, wie jener andere und außerdem hätte er sich da viel
leichter getan, denn er war ja schon einmal bei denen. Und auch die
3. Bürgermeisterin kam nicht zu kurz: „Jetzt ist es aus mit Deiner
Karriere. Elke, mit deinen Haaren schaust du aus wie die Gabriele
Pauli.“ Der Name Hauptschule Riedlhütte ist seit kurzem wieder
gerechtfertigt, weil sie ein neues Haupt bekommen hat. Es heißt:
Feuerecker. Und hier treffe das Sprichwort zu: Nomen est omen. Feuer
habe er, so klein wie er sei, und anecken tue er auch, wo er nur könne.
Der Reimeier werde auch immer staader. Und endlich habe er auch
seine Einstandsfeier abgehalten. Mit der habe er so lange gewartet,
weil ihn die Sache jetzt erheblich billiger gekommen sei, da nun fünf
männliche Kollegen weniger an seiner Schule unterrichteten. Natürlich
mussten auch die Kandidaten für den Amtssessel im Landratsamt herhalten
und eine Arbeitsanweisung Muthmanns erheiterte besonders die Gemüter:
„Wir fahren exakt um drei Viertel zwei, egal wie spät es ist.“ Und dann
machte man sich auf den Weg zur Firma Sedlbauer, aber das audio- und
videogestützte System im Securitybereich erkannte den Namen Alexander
Muthmann nicht. Und da man trotz aller Bemühungen hier nicht mehr
herauskam, musste Plan B herangezogen werden, der bestimmte
Verhaltensregeln bei Kidnapping, Geiselnahme, Entführung oder
Eheschließung vorschreibt. Außerdem bat der Eitroga Landrat Muthmann um
die Verse, die er für seine Lebensgefährtin gedichtet hat, weil er sich
für Dichtung und Wahrheit einerseits und dessen Reimkunst andererseits
interessiere. „Er lacht schon wieder so freundlich, der andere
Stecher, haben Sie so ein sonniges Gemüt, Herr Lankl, oder ist es das
Wahlkampf-Grinsen, das man nur anmacht, wenn’s ned anders geht. Die
paar Stimmen, die Sie jetzt mehr haben, könnten heut schon zu wenig
werden, da müssten Sie schier heute dauerlächeln. Herr Lankl, Sie san
heut’ alleine da, ganz ohne Frau. Ich frage Sie, weil voriges Jahr
Folgendes passiert ist. Da hat Herr Lankl seinen 50-igsten gefeiert und
wie sich das für einen Christsozialen gehört, hat er zu seinem
Geburtstag die Sonntagsmesse nicht vergessen, wohl aber seine Frau, die
er im Auto zur Kirche hätte mitnehmen sollen. Aber der Lankl solle sich
trösten, denn mit einer solchen Geschichte ist er nicht auf einsamer
Spur, weil das der Hamberger Sepp mit seiner Frau Rosemarie auch schon
einmal ausprobiert hat. Und jetzt wünsch ich Ihnen, Herr Lankl ein
faires Stechen mit dem Herrn Muthmann, und dann sehg’n mas scho.“ Stehende
Ovationen begleiteten den Kabarettisten Bruno Fischer vom Rednerpult zu
seinem Sitzplatz, weil er treffend, interessant, zeitnah, humorvoll und
pointiert agiert hatte in seinem kurzweiligen Vortrag, und was oben
noch drauf kam, nie verletzend und auf sehr hohem Niveau. Im
Rahmenprogramm stellten sich drei Ratschkathln vor: Elli Burghart,
Margit Lindner und Martina Stöckl, die in unnachahmlicher Weise
begleitet von der Dorfblos’n Klingenbrunn ihre G’stanzln vortrugen. „In
der Halle san’s draußt g’wen, hab’n alle g’scheit g’red’t, was alles
möcht’n ändern, aber glaub’n, brauchst eahs net. Auf da Bühne hans
g’sess’n, a Schauspielerei, weil des brauchan’s net lerna, des kinnan’s
all drei.“ Bürgermeister Luksch bekam von den drei einen bunten
Federnschmuck als alter und neuer Häuptling aufgesetzt, was dem
sichtlich Freude bereitete. In der Pause erhielt Lothar Sommer für
sein Engagement beim Frühjahrsputz um Spiegelau in Wald und Feld sein
Porträt präsentiert, das der Gewerbeverein Spiegelau durch Künstler
Josef Schneck anfertigen ließ. Der Gewerbeverein Spiegelau hatte
eingeladen und die Bewirtung für das Starkbierfest bestens organisiert,
die Klingenbrunner Dorfblos’n machte ausgezeichnete Musik, so dass auch
der Rahmen dem hervorragenden Programm adäquat war.
