Presseberichte über Spiegelau 2002
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18. Dezember 2002 PNP Lokalteil Grafenau:Wartehäuschen, Laternenparker, laute Signale

3. Dezember 2002 PNP Lokalteil Grafenau: Adventsmarkt an der Tourist-Info

25. November 2002, PNP Lokalteil Grafenau, Aus dem Gemeinderat Spiegelau

21. November 2002, PNP Grafenauer Anzeiger: Knappe Mehrheit kippt Golfplatz-Beschluss

23. Oktober 2002, PNP, Lokalteil Grafenau,Sanierung der Hauptstraße ist voll im Zeitplan

21. Oktober 2002, PNP, Lokalteil Grafenau, Jetzt hat auch Spiegelau seinen „Oscar“

15. Oktober 2002, PNP, Lokalteil Grafenau, Verleihung des Spiegelauer Noten-Spiegels

23. September 2002, PNP: Lokalteil Freyung, Bundestagswahl 2002 in Spiegelau

17. September 2002, Lokalteil Grafenau: Für 1,3 Millionen Euro wurde die alte Sägewerksschule zur Gäste- und Nationalpark-Information umgestaltet

14. September 2002, Lokalteil Grafenau: Aus dem Gemeinderat Spiegelau

13. September 2002   Lokalteil Grafenau:Aus dem Spiegelauer Gemeinderat:

29. August 2002  Lokalteil Grafenau: Aus dem Gemeinderat Spiegelau

24. August 2002  Lokalteil Grafenau: Forschen und Wohnen unter einem Dach

20. August 2002  Lokalteil Grafenau: Durch Qualität: Gäste finden und Gäste binden

7. August 2002 Lokalteil Grafenau: Frauenbund auf Stippvisite in Berlin +
Farbiger Blickfang am Spiegelauer Kreisverkehr

3. August 2002   Lokalteil Grafenau: Kunst im Freien - Johannes Dalloz und Klaus Büchler

29. Juli 2002 Lokalteil Grafenau:  Spiegelaus friedlicher Panduren-Überfall

13. Juli 2002  Lokalteil Grafenau:    Umgestaltung der Hauptstraßgeht weiter

12. Juli 2002  Lokalteil Grafenau:    Gemeinderat Spiegelau

14. Juni 2002 PNP Grafenauer Anzeiger: Aus dem Gemeinderat

11. Juni 2002 PNP Grafenauer Anzeiger
Initiative "Flash" wählt Vorstand, Verein verantwortlich für Leitung des Jugendtreffs

11. Mai 2002 PNP Grafenauer Anzeiger: Spiegelau hat zwei neue Bürgermeister-Vertreter

6. Mai 2002 PNP Grafenauer Anzeiger: Nationalpark-Infostelle in Spiegelau eröffnet

20. April 2002 PNP Grafenauer Anzeiger : Aus dem Gemeinderat
 

Die Berichte:

 

18. Dezember 2002 PNP Lokalteil Grafenau:
Wartehäuschen, Laternenparker, laute Signale
Anträge aus den Bürgerversammlungen in Oberkreuzberg, Klingenbrunn, Spiegelau behandelt
Spiegelau (cmg). Rund 100 Gemeindebürger waren zu den Bürgerversammlungen in Klingenbrunn, Oberkreuzberg und Spiegelau gekommen mit Bürgermeister Josef Luksch. Bei der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr wurden die dort gestellten Anträge behandelt. Klingenbrunn:
Josef Kern möchte, dass die Werbeanlage vor der Touristinformation Spiegelau, die er als gelungen erachtet, nachlackiert werden soll. Wenn dies nicht bald geschieht, sollte die Metallkonstruktion nach Klingenbrunn gebracht werden. Da die Waldbahn-Lok noch nicht endgültig fertig gestellt ist und gemäß den Vorstellungen der Nationalparkverwaltung als "Hingucker" auf das Museum verweisen soll, wurde der Antrag einstimmig abgelehnt.
Zu wenig Parkplätze am Klingenbrunner Friedhof veranlassten Reinhard Stern die Schaffung neuer Parkflächen zu beantragen. Da das Straßenbauamt Passau im Bereich Staatsstraße/Bergstraße wegen mangelnder Sichtdreiecke diesem Bauvorhaben nicht zustimmen will, müsste eine neue Lösung - ähnlich der Parkplatz situation an der Spiegelauer Tourist-Information - gefunden werden.
Emil Auerbeck wünschte eine Regelung des Parkverhaltens im Lusenweg. Da es keine gesetzliche Grundlage für ein Verbot des "Laternenparkens" gibt, wurde der Antrag mit einer Gegenstimme abgelehnt. "Als 'Goodwill-Aktion' werden wir aber die Anwohner des Lusenwegs anschreiben und sie bitten, ihre Besucher auf dem eigenen Grundstück parken zu lassen", erklärte Bürgermeister Josef Luksch.
Die Friedhofs-Thujenhecke soll nach einstimmigen Gemeinderatsbeschluss auf Bestreben von Reinhard Stern regelmäßig vom Spiegelauer Bauhof geschnitten werden.
Oberkreuzberg:
Alois Kirchmeier möchte für die Schulbuskinder ein neues Wartehäuschen am Dorfplatz Oberkreuzberg. Der Antrag wurde im Gemeindegremium ausführlich diskutiert. Allerdings kamen die Gemeinderäte zu dem Schluss, dass das eigentliche Bushäuschen, das nur etwa 100 Meter von der beantragten Stelle entfernt steht, für die Bedürfnisse der Schulkinder ausreichend sei und lehnten den Antrag ab. Allerdings sei noch zu prüfen, in wie weit ein eigener Bus-Stop für die Schüler aus dem Neubaugebiet zu verwirklichen sei. Bürgermeister Luksch versprach, sich mit den beteiligten Stellen diesbezüglich noch zu unterhalten.
Heftige Diskussion löste der Antrag von Wolfgang Buchecker auf Beseitigung der Abfallcontainer in den Friedhöfen aus: "Vielleicht sollte man wirklich eine Videoüberwachung anregen, wenn die Tonne Grünmüll statt 16 Euro, aufgrund der Gedankenlosigkeit mancher Friedhofsbesucher plötzlich 350 Euro kostet", so Luksch. Doch mangels praktikabler Alternativen in Sachen Überwachung der Müllentsorgung an öffentlichen Plätzen, musste der Antrag abgelehnt werden.
Der Antrag von Georg Friedl auf die Installation von Straßenbeleuchtung im Kirchengebiet wurde vertagt, da eine Klärung erst mit der Sitzung im Bauausschuss zu erwarten sei.
Spiegelau:
Als Anwohner in der Steinklamm-Straße will Heinz Schreib, dass die Signaltöne am Bahnübergang leiser gegeben werden. Einstimmig befand der Gemeinderat, dass das Anliegen an die zuständige Stelle der Regental-Bahn weitergeleitet werden wird.
Pfarrbibliothek Spiegelau
Da die Räume für die Bücherei im Mock-Haus nicht mehr zur Verfügung stehen, sollten die Bücher der Spiegelauer Pfarrbibliothek in die beiden Bestände von Klingenbrunn und Oberkreuzberg aufgenommen werden. Geistlicher Rat Hubert Gerstl bat darum, den Standort Spiegelau nicht aufzulösen. Bis eine Lösung gefunden ist, werden die Buchbestände sachgerecht im Bauhof zwischengelagert.
E.ON-Wartungspaket
Bürgermeister Luksch informierte über das Leistungsangebot für die Wartung der Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet durch die Firma E.ON-Bayern. Für den Anbieter sprach vor allem die Kostenübernahme von Beschädigungen durch Dritte. Der Gemeinderat entschied sich daraufhin für das Basispaket des Stromlieferanten.
Funkanlagen der Feuerwehren
Als letzten Punkt der Tagesordung entschied das Gemeindegremium über die Umstellung des Funkbetriebes der Feuerwehr auf Gleichwellenfunktion.
Tourismus-Winterprogramm
Tourismus-Chef Manfred Mirwald stellte das Winterprogramm "Winterfreuden in Spiegelau - Klingenbrunn - Oberkreuzberg" vor: Das abwechslungsreiche und auch preislich attraktive Wochenprogramm soll Freizeitaktivitäten besser bewerben, etwa die Tonbildschau in der Tourist-Info, Rothirschfütterungen und geführte Schneeschuh-Wanderungen. Weiter intensiviert werden soll die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark.

 

3. Dezember 2002 PNP Lokalteil Grafenau: Adventsmarkt an der Tourist-Info erwies sich als Besucher-Magnet – Am Samstag und Sonntag war Budenstadt aufgebaut  (Bilder)
Spiegelau (ul). Der Umzug vom alten Sportplatz zu dem freien Platz vor der Tourist-Information an der Konrad-Wilsdorf-Straße hat dem Spiegelauer Adventsmarkt gut getan. Die einzelnen Buden können näher zusammenrücken und signalisieren von der Straße aus "Da rührt sich was!" Und gerührt hat sich zumindest am Sonntag eine ganze Menge: viele Besucher drängten vor allem am frühen Nachmittag in die Budenstadt, ließen sich mit Glühwein, Punsch, Sengzelten und gebrannten Mandeln verwöhnen.
Ihre Stände hatten der Gewerbeverein als Organisator des Adventsmarktes, der Frauenbund, der Gartenbauverein, der Trachtenverein und der Kindergarten-Elternbeirat aufgestellt. Bei der großen Tombola gab es 70 Weihnachtsenten zu gewinnen.
Besonders hold war das Glück König-Ludwig-Double Siegfried Schraml, der mit zehn Losen zwei Enten an Land ziehen konnte.
Unterhalten wurden die Besucher am Sonntag von Balboo's Music Garden, den Rei-Bläsern Riedlhütte und dem Glashüttenchor Spiegelau. Der Nikolaus verteilte kleine Geschenke an die Kinder und es wurden Kutschfahrten für die Kleinen angeboten.
Lediglich am Samstag spielte das Wetter nicht so mit, der Besuch des erstmals auf zwei Tage ausgedehnten Adventsmarktes blieb deshalb mäßig.

 

25. November 2002, PNP Lokalteil Grafenau, Aus dem Gemeinderat Spiegelau
Weg zu Ehren von Pfarrer Leopold Peter
Die Kirchenverwaltung Oberkreuzberg hatte die Widmung des Verbindungsweges von der Kirchenbergstraße zur Kreuzbergstraße beantragt. Der Weg soll den Namen "Pfarrer-Leopold-Peter-Weg" erhalten. Wie Gemeinderat Hermann Eisch dazu ausführte, war Leopold Peter ein verdienter Pfarrer, der sich stark für Kinder und junge Leute engagiert habe. Von 1798 bis 1847 war er Expositus in Schönberg und hat von da aus die Oberkreuzberger Kirche betreut. Er wurde 79 Jahre alt und ist auch in Oberkreuzberg beerdigt. Der Gemeinderat war einmütig für die Widmung des Weges auf den Namen des Pfarrers. Die Installierung der Straßenbeleuchtung auf diesem Verbindungsweg zum Preis von 2343 Euro (ohne Erdarbeiten) wurde akzeptiert.

Keine Bewerberfür Industriegebiet
Nach einem Antrag der Freien Wähler zur Zukunft des erweiterten Gewerbe- und Industriegebietes Oberkreuzberg-Süd hatte jetzt Bürgermeister Josef Luksch in Landshut ein Gespräch mit Abteilungsleiter Günter Keilwerth von der Regierung von Niederbayern. Darin machte Keilwerth klar, dass der Markt für Industrieansiedlungen zur Zeit brach liege und eine Vorratsförderung für Gewerbegrundstücke nicht in Frage komme. Luksch bestätigte, dass die Grundstücksangebote bei der Regierung von Niederbayern, bei der IHK, bei der Handwerkskammer und im Internet der Gemeinde bekannt seien und keine Resonanz gefunden hätten. Selbst auf seine persönlichen Anschreiben an potenzielle Firmen hätte er bisher keine Rückmeldung bekommen.
Trotz der schlechten Aussichten stimmte das Gemeindegremium einstimmig dafür, die Änderung des Flächennutzungsplanes mit integriertem Landschaftsplan der Gemeinde Spiegelau weiter in Auftrag zu geben.

