Archiv
Lokalteil Grafenauer Anzeiger von Juli bis Dezember 2003

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 27.12.2003
AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU
Jahresrechnung 2003 wird abgewartet
Das Landratsamt genehmigte die in der Haushaltssatzung 2003 vorgesehene Kreditaufnahme nur mit der Auflage, die Kanalgebühren anzuheben.Doch bevor darüber diskutiert wird, schlug Bürgermeister Josef Luksch bei der letzten Sitzung in diesem Jahr vor, erst die Jahresrechnung 2003 abzuwarten.
Werden Grund- und Gewerbesteuer erhöht?
Die Genehmigung der Kreditaufnahme für den Haushalt 2003 war zudem an die Bedingung geknüpft, die Realsteuerhebesätze für Grundsteuer B und die Gewerbesteuer anzupassen. Nach Kämmerer Ludwig Friedl sind bei den beiden Steuern durchaus noch Einnahmereserven vorhanden. Die Grundsteuer B wird in Spiegelau mit 300 % berechnet, die Gewerbesteuer mit 305 %. Der Landesdurchschnitt liegt bei der Grundsteuer B bei 303 %, im Landkreis gelten 312 %. Bei der Gewerbesteuer ist der Landesdurchschnitt bei 320 %, der Landkreisdurchschnitt bei 326 %. Friedl hat einige Beispiele mit den derzeitigen Messbeträgen durchgerechnet. Steigert man die Grundsteuer B auf 310 % und die Gewerbesteuer auf 320 % käme man auf jeweils
10 000 Euro mehr in der Kasse.
„Wegen 20 000 Euro den Betrieben und Hausbesitzern weh tun, da kann ich nicht zustimmen", äußerte sich Gemeinderat Ludwig Schopf (Freie Wähler). „Können wir nicht woanders sparen?" Das ist die große Frage, die jetzt bis Ende Januar beantwortet werden soll. Nach einem Vorschlag von Gemeinderat Siegfried Klante soll versucht werden, die 20 000 Euro woanders einzusparen. Gelingt es nicht, müssen die Steuern erhöht werden. Das Gremium einigte sich einstimmig darauf, bis Ende Januar Sparvorschläge zu erarbeiten.

Jahresrechnung 2002 geprüft
Nichts wesentliches auszusetzen hatte Anton Seibold als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses zur Jahresrechnung 2002. Er dankte seinen Mitprüfern und der Verwaltung für die korrekte Abwicklung der Prüfung. Einziger Vorschlag: die Ausgaben für das jährliche Pandurenfest sollen auf 5000 Euro gedeckelt werden. Die Jahresrechnung wurde einstimmig angenommen.
Weg für Wohnhausbau geebnet
Wegen der Eigenheimzulage, die ab nächstem Jahr um 30 % gekürzt wird, hat der Gemeinderat noch einen Bauantrag in seine letzte Jahressitzung aufgenommen. Martin Keller will auf einem Grundstück in der Gemarkung Klingenbrunn, das jetzt noch eine Pferdekoppel ist, ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage bauen. Dazu muss die Ergänzungssatzung Althütte auf Kosten des Bauwerbers erweitert werden. Der Gemeinderat stimmte einmütig zu.(ul)

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 23.12.2003
Mit Kirchenkonzert auf Weihnachten eingestimmt
Spiegelau (js). Um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen, folgten zahlreiche Besucher der Einladung von Pfarrer Hubert Gerstl zu einem Chorkonzert in der Pfarrkirche in Spiegelau. Gerade an Weihnachten sei es wichtig, sich darauf zu besinnen, was sich der Mensch nicht mit Geld kaufen könne. Unbezahlbar seien Liebe, Gesundheit, Glück, Freundschaft, Vertrauen und dass Gott einer von uns geworden ist, so Pfarrer Gerstl. Das Weihnachtskonzert stand unter dem Motto "Singt von der Liebe der Heiligen Nacht". Die Mitwirkenden, die Kirchenchöre von Spiegelau und Riedlhütte, die Männerchöre von Spiegelau und St. Oswald, der Kinder- und Jugendchor von Spiegelau/Riedlhütte, der Chor "Singflut", die Instrumentalgruppe mit Bettina Scholz, Fredi Resch und Otto Öllinger, sowie Julia Stamm am E-Piano boten den Zuhörern einen musikalischen Genuss. Pfarrer Gerstl erzählte besinnliche Weihnachtsgeschichten. Die freiwilligen Spenden sind für die Kirchenrenovierung .

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 19.12.2003
Jubiläumsauftritt der „Lach mit uns“-Bühne, Premiere am 30. Januar
Spiegelau (ul). Seit zehn Jahren gibt die "Lach mit uns-Bühne" Vorstellungen in Spiegelau. Zu ihrem Jubiläum spielt sie die Komödie in vier Akten "Lügen über Lügen" von Walter G. Pfaus.
Dabei geht es um den Besuch der amerikanischen Erbtante bei dem kleinen Beamten Leo Filser. Bei ihrem Aufenthalt wird ihr fortwährend etwas vorgegaukelt. Das führt zu Verwirrungen am laufenden Band.
Das Theaterstück wird am 30. Januar, 1. Februar, 4. Februar, 6. und 7. Februar jeweils um 19.30 Uhr im Hartl-Saal gespielt. Darsteller sind: Peter Hinterberger, Josef Kreutner, Alois Loibl, Hans-Jürgen Loibl, Elisabeth Niedermeier, Eva Stöcker, Silvia Wernsdorfer und Bianca de Lattre. Die Regie führt Elisabeth Niedermeier.
Wer bereits vor Weihnachten eine Eintrittskarte besorgen oder verschenken möchte, hat morgen, Samstag, dazu Gelegenheit. Dann werden zwischen 10 und 12 Uhr die Tickets im Tourist-Infozentrum verkauft. Der offizielle Kartenvorverkauf beginnt am 12. Januar im Tourist-Infozentrum.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 29.11.2003