Grafenauer
Anzeiger vom 6. März 2008 Gelungene Premiere für „Bei uns dahoam“ Volksmusikveranstaltung in Spiegelau soll zur festen Einrichtung in der Fastenzeit werden Spiegelau.
Eine gelungene Premiere erlebte die Volksmusikveranstaltung „Bei uns
dahoam“, die der CSU-Ortsverband Spiegelau in der Mehrzweckhalle
organisiert hatte. Moderiert wurde der Nachmittag vom
Volksmusikbeauftragten des Landkreises Regen, Hans Pongratz. Fünf
Gruppen aus dem Bayerischen Wald gaben Kostproben ihres Könnens und
wurden dafür mit reichlich Beifall und Zugabewünschen belohnt: die
Kattersdorfer Lausbuam aus Kattersdorf, die Tanzlmusi der
Wolfstoana-Buam aus Freyung, die Haidl-Buam aus Kumreut bzw. Röhrnbach,
die Foikastoana-Sängerinnen aus Lindberg, die für den erkrankten
Ranzinger-Dreigesang eingesprungen sind, und die Familienmusik Wolf aus
Klingenbrunn-Bahnhof. CSU-Ortsvorsitzender Kurt Zettl wies darauf hin,
dass eine Volksmusikveranstaltung in der Fastenzeit zur festen
Einrichtung in Spiegelau werden soll. Die Hälfte des Erlöses werde für
die Jugendarbeit in der Gemeinde gespendet. An alle Teilnehmer
überreichte er ein wertvolles Glaspräsent, das der Spiegelauer
Glaskünstler Claus Büchler eigens für diesen Anlass geschaffen hatte. (re)
Grafenauer
Anzeiger vom 4. März 2008 Erfolg
für die SPD, Niederlage für die CSU: Nach der Wahl können die
Sozialdemokraten mit neuem Selbstbewusstsein ans Werk gehen, ein
wiedergewählter Bürgermeister und ein Sitz mehr im Vergleich zu 2002.
Allerdings: Weil die Freien Wähler ein Mandat gewannen, haben sie mit
der CSU eine Mehrheit. CSU Kurt Zettl (1811 Stimmen) Karlheinz Roth (1599 Stimmen) Thomas Robl (883 Stimmen) Günther Nama (847 Stimmen) Alois Loibl (787 Stimmen)
SPD Josef Apfelbacher (1831 Stimmen) Elke Prosser-Greß (1596 Stimmen) Georg Friedl (1210 Stimmen) Erich Bachmann (1092 Stimmen) Günter Schmid (930 Stimmen) Kurt Hobelsberger (872 Stimmen) Ernst Ertl (804 Stimmen)
Freie Wähler Peter Hinterberger (1008 Stimmen) Erhard Wawrzek (887 Stimmen) Ludwig Schopf (846 Stimmen) Josef Wanninger (810 Stimmen)
Grafenauer
Anzeiger vom 3. März 2008 Spiegelau: Josef Luksch (SPD) muss nicht in die Verlängerung Der Amtsinhaber erreicht im ersten Durchgang 59,91 Prozent Von Franz Stockinger und Michael Witte Spiegelau.