Jahresantrag 2003 für Städtebauförderung
Kämmerer Ludwig Friedl trug dem Gemeinderat vor, welche Anträge zur Städtebauförderung für das kommende Jahr und bis 2006 eingereicht werden sollen. Dazu zählen die Sanierung der Ortsdurchfahrt Spiegelau im Bauabschnitt III (bis zum alten Friedhof), die Entwicklung des Staatlichen Sägewerks (Untersuchungen, Grunderwerb, Ordnungs und Erschließungsmaßnahmen), die Abbrüche des Mock-Hauses und des alten Rathauses und die Sanierung der Pfarrer-Schweikl-Straße mit Kirchenvorplatz .

Keine Skiroller auf Schwarzachstraße
Der Skiclub Spiegelau, vertreten durch Josef Erhard, hatte beantragt, auf der Schwarzachstraße das Zusatzschild "Skirollerstrecke" wieder anzubringen. Die Gemeindeverwaltung hatte dazu die Stellungnahmen der Grenzpolizeistation Spiegelau und der Straßenverkehrsehörde beim Landratsamt eingeholt.
Nach Auskunft der Grenzpolizei ist die Schwarzachstraße eine öffentliche Straße, die nicht als Trainingsstrecke für Skiroller ausgewiesen werden könne. Wenn, dann müsste die Straße durch das Zeichen 250 (Durchfahrt verboten) für alle Kraftfahrer gesperrt werden.
Die Straßenverkehrsbehörde beim Landratsamt hatte 1998 dem Skiroller -Training unter den Voraussetzungen zugestimmt, dass ein Zusatzschild angebracht werde, dass die Benutzung zeitlich beschränkt sei und das Training nur bei Tageslicht erfolge.
Inzwischen haben sich aber die Voraussetzungen geändert. Der Verkehr auf der Schwarzachstraße ist erheblich mehr geworden, die gefahrlose Nutzung durch die Skirollerfahrer ist nicht mehr gegeben.
Bürgermeister Luksch: "Es bleibt nur die Möglichkeit, die Straße für alle zu sperren. Die ist aber wegen der Igelbusse sowieso den Sommer über für Kraftfahrer tabu. Wir unterstützen die Mehrheit und lehnen den Antrag des Skiclubs ab. " Dafür fand er die einmütige Unterstützung des Gemeinderats.

Wertstoffinsel bleibt am alten Standort
In einem Schreiben beantragten die Anwohner der Unteren Ringstraße bzw. des Lindenweges in Oberkreuzberg die Verlegung der AWG-Wertstoffinsel wegen des Lärms beim Einwerfen der Gläser und des Mülls, der sich rundum ansammelt. Es wurde vorgeschlagen, die Container zu entfernen, weil der Recyclinghof ganz in der Nähe ist.
Im Entfernen sah Erich Bachmann die Gefahr, dass andere dann auch die Wertstoffinseln vor ihrer Haustür nicht mehr dulden wollen. 2. Bürgermeister Kurt Zettl gab zu bedenken, dass nicht jeder die Möglichkeit habe, den Recyclinghof aufzusuchen. Erhard Wawrzek regte an, die Conainer einzuhausen. "Die sind bereits lärmgedämmt" kam der Hinweis von Luksch, allerdings müssten von der AWG die kaputten Deckel bei den Einwerfluken repariert werden.
Zwölf Gemeinderäte sprachen sich schließlich dafür aus, auf dem Standort der Wertstoffinsel zu beharren, die AWG aber aufzufordern, die Container in Stand zu setzen. Vier waren für die Verlegung der Wertstoffinsel.

Pflanzarbeiten vergeben
Die Pflanz- und Pflegearbeiten zur Verschönerung der umgestalteten Hauptstraße waren auf 25 000 Euro geschätzt worden. Die günstigste Bieterin, die Baumschule Süß in Plattling, kann die Arbeiten für 15 913 Euro brutto erledigen.

Sperrzeitverkürzung für Billard-Pub
Der Pächter des Billard-Pubs, Christian Friedl, hat die Verkürzung der Sperrzeit auf drei Uhr morgens an zwei Samstagen im Monat beantragt. Der Gemeinderat hatte nichts dagegen.

Mehrzweckhalle für Siedlergemeinschaft
Die neugegründete Siedlergemeinschaft Spiegelau mit ihrem 2. Vorsitzenden Robert Prager will für ihr Sommernachtsfest am Samstag, 28. Juni 2003, die Mehrzweckhalle bzw. das Schulgelände nutzen können. Das Gemeindegremium erlaubte die Nutzung und legte das Musik- und Ausschankende auf 22 Uhr fest.

Teuere Versetzungsarbeit
Teuer, aber nicht zu umgehen, ist die Versetzung eines Zentralkastens der Deutschen Telekom AG im Zuge der Hauptstraßensanierung. Er bekommt seinen neuen Standort in der Schulstraße. Dafür sind 91 Arbeitsstunden nötig. Insgesamt kostet die Verlegung 9100 Euro.

Straßen anmelden für Förderverfahren
Bürgermeister Luksch informierte darüber, dass die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Palmberg-Langdorf und Althütte-Klingenbrunn/Bahnhof für das Förderverfahren (50 bis 70 %) vorgesehen sind. Das Ziel ist, eine möglichst zeitnahe Förderung zu bekommen.(ul).

 

21. November 2002, PNP Lokalteil Grafenau:
Knappe Mehrheit kippt Golfplatz-Beschluss: Gemeinderat Spiegelau: Mit acht zu sieben Stimmen gegen Mitgliedschaft und gegen 10 000-Euro-Bürgschaft
von Ursula Langesee
Spiegelau. Mit einer Überraschung endete am Dienstagabend im Spiegelauer Gemeinderat die Diskussion über eine Erhöhung der Bürgschaft für den "Golfplatz am Nationalpark".
Mit acht zu sieben Stimmen kippte eine knappe Mehrheit den erst am 10. September gefassten Beschluss, Mitglied der Golfclub-Betreiber GmbH mit einer Einlage von 4000 Euro zu werden und eine Bürgschaft über 10 000 Euro zu leisten.
Die erneute Diskussion über die Golfplatz-Beteiligung war nach einem Schreiben des Golfclubs vom 21. Oktober notwendig geworden. Darin heißt es, dass der Golfclub eine Untergrenze von 25 000 Euro je Bürgschaft festgelegt habe, damit eine Verhältnismäßigkeit zwischen den einzelnen Gemeinden gegeben sei.
Außerdem sei der Golfclub sehr daran interessiert, eine Gesamtbürgschaft von 600 000 Euro zu erreichen. Zur Zeit liegt sie bei 550 000 - die Spanne reicht von 10 000 Euro Einlage (Gemeinde Spiegelau und Landkreis) bis 200 000 Euro (Stadt Grafenau).
"Dieses Schreiben hat mich unangenehm berührt. Von einer Untergrenze war vorher nie die Rede gewesen", eröffnete Bürgermeister Josef Luksch die Diskussion. Als "Frechheit, ein Limit zu setzen" bezeichneten Günther Schmid und Beate Rolli das Ansinnen des Golfclubs. Ernst Ertl forderte gleich, den Beschluss wegen der unsicheren Finanzierung zurückzunehmen.
"10 000 Euro sind genug", befand 3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß. Sie fürchtet, dass sich in der jetzigen wirtschaftlichen Situation immer weniger das Golfspielen leisten und damit die vom Golfclub angepeilten Mindest-Mitgliedszahl gar nicht erreicht werden könne.
Lediglich Erhard Wawrzek hielt unverzagt an der Unterstützung für den Golfclub fest. "Der Golfplatz ist eine Bereicherung, vor allem auch in touristischer Hinsicht. Alleine könnten wir uns nie so eine Anlage leisten", warb er für die "Greens".
Zunächst sah es so aus, als ob man sich auf einen Kompromiss einigen könne: das Angebot bei 10 000 Euro bleibt. Wird es nicht akzeptiert, macht die Gemeinde beim Golfplatz nicht mit. Dann kam das "Aus" für die Golfplatz-Beteiligung durch das knappe Abstimmungsergebnis doch schneller.

 

23. Oktober 2002, PNP, Lokalteil Grafenau,Sanierung der Hauptstraße ist voll im Zeitplan                                                                                                                         Foto
Zur Zeit wird der Gehweg gepflastert und die Straße asphaltiert - Keine größeren Behinderungen für Autoverkehr
von Ursula Langesee
Spiegelau. Voll im Zeitplan liegen die Arbeiten am Bauabschnitt II der Städtebausanierung an der Hauptstraße. Zwischen Gasthof Genosko und der Einmündung des Josef-Schuster-Steiges war die Infrastruktur mit Kanälen und Erdgasleitungen völlig neu geschaffen worden. Jetzt stehen vor der Winterpause noch die Pflaster- und Asphaltierungsarbeiten an.
Sehr zufrieden ist Bürgermeister Josef Luksch bei einer Besichtigung der Baustelle zusammen mit Christoph Püka vom Büro Plankreis in München, Landschaftsarchitektin Helga Sammer , Bauleiter Franz Strohmaier und Polier Alexander Buck von der Firma Bachl mit dem Fortschritt der Arbeiten. "Wir sind voll im Zeitplan und auch im Kostenrahmen von 550000 Euro. Vor Überraschungen wie massiven Felsen im Erdreich sind wir glücklicherweise verschont geblieben, so dass wir bis zur Winterpause die Baustelle abschließen können", bestätigt er.
Mit dem Bauabschnitt II der Städtebausanierung zwischen dem Gasthof Genosko und der Einmündung des Josef-Schuster-Steiges war Ende August begonnen worden. Umfangreiche Grabungen waren notwendig, weil die Anfang der 60-er Jahre verbuddelten Kanäle und Leitungen total desolat waren. Nun wurden die Erdgasleitung, der Regenwasser- und der Schmutzwasserkanal völlig neu verlegt. "Das ist viel Arbeit, aber man sieht halt wenig. Deshalb wurden die Leute jetzt schon ungeduldig", hat Luksch festgestellt.
Relativ wenig Probleme hat die Verkehrsführung auf der stark befahrenen Ortsdurchfahrt bereitet. In Richtung Zwiesel war die Hauptstraße an der Baustelle vorbei halbseitig zu befahren, in Richtung Grafenau wurde der Verkehr über die Schulstraße umgeleitet. Lkw über 7,5 Tonnen mussten das Spiegelauer Zentrum großräumig umfahren. Trotzdem hatte sich während der fast zweimonatigen Bauzeit der eine oder andere Schwerlaster bewusst oder unabsichtlich verirrt, aber auch manche Autofahrer nahmen das Durchfahrtverbot nicht ernst und sorgten für Blockaden. So häuften sich gerade in letzter Zeit die Verwarnungen.
Für ihre große Geduld dankt der Bürgermeister den Anliegern der Schulstraße, die den Umleitungsverkehr ertragen mussten. Für einige war die Einbahnregelung aber wohl auch eine Einladung zum Hochgeschwindigkeitstest. So raste ein Autofahrer bei erlaubten 30 km/h mit Tempo 95 durch die enge Straße.
Ein flottes Tempo legen zur Zeit auch die Pflasterer an der Baustelle an den Tag. Sie klopfen entlang des Gehwegs gebrauchtes Granitpflaster fest , das aus ästhetischen Gründen neuen Steinen vorgezogen wurde. Die neugeschaffene Busbucht, die Längsparkplätze entlang des KSS-Parkplatzes und die Straße werden geteert. Der Parkplatz der Glasfabrik, die dankenswerterweise Grundstücksflächen für die Sansierung der Ortsdurchfahrt "abzwackte" , wird mit Mineralbeton wiederhergestellt.
Erstes Grün zwischen den grauen Steinen wird vor dem Winter ebenfalls noch gepflanzt: eine Hainbuchenhecke zwischen Gehweg und KSS-Parkplatz und Bäume entlang des sanierten Straßenstücks.
Nächstes Jahr wiederholt sich das Procedere mit Vollausbau und Gehweg auf der anderen Straßenseite.