Bürgermeister Josef Luksch als SPD-Ortsvorsitzender bestätigt
Stellvertreter sind Hermann Eisch und Georg Schiller
Spiegelau (frk). Die Neuwahlen der Vorstandschaft standen im Mittelpunkt der Generalversammlung des SPD-Ortsvereins der Gemeinde Spiegelau. Bürgermeister Josef Luksch wurde als 1. Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Als seine Stellvertreter fungieren Hermann Eisch und Georg Schiller.            .
Bei einem Rückblick auf das Vereinsjahr wurden noch einmal das erfolgreich abgehaltene Schafkopfrennen, die Mitgliederversammlung mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Axel Scherzer, das Volksfest mit Ehrengast Franz Maget sowie die Beteiligung an der Rama-Dama-Aktion in der Gemeinde angesprochen.
Ein besonderer Erfolg sei die neu eingeführte Veranstaltung „Gvred gehört" gewesen. Dort sei mit Bürgermeister Josef Luksch und 3. Bürgermeisterin Elke Pros-ser-Greß effektiv über die Gemeindepolitik, den Ankauf des staatlichen Sägewerks, den Tourismus und die Erhaltung des Spiegelauer Freibads diskutiert worden.
Weitergeführt werden soll im kommenden Jahr auch der Herbstball, der in diesem Jahr zum ersten Mal mit großem Erfolg abgehalten worden war.
Die anschließend abgehaltenen Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Josef Luksch, stellvertretende Vorsitzende sind Hermann Eisch und Georg Schiller. Als Kassier bestätigt wurde Johann Süß. Schriftführer bleibt Peter Friedl.
Zu Beisitzern gewählt wurden Walter Eisch, Günter Schmid, Kurt Weber, Alfred Schwarz und Petra Wilhelm.
Dem Organisationsteam gehören an Erich Bachmann (Leiter), Georg Neumaier und Andreas Schmid.
Als Kassenprüfer bestellt sind: Erich Friedl und Georg Münsterer Als Delegierte zur Nominierung der Kandidaten für Europawahl werden entsandt: Alfred Schwarz und Andreas Schmid; Ersatzdelegierte sind Erich Bachmann und Georg Münsterer.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 25.11.2003
Kristallglasfabrik-Trinkgläser sind bei Gourmets in der ganzen Welt beliebt
Regierungspräsident besichtigt Kristallglasfabrik — Unternehmen macht 135 Mio. Euro Umsatz
von Claudia Winter
Frauenau/Spiegelau. Die Kristallglasfabrik Spiegelau GmbH ist ein international bekannter Hersteller von Trinkgläsern aus Kristallglas und gehört nach eigenen Angaben zu den Marktführern der Branche. Im Werk Frauenau stehen 140 Mitarbeiter für höchste Qualität. Davon konnte sich Regierungspräsident Dr. Walter Zitzelsberger bei einer Betriebsbesichtigung überzeugen. Die Kristallglasfabrik Spiegelau GmbH mit den Werken Spiegelau und Frauenau gehört zur Gruppe der Nachtmann AG, ebenso wie die Nachmann GmbH mit Werken in Riedlhütte, Weiden und Amberg. Insgesamt sind bei der Nachtmann AG 1750 Mitarbeiter beschäftigt.
Im Werk Frauenau wurde 1998 eine zweite Produktionsstraße eröffnet. Damals wurden 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Stand von 140 Personen konnte seitdem mit geringfügigen, saisonbedingten Schwankungen gehalten werden. 1970 hat Spiegelau das Werk in Frauenau, die ehemalige Gistl-Hütte, gekauft und 20 Jahre später wurden beide Werke von der Nachtmann AG übernommen.
Der Regierungspräsident besichtigte bei seiner obligatorischen Informationsfahrt durch den Landkreis Regen unter anderem das Werk in Frauenau. Er war sehr beeindruckt von der Reinheit und Eleganz der maschinengefertigten Gläser. "Ich habe schon viele Glasöfen gesehen, aber noch nie eine Maschinenfertigung", räumte er beim Gang durch die heißen Produktionshallen ein. Überrascht zeigte sich Zitzelsberger auch vom enormen Lager des Werkes. 10 Millionen Kelche stehen dort auf Vorrat.
Zur Besuchergruppe gehörten: Gattin Margit Zitzelsberger, Günther Keilwerth, Chef der Abteilung Wirtschaftsförderung der Regierung von Niederbayern, Landrat Heinz Wölf, Wirtschaftsreferent Johannes Müller vom Landratsamt und Frauenaus 2. Bürgermeister Herbert Schreiner.
Nach der Betriebsbesichtigung nahmen sich die Besucher noch Zeit für ein Gespräch mit der Firmenleitung. Ausführliche Informationen erhielten sie dabei von Vorstandsvorsitzendem und Gesellschafter Walter Frank, dessen Stellvertreter im Vorstand der Nachtmann AG Klaus Götz, Johann Nagl und Siegfried Klante, beide Geschäftsführer der Spiegelau GmbH und Werksleiter in Frauenau Gerhard Gigl.
Vorstand Walter Frank betonte, die Gläsermarke "Spiegelau" sei weltweit ein Synonym für funktionelle Gläser. "In den Top-Restaurants in Deutschland werden genauso Spiegelau-Gläser verwendet wie in berühmten Hotels rund um den Erdball. Zu den renommierten Kunden in der Kategorie der Grand-Hotels gehören zum Beispiel der Bayerische Hof in München und das Hotel Adlon in Berlin.
Spiegelau habe stets schwarze Zahlen geschrieben, erläuterte Walter Frank. Nach den Anschlägen vom 11. September sei man 2001 erstmals in den roten Bereich abgerutscht. So habe man beispielsweise in den USA einen Kunden mit 19 Millionen Euro Umsatz verloren. Mittlerweile hat sich das Unternehmen wieder gefestigt, der Umsatz liegt bei 134 Millionen Euro. 29 Millionen fallen dabei auf die Spiegelau GmbH.
Auf Anfrage von Günther Keilwerth erklärte Walter Frank, zehn Prozent des Umsatzes gehe auf den Touristenverkauf zurück. Das heißt im Klartext: 30 Beschäftigte in Spiegelau und Frauenau leben direkt von den Touristen. Künftige Investitionen sieht Frank vor allem in der Verbesserung der Qualitätskontrolle.
Landrat Wölfl fragte nach den Auswirkungen der EU-Osterweiterung. Der Wettbewerb sei schon seit Jahren da, erklärte Walter Frank. Für nächstes Jahr, wenn die Zollkontrollen wegfallen, erwartet Frank nochmals einen gewaltigen Schub, "der nach drüben geht". Mittlerweile drückten aber auch die Chinesen auf den Weltmarkt und in naher Zukunft werde es auch Gläser aus Iran geben. Für die Spiegelau GmbH ein weiterer Grund, verstärkt auf gleichbleibende hohe Qualität zu setzen. "Der Standort Frauenau ist nicht gefährdet", sicherte Frank zu, "denn hier gibt es hoch qualifiziertes Personal mit dem nötigen Know-how".