„Ich freue mich natürlich riesig und es ist eine Bestätigung, dass man
sich immer bemüht hat, ehrlich zu sein, was nicht immer einfach war“,
sagte der alte und neue Spiegelauer Bürgermeister Josef Luksch (SPD)
nach seinem Erfolg. Der Rathaus-Chef erreichte 59,91 Prozent und ließ
damit seine Gegner Kurt Zettl (CSU/25,71 Prozent) und Peter
Hinterberger (FW/14,39 Prozent) deutlich hinter sich. In der Stunde
seines Erfolgs dachte er aber auch an die „Menschen Zettl und
Hinterberger“. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,12 Prozent. Mit 59,91
Prozent habe er bei drei Kandidaten nicht gerechnet, mit seinen Gegnern
will er aber jetzt zu einem Miteinander finden, obschon er in einem
CSU-Rundschreiben an alle Haushalte vom Freitag nach seiner Meinung
persönlich angegriffen wurde. Luksch wollte dieses Schreiben aber nicht
als ausschlaggebendes Moment für seinen Triumph verstanden wissen. Die
Stimmung bei den anderen beiden Bewerbern war am Wahlabend entsprechend
getrübt. „Wir haben die Unzufriedenen nicht motivieren können. Ich
hätte ein höheres Ergebnis erwartet - aber der Wähler hat so
entschieden und das muss man akzeptieren“, sagte Kurt Zettl in einer
ersten Reaktion. „Offenbar sind die Leute zufrieden mit der Politik von
Luksch.“ Indes meinte der 2. Bürgermeister, dass die Unzufriedenheit in Spiegelau doch größer sei, „als es das Ergebnis ausdrückt“. Gründe
für den Misserfolg konnte der Klingenbrunner nicht finden. Nach seiner
Ansicht war es auch kein Fehler, dass die Opposition mit zwei
Kandidaten ins Rennen gegangen ist - „das war keine falsche Strategie“.
Auf jeden Fall habe Amtsinhaber Luksch mit seinem öffentlichen Brief,
dass CSU und Freie Wähler quasi gemeinsame Sache machen, sein Ziel
erreicht. Und dieses Ergebnis sorgte auch bei Bewerber Nummer 3 für
Katerstimmung: „Spiegelau hat dös kriagt, was es verdient hat. Ich bin
mehr als enttäuscht“, sagte Peter Hinterberger. Entsprechend
deprimiert äußerte sich auch der Vorsitzende der Freien Wähler, Erhard
Wawrzek: „Die Gemeinde Spiegelau hat verloren, Luksch hat gewonnen.“
Wawrzek suchte die Ursache für das Wahlergebnis aber auch in der
eigenen (Wahl-)Taktik: „Wir haben es nicht richtig gemacht und viel zu
spät angefangen, die Probleme anzusprechen - es ist noch zu viel unter
der Bettdecke geblieben.“
Grafenauer
Anzeiger vom 19. Februar 2008 Wahl in Spiegelau: Wer wird Bürgerrmeister? zum Artikel
Grafenauer
Anzeiger vom 31. Januar 2008 Antrag läuft jetzt auf Winterwegepflegegerät Luksch: „Habe Probleme mit dem Text“ Spiegelau.
Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag kam Bewegung in Sachen
Zuschussantrag für ein neues Loipengerät. Zunächst sollte der
Tagesordnungspunkt nicht-öffentlich behandelt werden (PNP berichtete),
auf Antrag von Gemeinderat Siegfried Klante wurde er zum Teil
öffentlich diskutiert. Klante richtete die Frage an Bürgermeister Josef
Luksch, warum dieser Antrag, für den ein Zuschuss von 65 Prozent
garantiert sei, noch immer nicht von der Verwaltung gestellt worden
sei. Und dass, obwohl der Gemeinderat in der Dezember-Sitzung
beschlossen hatte, bis Jahresende 2007 den Förderantrag zu stellen. Luksch
erklärte die Verzögerung unter anderem damit, dass er Probleme mit dem
Text habe. Für Loipengeräte gäbe es nämlich keinen Zuschuss, wohl aber
für Geräte, die Winterwanderwege räumen und pflegen. „Ich möchte später
nicht hören, einen Förderantrag unterschrieben zu haben, der nicht
wahrheitsgemäß ist“, sagte der Bürgermeister. „An dem Gerät ist
nichts Verwerfliches“, beruhigte Kurt Zettl. Und Erhard Wawrzek
ergänzte, dass Günther Keilwerth, Leiter der Wirtschaftsabteilung bei
der Regierung von Niederbayern empfohlen habe, beim Antrag den
Schwerpunkt auf „Winterwanderwegepflege-Gerät“ zu legen. „Wir brauchen
das Gerät, das bisherige Loipengerät ist 22 Jahre alt“, forderte er.
Schließlich wurde folgender Text formuliert: „Der Gemeinderat
beschließt, ein Gerät zur Pflege und zur Neuanlegung von
Winterwanderwegen zu beantragen, das gegebenenfalls auch zum Spuren und
Pflegen von Loipen verwendet werden kann.“ Luksch sagte, dass der
Antrag rausgehe, wenn drei Angebote von Herstellern entsprechender
Geräte vorlägen. Zettl wollte wissen, ob die Fraktionsführer den
Antragstext kontrollieren können. Sie können ins Rathaus kommen,
sicherte der Bürgermeister zu. Mit zehn zu drei Stimmen (Luksch,
Seibold, Schmid) wurde dem Antragsverfahren zugestimmt. ul
Grafenauer
Anzeiger vom 29. Januar 2008 Zuschuss für neues Loipengerät: Geht der Antrag heute raus? Spiegelauer
Gemeinderat hatte Mitte Dezember beschlossen, Förderantrag bis
Jahresende zu stellen - Bürgermeister will zuerst über den Text beraten
von Michael Witte Spiegelau. 65 Prozent Zuschuss garantiert,
aber noch kein Antrag: Heute Abend wird es deshalb spannend im
Spiegelauer Gemeinderat. Bürgermeister Josef Luksch will dann - im
nicht-öffentlichen Teil - über den Text für einen Förderantrag zum Kauf
eines mindestens 100 000 Euro teuren Loipengerätes beraten und
beschließen lassen. Das Besondere daran: Der Gemeinderat hatte in
seiner Sitzung vom 10. Dezember vergangenen Jahres bereits beschlossen,
diesen Förderantrag zu stellen - bis Jahresende 2007. Kurt Zettl und
Siegfried Klante (CSU) sind sauer. Dringend braucht die Gemeinde -
nicht nur nach Ansicht der beiden Gemeinderäte - ein neues Loipengerät,
um Winter-Wanderwege zu walzen, aber auch um klassische Loipen zu
spuren und Skater-Strecken für die sportlichen Langläufer anbieten zu
können. Das alte Gerät ist 30 Jahre alt und versagte im vergangen
Winter den Dienst, mitten in der Hauptsaison. Zettl und Klante suchten
deshalb im November das Gespräch mit Günther Keilwerth, dem Leiter des
Bereichs Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr bei der Regierung
von Niederbayern, quasi Niederbayerns oberstem Wirtschaftsförderer. Und
bei diesem Gespräch machte Keilwerth den Spiegelauern mehr als
Hoffnungen, dass sie bei einem Zuschussantrag für ein Loipengerät mit
65 Prozent Förderung rechnen könnten. Er sagte laut Klante sogar zu,
dass Geld aus Landshut für ein Loipengerät fließt . Der Haken an der
Sache: Da der Wirtschaftsförderer Mitte Februar dieses Jahres in den
Ruhestand geht, empfahl Keilwerth, den Antrag baldmöglichst
einzureichen. Eingedenk des Zeitdrucks beantragte Klante in der
Gemeinderatssitzung am 10. Dezember dann „als dringliche
Angelegenheit“, einen Beschluss zu fassen, dass die Gemeinde einen
Zuschussantrag fürs Loipengerät stellt. Und diesen spätestens zum 31.