21. Oktober 2002, PNP, Lokalteil Grafenau,                                         (Zeitungsausschnitt)
Jetzt hat auch Spiegelau seinen „Oscar“
Spiegelauer Noten-Spiegel an 132 Volksmusiker vergeben - Sendungen am 29. November und 10. Januar im BR 1 von Ursula Langesee
Spiegelau. Was der Oscar für Hollywood, der Bär für Berlin und die Rose für Montreux, ist jetzt der Notenspiegel für Spiegelau: Eine Auszeichnung, die am Samstag erstmals an 132 Volksmusiker aus dem Bayerischen Wald vergeben wurde. Der ganze Abend in der Mehrzweckhalle mit dem Titel "So schön klingt da Woid" wurde vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und wird am 29. November und 10. Januar gesendet. Ganz unbedarft sind die Spiegelauer in Sachen Rundfunksendung nicht mehr. Letztes Jahr wurde sogar live im ersten Programm des Bayerischen Rundfunks die Sendung "Grüße aus Spiegelau" aus der Mehrzweckhalle übertragen. Deshalb waren die über 400 Gäste am Samstagabend schon vertraut mit dem Anblick einer verkabelten Veranstaltungshalle, über 80 Mikrophonen und der Aufforderung von Fred Artmeier und Moderator Hans Kornbiegler, möglichst diszipliniert den Darbietungen zu lauschen, obwohl diesmal "nur" aufgezeichnet wurde.
Ein Wiederhören mit den 132 Mitwirkenden gibt es erstmals am Freitag, 29. November, von 19.05 bis 20 Uhr auf Bayern 1 und am Freitag, 10. Januar 2003, ebenfalls von 19.05 bis 20 Uhr im gleichen Programm .
Mit dem Kommando "Stefan, wir starten!" an Toningenieur Briegel draußen im Übertragungswagen, begann das gut dreistündige, sehr informative und kurzweilige Programm aus dem "Glaspalast" Spiegelau. Vor der Bühne schickte die Blaskapelle Max Scholz einen "Gruß an Böhmen" und auf der Bühne hatten gleich sechs Gruppen um Moderator Kornbiegler ihre Positionen bezogen, um möglichst ohne große Umbauten zügig nacheinander ihre Stücke vortragen zu können.
Viele, mit dem Volksmusik-Preis "Zwieseler Fink" prämierte Häupter waren unter den Interpreten: die Langdorfer Woidhoamatsänger, die Häuslmo-Musi (und Häuslmo-Dreig'sang) aus Windorf, die singenden Geschwister Yvonne, Nadine, Jasmin und Xaver Fürst aus Oberhüttensölden und ganz aktuell, die Gewinner des Finken 2002, die Zwieseler Stammtisch-Musi mit Naturpark-Geschäftsführer Hartwig Löfflmann an der Tuba und Verleger Roland Pongratz an der Harfe. Die jüngsten Teilnehmer waren die neunjährige Hannah Seidl aus Perlesreut, Monika und Marion (11 und 12 Jahre alt) aus Amesberg bei Viechtach und Akkordeonspieler Christian Wistl (15) aus Spiegelau, der mit seinem Lehrer Kurt Müller aus Riedlhütte auftrat.
Das kommunalpolitisch, nämlich mit zwei Dritteln, am besten besetzte Trio war die Hochreuther Gitarrenmusi mit Bürgermeister Josef Luksch, Gemeinderätin Beate Rolli und Gemeindereferent Otto Öllinger und optisch und stimmlich am meisten her machte der Großchor Rachel-Lusen unter Leitung von Pfarrer Hubert Gerstl.
Weitere Mitwirkende waren der Zwieselauer Viergesang, die Perlesreuter Sänger, die Gottsdorfer Männer und die Ostbayerischen Tanzbläser mit einem jungen Mädchen als Tubistin.
Kornbiegler kündigte witzig, aber ohne Effekthascherei, die Mitwirkenden und ihre Stücke an, die, mal lebensfroh, beschaulich oder hintergründig, ein Spiegelbild des Lebens im Bayerischen Wald seien. Um den Hörern ein möglichst komplettes Klangbild von Spiegelaus Schönheiten und Angeboten vermitteln zu können, bat er einige Interviewpartner an seinen Moderatorentisch.
An Bürgermeister Luksch begeisterte ihn, dass die "erste Geige" in der Gemeinde als dritte Gitarrenstimme so einfach zurückstecken könne. Doch diese erlaube ihm immerhin, selbst Kontra zu geben, und dies nicht der Opposition überlassen zu müssen. Der sympathische Moderator wünschte den Spiegelauern, dass sie noch lange ihrem Bürgermeister auf die Finger schauen können.
Als "Außenstelle des BR" bezeichnete Fred Artmeier seinen Freund und Mitorganisator Fredi Resch, selbst ein begnadeter Musiker und Sänger. Zusammen hätten sie aus den Begriffen Musik, Glas und Spiegel (im Spiegelauer Wappen) den "Spiegelauer Noten-Spiegel" kreiert.
Dieser "Oscar" des Glasmacherortes ist nicht nur eine hochwertige Trophäe aus geschliffenem, gravierten und polierten blauen Glas, die Glasgraveur-Meister und Designer Klaus Büchler geschaffen hatte, und an alle Mitwirkenden überreicht wurde. Der "Spiegelauer Noten-Spiegel " soll auch der Name sein für eine feste, alljährliche Musikveranstaltung in Spiegelau.
Zur Glasherstellung war Siegfried Klante, Geschäftsführer der Kristallglasfabrik, der richtige Gesprächspartner für Kornbiegler. Und über einen berühmten Sohn der Gemeinde, Baumsteftenlenz Paul Friedl, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre, berichtete Volkskundler, Talentförderer und Dichter Hans Zollner aus Zwiesel .
Beim großen Finale mit Dank an alle Mitwirkenden, Organisatoren, Sponsoren und die Feuerwehr Spiegelau für die Bewirtung, bekamen Hans Kornbiegler und Fred Artmeier von ihren Gastgebern gläserne Mikrophone überreicht. Dann intonierten die Blaskapelle Scholz, dirigiert von Artmeier , und der Großchor Rachel-Lusen unter der Leitung von Pfarrer Gerstl zusammen mit dem Publikum die Waldler-Hymne "Mia san vom Woid dahoam".
Mit einem letzten "Stefan, lass laufa" in Richtung Ü-Wagen und dem Bayerischen Defiliermarsch ging es nach einem schönen und gelungenen Volksmusikabend schließlich in Richtung Ausgang - etwas geräuschvoller als vorher.
 

15. Oktober 2002, PNP, Lokalteil Grafenau, Verleihung des Spiegelauer Noten-Spiegels Glas-Preis von Klaus Büchler, Foto: Resch
Glas-Trophäe von Klaus Büchler geht an Teilnehmer des Volksmusikabends am Samstag mit Bayerischem Rundfunk
Spiegelau (re). Schon im letzten Jahr hallte der Ruf Spiegelaus via Radio hinaus in die Welt: bei der Volksmusik-Sendung "Bayern l unterwegs". Am kommenden Samstag gibt es eine Neuauflage: "So schön klingt der Wald" beweisen 14 Solisten und Gruppen beim Volksmusikabend in der Mehrzweckhalle, der vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet wird. Dabei wird erstmals der "Spiegelauer Notenspiegel" verliehen. Der Volksmusikabend unter dem Motto "So schön klingt der Wald" beginnt am Samstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Durch den Abend führt Moderator Hans Kornbiegler von BR-1. Die Sendung wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt als Sendung mit zweimal je einerStunde ausgestrahlt. Der erste Sendetermin ist am Freitag, 29. November , von 19.05 bis 20 Uhr. Ab Mittwoch ist bereits Redakteur Fred Artmeier, bekannt von der "Grüße aus"-Sendung im vergangenen Jahr, in Spiegelau. Mit seinem Team (Sende- und Übertragungswagen, Toningenieure etc.) macht er von allen mitwirkenden Gruppen digitale Aufnahmen für das Rundfunk-Archiv.
Mitwirkende beim Volksmusikabend am Samstag sind: die neunjährige Hannah Seidl aus Perlesreut, Monika und Marion (11 bzw. 12 Jahre alt) aus Amesberg/Viechtach, die Ostbayerischen Tanzbläser unter Leitung von Josef Wimmer, die Geschwister Fürst aus Oberhüttensölden, der Zwieselauer Viergesang (Fritz Maurer), die Häuslmo-Musi und der Häuslmo-Dreigesang aus Windorf, der Gottsdorfer Männer-Chor, die Langdorfer Woidhoamatsänger, die Perlesreuter Sänger, die Zwieseler Stammtischmusi (Gewinner des Zwieseler Finken 2002), der Großchor Rachel-Lusen unter Leitung von Pfarrer Hubert Gerstl, die Blaskapelle Max Scholz und die Hochreuther Gitarrenmusi mit Beate Rolli, Otto Öllinger und 1.Bürgermeister Josef Luksch. Die örtliche Blaskapelle von Edmund Ulrich kann leider nicht mitmachen.
Allen Teilnehmern wird die Glas-Trophäe "Spiegelauer Noten-Spiegel" überreicht, die von Glaskünstler Klaus Büchler geschaffen worden ist.
Nach Aussage von Fred Artmeier, der zusammen mit seinem Spiegelauer Freund Alfred Resch diesen Begriff erfunden hat, ist angedacht, den "Spiegelauer Noten-Spiegel" zu einer festen alljährlichen Veranstaltung werden zu lassen, wobei das Motto, bzw. die Teilnehmer, sowie auch die Musikrichtung wechseln können. So ist für den Spiegelauer Noten-Spiegel 2003 als Motto Klassik oder Moderne Blasmusik denkbar.
Karten für die Veranstaltung am 19. Oktober gibt es in der Tourist-Information in Spiegelau oder an der Abendkasse.

 

23. September 2002, PNP, Bundestagswahl 2002 in Spiegelau: Erststimmen-Ergebnisse (in Prozent)
Zweitstimmen (in Prozent)

Barthl     Bruni           Hans          Hermann   
Kalb       Irber   Madl-Deinhart    Bittmann
(CSU)    (SPD)       (Grüne)           (Rep)
61,04    32,66          2,79              1,59

 CSU     SPD     FDP   Grüne   PDS    BP    Rep   ÖDP  Sonstige
63,68    28,63   2,42   2,85     0,16   0,20  0,87    0,28      0,92

 