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 08.11.2003
Großes Interesse am Spiegelauer Freibad
Viele Zuhörer kamen zu Diskussionsrunde „Gred g´hert“
Spiegelau (ga). "Was passiert mit unserem Freibad?" war das zentrale Thema der Diskussionsrunde "Gred g´hert". Seit geraumer Zeit kursieren verschiedene Gerüchte über eine mögliche Schließung der 40 Jahre alten Anlage an der Waldschmidtstraße.
Wie vielen Bürgern dieses Thema wichtig ist, zeigt die Gründung des Fördervereins "Zum Erhalt des Spiegelauer Freibades". Rede und Antwort stand zu den Sachthemen die 3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß. Wichtig war ihr vor allem die Feststellung, dass es sich bei der Alternativmöglichkeit zur herkömmlichen technischen Sanierung um ein Naturbad handelt, das ebenfalls aufwendige Technik wie Pumpanlagen und Reinigungsvorrichtungen benötigt. Lediglich optisch soll der Eindruck einer Seenlandschaft erhalten werden. Proßer-Greß räumte ein, dass ähnliche Anlagen bei diesem "Jahrhundertsommer" mit einem Algenproblem zu kämpfen hatten. Dies wäre aber durch Erhöhung der Sauerstoffzufuhr und Einhaltung der empfohlenen Besucherzahlen in den Griff zu bekommen.
Der größte Vorteil eines Naturbades ist aber der gänzliche Ausschluss von Chemie. Besonders Familien mit Kindern würden dies besonders schätzen, zumal die Allergien und Hauterkrankungen immer mehr zunähmen.Die Gemeinderätin betonte, dass auch eine technische Sanierung überlegt und durchgerechnet werden müsse. Erfahrungswerte zeigen aber, dass mit den doppelten Kosten zu rechnen ist, wenn eine technische Lösung favorisiert würde. Auch eine Förderung dieser Lösung ist wenig erfolgversprechend. Hingegen konnten in Bezug auf die "Naturbadlösung" mehrere Fördermöglichkeiten aufgetan werden; ob diese allerdings erfolgreich sein werden, bleibt abzuwarten. Die erforderlichen Unterlagen sind auf jeden Fall bereits eingereicht.
Bürgermeister Luksch betonte, dass er auf jeden Fall größten Wert auf ein Finanzierungskonzept legt. "Am liebsten hätte ich gewartet, bis ich eine solide Finanzierung auf dem Tisch habe", so Luksch, "aber die Schließungsgerüchte zwangen mich, die Karten bereits jetzt auf den Tisch zu legen". Für die beiden Gemeindevertreter stand fest: Für welche Lösung sich die Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat nach eingehender Information bei Fachleuten auch entscheiden, das Freibad Spiegelau sollte in jedem Fall erhalten bleiben.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 25.10.2003
Ein bunter „Waidla-Abend“
Trachtenverein d‘Schwarzachtaler organisierte interessantes Programm
Spiegelau (ga). Bis auf den letzten Platz besetzt war die herbstlich dekorierte Galerie des Schnapsmuseums. Die "Trachtler" hatten zu einem gemütlichen Abend mit echter Volksmusik und Volkstanz geladen. Mit ihrem Einzug und anschließendem Tanz eröffneten die Kinder den Abend. Gruß- und Dankesworte sprach anschließend der erste Vorstand des Trachtenvereins d'Schwarzachtaler, Franz Brunnbauer. Nach einem weiteren Tanz der Kindertanzgruppe übernahm Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier die Moderation des Abends. Unterhaltsam und abwechslungsreich führte er durch das Programm. Zwischendurch gab er lustige Anekdoten sowie Bauernsprüche zum Besten und forderte das Publikum immer wieder zum Mitsingen einiger seiner bekannten Lieder auf. Die Spiegelauer Stub'nmusi begeisterte mit der "Wasserfall-Polka", dem "Schneelahner" sowie der "Polka für das Hackbrett".
Die drei Akkordeonspieler des Trachtenvereins Michael Brunnbauer, Christian Wistl und Franz Puchinger erfreuten das Publikum mit drei "Zwiefachen", diesmal in der Besetzung Gitarre, Kontrabass, Akkordeon. Auch der jüngste Akkordeonspieler des Vereins, Leopold Friedl, gab drei Kostproben seines Könnens, begleitet von Michael Brunnbauer auf der Gitarre. Gespannt erwartete das Publikum die Theaterdarbietung der Kinder, als sich diese in Mäuse verwandelten. Sie erhielten dann auch viel Applaus für ihre "Mäuseversammlung".
In dem reichhaltigen Programm durfte auch das Liedgut nicht fehlen, dem der "Dreigesang", bestehend aus Hilde Herzog, Ursula Kirchmeier und Regina Haban, Rechnung trug. Sie erfreuten mit "Lehrer, Katz' und Bettelleut" und dem "Schwammerllied". Ein besonderes Schmankerl dieses Abends bot Rosi Stadler, indem sie einige ihrer Mundartgeschichten vortrug. Viel Applaus ernteten die drei kleinen Sängerinnen Sandra Brunnbauer sowie Theresa und Christian Friedl, begleitet von Hilde Herzog an der Zither. Ihre Lieder "Kloa bin i, kloa bleib i", "Über'n Lusen her", Wos is heit für a Dog?" und "Seppei Regeggei" waren ein Ohren- und Augenschmaus. Sie beschlossen dann auch den zünftigen Abend mit "Hoam müaß ma geh" und alle zusammen sangen noch "Mir san vom Woid dahoam".
Ans Heimgehen wurde noch lange nicht gedacht, denn die Musikanten des Trachtenvereins unterhielten die Gäste noch bis weit zu vorgerückter Stunde, wobei sogar noch das Tanzbein geschwungen wurde.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 11.10.2003
Vor 25 Jahren wurde Oberkreuzberg zu einem Teil der Gemeinde Spiegelau
Ort war 160 Jahre lang eigenständig - Auszeichnungen bei „Unser Dorf soll schöner werden“
von Helmut Döringer
Spiegelau/Oberkreuzberg. Oberkreuzberg feierte zwar 1995 sein 700-jähriges Bestehen, die Selbstständigkeit als Gemeinde währte aber nur von 1818 bis 1978. Nach 160 Jahren der Eigenständigkeit wurde vor 25 Jahren Oberkreuzberg nach Spiegelau eingemeindet. Im Mai 1818 kam es zur Bildung der politischen Gemeinde Kreuzberg. Zu ihr gehörte auch der Steuerdistrikt Klingenbrunn mit dem Glashüttenort Spiegelau. Zum ersten Gemeindevorsteher, so die damalige Bezeichnung, wählten die Kreuzberger den Wagnermeister Josef Ertl. Ab 1870 trugen die Gemeindeoberhäupter dann offiziell die Bezeichnung "Bürgermeister".
Nach der Auflösung der kleinen Gemeinde Hungerberg im Jahr 1821, gehörte auch die Ortschaft Augrub zur Gemeinde Kreuzberg. Aufgrund der Siedlungsentwicklung um die Glashütten wurde 1833 Klingenbrunn zur selbstständigen Gemeinde erkoren. Bis zu diesem Zeitpunkt war das gesamte Gebiet der heutigen Großgemeinde Spiegelau, mit Ausnahme von Pronfelden, das zur Gemeinde St.Oswald gehörte, der Muttergemeinde Kreuzberg einverleibt.
Kreuzberg oder Oberkreuzberg? Es gab lange Zeit zweierlei Schreibweisen. Erst 1931 wurde offiziell "Oberkreuzberg" als Orts- und Gemeindename eingeführt. Nach dem Kriegsende 1945 setzten die Amerikaner zunächst David Bauer und dann Georg Schönberger kommissarisch als Bürgermeister ein. Mit Ferdinand Maier stand 1948 wieder ein gewählter Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde. Dieser musste aber 1954 sein Amt abgeben, nachdem es sich herausstellte, dass ein paar Quadratmeter seines Wohnhauses in Spiegelau-List - ein Teil der List gehörte damals zu Oberkreuzberg - auch auf dem Boden der Gemarkung Klingenbrunn lagen. Aufgrund der bestehenden Gesetze und der Gerichtsurteile musste der plötzlich im "Niemandsland" wohnende Bürgermeister letztlich seinen Stuhl räumen.
Einen Aderlass hatte die Gemeinde Oberkreuzberg 1963 zu verkraften. Nach einer Bürgerabstimmung verlor es den Spiegelauer Ortsteil "List". Das Gebiet umfasste rund 21 Hektar und war mit 53 Häusern bebaut, in denen 399 Personen lebten.
In den 160 Jahren der Selbstständigkeit hatte Oberkreuzberg eine ganze Menge erreicht: Eine eigene Schule wurde eingerichtet, die Pfarrei gegründet, eine Poststelle etabliert. 1911 bereits ist das Trinkwasser-Versorgungsnetz eingerichtet worden und 1925 wurde der Ort an das elektrische Stromnetz angeschlossen. Nicht zu vergessen sind auch die Erfolge, die man auf dem Sektor Fremdenverkehr zu verzeichnen hatte.
Die Gemeinde stand gesund da, als sie 1978 nach Spiegelau eingemeindet wurde, obwohl natürlich auch keine allzu großen Reichtümer in die "Ehe" mit eingebracht werden konnten. Josef Wolf, der letzte Oberkreuzberger Bürgermeister und seine Gemeinderäte, hatten die Zeichen der Zeit erkannt und nach sorgfältiger Abwägung aller Fakten der Eingliederung zugestimmt. Sicherlich nicht leichten Herzens. Objektiv betrachtet aber hat die ehemalige Gemeinde Oberkreuzberg den Gang nach Spiegelau nicht bereuen müssen. Es ist einiges in Oberkreuzberg investiert worden. Das Pfarrdorf zählt heute zu den schönsten Ortschaften im gesamten Landkreis und ist mehrmals beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet worden. Jetzt, nach 25 Jahren Zugehörigkeit zur Gemeinde Spiegelau, hat man sich in Oberkreuzberg an die Situation gewöhnt, mancher trauert aber immer noch der Selbstständigkeit nach.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 02.10.2003
Oberkreuzberger Dorfplatz ein Reich der Kürbis-Zwerge                                 
Foto
Oberkreuzberg (dö). Viel Mühe gab sich der Obst- und Gartenbauverein bei der Gestaltung des Erntedankfestes. Der Gartenbauverein fertigte die Erntekrone und sorgte für die Schmückung der Pfarrkirche.
Ein besonders schönes Bild bot der Dorfplatz, der mit Figuren und Symbolen aus Stroh, Kürbissen und Blumen geschmückt war und auf dem sich nach dem Erntedankgottesdienst die Kirchgänger zu einer zünftigen Sitzweil einfanden, bestens bewirtet von den Gartlern. Darüber hinaus fertigten die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins anlässlich des Erntedankfestes bunte Blumensträuße, die sie - wie schon die Jahre zuvor - zugunsten des Oberkreuzberger Kindergartens verkauften. "So ein gutes Geschäft wie heuer haben wir noch nie gemacht", stellte Vorsitzender Joachim Fuchs zufrieden fest, so dass er gewiss nicht mit leeren Händen bei Kindergartenleiterin Daniela Stern und ihren Schützlingen vorstellig werden wird.