Dezember 2007 abschickt. Der entsprechende Beschluss fand 13
Befürworter und einen Gegner: Bürgermeister Josef Luksch (SPD). Er
begründete in der damaligen Sitzung seine Position nicht, erklärte
jetzt auf Nachfrage dieser Zeitung, dass er „ein Problem“ mit dem
Antrag habe. Um der Angelegenheit Nachdruck zu verleihen, ging
Klante drei Tage vor Weihnachten zur Gemeindeverwaltung, um sich nach
dem Stand der Dinge zu erkunden. Doch dort erfuhr er, dass der Antrag
noch nicht gestellt worden sei - „wir haben auch anderes zu tun“, hörte
Klante da von einem Gemeinde-Mitarbeiter. Der CSU-Gemeinderat
wandte sich deshalb an die Rechtsaufsicht im Landratsamt, wollte
wissen, was er und Zettl tun könnten. Und: Ob ein Bürgermeister
verpflichtet sei, einen Beschluss des Gemeinderats umzusetzen. Nach den
Worten von Zettl sagte dazu Richard Aigner, dass Bürgermeister Luksch
zwar eine „moralische Verpflichtung“ habe, den Antrag bis Jahresende zu
stellen, die Rechtsaufsicht könne aber erst einschreiten, wenn der
Gemeinde ein nachweisbarer Schaden entstanden sei - und das sei eben in
diesem Fall schwierig. „Uns geht es auch nicht darum, dass
Bürgermeister Luksch einen auf den Deckel kriegt, sondern dass wir das
Loipengerät bekommen“, macht Zettl jetzt klar, der in diesem
Zusammenhang auf die jüngste Vermieterversammlung hinweist, bei der
bessere Winter-Wanderwege gefordert wurden. „Und dafür brauchen wir
dieses Gerät.“ Um aber auf Nummer sicher zu gehen, informierte sich
das Duo Zettl/Klante nochmals bei Günther Keilwerth, ob die Förderung
wirklich korrekt sei und nicht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen
ein Zuschuss kassiert werde. Doch da habe der Wirtschaftsförderer nach
Aussage von Klante ganz klar gestellt, dass am möglichen Spiegelauer
Förderantrag für ein Loipengerät, mit dem Wanderwege gepflegt und
Skaterstrecken gewalzt werden, nichts verwerflich wäre. Andere
Gemeinden hätten für ebensolche Geräte auch einen Zuschuss erhalten,
von „Subventionsbetrug“ könne also keine Rede sein, hat Keilwerth laut
Klante betont. Genau diesen Tatbestand fürchtet offenbar
Bürgermeister Luksch, denn er sagt: „Man könnte es so auslegen.“ Weiter
wollte er sich nicht dazu äußern, denn heute Abend im
nicht-öffentlichen Teil soll über den Antragstext gesprochen werden.
Der Antrag wurde laut Luksch zum einen nicht vor Jahresfrist
abgeschickt, weil der Kämmerer krank gewesen sei und weil dazu
mindestens drei Angebote von Loipengeräte-Anbietern benötigt würden.
„Und das ist alles nicht so einfach.“
Pauli, Daisy und Edi als Wahlhelfer Podiumsdiskussion beim TSV-Ball mit Bürgermeisterkandidaten Uksch, Ettl, Interberger Von Franz Stockinger Klingenbrunn.
Mit seinem Ball-Motto „Geschichten in Weiss-Blau - Bürgermeisterwahl in
Spiegelau“ hat der TSV Klingenbrunn den Nagel auf den Kopf getroffen.
Durch Werbung neugierig geworden, kamen viele Gäste und auch die
wirklichen Bürgermeisterkandidaten Josef Luksch, Kurt Zettl und Peter
Hinterberger, die ihre Doubles „Uksch“ (gespielt von Walter Eder),
„Ettl“ (Josef Kaufmann) und „Interberger“ (Gerhard Wildfeuer) bei der
Podiumsdiskussion im Gasthaus zum Ludwigstein erleben wollten.