17. September 2002, Lokalteil Grafenau: Für 1,3 Millionen Euro wurde die alte Sägewerksschule zur Gäste- und Nationalpark-Information umgestaltet
Von Egon M. Binder
Spiegelau. Der Umbau der alten Sägewerksschule zu einem Verkehrsamt mit Nationalpark-Info- stelle in der Nachbarschaft des neuen Spiegelauer Rathauses ließ den Osten Spiegelaus mit dem Westen eng zusammen wachsen und einen neuen Ortsmittelpunkt entstehen.
Wenn auch Spiegelau durch die Auflösung des traditionsreichen Staatlichen Sägewerks viel verloren hat, so hat der Glasmacherort davon nun auch gewonnen. Mit Hilfe von Staats- und EU-Mitteln wurde nämlich die alte Sägewerksschule in eines der schönsten wie bestgelegenen Verkehrsämter des Bayerischen Waldes umfunktioniert. Die Freude darüber wurde am Sonntag bei der Einweihung gefeiert.
Pfarrer Hubert Gerstl zitierte dazu eingangs aus dem Hebräer-Brief den Vers „Vergesst nicht die Gastfreundschaft, denn auf diese Weise hat schon mancher einen Engel beherbergt." Sicherlich meinte der Südtirol- und Venetien-Freund Gerstl, dass es auf der Welt wohl noch schönere Flecken gibt, dennoch aber der Gast auch in Spiegelau eine ansprechende Landschaft und die Gastfreundschaft der Waldler erholsam erleben könne. Spiegelaus Bürgermeister Josef Luksch blendete zurück in jene Zeiten, als die Forstschule noch von Stacheldraht eingezäunt war und das Gelände den Osten Spiegelaus vom Westen trennte. Zu verhindern wusste die Gemeinde durch ihr Planungsrecht, dass das nach Auflösung der Sägewerksschule ungenutzte Gelände zum Bau eines weiteren Supermarkt veräußert wurde.
Mit großer Hilfe von Nationalpark-Forstdirektor Michael Held konnte Bayerns Landwirtschafts- ministerium schließlich davon überzeugt werden, das unweit des neuen Rathauses gelegene Säge- werks-Schul-Gelände der Gemeinde Spiegelau zu verkaufen, was schließlich auch gelungen sei.
Das neue Nationalpark- und Gäste-Informationszentrum, das im Obergeschoß eine ständige Ausstellung über die Waldbahn und Spiegelaus Glaserzeugnisse beherbergt, „zeigt sich als gastfreundliches wie funktionelles Gebäude, das auch die örtliche Gastronomie dazu anregen soll, alle Anstrengungen für eine noch bessere Gastfreundschaft zu unternehmen", so der Bürgermeister.
Die Gesamtkosten gab Luksch mit 1,3 Mio. Euro an, wozu man 142 000 Euro von der EU und 250 000 Euro vom Freistaat wie 120 000 Euro aus Städtebaufördermittel an Zuschüssen erhalten habe. Dem Architekten Henry Scholz wie den am Bau beteiligten Handwerker dankte er für die termingerechte Arbeit, die es ermöglichte, dass der Umbau in einer Rekordbauzeit von einem halben Jahr über die Bühne gegangen ist und die veranschlagten Kosten unterschritten wurden.
Das investierte Geld sei gut angelegt, denn damit habe man einen weiteren Mosaikstein geschaffen, der wie die KSS, das weitverzweigte Wanderwegenetz wie das Schnapsmuseum Spiegelau als Tourismusort attraktiv macht, freute sich Josef Luksch. Architekt Henry Scholz hatte die Lacher auf seiner Seite, als er mit viel Humor gewürzte Anekdoten aus der Baugeschichte erzählte und von der Tatsache, dass zuweilen zwölf Firmen mit 40 Arbeitern gleichzeitig auf dieser Baustelle werkelten. In Erinnerung an die hier einst unterrichteten Forstschüler habe man bei der Architektur außen wie innen viel „Bretterware" verarbeitet, was an die traditionsreiche Spiegelauer Sägewerksindustrie erinnern soll.
Anstatt eines Goldenen Schlüssels übergab Henry Scholz an Spiegelaus Bürgermeister als Eröffnungsgeschenk eine Skulptur des Malers und Bildhauers Josef Schneck aus Riedlhütte.
Die Ehrengäste, darunter vor allem Referatsleiter der Nationalparkverwaltung, der Regierung von Niederbayern, des Freyunger Landratsamtes, der örtlichen Behörden wie die Spiegelauer Gemeinderäte und Verkehrsamtsleiter Manfred Mirwald, waren dann in ein beheiztes Zelt zu einem schmackhaften Schweinebraten eingeladen.
Nachmittags stand das Info-Zentrum dann Einheimischen wie Gästen zum Besuch offen.
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PNP vom 14. September 2002, Lokalteil Grafenau:
Aus dem Gemeinderat Spiegelau „MOPS" kommt nach Oberkreuzberg
Spiegelau (ul). Die Deutsche Post teilte der Gemeinde Spiegelau mit, dass sie Ende November ihre Postfiliale in Oberkreuzberg schließt. Dann kommt der „MOPS", der Mobile Postservice, der von einem Wagen aus Briefmarken verkauft, Pakete und Brief mitnimmt.
Bürgermeister Josef Luksch machte bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag den Vorschlag, ob man nicht der Deutschen Post AG nahelegen könne, dass sie im Lebensmittelladen von Christoph Wolf ihre Leistungen weiter anbiete, so wie dies auch in anderen Gemeinden praktiziert werde. Das Gemeindegremium war einverstanden.
Anträge behandelt
Am 14. August 1996 hatten die Freien Wähler Spiegelau zwei Anträge bei der Verwaltung eingereicht. Bei dem einen geht es um die Erweiterung des Industriegebietes Oberkreuz-berg, bei dem zweiten um Einsparungsmöglichkeiten zur Finanzierung von Investitionen. Zum ersten Antrag wird demnächst Günter Keilwerth, der
Abteilungsdirektor bei der Regierung von Niederbayern für die Wirtschaftsförderung, eingeladen, um mit ihm über die Möglichkeit zu diskutieren, neue Betriebe in Oberkreuzberg anzusiedeln.
Beim zweiten Antrag ist seit 1996 „auch etwas passiert": Erhard Wawrzek von den Freien Wählern hatte in mehreren Ausschusssitzungen seine Vorschläge zu Einsparungsmög-lichkeiten vorgestellt.
Verzögerter Baubeginn
Gemeinderat Anton Seibold wollte wissen, warum sich bei dem schönen Wetter der für 19. August geplante Beginn der Ortskernsanierung an der Hauptstraße verzögert habe. Bürgermeister Josef Luksch sagte, dass man noch etwas gewartet habe, weil von elf angefragten Firmen nur zwei ihr Angebot abgegeben hätten. Der Auftrag sei schließlich der Firma Bachl für 535 000 Euro erteilt worden mit 670 000 Euro habe man ursprünglich gerechnet. Durch den verspäteten Beginn komme es trotzdem so schnell nicht zu Beeinträchtigungen bei der Ortsdurchfahrt, weil erste Arbeiten entlang der Bürgersteige erledigt werden könnten, beruhigte Luksch.

Gemeinde beteiligt sich an Golfplatz
Spiegelau (ul). In gleicher Weise wie der Landkreis beteiligt sich die Gemeinde am „Golfplatz am Nationalpark": sie wird Mitglied in der GmbH mit einer Einlage von 4000 Euro und leistet eine Bürgschaft über 10 000 Euro. Beides gilt erst im Haushaltsjahr 2003. Eine Anschubfinanzierung wird nicht geleistet. Für diese Beteiligung hatte der Gemeinderat mit zehn zu vier Stimmen ausgesprochen. Die Mehrheit sieht durch den Golfplatz eine Angebotsverbesserung und Existenzsicherung für die Urlaubsregion, außerdem die Möglichkeit, eine gehobene Kundenklientel zu locken. Die Gegner argumentierten, dass das Golfspiel immer einer kleinen privilegierten Schicht vorbehalten bleibe, der „kleine Mann" zur Finanzierung aber zur Kasse gebeten werde.

 

PNP vom 13. September 2002   Lokalteil Grafenau:Aus dem Spiegelauer Gemeinderat:
Gebührenerhöhungen sind beim Wasser und im Bestattungswesen unumgänglich
Gemeinderat verabschiedete Haushalt mit 6,8 Mio. Volumen- Nur 241000 aus Gewerbesteuern
von Ursula Langesee
Spiegelau. Große Sprüunge kann sich die Gemeinde Spiegelau auch weiterhin nicht leisten. Der Haushalt 2002 weist nur mehr eine freie Finanzspanne von 125100 Euro auf. Bei den kostenrechnenden Einrichtungen sind Gebührenerhöhungen bei Wasserversorgung und Bestattungswesen unumgänglich. Der Haushaltsplan hat ein Volumen von 6,8 Millionen Euro - fast fünf Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und nur mehr 1,8 Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Das sind fast 15 % weniger als im Haushalt 2001.
Die Gewerbesteuereinnahmen sind von fast 461000 im vergangenen Jahr auf jetzt 241000 Euro zurückgegangen. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Krise ist der Rückgang laut Kämmerer Ludwig Friedl bedingt durch hohe Nachzahlungen 2001 und größere Rückzahlungen 2002. Außerdem liege der Gewerbesteuerhebesatz um 14 % unter dem Landkreis- und Landesdurchschnitt. Bei einem Angleich wären Einnahmereserven von 11000 Euro vorhanden.
Um 100000 Euro gestiegen sind die Personalkosten und machen jetzt mit fast 1,14 Mio. € fast 23 % des Verwaltungshaushaltes aus. Trotzdem konnten die Ausgaben im Verwaltungshaushalt gegenüber 2001 um 1,05 % gesenkt werden. Auch die Ausgaben im Vermögenshaushalt wurden im Vergleich zum Vorjahr um 321000 Euro zurückgefahren, um die Verschuldung in einem erträglichen Rahmen zu halten.
Sie liegt dennoch bis Ende 2002 bei 3,22 Mio. € . Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 763 Euro (Landkreisdurchschnitt 2000: 917 Euro). Als freie Finanzspanne bleiben 125100 Euro.
Die kostenrechnenden Einrichtungen Abwasserbeseitigung, Bestattungswesen und Wasserversorgung sind alle im Minus. Bei der Abwasserbeseitigung wird heuer ein Fehlbetrag von 77000 € erwartet. Deshalb wird nach Rat der Kämmerei die Gemeinde spätestens nach Beginn des Klärwerksbaus eine Gebührenerhöhung vornehmen müssen.
Die Bürger stärker zur Kasse bitten, muss die Gemeinde bei Bestattungswesen und Wasserversorgung schon ab Januar 2003. Zur Deckung der Kosten bei den vier Friedhöfen fehlen heuer 70600 € . Ebenso hoch ist der Fehlbetrag bei der Wasserversorgung. Deshalb werden die Gebühren um 0,23 € auf einen Euro pro Kubikmeter erhöht.
Fast 1,49 Mio. Euro werden heuer investiert. Die mittelfristig geplanten Investitionsmaßnahmen- Erwerb des Staatlichen Sägewerkes, Städtebausanierung, Sanierung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigungsanlagen - von rund 3,75 Mio. € erforderten eine Neuverschuldung von 3,4 Mio. € . Das hätte zur Folge, dass die Mindestzuführung aus dem Verwaltungshaushalt nicht mehr erwirtschaftet werden könnte.
Deshalb , so Kämmerer Friedl in seinem Fazit, wird es notwendig sein, die Größenordnung einiger der geplanten Vorhaben zu überdenken. Außerdem müsse weiterhin äußerst sparsam gewirtschaftet und auf freiwillige Leistungen verzichtet werden.
Bürgermeister Josef Luksch bewertete den Haushalt trotz der schlechten Situation als "solide". Nicht einverstanden damit war Gemeinderat Erhard Wawrzek (Freie Wähler): "Der Haushalt geht in die falsche Richtung". Er zeigte auf, dass zum Beispiel Hohenau, eine Gemeinde vergleichbarer Größe, einen Vermögenshaushalt von 5,6 Mio. € habe. "Das eigentliche Problem sind die steigenden Lohnkosten - innerhalb von fünf Jahren um 382000 Euro!" belegte Wawrzek mit Grafiken. Die freie Finanzspanne sei dagegen in zehn Jahren von 900000 auf 125000 Euro geschmolzen.
"Wir sollten nicht so schwarz sehen. Es ist in letzter Zeit auch viel geschehen", lenkte Hermann Eisch (SPD) ein. "Vor 25 Jahren stand's so schlecht, da konnten wir uns nicht einmal einen Unimog leisten", erinnerte Anton Seibold (CSU). Außerdem müsse man auch bedenken, dass die Bürger lange vor Gebührenerhöhungen verschont geblieben seien.
Mit einer Gegenstimme (Wawrzek) wurden schließlich die Haushaltssatzung, die Finanzplanung und das Investionsprogramm verabschiedet.

 

PNP vom 24. August 2002  Lokalteil Grafenau:
AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU - Flanitzbrücke wird vergrößert
Der Ferienausschuss hat sich einstimmig für eine Vergrößerung der Brücke über die Flanitz in Flanitzhütte ausgesprochen. Den Antrag hatte die IG Pferdetourismus Niederbayern gestellt. Bürgermeister Josef Luksch sieht durch das Wanderreiten eine Erweiterung des touristischen Angebotes, gab aber zu Bedenken, dass aufgrund des Hochwassers vier Brücken saniert werden müssen. Deshalb kann die Vergrößerung der Brücke nur dann realisiert werden, wenn sich die IG Pferdetourismus mit 50 Prozent an den Kosten und die Gemeinde Frauenau mit 25 Prozent an den entstehenden Kosten beteiligt.

Dank an alle
Hochwasser-Helfer
Bürgermeister Luksch bedankte sich bei den Feuerwehren für ihren Einsatz beim Hochwasser in der Gemeinde. Er lobte die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Grenzpolizeistation Spiegelau und weiterhin die Arbeit und den Einsatz des gemeindlichen Bauhofes und all seiner Mitarbeiter.