 

PNP 30.9.2003 Grafenauer Anzeiger IM GEMEINDERAT SPIEGELAU NOTIERT
Kritik an geplanter Renaturierung
Der Anlageband Renaturierung, den die Nationalparkverwaltung ausgearbeitet hat, kam in der Gemeinderatssitzung zur Diskussion. Dritte Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß (SPD) fragte: „Warum soll denn der Weg zum Rachel hinauf renaturiert werden? Er wurde doch vor kurzem erst hergerichtet?" Es mache keinen Sinn, die gerade sanierten Wiedenmaierstra-ße wieder einzureißen. Die Versammlung beschloss, diese Frage der Nationalpark-Verwaltung vorzulegen.
Weitere Einsparung im Haushalt?
Ein weiteres Mal befassten sich die Bürgervertreter mit dem Thema Haushalt. Bürgermeister Josef Luksch las hierzu ein Schreiben des Landratsamtes vor. Das Amt fordert von der Kommune, dass die Grundsteuer B (für Haus- und Gewerbegrundstücke) und die Gewerbesteuer angehoben werden sollen. Zudem sei eine Erhöhung der Kanalgebühren sinnvoll. Das Defizit der Gemeinde könne so etwas verringert werden. Die meisten Gemeinderäte zeigten sich gegenüber dieser Überlegung skeptisch. Es seien nur relativ geringe Mehreinnahmen zu erwarten, hieß es. Zweiter Bürgermeister Kurt Zettel (CSU) regte an, dass sich der Finanzausschuss ein weiteres Mal mit Möglichkeiten für zusätzliche Einsparungen beschäftigen solle. Diesem Vorschlag wurde zugestimmt.
Neues Fahrzeug für Wehr Klingenbrunn
Die Feuerwehr Klingenbrunn hat sich ein gebrauchtes Feuerwehrauto angeschafft und selbst hergerichtet. Der Gemeinderat stimmte zu, den Unterhalt für das Fahrzeug zu übernehmen. Somit kommt die Gemeinde für Benzinverbrauch und Versicherung des Feuerwehrautos auf.
Gemeinde möchte nicht in Förderverein
Der Gemeinderat lehnte die Anfrage vom Bayerischen Gemeindetag ab, ob nicht Spiegelau Mitglied im Förderverein „Berufsschulen im Landkreis" werden wolle. Das sei eine wei-
tere zusätzliche Belastung, so die allgemeine Begründung.
Kommunale Aufträge vergeben
Die Gemeinderäte stimmten zu, den Bauauftrag für die Straße zwischen Palmberg und Langdorf an das Unternehmen Donau-Asphalt zu vergeben. Für 192 000 Euro (brutto) wird die Firma die Decke der Straße verstärken. Der Nachdruck des Ortsprospektes für das Jahr '"
Weiß aus Deggendorf übernehmen. Die Kosten liegen bei 1 1 368 Euro.
Der Sportverein bekommt Spielgeräte
Der TSV Klingenbrunn hatte beantragt, die Freizeitgeräte vom Spielplatz am Freibad von der Gemeinde übernehmen zu dürfen. Eine solche Ausstattung sei wichtig, damit das Training der Jugendlichen besser gestaltet werden könne. Die Gruppen sind nach Auskunft des Vereins zu groß, so dass sich nicht mit allen Kindern gleichzeitig die Übungen absolvieren lassen. Der Gemeinderat stimmte dem Ansinnen unter der Bedingung zu, dass der Sportverein sich um TÜV und Haftung für die Geräte kümmert.                              (mf)