Moderatorin Huschi Langnese (Petra Wilhelm) fragte die Kandidaten nach
ihren Stärken und Schwächen. Uksch verriet, dass ihm das Rauchverbot
nichts ausmache, weil er jetzt zum Lutscher greife. Ettl gelobte, beim
Sonntagsgottesdienst künftig den Bischöflich Geistlichen Rat Öppel
nicht mehr in der Pünktlichkeit des Erscheinens zu übertreffen und
Interberger versprach, mit dem Amt des Bürgermeisters seine
vielseitigen Tätigkeiten nicht mehr zu erweitern. Gefragt nach
ihren Wahlhelfern, gab sich Uksch mit Moshammers „Daisy“ zufrieden,
Ettl wünschte sich den Stoiber Edi, weil er sich „äh“ in Brüssel „äh“
langweile. Interbergers Wunsch wurde sogar Wirklichkeit: Ratternd
donnerte auf dem Motorbike die Super-Gabi aus Fürth (Elisabeth
Kaufmann) herein, in schwarzes Lackleder gekleidet. Die Kandidaten
waren außer sich und buhlten versteckt um die Gunst der rothaarigen
Politmamsell. Die Kandidaten mussten sich noch im Karaoke-Singen
messen, begleitet von den „Grashupfern“ und der Melodie „Schön war die
Zeit“. „Ihr habt‘s mich gern, ned de zwoa Herrn“, beschwor Uksch seine
Wähler. „Alles werd‘ i für euch doa“, versprach Ettl und Interberger
war sich sicher: „Der neue Chef, der wir i !“ Die faire Diskussion
und die großartige Leistung der Laienspieler des TSV Klingenbrunn
wurden mit viel Applaus belohnt. Zur Einstimmung auf die
Podiumsdiskussion haben die dorfbekannte Anna (Elisabeth Kaufmann), die
Frieda (Petra Wilhelm) und die Hilde (Josef Wanninger), die plötzlich
einer weiß-blauen Kiste entstieg, vor dem Metzgerladen Eiß-Schröghamer
den neuesten Dorftratsch ausgetauscht.
„Erfrischungsgeld“ für Wahlhelfer? Spiegelau.
Im Info-Zentrum tagt heute ab 18 Uhr der Gemeinderat Spiegelau. Im
öffentlichen Teil geht es um den Antrag des Trachtenvereins
Schwarzachtaler, die in einem Raum der Grundschule Vereinssachen lagern
wollen, und um das Abwasserkonzept der Gemeinde für Althütte,
Reinhardsschlag, Kronreuth, Ochsenkopf und Sommerau. Außerdem wird
beraten, ob die Wahlhelfer am 2. und 3. März ein „Erfrischungsgeld“ als
kleines Dankeschön erhalten sollen. pnp
Grafenauer
Anzeiger vom 25. Januar 2008 Warmer Winter lässt Tourismuszahlen schmelzen Minus von 1,9 Prozent bei Übernachtungen - Gästezeitung kommt gut an - Großes Motorradtreffen im Mai von Ursula Langesee Spiegelau.
Bei der Versammlung für die Spiegelauer Vermieter im Gasthaus Weber in
Langdorf stellte Theresa Resch, die Leiterin der Touristinformation,
den neuen Ortsprospekt, den Reiseführer und die Gästezeitung vor. Zur
Entwicklung im Tourismus sagte Resch, dass von Januar bis Oktober 2007
nach den Angaben des Statistischen Landesamtes 131 058 Übernachtungen
und 24 256 Gäste-Ankünfte in den gewerblichen Betrieben (über neun
Betten) gezählt wurden. Die Privatvermieter sind in dieser Statistik
nicht erfasst. Das ergibt bei den Ankünften im Vergleich zu 2006 ein
Plus von 1,9 Prozent, bei den Übernachtungen ein Minus von 1,9 Prozent.