Nichtöffentliche
Beschlüsse
Gemeinderat Erhard Wawrzek hatte angefragt, ob nicht die Beschlüsse aus nichtöffentlichen Sitzungen verlesen werden können. Bürgermeister Luksch teilte nun mit, dass außer den Beschlüssen zu Personalangelegenheiten und bei denen Grundstückspreise genannt werden, alle anderen, ab der nächsten Sitzung bekannt gemacht werden.

 

PNP vom 24. August 2002  Lokalteil Grafenau:
Forschen und Wohnen unter einem Dach - Haus „Verbundforschung Waldökosysteme“ eröffnet — Finanzielle Mittel aus der High-Tech-Offensive
FOTO
Spiegelau (mp). Am Donnerstag wurde das Haus „Verbundforschung Waldökosysteme“ eingeweiht. Dazu war im Rahmen der High-Tech-Offensive (HTO) das Haus des früheren Leiters des Staatlichen Sägewerks mit Computer-Arbeitsplätzen, einem Labor und Schlafstätten ausgestattet worden. „In diesem Haus soll interdisziplinäre Zusammenarbeit an Forschungsprojekten des Nationalparks möglich werden und zwar direkt am Objekt“, stellte Karl Friedrich Sinner, der Leiter der Nationalparkverwaltung, das Ziel vor.
Nach der Weihe durch die beiden Geistlichen Hubert Gerstl und Julius Kasperowitsch führte Dr. Heinrich Rall , der Sachgebietsleiter Forschung und Dokumentation im Nationalpark, durch die renovierten Räume. Die acht Forscher, Doktoranden der Universitäten in München und Weihenstephan, bearbeiten Themen aus der Meteorologie, der Wasserökonomie oder den Umgang mit Schädlingen.
Ihre Arbeitsplätze sind untereinander vernetzt, es bestehen über das Internet auch Verbindungen zu den Hochschulen. So können an einem Ort Daten erfasst, aufbereitet und übertragen werden. Die Forscher können während ihrer Studien im Haus wohnen.
Auch die Öffentlichkeit soll von den hier gewonnenen Erkenntnissen profitieren können; diese werden in verständlicher Form ins Internet gestellt.
„Eines meiner großen Anliegen ist die Zusammenarbeit mit dem Tourismus“, so erläuterte Sinner. „Es werden Zusammenkünfte mit den Fachleuten aus den Nationalparkgemeinden stattfinden, um sich gegenseitig auszutauschen.“
Vertreter der Politik zeigten sich bei ihren Grußworten vom Wert der Objekt-Nähe überzeugt. Altlandrat Alfons Urban, Mitglied im HTO-Lenkungsausschuss, lobte die Intention der Nationalparkverwaltung, eine Forschungsstätte direkt vor Ort einzurichten, statt irgendwo an einem grünen Tisch.
Der Regener Landrat Heinz Wölfl, Vorsitzender des Kommunalen Nationalpark-Ausschusses, bedankte sich beim Freistaat für die Unterstützung durch HTO und wünschte den Forschenden alles Gute.
Bürgermeister Josef Luksch brachte einen weiteren Aspekt dieser neuen Einrichtung ins Gespräch: er freue sich, dass es so einige hochqualifizierte Arbeitsplätze gebe. Er betonte, dass sich die Forscher eigentlich in den Dienst der Schöpfung Gottes stellten, und überreichte Dr. Rall ein Glaskreuz als Geschenk.
Als Vertreter des Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten wünschte Dr. Hans Bleymüller dem neuen Haus, dass es „nicht nur Schweiß und Zweifel, sondern auch das Glücksgefühl der Forscher“ erleben möge. Sowie man die solistischen Einlagen des Trompeters Stefan Binder höre, so sollte auch dieses Haus einen „Fanfareneffekt“ in der Umgebung haben.

 

PNP vom Dienstag, 20. August 2002  Lokalteil Grafenau

Foto Artikel

Durch Qualität: Gäste finden und Gäste binden - Zweijähriges Pilotprojekt in Ostbayern erfolgreich abgeschlossen - 87 Fachleute sind jetzt „Qualitätsmanager“
von Ursula Langesee
Spiegelau. In der Qualität liegt der Schlüssel für zufriedene Gäste. Deshalb wurde vor zwei Jahren das Pilotprojekt „Qualitätsmanagement im Tourismus“ gestartet. Jetzt zog die Initiatorin des Projekts, MdB Bruni Irber, zufrieden Bilanz: 87 Touristiker dürfen sich „Qualitätsmanager “ nennen und geben ihr Wissen und ihre Ideen an andere weiter. Für den Abschlussbericht zum Pilotprojekt „Qualitätsmanagement im Tourismus“ hatte die „Mutter“ des Projekts, MdB Bruni Irber, in die Tourist-Information Spiegelau eingeladen. Ihre Erfahrungen mit dem Pilotprojekt schilderten Dr. Eckhard Franz, Abteilungsleister im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als „Geldgeber“, Georg Steiner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostbayern als Projektträger und Dr. Ursula Diepolder als Projektleiterin den Landräten Alexander Muthmann und Helmut Behringer (Freyung-Grafenau), stv. Landrat Heinrich Schmidt (Regen), Bezirksrat Axel Scherzer und den Bürgermeistern Josef Luksch (Spiegelau) und Joh. Nep. Segl (Grafenau).
Einen „Schneeballeffekt“ erhofft sich Dr. Franz von dem Projekt, dass sein Ministerium mit 212000 Euro gefördert habe. „Wenn die 87 zertifizierten Qualitätsmanager ihre Ideen weitertragen, dann hat sich die Maßnahme rentiert“, ist sich Franz sicher. Dass es in Deutschland notwendig ist, noch viel mehr Anstrengungen dem Tourismus zu widmen, belegte er mit Zahlen. „Nur acht Prozent unseres Bruttosozialprodukts ist Wertschöpfung aus dem Tourismus. Andere Länder können zweistellige Raten vorweisen.“ .
Wie die Ausbildung zum Qualitätsmanager aussah, stellte Dr. Diepolder vor. Danach wurden die 87 Kursteilnehmer - Verkehrsamtsleiter, Kurdirektoren, Gastronomen, Tourismusreferenten, Besitzer von Unterkunftsbetrieben - in fünf Blockveranstaltungen geschult in Moderation und Präsentation, Kommunikation und Gesprächsführung, Beschwerde- und Konfliktmanagement, persönliches Zeit- und Selbstmanagement.
„Nach dem zweiten Schulungsblock mussten die Teilnehmer ein Thema in die Praxis umsetzen und dazu Qualitätszirkel mit fünf bis zehn Personen bilden, die sich regelmäßig trafen“, erklärte die Projektleiterin. Themen waren zum Beispiel „Qualitätssicherungen bei Stadtführungen“, „Schlaftherapie im Sibyllenbad“ oder “Einführung einer regionaltypischen Speisekarte für die Donaugemeinden“.
Durch die Zusammenarbeit der Teilnehmer aus den verschiedensten Sparten und Regionen Ostbayern entstanden intensive Kontakte und die Vernetzung von neuen touristischen Angeboten.
„Hier liegen die Ansätze für die Nachhaltigkeit des Projekts“, betonte TVO-Geschäftsführer Georg Steiner. Nun könne der Boden für Quereinsteiger in die Tourismusbranche und für einen „ostbayerischen Weiterbildungspass“ bereitet werden. Dazu gebe es schon jetzt eine Datenbank für Weiterbildungsangebote im Internet unter „www. weiter-im-tourismus.de“.
Nach Ablauf des Pilotprojekts hofft Bruni Irber, dass sich der „Qualitätsvirus“ durch die Multiplikatoren aus den Qualitätszirkeln weiter ausbreite und das eine oder andere Projekt sogar weitergeführt werden könne. Wichtig sei auch, dass der angestrebte Weiterbildungspass von der IHK anerkannt werde, damit die Bezahlung der Touristiker endlich geregelt werden könne. „Zur Zeit werden zwar Managerqualitäten verlangt, die Entlohnung ist aber nicht dementsprechend“, merkte Irber an.
Ein weiteres Ziel ist auch, die Ausbildungsmöglichkeiten im Tourismus nach dem Beispiel Österreichs zu intensivieren. „Dort gibt es sogar eigene Skihotel-Fachschulen. Und bei uns reicht ein sechsstündiger Sachkundenachweis, um ein Lokal führen zu dürfen“, wies Irber auf die sehr unterschiedlichen Ausbildungsansätze hin.
Auf jeden Fall bleibt das erfolgreiche Pilotprojekt keine Eintagsfliege. Der Tourismusverband Ostbayern hat zur Fortführung einen neuen Projektantrag beim Bundeswirtschaftsministerium eingereicht.

 

PNP vom Mittwoch, 7. August 2002   Lokalteil Grafenau

Frauenbund auf Stippvisite in Berlin
Oberkreuzberger besichtigten vier Tage lang die Bundeshauptstadt
Oberkreuzberg (ga). Vier Tage lang war der Frauenbund in Berlin. Erste Station der Reise war Potsdam . Bei einer interessanten Führung wurden die Glienicker Brücke besichtigt, der Neue Garten mit dem Marmorpalais, Schloss Cecilienhof, wo 1945 die „Potsdamer Konferenz“ stattfand,
und schließlich das Schloss Sanssouci, die Sommerresidenz der preußischen Könige.
In Berlin selbst verschafften sich die Frauen erst einen Überblick vom Fernsehturm über dem Alexanderplatz. Am nächsten Tag stand der Besuch im Reichstagsgebäude auf dem Programm. Die Reisenden wurden im Plenarsaal über die Geschichte und Bedeutung des Hauses informiert und trafen mit Bundestagsabgeordnetem Barthl Kalb zusammen, der über seine politische Arbeit im Bundestag, über die CSU-Landesgruppe und seine Aufgaben im Haushalts- und Finanzausschuss berichtete. Mit der Besteigung der Glaskuppel endete der Besuch in dem geschichtsträchtigen Haus.
Auf dem Potsdamer Platz konnten die Frauen modernste Großstadtarchitektur bewundern, das Imax-Kino besuchen oder einen Einkaufsbummel machen, bevor sich im Berliner Dom eine Führung, unter anderem mit der Besichtigung der Prunksärge in der Hohenzollerngruft anschloss.
Eine dreistündige Schifffahrt auf der Spree und dem Landwehrkanal schloss sich an.
Die ganztägige Stadtrundfahrt am dritten Tag führte zu den wichtigsten Sehenwürdigkeiten wie dem -verhüllten - Brandenburger Tor, Pariser Platz, Regierungsviertel, Schloss Bellevue, Nikolaiviertel, Gendarmenmarkt und abends auf den Kurfürstendamm zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.
Letzter Programmpunkt vor der Heimfahrt war nach einem Gottesdienst in der Gedenkkirche „Maria Regina Martyrium “ ein Besuch in der Gedenkstätte Plötzensee, der Hinrichtungsstätte für Widerstandskämpfer im Dritten Reich.

Farbiger Blickfang am Spiegelauer Kreisverkehr
Spiegelau (ga). Aus einem frisch gepflanzten Blumenmeer ragt seit kurzer Zeit der Glasbaum am Kreisverkehr in Spiegelau empor. SPD-Ortsverein und Parteifreie Bürger pflanzten dort rund 400 Tagetes, Eisbegonien und Silberblatt ein und haben so „am Tor“ zum Glasmacherort einen bunten „Blickfang“ für Einheimische und Gäste geschaffen. Im Herbst werden dort Blumenzwiebeln mit Frühlingsblumen eingepflanzt, damit im Frühjahr 2003 den von Künstler Alfred Kraft geschaffenen Glasbaum wieder ein Blumenmeer schmückt.
 