 

LOKALTEIL GRAFENAU vom 26.09.2003
Zwei Varianten für die Badsanierung in Spiegelau
Gemeinderat berät über das Freibad - Ein Naturbadeteich hätte deutlich geringere Betriebskosten von Mathias Frohnapfel
Spiegelau. Die positive Nachricht vorneweg: Spiegelau kann sein Bad behalten. Das ist zumindest der einhellig geäußerte Wille des Gemeinderats. In welcher Form die idyllisch oberhalb der Steinbachklamm gelegene Anlage aber weiter bestehen wird, ist derzeit noch strittig. Bürgermeister Josef Luksch stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zwei Varianten gegenüber. Die eine befasst sich damit, das Freibad, das in den sechziger Jahren gebaut wurde, zu sanieren. Unter anderem wäre eine neue Stahlauskleidung des Beckens sowie zahlreiche andere Reparaturen nötig. Geschätzter Kostenpunkt: 1,6 Millionen Euro.
Unter dem Stichwort "Naturbad" präsentierte Luksch die zweite Variante. Das 25 Meter lange Schwimmerbecken würde in einen Teich liegen und wäre über Holzstege erreichbar. Das Wasser solle keine Verbindung mit dem Grundwasser oder anliegenden Oberflächenwasser besitzen. "Man darf sich das keinesfalls als See oder so vorstellen", formulierte die dritte Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß (SPD).
Eine Pflanzenfilteranlage werde helfen, das Teichwasser sauber zu halten. "Wir können so auf die Beigabe von Chemikalien verzichten", sagte der Rathauschef. Ein weiterer Vorteil dieser Variante liegt laut Luksch darin, dass unter Umständen eine 50-prozentige Förderung durch Euregio-Mittel möglich ist. Das jetzige Bad in eine Naturerlebnisbad umzuwandeln, würde etwa 850 000 Euro kosten.
"Eine solche Anlage stände uns als Gemeinde im Nationalpark gut zu Gesicht. Wir können uns so in Richtung sanften und ökologischen Tourismus ausrichten", argumentierte Luksch für die von ihm favorisierte Option. "Die Betriebskosten liegen deutlich niedriger", nannte Proßer-Greß einen weiteren Pluspunkt gegenüber einem konventionellen Bad. Derzeit zahle Spiegelau pro Jahr etwa 46 000 Euro an Sachaufwand, um das Bad zu betreiben. In einem Naturbad lägen die Kosten dagegen bei geschätzten 23 000 Euro. Das liege unter anderem daran, dass keine fossilen Brennstoffe eingesetzt werden müssten, da sich das Bad bei einer maximalen Wassertiefe von geplanten 1,8 Meter - derzeit sind es 2,7 Meter - schneller selbst erwärme. 20 000 Euro, so der Bürgermeister, müssten womöglich für eine Solaranlage eingerechnet werden. Damit lasse sich das Wasser auch im Mai auf angenehme Temperaturen bringen.
Über die Besonderheiten eines Naturbads haben sich Luksch und Proßer-Greß im vergangenen Jahr gemeinsam mit Angestellten aus der Verwaltung im fränkischen Pottenstein informiert. "Das Bad dort wird sehr gut angenommen", berichtet Luksch. Für Spiegelau sieht er die Möglichkeit, dass sich der Ort mit einem Naturbad von den Angeboten in Grafenau und Schönberg abheben könnte. "Das sind gut ausgestattete technische Bäder, mit denen es sich sonst nur schwer konkurrieren lässt."
Gemeiderat Siegfried Klante (CSU) beurteilte die beiden Vorschläge so: "Wir sollten uns weiterhin gut informieren. Es ist wichtig, dass wir ein attraktives Bad haben und dabei auch auf Vorschläge aus der Bevölkerung eingehen." Derzeit müsse die Gemeinde für den Schwimmbetrieb jährlich ein Defizit zwischen 50 000 und 60 000 Euro ausgleichen.
Für Erhard Wawrczek von den Freien Wählern hängt das gesamte Projekt von der Förderung ab. "Die Kosten dürfen uns nicht über den Kopf steigen", warnte er angesichts der angespannten Haushaltsituation der Kommune. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Ingenieurbüro Plafog zu bitten, das Projekt Naturerlebnisbad in einer der nächsten Sitzungen detaillierter vorzustellen.
Angela Straßberger, zweite Vorsitzende des vor kurzem gegründeten Fördervereins für das Freibad, äußerte sich zum Projekt Naturbad: "Ich würde das auf jeden Fall gutheißen. Wichtig ist, dass wir an dem jetzigen Standort festhalten. Das ist so ein herrliches Fleckchen Erde." Mit ihrem Verein möchte Straßberger mithelfen, die Finanzierung für das Bad zu stemmen. "Wir werden Geld sammeln, womöglich auch ein Fest veranstalten und den Erlös spenden. Zudem werden wir auch auch nötige Arbeiten übernehmen", kündigte sie an.