„Die Zahlen drückt der letzte, schneearme Winter. Zieht man nur die
Monate April bis Oktober in Betracht, haben wir bei den Gäste-Ankünften
ein Plus von 6,22 Prozent und bei den Übernachtungen ein Plus von 2,06
Prozent“, führte sie weiter aus. Immer deutlicher trete die
kürzere Verweildauer zu Tage. Waren es 2000 noch durchschnittlich 7,04
Tage, so blieben die Gäste 2006 nur mehr 5,25 Tage im Schnitt. „Wir
müssen uns besser auf diese Kurzaufenthalte einstellen und bei der
Vermietung, vor allem von Ferienwohnungen, nicht mehr starr darauf
pochen, Gäste nur für mindestens eine Woche aufzunehmen“, appellierte
Resch an die Vermieter. Beim neuen Ortsprospekt, der in einer
Auflage von 14 000 Stück gedruckt worden ist, wurde die Grundlinie
beibehalten. „Das sonnige Titelblatt, der Titel ‘Lichtblicke‘ und die
klare Aufteilung haben sich bewährt. Gerade bei Messen sticht unser
Prospekt immer hervor“, erklärte die Leiterin der Touristinfo. Neu ist
die dreisprachige Begrüßung auf Deutsch, Tschechisch und Englisch. Es
wurden mehr Fotos - zum Teil neue - eingebaut und der Text reduziert.
Dafür finden sich viele Verweise auf den „Reiseführer“ im praktischen
Format, der wie eine Art Almanach Wissenswertes & Nützliches von A
bis Z enthält. „97 Inserenten haben wieder mitgemacht. Vielen Dank
dafür “, sagte Resch. Trotzdem kosteten der Ortsprospekt und der
Reiseführer die Gemeinde noch 17 211 Euro.
--------------------------------------------------------------------------------
Gästezeitung wurde neu aufgelegt
-------------------------------------------------------------------------------- Eine
Frage war, wofür die 24 000 Euro Mehreinnahmen durch die Erhöhung des
Kurbeitrages auf 80 Cent verwendet würden. „Die kommen zum
Tourismus-Werbeetat dazu“, antwortete Bürgermeister Josef Luksch. Wieder
ins Leben gerufen wurde die Gästezeitung (Auflage: 18 000) - ein
Gemeinschaftswerk von Vermietern und Touristinfo. Die „Wiederbelebung“
war möglich geworden, weil der Gemeinderat einer Erhöhung des
Werbeetats für den Tourismus zugestimmt hatte. Sie enthält Berichte,
Veranstaltungshinweise und Inserate. Auf 9024 Euro kam die
Gästezeitung, mit 4819 Euro haben die Inserenten einen Großteil davon
finanziert. „Wir bekommen sehr viele Rückmeldungen, auch weil zwei
Gratisaufenthalte in der Gästezeitung verlost werden. Bisher hatten wir
über 300 Zusendungen“, berichtete Resch. Insgesamt hat die
Touristinfo Spiegelau im vergangenen Jahr 66 335 Euro für Werbung,
Bettenzehnerl, TVO-Beiträge etc. ausgegeben. In ihrem Rückblick
erwähnte die Tourismus-Chefin auch die Klassifizierung von Betrieben,
die Herausgabe eines Extra-Flyers für Igelbus und Waldbahn, die
Neuauflage des Steinklamm-Flyers und 34 Gäste-Ehrungen. Zur Zeit
werde der Internet-Auftritt überarbeitet und ein Videofilm über den
„Winter“ in Spiegelau gedreht, wobei der Schneemangel Probleme bereite.