PNP vom Samstag, 3. August 2002  Lokalteil Grafenau

Kunst im Freien - Johannes Dalloz und Klaus Büchler auf neuen Wegen

Bilder von der Ausstellung: (klein = je ca. 20kb) / (groß = je ca. 50kb)

Spiegelau . Auf dem frisch gemähten Weg schlendern die Besucher durch den Garten, die Sonne scheint vom blauen Himmel. Unter einer Birke diskutiert eine Gruppe von Kunstkennern miteinander. Neben dem Teich sitzen ein paar Bekannte auf der schattigen Bank und ruhen sich aus, - dies alles war zu beobachten letzten Sonntag im Garten von Johannes Dalloz in Mühlberg bei Spiegelau - eine Atmosphäre fast wie im Garten von Claude Monet mit blühenden Seerosen, einer Brücke und viel, viel Ruhe. Und dies alles fand statt wegen der allerersten Kunstausstellung, mit der sich Hans Dalloz als Künstler der Öffentlichkeit präsentierte und zu der sein jahrelanger Freund Klaus Büchler diese offene Ausstellung im Garten und unter freiem Himmel mit eigenen Objekten stilgerecht ergänzte.
Während Klaus Büchler bereits einer breiten Öffentlichkeit über viele Jahre hinweg ein Begriff ist, so war doch festzustellen, dass er einen weiteren Schritt in seiner reichhaltigen künstlerischen Laufbahn wagt: den Übergang zum Großprojekt, zum Objekt für das Freie. Neugierig waren viele Besucher auf Johannes Dalloz, den Initiator dieser Ausstellung, seiner ersten Ausstellung. Schnell merkte der aufmerksame Betrachter, mit welcher Liebe und Genauigkeit er gegossenes Glas in seinen Metallobjekten verarbeitet, Objekte, die nach Themen gearbeitet sind, Objekte, die den Betrachter ansprechen, anpacken.
Verschlungene Wege führten an den Objekten der beiden Künstler vorbei, aufgestellt auf den Findlingen im Garten, hineingehängt in die Birkenbäume, herauswachsend gleichsam aus dem Wiesengras, verwachsen beinahe mit hohen Granitsäulen oder langen Stangen und Metallständern. Selbst auf dem dicken Seerosenteppich im Teich fand eine Edelstahllibelle mit Glaskopf einen Platz zum Ausruhen. Über 50 Objekte waren auf diese Art und Weise hervorragend präsentiert und konnten von den Besuchern begutachtet und bestaunt werden.
Ein Wochenende für die Kunst - einmal ganz anders. Sicherlich nicht die letzte Ausstellung dieser Art. Ein Großteil der Objekte bleibt das Jahr über stehen, Sommer wie Winter, dafür sind sie geschaffen. Die Betrachtung der Objekte ist jederzeit möglich, es wird jedoch um vorherige Anmeldung unter Telefon 08553/2255 gebeten. Karl-Heinz Reimeier

 

PNP vom Montag, 29. Juli 2002 Lokalteil Grafenau

Spiegelaus friedlicher Panduren-Überfall - ein Fest so schön und bunt wie der Sommer
Diesmal hatten auch die Spiegelauer selbst ein kleines Panduren-Reiterheer aufgestellt - Tausende von Besuchern
Von Egon M. Binder

zur Original-Zeitungsseite (ca. 210kb)

Spiegelau. Mit schwarz-roten Fahnen, die den Krummsäbel zum Motiv haben, beflaggt war gestern der Glasmacherort Spiegelau, um so die freiwillige Übergabe des Ortes an die Waldmünchner Panduren zu signalisieren. Und dieses historische Schauspiel ließen sich Tausende von Einheimischen und Gästen nicht entgehen. Sie wurden an allen Ecken und Enden der Hauptstraße von Musik und Liedern, Ausschank und deftigen Mahlzeiten empfangen.
Fast schon ein herbstliches Lüftchen wehte von Osten her und mit ihm zog die Klingenbrunner Blaskapelle mit den Schulkindern und Honorationen gegen 12 Uhr mittags in den Glasmacherort ein, während die rund 70 Mann und Frau starke wilde Horde der Waldmünchner Panduren von Westen her hin zum alten Rathaus-Platz ritten. In ihrem Tross ein Heer von Trommlern, Landsknechten und feschen Marketenderinnen.
Doch zuvor ließ es die Grafenauer Bürgerwehr mit einem zweifachen Salut aus ihren Vorderladern entsprechend krachen. Sie traten zwar aufgrund der Inflationen von Sommerfesten etwas ersatzgeschwächt an, was jedoch an Pulverdampf nichts vermissen ließ.
Otto Öllinger hatte erneut den Part des Chronisten übernommen, der den Unwissenden unter den Gästen ein Stück Geschichte des 18. Jahrhunderts näher brachte, als gewissermaßen die Versprengten des Österreichern Erbfolgekrieg selbst kleine Waldlerorte von der Geißel des Krieges heimsuchen ließ.
Wenn auch geschichtlich nicht schlüssig bewiesen ist, ob die Panduren überhaupt Spiegelau in den Jahren 1742 bis 1745 mit ihrem tausendköpfigen Heerzug einmal eingenommen haben, spielten die Spiegelauer dieses Spiel auch diesmal so begeistert mit, als ob sich der Einfall erst gestern vollzogen hätte.
Und die Spiegelauer Ratsherrn wie auch die Ratsfrauen hatten ihre Rollen beim Disput über den bevorstehenden räuberischen Einfall gut gelernt, standen in der Umsetzung den Profis vom Waldmünchner Festspiel nicht nach. Die Handlungen wurde keinesfalls denen der einst mordlüsternden Söldner unter dem Pandurenoberst Franz von der Trenck nachempfunden, sondern die Übergabe verlief überaus friedllich, nach dem die Spiegelauer sich mit einer Truhe voll Geld freigekauft hatten. Aufgrund der leeren Gemeindekasse würde dies den Spiegelauern wohl in unserer heutigen Zeit schwer fallen !
Ausgelassenes Würfelspiel mit Zechgelage und ein wilder Säbelkampf lief vor den Augen der Gäste ab, bevor sich dann ein mit Dutzenden von Gruppen besetzter Festzug gleich zweimal über die Hauptstraße bewegte.
Die meisten Spiegelauer hatten sich dazu in historische Gewandung geworfen, schleppten Kind und Kegel teils in kleinen Leiter- und Heuwägelchen mit. Besonderes Augenmerk war auf die Falkner- und Geiergruppe der Familie Kubitscheck aus Neuschönau, auf die Ritter und Fechter und das ländliche Volk in historischen Kostümen gerichtet.
Den besondern Glanz des Festzugs machten auch diesmal die prächtigen Gespanne mit ihren bärtigen Fuhrleuten, mit Talerschimmeln und Rappen und die mit klingendem Spiel durch den Ort ziehenden Spielmannszüge aus.
Gemeinderat Siegfried Klante und Max Kölbl vom gleichnamigen Ilztal-Reiter-Hof in Unterhüttensölden hatten erstmals extra für den Umzug ein eigenes Panduren-Reiterheer aufgestellt und der Beifall für ihre Eskorte war ihnen dafür sicher.
Doch was wäre das heuer zum 17. Male stattgefundene Historienspiel ohne jene Leute, die den Straßenrand mit der Vorführung alter Handwerkskunst und dem Handel von Erinnerungsgeschenken beleben ? Wohl nur eine halbe Sache ! Und da das Bummeln durch eine so erinnerungsreiche Zeitgeschichte hungrig und vor allem durstig macht, nutzten die Spiegelauer Gastronomen wie auch Vereine die Gunst der Stunde und setzten sämtlich Garküchen in Gang, um das Heer der Darsteller wie Schaulustigen mit Zelten und Bratwürsten, mit Kartoffelschmarrn und Hähnchen zu verköstigen.
Und dazu schmeckten natürlich das von der Klingenbrunner Stangl-Privatbrauerei eigens eingebrauchte Panduren-Dunkelbier, der Panduren-Wein und die besonderen Liköre des Apothekers Sepp Kreutner, die auch als männliche Stärkungsmittel empfohlen wurden, besonders gut.
Und weil's Wetter gestern gar so schön war, blieben diesmal die Gäste noch länger als sonst, genossen ein Sommerfest, das nicht bunter und erlebnisreicher hätte sein können.

 

PNP vom Samstag, 13. Juli 2002   Lokalteil Grafenau
Umgestaltung der Hauptstraße geht heuer weiter
Spiegelau. Bauabschnitt II der Städtebauförderung zwischen Gasthof Genosko und Einmündung des Josef-Schuster-Steiges                                                                         Von Ursula Langesee

Blick auf Spiegelau (Foto:Binder)Drei Jahre haben die Baumaschinen bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt geschwiegen. Noch heuer werden sie wieder aktiv, wenn mit dem Bauabschnitt II der Städtebauförderung zwischen Gasthof Genosko und der Einmündung des Josef-Schuster-Steiges begonnen wird. Bis zur Winterpause soll die Infrastruktur mit Kanälen, Stromleitungen und Erdgasanschlüssen stehen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stimmte das Gremium einmütig der Planung zum Umbau zu. Die Verwaltung ist mit der Ausschreibung beauftragt. Jetzt ist am 18. Juli noch einmal eine Anliegerversammlung und wenn alles glatt läuft, kann nach den Handwerkerferien Mitte August mit dem Bauabschnitt II zwischen dem Gasthof Genosko und der Einmündung des Josef-Schuster-Steiges begonnen werden. "Wir versuchen bis zum Winter die Infrastruktur zu schaffen. Der Abwasserkanal muss vollkommen erneuert werden, das Regenwasser wird separat über Gullys und Sinkkästen in die Schwarzach geführt. Die bisherige Straßenentwässerung über Seiteneinläufe hat nicht funktioniert. Außerdem werden Elektroleitungen verlegt und Erdgasanschlüsse geschaffen, weil die Nachfrage nach dieser sauberen Energie immer größer wird", erklärt Bürgermeister Josef Luksch. In Vorgesprächen mit Bahn, Telekom, Straßenbauamt und Ferngas Nordbayern wurden die Zeitabläufe für diese "konzertierte Aktion" festgelegt. "Es soll alles möglichst Hand in Hand gehen, damit keine unnötigen Pausen entstehen", wünscht sich Luksch. Zur Verkehrsführung während der Bauzeit wird auf Ampelschaltung verzichtet. Die Baustelle wird einbahnig angelegt, so dass die Hauptstraße in einer Richtung noch zu befahren ist und der Durchgangsverkehr in der Gegenrichtung über die Schulstraße ausweichen kann. Schwerverkehr über 7,5 Tonnen wird großräumig umgeleitet.
Die Tiefbauarbeiten werden über den Winter mit einer Bitumen-Schicht abgeschlossen, damit der Winterdienst ungehindert fahren kann. Im Frühjahr sollen dann die Arbeiten an der Hauptstraße so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. Dann geht es an die optische Gestaltung. Die Asphalt-Fahrbahn wird von jetzt über sieben Meter auf 6,50 Meter verengt und dadurch mehr Platz für gepflasterte Gehwege und Längsparkplätze geschaffen. Wo es möglich ist, werden Bäume gepflanzt.
Besonders froh ist Bürgermeister Luksch darüber, dass durch die Sanierung mehr Schutz für die Fußgänger entlang der Staatsstraße vorgesehen ist. "Bei der Einmündung des Josef-Schuster-Steiges wird ein Zebrastreifen angelegt. Nicht gepflastert, sondern mit schwarzen und weißen Bitumen. Und zwischen der Metzgerei Hüttinger und dem Parkplatz der Kristallglasfabrik kommen eine Querungshilfe und eine Bushaltestelle hin."
1972 ist die Ortsdurchfahrt rein für den fließenden Verkehr gebaut worden, der mit täglich 4200 Fahrzeugen, darunter 500 Schwerlastern, sehr intensiv ist. Jetzt bekommen die Fußgänger an neuralgischen Punkten die Möglichkeit, die stark befahrene Staatsstraße relativ sicher zu überqueren. Im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Hauptstraße hat die Gemeindeverwaltung mit dem Straßenbauamt Passau eine Vereinbarung getroffen, wonach das Straßenbauamt die Kosten für das Aufbringen der Verschleißschicht übernimmt.