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 24.09.2003
Förderverein zur Rettung des Spiegelauer Freibads gegründet
Spiegelau (ga). Spiegelaus Bürger engagieren sich für die Erhaltung des idyllisch gelgegenen Freibads oberhalb der Steinbachklamm.
Als Anfang des Jahres durchsickerte, dass das Bad aufgrund von finanziellen Engpässen der Gemeinde möglicherweise geschlossen werden sollte, starteten engagierte Spiegelauer eine Unterschriftenaktion zur Sanierung und Erhaltung des Freibades für die Bürger und Feriengäste.
Dank des Einsatzes von fleißigen Unterschriftensammlern, aber auch der Geschäftswelt, die die Aktion unterstützte, konnten über 2900 Unterschriften von Jung und Alt sowie von Touristen in kurzer Zeit gesammelt werden.
In der Folge wurde dann beschlossen, einen Verein zur Förderung des Erhalts des Freibads zu gründen, um allen eindrucksvoll zu dokumentieren, dass sich Bürgerinnen und Bürger von Spiegelau für ihr Freibad engagieren wollen. So wurde von 32 Spiegelauern der "Förderverein Freibad Spiegelau e. V." gegründet: 1. Vorstand Alfred Schwarz, 2. Vorstand Angela Straßberger, Kassier Günter Moosblech, Schriftführer Georg Wolf und als Beisitzer wurden Barbara Wolf, Katharina Kainz und Andrea Nowak gewählt.
Dass auch 1. Bürgermeister Josef Luksch Gründungsmitglied ist, mag als besonders gutes Zeichen für den zukünftigen Erfolg dieser einmaligen Bürgerinitiative stehen.
Dem neu gegründeten Verein kommt es nun darauf an, Schüler, Jugendliche, Erwachsene, aber auch örtliche Gewerbetreibende und insbesondere Gastgeber der Feriengäste als Mitglieder zu gewinnen, die sich für ihr Freibad einbringen wollen.
 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 16.09.2003
Die Spiegelauer stießen auf den „Hiagst“ an
Viele Besucher bei der „Hiagstroas“ der Werbegemeinschaft - Livemusik und spannende Attraktionen für Kinder / von Karin Friedl                                                                 Foto
Spiegelau. Gemütlich "roasten" am Sonntag hunderte Besucher durch Spiegelau und lernten an 15 Stationen in erster Linie das gesellige Beisammensein kennen. Fast überall luden Musik und Gaumenfreuden zum Haltmachen ein.
Für etwas Verunsicherung hatte am Vormittag bei den Organisatoren der Spiegelauer Werbegemeinschaft noch die Wetterlage gesorgt. Die geplante Carrera-Outdoor-Bahn auf dem Parkplatz von "City fashion" fiel so dem scheinbar drohenden Regen zum Opfer. Zur Freude der Veranstalter riss die Wolkendecke nach Mittag dann allerdings auf und dem gemütlichen Beisammensein stand nichts mehr im Wege.
So konnte die "Hiagstroas" schon bei der ersten Station beim Antik Café Wenzel mit Musik und zahlreichen kulinarischen Leckerbissen beginnen. Auch beim Hotel Waldfrieden gab es Musik - gemütlich saßen dort die Gäste beim Bier- und Weinfest zusammen. Livemusik im Biergarten lud auch an der dritten Station, dem Café Würzbauer zum Verweilen. Beim Aktiv-Markt, beim Waldbahnkiosk am Kurpark, beim Glaszentrum, bei Blumen Weber und im Schnapsmuseum Penninger spielten verschiedene Gruppen auf.
Angesichts so vieler Gelegenheiten zum "Prost trinken" mit Freunden war mancher Gast schon etwas wacklig auf den Beinen, wenn es hieß, bei den Vorführungen der Feuerwehr am Norma-Parkplatz mitzuwirken oder sich durch das bunte Treiben bei der Kristallglasfabrik zu wühlen. Dem Spaß und der Einkaufslust tat dies allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: "Die Veranstaltung ist toll, da wird einfach für die ganze Familie etwas geboten", brachte es ein Urlaubsgast aus Berlin auf den Punkt. Lediglich mit dem Verstehen und Aussprechen des Namens "Hiagstroas" habe es anfangs ein paar Probleme gegeben.
Hauptanziehungspunkt für die kleinen Besucher war ein beim Edeka-Markt aufgebautes Gerüst, wo man sich mit Hilfe von Seilen und Trampolins bis in den Himmel katapultieren konnte. Spaß hatten die Kleinen auch beim Ponyreiten auf dem Gelände von Heibo Bauspezi, beim Straßenmalen beim Einrichtungshaus Halser oder beim "Schiffchen fahren" im Kurpark.
Die verschiedensten Ausstellungen von Fahrrädern und Hardanger-Handarbeiten bei Radsport Hüsemann, ein Infostand des Rettungsdienstes Stadler beim Schuhhaus Nachtmann oder die Heufiguren und Riesenkürbisse bei Blumen Weber wurden mit viel Aufmerksamkeit bedacht. Die Bilder in der aktuell gedruckten Sonderausgabe der "Glasmacher-Zeitung" sprachen für sich. Und so waren nicht nur die Organistoren der achten Spiegelauer "Hiagstroas" zufrieden, sondern auch die Gäste. Im Vorbeifahren riefen sie aus der Bummelbahn den Geschäftsleuten zu: "Wir haben Spaß und kommen im nächsten Jahr bestimmt wieder."

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 13.09.2003
Hermann Beiler servierte spannende Lesehappen                                             
Foto
Hermann Beiler stellt neues Buch über 500 Jahre Glasmacherkunst vor
Spiegelau (ul). Wie üblich gut besucht, war das Schnapsmusem zur Buchvorstellung des Spiegelauer Chronisten Hermann Beiler. Die vielen Gäste - ausschließlich "Einheimische" aus Spiegelau und Riedlhütte - wussten wohl, dass die Vorstellung eines neuen Werkes von Beiler alles andere als eine trockene Sache wird.
Die Dankesreden für die Herausgeber von Spiegelaus Gewerbevereinsvorsitzenden Max Schinabeck und dem Vorstand des Heimatvereins Ohetaler Riedlhütte, Hans Schopf, für den "tüchtigen Autor" fielen erfreulich kurz aus. Beiler selbst beschränkte sich bei der Begrüßung auf Hausherrn Reinhard Penninger und die beiden Kulturpreisträger des Waldvereins, Rudi Seidl und Klaus Büchler, weil ihm natürlich alle Gäste auf der gemütlichen Galerie des Schnapsmuseums herzlich willkommen waren.
Eine besondere Ehrung wurde allerdings Hans Garhammer zuteil, der den 72-seitigen Streifzug durch 500 Jahre Glasmacherkunst in Spiegelau gedruckt hatte. Ihm überreichte Beiler das erste Exemplar mit dem Hinweis, dass Garhammer die farbigen Abbildungen in dem Buch selbst finanziert habe. Der Grund: "Grob Glaswerck und gemeine Waldgläser" habe ihn so begeistert, weil er gegenüber dem ersten Glashüttenstandort aufgewachsen sei.
In einer Powerpoint-Präsentation ließ Beiler mit launigen Kommentaren die 500 Jahre Glasgeschichte passieren, die er auch in seinem Buch beschreibt - allerdings als "Appetithappen" serviert, um zum Nachlesen im ausführlichen Werk zu animieren. "Von wegen finster - vor 500 Jahren war was los. Da lag Spiegelau mittendrin im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation", machte er auf die wichtige Position des Glasmacherortes aufmerksam, wo im Laufe der Geschichte Holz zu Glas und weiter zu Gold gemacht wurde.
Mit der Erwähnung von Kaiser Karl V., Gutenberg, Kopernikus, Kolumbus, den Fuggern, Luther und Dürer bis zu Bayern-Herzögen und Glashüttenherren der Neuzeit half er auf unterhaltsame Weise dem Geschichtswissen auf die Sprünge.
Die Werbung funktionierte. Viele kauften sich gleich ein signiertes Buch von Hermann Beiler zum Subskriptionspreis von 12 statt 14,90 Euro. Der ermäßigte Preis gilt auch noch morgen beim Buchverkauf bei der Spiegelauer "Hiagstroas".
Schneidig spielten die Hessenstein-Musikanten auf und animierten mit Walzer, Polka und "Bayerwald-Hymnen" zum Mitsingen, Tanzen und langer Sitzweil.