Die nächste Gästezeitung soll den Schwerpunkt „Familie“ haben mit der
Vorstellung des Naturbades, das im Frühsommer eröffnet wird und des
Waldspielgeländes. Auch in Eltern-Kind-Zeitschriften soll für das
kinder- und familienfreundliche Spiegelau geworben werden. Im August
ist im Rahmen der Marketingkampagne von „Tierisch wild“ ein großes
Kinder- und Familienfest im Waldspielgelände. „Den Großteil unserer
Gäste stellen immer immer noch die 41- bis 70-Jährigen, deshalb müssen
wir versuchen, jüngere Urlauber und junge Familien für unseren Ort zu
begeistern“, sagte Resch. Sophie Döringer schlug vor, den Kindern
von Feriengästen zu ihrem Geburtstag zu gratulieren und ihnen ein
kleines Geschenk zukommen zu lassen. Über einen Fragebogen könnten die
Daten und Gästewünsche leicht abgefragt werden. Denn bei der Wahl des
Urlaubsortes, seien die Vorlieben der Kinder ausschlaggebend.
--------------------------------------------------------------------------------
Fehlender Skilift „tut weh“
-------------------------------------------------------------------------------- In
diesem Zusammenhang brachte sie den fehlenden Skilift ins Gespräch, der
sich schmerzlich auf die Buchungen von Familien auswirken würde. Auch
Alois Grobauer von der Touristikgemeinschaft Spiegelau plädierte für
eine Aufstiegshilfe. „Im Grafenauer Feriendorf haben die Holländer als
neue Eigentümer als erstes einen Skilift gebaut. Das zeigt, wie wichtig
so eine Einrichtung ist, wenn man Familien mit Kindern ansprechen
will.“ Bürgermeister Josef Luksch entgegnete, dass man sich einen
Lift wegen des Klimawandels überlegen müsse. Jetzt bliebe der Schnee
schon das zweite Jahr in Folge aus. Er fände den umgekehrten Weg
sinnvoller, nämlich, sich unabhängig vom Skibetrieb zu machen. „Ein
Lift ist schnell gebaut, aber er muss auch betrieben werden“, brachte
Luksch ein weiteres Argument, das Grobauer damit entkräftete, dass er
zusagte, sich mit der Touristikgemeinschaft um Liftbetreiber kümmern zu
wollen, wenn ein Lift gebaut werde. Grobauer könnte sich
vorstellen, auch eine andere Angebotslücke in Eigeninitiative zu
schließen. Weil der Igelbus Klingenbrunn, Oberkreuzberg und Beiwald
nicht anfährt, könnte ein „Bürgerbus“ Gäste aus diesen Gemeindeteilen
befördern. Der Gemeinde käme der Ganzjahresbetrieb mit dem Igelbus auf
30 000 bis 35 000 Euro, merkte der Bürgermeister an. Nicht auf Bus
oder Bahn angewiesen sind mehrere hundert Gäste, die von 22. bis 25.
Mai in Spiegelau erwartet werden. Es sind Motorradfahrer, die im
Bayerischen Wald an geführten Touren und Besichtigungen teilnehmen und
abends im alten Sägewerk bei Open-Air-Konzerten mit „Donnervögel“ und
„Wipe out“ machen. Franz Treml hat das Treffen organisiert und bat die
Vermieter bei der Versammlung: „Das sind sehr anständige Leute, keine
Rocker. Sie machen nachhaltig Werbung für unseren Ort und dadurch wird
auch ein jüngeres Publikum angesprochen. Bitte zeigt ihnen, dass sie
bei uns willkommen sind und meldet noch freie Übernachtungskapazitäten.“ Treml
machte zudem auf einen Missstand aufmerksam, der durch die Rodung von
Wirtschaftswäldern mit schweren Maschinen entstehe. Dadurch seien oft
über lange Zeit Wanderwege nicht mehr zu begehen, Markierungen fehlten.
„Da dauert mir zu lange“, wandte er sich an Resch und Luksch, dass sie
bei den Verursachern der Schäden auf schnellere Reparatur drängen.
Außerdem sollten seiner Meinung nach Bauarbeiten aus Rücksicht auf die
Feriengäste nicht vor 8 Uhr früh beginnen dürfen, weil Spiegelau ein
„Erholungsort“ sei.
|