 

PNP vom Freitag, 12. Juli 2002   Lokalteil Grafenau    Gemeinderat Spiegelau
Neue Jugendbeauftragte
des Gemeinderates Spiegelau sind Beate Rolli (FW) und Daniela Stern (CSU). Sie wurden einstimmig gewählt.
Einstimmig billigte der Gemeinderat den Entwurf zur Ergänzungssatzung Langdorf. Er sieht sechs Parzellen zwischen 484 und 1600 Quadratmetern und ökologische Ausgleichsflächen vor.
Mit 176 000 Mark Verlust schließt nach den Angaben des Kommunalen Prüfungsverbandes die Jahresrechnung 2000 für das Wasserwerk Spiegelau. Die Ertragslage hat sich um 143 000 Mark verschlechtert. Gründe für das Defizit sind vor allem höhere Personalkosten durch das vom Eichamt vorgeschriebene Auswechseln von 800 Wasserzählern, zeitaufwändige Rohrbruchsuchen und Investitionen. (ul).

 

PNP Grafenauer Anzeiger vom 14. Juni 2002: Aus dem Gemeinderat Spiegelau

Stellvertreter des Bürgermeisters vereidigt
An dem Protokoll der vergangenen Sitzung hatte Gemeinderat Erhard Wawrzek (FW) auszusetzen, dass die dort niedergeschriebene Vereidigung der beiden Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Zettl (CSU) und Elke Proßer-Greß (SPD) nicht stattgefunden habe. Bürgermeister Josef Luksch wies darauf hin, dass die beiden ja schon als Gemeinderäte ihren Schwur geleistet hätten. Dies ließ Wawrzek jedoch nicht gelten und drängte auf die protokollierte Vereidigung, die schließlich nachgeholt wurde.

Antrag für LF 8/6 Allrad auf den Weg gebracht
Zum Fahrzeugkonzept der Feuerwehr Spiegelau verlas Bürgermeister Luksch eine Stellungnahme der Regierung von Niederbayern, in der als Ersatz für das 25 Jahre alte Löschfahrzeug LF 8 ein LF 8/6 Allrad vorgeschlagen wird. "Damit haben wir in allen drei Gemeindeteilen wieder die selben Löschfahrzeuge stehen", bedauerte der Bürgermeister, aber in dem Schreiben heißt es weiter, dass ein LF 8/6 zur "Grundausstattung der Feuerwehr" gehöre.
Auch Gemeinderat Siegfried Klante (CSU) merkte an, dass sich der Fuhrpark der drei Feuerwehren Spiegelau, Oberkreuzberg und Klingenbrunn möglichst ergänzen sollte. Da nicht mehr lange diskutiert werden kann, weil eine Ersatzbeschaffung dringend notwendig ist, einigte sich das Gemeindegremium einmütig darauf, den Zuwendungsantrag für das vorgeschlagene LF8/6 Allrad auf den Weg zu bringen. Über die Beladungsliste müssen sich später die Kommandanten der Feuerwehren einig werden.
In diesem Zusammenhang erwähnte Luksch, dass die Regierung von Niederbayern die Pauschalzuwendungen für Feuerwehren auf 1334 Euro pro Jahr gestutzt habe. Davon müsste sämtliches Feuerwehrmaterial, außer Fahrzeuge, beschafft werden.

Kommandanten bestätigt
In der Dienstversammlung der Feuerwehr Klingenbrunn ist Josef Kern zum Kommandanten und Franz Stern zu seinem Stellvertreter gewählt worden. Der Gemeinderat bestätigte die beiden in ihrer Funktion.

Anlagebände liegen aus
Die Entwürfe zu den Nationalparkplan-Anlagebänden "Forschung" und "Arten- und Biotopschutz" liegen noch eine Woche zur Einsicht und Stellungnahme im Rathaus auf. Bisher seien keine Einwände erhoben worden, sagte Luksch. Der Gemeinderat hatte auch keine Bemerkungen zu den Anlagebänden.

Stützmauer muss saniert werden
Nach 32 Jahren muss die Stützmauer an der Riedlhütter Straße saniert werden. Notwendig ist auch ein Geländer. Für ein Angebot hatte das Architekturbüro Heinrich Scholz sieben Firmen angeschrieben, zwei haben sich gemeldet. Die Günstigste ist die Firma Apfelbacher mit einer Angebotssumme von 7622 Euro.

Jugendbeauftragte bestimmen
3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß forderte die Fraktionen auf, wieder Jugendbeauftragte zu benennen. Sie sei als einzige in dieser Funktion vom alten Gemeinderat übriggeblieben. Sie wollte wissen, ob sich am äußeren Erscheinungsbild des Jugendtreffs "Flash" im alten Feuerwehrhaus was ändern werde. Das wurde von Bürgermeister Luksch bejaht.
Mit den jungen Leuten in der Gemeinde hatte auch die Anfrage von Anton Seibold (CSU) zu tun. Ihn interessierte, wie weit die Idee von einer Anlage für Inline Skater gediehen sei. Luksch sagte dazu, dass er vor den Ferien mit den Jugendlichen noch einen Termin vereinbaren wolle. Dabei wird er ihnen vorstellen, wieviel die Sache kostet. (ul).

 

PNP Grafenauer Anzeiger vom 11. Juni 2002: Lokalteil Grafenau
Zeitungsartikel: flash

Initiative "Flash" wählt Vorstand
Verein verantwortlich für Leitung des Jugendtreffs
Spiegelau (hoe). Seit rund fünf Monaten gibt es im Alten Feuerwehrhaus in Spiegelau den Jugendtreff "Flash". Um nun einen rechtlichen Rahmen für die Organisation des Jugendtreffs zu schaffen und Rechte und Pflichten der Beteiligten genau festzulegen, wurde bereits im April der Verein "Jugendinitiative Flash Spiegelau" gegründet.
Das ehemalige Jugendforum hat sich durch die Gründung der Jugendinitiative aufgelöst. Zu den Hauptaufgaben des neuen Vereins gehört die Leitung des Jugendtreffs und die Organisation und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen für Jugendliche. Mitglied kann jeder ab 14 Jahren werden. Der Vereinsvorstand ist außerdem zum Verwalten des Haushalts und zum Erstellen eines Haushaltsplans verpflichtet.
Der Vorstand der Jugendinitiative setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Stefan Riedl; 2. Vorsitzender: Thomas Jachmann; Schriftführer: Manfred Halser; Kassier: Martin Biebl; Beisitzer: Isabella Beck, Andreas Scheibenzuber, Thomas Zettl, Simon Schmid; Kassenprüfer: Fritz Riedl, Hildegard Riedl. 19 Mitglieder sind auf der Gründungsversammlung in den Verein eingetreten.
Vorgesehen ist, dass der Verein mit der Gemeinde Spiegelau einen Überlassungs- und Nutzungsvertrag abschließt. Mit dieser Vereinbarung übernimmt der Verein die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Ablauf im Jugendtreff.
Im Gegenzug stellt die Gemeinde die Räumlichkeiten im Alten Feuerwehrhaus unentgeltlich zur Verfügung und übernimmt die Kosten für Bauunterhalt, Reparaturen und Wartungen. Dem Überlassungsvertrag muss aber erst noch der Gemeinderat auf seiner übernächsten Sitzung Mitte Juli zustimmen.
Beim jüngsten Treffen der Jugendinitiative Flash hat Kreisjugendpfleger Franz Throner die Jugendlichen aufgefordert, etwas zu unternehmen, um die zu hohen Besucherzahlen an den Wochenenden zu reduzieren. "Dies soll kein Landkreisjugendtreff werden. Mit einer Aufsicht über 60 bis 80 Leute seid ihr auf Dauer überfordert", sagte Throner.
Als Möglichkeiten hierzu regte er eine Einlassbegrenzung oder eine Reduzierung der Tage an, an denen das Jugendzentrum geöffnet ist. Außerdem erinnerte Throner die Jugendlichen daran, dass es auch zu ihren Aufgaben gehöre, "nach außen in die Gemeinde zu wirken.
Als mögliche Aktivitäten in diesem Bereich schlug er vor ein Ferienprogramm für Kinder zum Beispiel mit Badefahrten oder einem Ausflug zum Naturparkhaus in Zwiesel.
 

 

Der neue Gemeinderat     2. und 3. Bürgermeister
Bild links: Der neue Spiegelauer Gemeinderat bei der konstituierenden Sitzung.
Bild rechts: 2. Bürgermeister Kurt Zettl und 3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß (Fotos: Beiler)

PNP Grafenauer Anzeiger vom 11. Mai 2002: Lokalteil Grafenau

Spiegelau hat zwei neue Bürgermeister-Vertreter
Kurt Zettl und Elke Proßer-Greß wurden auf der konstituierenden Gemeinderatssitzung gewählt
Spiegelau (hoe). Kurt Zettl (CSU) ist einstimmig zum neuen 2. Bürgermeister von Spiegelau gewählt worden. Auf die neue 3. Bürgermeisterin Elke Proßer- Greß (SPD) entfielen 13 Stimmen - 4 Gemeinderäte votierten für Ludwig Schopf (Freie Wähler).

 Vor der Wahl der neuen Bürgermeister-Vertreter hatte der 1. Bürgermeister Josef Luksch die Vereidigung der sechs neuen Gemeinderäte - Daniela Stern, Alois Loibl und Peter Hinterberger (alle CSU), Beate Rolli (FW) sowie Günter Schmid und Ernst Ertl (beide SPD) - vorgenommen.
 Anschließend votierte der Gemeinderat einstimmig für den Erlass einer neuen Geschäftsordnung für den Gemeinderat Spiegelau sowie für eine Satzung zur Regelung der Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrecht. Die neue Geschäftsordnung sieht unter anderem die Bildung eines Ferienausschusses vor, der in Vertretung des Gemeinderates in der Urlaubszeit Entscheidungen zu bestimmten, dringenden Vorhaben treffen kann.
 Den Schlusspunkt der Sitzung bildete die Besetzung der Gemeindeausschüsse und der Zweckverbände. Die Sitzverteilung in den Gremien setzt sich wie folgt zusammen: Finanzausschuss: Hermann Eisch, Ernst Ertl (beide SPD), Alois Loibl und Kurt Zettl (beide CSU), Beate Rolli (FW); Bauausschuss: Georg Friedl, Erich Bachmann (beide SPD), Kurt Zettl und Daniela Stern (beide CSU), Ludwig Schopf (FW); Ferienausschuss: Hermann Eisch, Georg Friedl, Anton Seibold (CSU), Kurt Zettl, Erhard Wawrzek (FW); Wirtschaft- und Touristikausschuss: Elke Proßer- Greß, Erich Bachmann, Peter Hinterberger und Siegfried Klante (beide CSU), Ludwig Schopf; Pandurenausschuss: Erich Bachmann, Ernst Ertl, Peter Hinterberger, Siegfried Klante, Beate Rolli. Anton Seibold wurde mit 12 Stimmen zum Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschuss gewählt. Die restlichen fünf Stimmen entfielen auf den Gegenkandidaten Erhard Wawrzek von den Freien Wählern. Als weitere zukünftige Ausschussmitlieder wurden von ihren Fraktionen benannt: Günter Schmid, Hermann Eisch, Siegfried Klante, Alois Loibl und Erhard Wawrzek.
 In die Zweckverbände wurden neben Bürgermeister Josef Luksch, der in jedem Verband einen Sitz hat, folgende Gemeinderatsmitglieder entsandt: Schulverband: Elke Proßer-Greß, Peter Hinterberger und Anton Seibold; Zweckverband Rachelwasser: Georg Friedl, Hermann Eisch, Anton Seibold, Siegfried Klante; Zweckverband Obere Ilz: Hermann Eisch, Kurt Zettl; Zweckverband Nationalparkgemeinden: Erich Bachmann, Peter Hinterberger; Zweckverband Klärwerk Spiegelau: Georg Friedl, Günter Schmid, Kurt Zettl, Anton Seibold.
 