 

LOKALTEIL GRAFENAU vom 28.08.2003
„Grob Glaswerck und gemeine Waldgläser“
Spiegelauer Autor Hermann Beiler stellt am 11. September neues Buch vor - Geschichte der Glashütten erforscht / von Ursula Langesee
Spiegelau. Welche Glashütten gab es in Spiegelau? Zerstörten die Hüttenherren wirklich den Wald? Woher kommt der Begriff I-Häusl? Antwort auf diese Fragen und noch andere mehr gibt das neue Buch des Spiegelauer Buchautors und Chronisten Hermann Beiler.
In "Grob Glaswerck und gemeine Waldgläser" beschreibt er auf 72 Seiten, illustriert von über 50 Abbildungen und Zeittafeln, den Weg vom Waldglas zum Spiegelauer Kristallglas.
In seiner Autorenvorstellung am Ende des Buches beschreibt sich der gebürtige Münchner Beiler, Jahrgang 1948, als "interessiert an Gegenwart und Zukunft". Das sei Motivation dafür, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Dieses Faible für die Historie hat der studierte Sozialwissenschaftler schon in mehreren Veröffentlichungen bewiesen. So stammen aus seiner Feder unter anderem die "Kleine Spiegelauer Geschichte" (1998), die "Geistliche Heimat im Bayerischen Wald (2001) und Aufsätze zu geschichtlichen Themen.
An dem Thema für sein neues Buch reizte ihn das weitgehend unerforschte Terrain der Glashütten im jetzigen Spiegelauer Gemeindegebiet. Obwohl die heutige Ausdehnung der Gemeinde ohne diese Standorte der Glasproduktion gar nicht denkbar wäre, sind Althütte, Flanitzhütte, Hirschschlag, Klingenbrunn, Neuhütte und Ochsenkopf bisher nicht wissenschaftlich erfasst worden.
Auf Anregung und mit der Hilfe von Professor Ludwig Reiner und Hans Schopf aus Riedlhütte begann Hermann Beiler vor drei Jahren mit der Recherche. Er wälzte Bücher, blätterte in Zeitschriften, stöberte in Archiven und führte Gespräche mit "Wissensträgern" und Interessierten.
"Unterstützung fand ich in Spiegelau und Riedlhütte. Besonders geholfen haben mir Christa und Willi Steger und Max Schinabeck", freut sich Beiler.
Mit der Zeit fügten sich die Fundstücke, schriftlichen Zeugnisse und Erkenntnisse aus den Gesprächen zu einem schon recht ansehnlichen Puzzle zusammen. Die Zeitreise 500 Jahre zurück beginnt: Die Türken sind auf dem Vormarsch, Kolumbus entdeckt die Neue Welt, Leonardo da Vinci ist auf der Höhe seines Schaffens und im Deutschen Reich macht Jakob Fugger seine Familie zur wichtigsten Finanzmacht der Welt.
Und die Glashütte Klingenbrunn taucht erstmals in den Akten auf und erreicht Anfang des 16. Jahrhunderts eine erste Blüte. Dann erwächst Konkurrenz aus München und Landshut, wo feines, venezianisches Glas hergestellt wird. Auf das "Grob Glaswerck", die "gemeinen Wald- und schlechten Trinkgläser" aus dem Bayerischen Wald wird verächtlich herabgesehen.
Glashütten werden gegründet und stellen ihren Betrieb ein, schließlich bleibt die Kristallglasfabrik Spiegelau, die seit 1990 zur Nachtmann-Gruppe gehört, als einzige über.
Interessant und leicht verständlich zu lesen ist dieser Streifzug durch 500 Jahre Glasmacherkunst, der vom Gewerbeverein Spiegelau und vom Verlag des Heimatvereins Ohetaler, Riedlhütte, herausgegeben wird.
Hermann Beiler wird sein neues Werk offiziell am Donnerstag, 11. September, um 19.30 Uhr im Schnapsmuseum Spiegelau vorstellen und signieren. Dazu spielt Musik aus Klingenbrunn.

 

PNP LOKALTEIL FREYUNG vom 26.07.2003:
Kristallglasfabrik steigert Export auf 70 Prozent
Nachtmann-Tochter schloss im Juni das Geschäftsjahr 2002/2003 mit 30 Millionen Euro Umsatz ab. (von Ursula Langesee)
Spiegelau. Ein gutes Geschäftsjahr hat die Kristallglasfabrik Spiegelau hinter sich. Die 100-prozentige Nachtmann-Tochter mit circa 400 Beschäftigten konnte von Juni 2002 bis Juni 2003 ihren Umsatz sogar leicht steigern: von unter 30 Millionen Euro auf jetzt 30 Millionen Euro.
Ausschlaggebend für dieses erfreuliche Ergebnis ist der Export. Der wuchs innerhalb von zehn Jahren von 30 auf 70 Prozent an. "Wir haben unsere Hauptabsatzmärkte gesund gestreut, uns nicht auf ein Land fixiert. Das hat sich jetzt als Vorteil erwiesen", erklärt der für den Export zuständige Geschäftsführer Johann Nagl. So liege das Schwergewicht auf Europa. "Vor allem in Italien, Frankreich, Spanien sind wir sehr stark vertreten", ergänzt Nagl. Weitere Auslandsmärkte sind der Mittlere Osten, die USA und Asien.
Die Kristallglasfabrik Spiegelau konzentriert ihr Geschäft auf die Produktion hochwertiger Trinkgläser, ist Trendsetter bei Weingläsern. "Unsere Strategie ist, konsequent in eine Richtung zu gehen, uns nicht in vielen verschiedenen Serien zu verzetteln. Wir produzieren alles selbst, entwickeln dafür optimale Formen und das technische Know-how. Diese gute, zuverlässige Qualität über Jahre macht unseren Erfolg aus", sagt Geschäftsführer Siegfried Klante.
Zu berücksichtigen sei auch, dass dabei über Jahre mit circa 400 Mitarbeitern die Personalstärke gleich geblieben sei. Stärken erkennen und sie zu nutzen, ist nur eine Seite der glänzenden Medaille. Neben Technik, Produktion, Management ist der Vertrieb enorm wichtig. "Unsere Vertriebsleute leben für die Marke Spiegelau. Sie engagieren sich aus vollem Herzen dafür und bringen umgekehrt aus ihren Ländern auch eine Menge Anregungen für weitere Verbesserungen und Weiterentwicklungen der Produkte mit", freut sich Nagl.
Weiteres Ziel ist es, den Namen "Spiegelau - Finest glasses" noch stärker als Markennamen zu etablieren. Deshalb wurde jetzt auch der Zusatz "Since 1521" ins Logo mit aufgenommen. "Der Hinweis auf ein lange schon bestehendes Unternehmen ist vor allem im Ausland ungemein wichtig. Das steht für Tradition und Kontinuität", verdeutlicht der Export-Geschäftsführer.