 

PNP Grafenauer Anzeiger vom 20. April 2002: Aus dem Gemeinderat
Gemeinderat verabschiedet
S
piegelau (ul). Bei der letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode verabschiedete Bürgermeister Josef Luksch (3. v .1. ) sechs Gemeinderäte, dankte für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und Überreichte Urkunden und Glasbilder von Klaus Büchler. Als einzige ausscheidende Gemeinderätin bekam Hildegard Riedl zusätzlich einen Blumenstrauß. Sie war sechs Jahre im Gemeindegremium. Zwei Jahre Gemeinderat war Norbert Kempe (3.v.r.), zwölf Jahre waren Hans Damböck (2.v.I.) und Georg Schiller (r.) dabei. Schon etwas schwer fiel Bürgermeister Luksch der Abschied von den beiden ,,30-jährigen" Kurt Weber (2.v.r.) und Georg Münsterer (I.). "Kurt, ich werde Deine wissenden Fragen vermissen und bei Dir, Georg, Deine oft verwendete Einleitung: 'Meine Herren, die Rechtslage ist doch so...,', sagte er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. (Foto: Langesee)

Aus dem Gemeinderat Spiegelau

Überörtlicher Hinweisauf Spiegelau
In vorausgegangenen Sitzungen war vom Gemeindegremium gewünscht worden, auf überörtlichen Straßen Schilder anzubringen, die nach Spiegelau bzw. ins Industriegebiet Oberkreuzberg-Süd, Mühlberg, verweisen. Bürgermeister Josef Luksch trug das Schreiben des Landratsamtes vor und machte den Vorschlag, am Kreuzungspunkt B 85/Richtung Industriegebiet Schönberg eine Beschilderung für Spiegelau und Oberkreuzberg anzubringen und gleichzeitig die Änderung des Fernzielverzeichnisses zu beantragen.

Forsthaus kommt auf Denkmalliste
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege teilte der Gemeinde mit, dass das ehemalige Forstamtsgebäude in der Schulstraße in die Denkmalliste eingetragen wird. Es war zuletzt das Wohnhaus von Dr. Hans Bibelriether, dem früheren Leiter der Nationalparkverwaltung. Nun plant die Bezirksfinanzdirektion, das Haus zu verkaufen.

Sondergebiet "Ferienhaus"
Architekt Heinrich Scholz hat im Auftrag von Florian Macht die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplanes für das Grundstück Nr. 66 der Gemarkung Klingenbrunn beantragt. Auf den 21 000 Quadratmetern soll ein "Sondergebiet Ferienhaus" entstehen. Der Gemeinderat hatte nichts auszusetzen.

Name für Multifunktionsfläche
Die Gemeinderäte waren aufgerufen, für die Multifunktionsfläche vor der Tourist-Information einen Namen zu finden. Bürgermeister Josef Luksch machte den Vorschlag, den Platz nach dem alten Flurnamen "Am Vergolderriegel" zu nennen. Weitere Ideen kamen von Hans Damböck: "Waldbahnplatz", Ludwig Schopf: "Wilsdorf- Platz", Erhard Wawrzek: "Platz am Vergolderriegel", Norbert Kempe: "Waldbahnplatz am Vergolderriegel". Nur sollte der Namen nicht zu lang werden, deshalb blieb es schließlich bei dem ersten Vorschlag "Am Vergolderriegel".

Dank an Feuerwehr Klingenbrunn
In einem Schreiben an die Gemeinde bedankt sich Polizeihauptkommissar Ernst Vitzthum, der Leiter der Grenzpolizeistation Spiegelau, bei der Feuerwehr Klingenbrunn für die "engagierte und vorbildliche Unterstützung bei der Verkehrsregelung, -sperrung und - umleitung am 25. Februar.

Anträge aus den Bürgerversammlungen
Der Gemeinderat behandelte die Anträge aus den Bürgerversammlungen in Spiegelau, Klingenbrunn und Oberkreuzberg.
Spiegelau: Der Antrag von Christine Schwiewagner auf Tempo 30 im Trosselweg wurde zurückgewiesen, weil hier sowie die Rechts-vor-links-Regelung gilt.
Adalbert Weinberger will, dass die Pflasterfugen zwischen Kristallglasfabrik und Sparkasse ausgegossen werden. Bürgermeister Luksch verwies auf eine Besprechung mit der Städtebauplanung am 16. Mai, wo auch dieses Thema zur Sprache kommen wird.
Max Schinabeck hatte beantragt, dass die Gemeinde die Schneeräumung auf privaten Wegen übernehmen soll, wie es in der Nachbargemeinde St. Oswald-Riedlhütte praktiziert wird. Da mehrere Klagen und Anfragen zur Schneeräumung bei den Bürgerversammlungen aufgetaucht sind, soll die Beseitigung der weißen Pracht Hauptthema einer Sitzung sein, die rechtzeitig vor dem nächsten Winter abgehalten wird. Dabei sollen auch die Erfahrungen der Gemeinde St. Oswald-Riedlhütte mit der Schneeräumung zur Sprache kommen. Auch der zweite Antrag von Max Schinabeck auf Errichtung einer Bahn- Haltestelle bei der Kristallglasfabrik wurde abgelehnt. Die Gemeindeverwaltung befürchtet Widerstände der Anlieger.
Heinz Schreib hat die Sanierung des Kurparkweges im Überschwemmungsgebiet auf einer Länge von zehn bis 15 Meter beantragt. Bei Hochwasser würden hier die Feinteile ausgeschwemmt. Luksch sagte zu, dass an dieser Stelle der Weg höher gebaut werden soll.
Zum Vorschlag, den alten Sportplatz mit Fräsgut zu befestigen, befürchtete der Gemeinderat, dass die Fläche zu stark versiegelt werden könnte.
Klingenbrunn: Als guten Vorschlag wertete das Gremium die Anregung von Alfons Schönberger, den Löschweiher Althütte auf ganzer Länge zu verrohren. Nicht möglich ist es dagegen, die Gewichtsbeschränkung Richtung Flanitzhütte aufzuheben. Erwin Auerbeck hatte dies beantragt, weil er mit seinem Langholz-Fuhrwerk weite Umwege fahren muss.
Weil von Christian Stadler und Josef Kern das Fahrzeug- Konzept der Feuerwehr in der Gemeinde kritisiert worden war, will es Bürgermeister Luksch am 29. April erneut besprechen. Gemeinderat Erhard Wawrzek schlug vor, alle Kommandanten der Ortsfeuerwehr dazu einzuladen.
Oberkreuzberg. Den katastrophalen Zustand der Straße nach Hirschschlag nach dem Anwesen Loderbauer hatten in der Bürgerversammlung Josef und Bernhard Blöchinger angemahnt. Der Bürgermeister will die Sanierung in das Deckenbauprogramm aufnehmen.
Bisher konnte kein neuer Platz für die Wertstoffinsel gefunden werden, die an der Ecke Kastanienallee/Ringstraße steht. Anlieger hatten sich über den Lärm beklagt, der beim Einwerfen von Glas und Blech entsteht, obwohl die Container lärmgedämmt sind. Nun bittet der Bürgermeister Ortskundige, nach Alternativ-Standplätzen Ausschau zu halten.

Neue Ortsschilder gewünscht
Gemeinderat Siegfried Klante regte an, an den Ortseingängen von Spiegelau neue Ortsschilder aufzustellen. Die alten seien schon schief und unansehnlich. Gemeinderat Kurt Zettl klagte, dass der "Frühjahrsputz" in der Gemeinde nach dem strengen Winter zu spät begonnen wurde und deshalb Urlauber in das schon sauberere Frauenau abgewandert sind. (ul).

 


PNP Grafenauer Anzeiger vom Montag, 6. Mai 2002 Lokalteil Grafenau

Eröffnung der Nationalpark- und GästeinformationEs lässt sich ganz gut stehen auf dem ehemaligen Bahngleis der Waldbahn: (von rechts) Spiegelaus Bürgermeister Josef Luksch, Landrat Alexander Muthmann, Nationalpark-Chef Karl Friedrich Sinner, Kreisarchivar Christian Binder und Ministerialdirektor Dr. Gerhard Schreyer beim Rundgang durch die neue Nationalpark- Informationsstelle in Spiegelau.
(Foto: Hoeren)

Nationalpark-Infostelle in Spiegelau eröffnet
Neue Einrichtung informiert über Nationalpark- Attraktionen - Ausstellung über Geschichte der Waldbahn im Obergeschoss
Von
Hans-Peter Hoeren

Spiegelau
. Die Gemeinde Spiegelau ist um eine Attraktion reicher: Vergangenen Freitag wurde in der ehemaligen Sägewerksschule in Anwesenheit des Leiters der Bayerischen Staatsforstverwaltung, Ministerialdirektor Dr. Gerhard Schreyer, des neuen Landrats Alexander Muthmann und von Nationalpark-Chef Karl Friedrich Sinner die neue Nationalpark- Informationsstelle eröffnet.
  Diese wird ebenso wie die im November 2001 eingeweihte Nationalpark-Informationsstelle in Mauth gemeinsam von der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde betreut. Die Kosten für Umbau und Renovierung sowie für Neueinrichtungen und Ausstellungen betrugen 1,33 Millionen Euro.
  Die Hauptaufgabe der neuen Einrichtung besteht darin, die Besucher auf die Attraktionen des Nationalparks und auf wichtige Anlaufpunkte wie das "Hans-Eisenmann-Haus" oder das bei Ludwigsthal entstehende "Haus der Wildnis" aufmerksam zu machen.
  Neben einem Einblick in die Spiegelauer Ortsgeschichte erinnert eine Ausstellung im Obergeschoss des Hauses an die historische Bedeutung der ehemaligen Spiegelauer Waldbahn, deren Betrieb in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eingestellt wurde.
  In seiner Rede anlässlich der Eröffnung der Nationalpark-Informationsstelle - die von der "Regener Lehrermusi" musikalisch umrahmt wurde - lobte Ministerialdirektor Dr. Gerhard Schreyer die vorbildliche Konzeption der Einrichtung, die es den Gästen ermögliche, sowohl "touristisch durch die Mitarbeiter des Fremdenverkehrsamtes Spiegelau informiert und beraten zu werden" als auch Informationen über den Nationalpark zu erhalten.
  "Die Gemeinde Spiegelau, die ganz wesentlich vom Tourismus lebt, hat damit wieder einen wesentlichen Schritt in ihrer touristischen Entwicklung nach vorne getan", sagte Schreyer. Mit Blick auf das Thema der neu eingerichteten Ausstellung erinnerte der Leiter der Bayerischen Staatsforstverwaltung an die zentrale Bedeutung der Waldbahn für die Entwicklung der Gemeinde Spiegelau.
  Landrat Alexander Muthmann bezeichnete die neue Einrichtung als eine zentrale Infrastruktureinrichtung für den gesamten Landkreis. "Es gilt alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Tourismus weiter nach vorne zu bringen. Das ist mit dieser Einrichtung eindrucksvoll gelungen", beglückwünschte Muthmann die Verantwortlichen.
  Nationalpark-Chef Karl Friedrich Sinner hob die zügige Umsetzung des Projektes hervor, die Maßstäbe gesetzt habe. "Mit dieser gemeinsamen Einrichtung haben wir wieder ein Stück Netzwerk zwischen Nationalpark und Nationalparkgemeinde geschaffen", betonte Sinner.
  "Das neue Gebäude und der ihm vorgelagerte Vorplatz sind sehr wichtig für die Ortsentwicklung und Umgestaltung eines typischen Straßendorfes wie Spiegelau, dem es an zentralen Plätzen mangelt", meinte Bürgermeister Josef Luksch. Den Vorplatz könne man für verschiedenste Zwecke nutzen, zum Beispiel für Maibaumfeiern oder Flohmärkte.
  Beim anschließenden Rundgang konnten sich die Besucher einen ersten Eindruck von den neuen Räumlichkeiten verschaffen. Besonders beeindruckend waren hierbei die Ausstellungs-
räumlichkeiten im Obergeschoss. Ein Gleis der ehemaligen Waldbahn umgeben von Schotter-
steinen durchzieht nahezu die gesamten Räume. Schwarzweiß-Fotos erinnern an die Anfänge der Waldbahn. Das Ganze wird ergänzt durch Vitrinen, in denen Werkzeuge und alte Bahn-
Schwellen ausgestellt sind. Der dazugehörige Medienraum, in dem künftig Filmvorführungen stattfinden sollen, wird in Kürze fertiggestellt sein.

Das einzige was der neuen Informationsstelle noch fehlt: Gottes Segen - der örtliche Pfarrer war am Tag der Einweihung terminlich verhindert. Dies soll aber in Kürze nachgeholt werden. Die Informationsstelle und die dazugehörige Ausstellung über die Geschichte der Waldbahn können aber trotzdem ab sofort besucht werden.

 

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