„Mir macht Mut, dass...“
... der Export in der Kristallglasfabrik Spiegelau boomt,
... der Grunderwerb des ehemaligen staatlichen Sägewerkes durch die Gemeinde klappte und damit mittel- bis langfristig die Möglichkeit besteht, ein Ortszentrum für die Ortschaft Spiegelau zu verwirklichen ,
...die Sanierung eines weiteren Teilabschnittes der Hauptstraße in Spiegelau abgeschlossen werden konnte,
... trotz der Rückgänge der öffentlichen Zuschüsse das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger in unserer Gemeinde, bei Elternbeiräten und allen Vereinen ungebrochen groß ist,
... die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von 1990 bis 2002 stieg,
... sich Privatleute zu Investionen entschließen, aber auch die Kirchen, wie die abgeschlossene Sanierung der evangelischen Kirche beweist und die laufende Sanierung der Katholischen Pfarrkirche in Spiegelau,
...sich die Öffentlichkeit für die Gemeindepolitik interessiert und ich freue mich über konstruktive Kritik, die dieses Interesse bestätigt,
...sich die großen Parteien zur Zeit bemühen, die aktuellen Probleme gemeinsam zu lösen ( z.B. Gesundheitsreform).
Josef Luksch ,Bürgermeister in Spiegelau

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 21.07.2003: Panduren probten mit Scheinduell und Fackelritt. Pandurenlager am Samstagabend mit Vorführungen fand großen Anklang - Farbenprächtiger Festzug am Sonntag  (von Ursula Langesee)                                   Bilder
Spiegelau. Zum 18. Mal erlebte der Glasmacherort am Wochenende die friedliche Eroberung durch die Panduren mit ihrem Obristen Franz Freiherr von der Trenck. Dieses Mal hatte sich die Spiegelauer Panduren-Abordnung mit Sandra und Max Kölbl, Hans und Paula Weinfurter, Margot Piller, Manfred Scholz, Gemeinderat Siegfried Klante, Paul Wettengel und Wolfgang Strohmeier aber wohl auf eine kämpferische Auseinandersetzung eingestellt, denn am Vorabend wurden zur Übung Strohpuppen attackiert.
Diese Reiterspiele am Pandurenlager bei der Mehrzweckhalle waren unter der Regie von Max Kölbl aus Unterhüttensölden neu einstudiert worden und zeigten enorme Wirkung. Sehr viele Zuschauer zog es auf die Wiese und sie sahen, kommentiert von Fredi Resch, neben den so leicht scheinenden und doch so schwierig von den Freizeitreitern auszuführenden Scheingefechten einen mystischen Fackeltanz hoch zu Ross unter nächtlichem Himmel. Die Fechtgruppe "Balteus" aus Pilsen trat zum ersten Mal in Spiegelau auf und amüsierte die Besucher mit gespielten Schwert- und Pistolenduellen, Scheintoten und allerlei Klamauk rund um die Waffenkunst.
Der laue Sommerabend verleitete viele, das Lagerleben noch etwas ausführlicher zu genießen und sich bei dunklem Pandurenbier und Grillspezialitäten vom Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Villmar/Hessen unterhalten zu lassen. Durch die Vermittlung des Spiegelauer Arztes Dr. Karl-Heinz Haberer war dieser Auftritt zustande gekommen und die Gäste honorierten die in angenehmer "Ratsch-Lautstärke" gespielten Melodien mit viel Applaus.
Gestern zur eigentlichen "Eroberung" der Panduren war "business as usual" angesagt. Die Sonne knallte schon früh vom stahlblauen Himmel, Festbesucher sicherten sich die raren Schattenplätze. Der ganze Ort war auf 18. Jahrhundert getrimmt - abgesehen von Handys, Armbanduhren, elektrischem Strom und Lieferautos.
Jene, die den Festgottesdienst mit Pfarrer Hubert Gerstl und dem Männergesangsverein Spiegelau "schwänzten", zog es zum Flohmarkt auf den Park-Terrassen am früheren Mock-Grundstück und an die Stände entlang der Hauptstraße. Dort wurden von Kräuterbonbons bis Kakteen, vom Lammfell bis zum langen Messer Nützliches und Dekoratives angeboten. Seinen Freiluftsalon mit original alter Einrichtung hatte Bader Kurt Stangl geöffnet und "mutige" Kunden ließen sich mit dem Messer rasieren oder einen hitzebeständigen Kurzhaarschnitt verpassen. Auch Rosi Stadlers Spinnrad surrte und der Korbmacher erinnerte an die Zeiten, als Waren noch in Schwingen statt in Plastiktüten transportiert wurden.
Aber die Idylle fand ein jähes Ende, als dem Hohen Rat von Spiegelau (Bürgermeister Josef Luksch mit zehn Mitgliedern seines Gemeinderates) von Amtsbürgermeister Kaiser aus Waldmünchen gemeldet wurden, dass die schrecklichen Panduren, die mordend und plündernd im österreichischen Erbfolgekrieg übers Land zogen, im Anmarsch seien.
Kriegsrat wurde gehalten und mit überwiegender Mehrheit der friedlichen Übergabe des Ortes zugestimmt. Zumal die Bürgerwehr Grafenau, die zur Hilfe gerufen wurde, ihr Pulver bereits beim Salut verschossen hatte. Und, so warnte Moderator Otto Öllinger vom Podest am alten Rathaus aus, auch von Franzosen und Preußen keine Hilfe zu erwarten sei.
Er hatte die in dichten Reihen an der "Einfallschneise" stehenden Zuschauer mit kurzem geschichtlichen Abriss und Werbung für den Glasmacher- und Tourismusort Spiegelau die Wartezeit auf die Panduren verkürzt.
Franz Freiherr von der Trenck, dargestellt von Dieter Uschkereit aus Waldmünchen, ging auf das friedliche Ansinnen der Spiegelauer ein. Er verlangte nur die damals noch gut gefüllte Schatztruhe und einige Marketenderinnen. So konnte der farbenprächtige Festzug mit den vielen Gruppen, Gespannen und Musikern (Teilnehmer siehe Spalte links) aus ganzem Herzen genossen werden.
Später sah man Panduren und Bürger, Hoher Rat und Spießträger einträchtig miteinander unter schattigen Rupfendächern tafeln. Denn eines verband gestern "Angreifer" und "Verteidiger" wirklich demokratisch : die Gluthitze, die jede Bewegung in den historischen Gewändern zur Qual werden ließ. So mancher zog in den Nachmittagsstunden kühlendes Nass dem "Dörren" vor. Aber zum Abend erwachten die Lebensgeister erneut.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 17.07.2003
Gemeinde gehört jetzt das Sägewerk-Gelände                                                    
Foto
Für 180 000 Euro vom Freistaat gekauft - Betrieb war vor vier Jahren stillgelegt worden - Neuer Mittelpunkt? von Ursula Langesee
Spiegelau. Die Gemeinde ist frischgebackene Eigentümerin des früheren Sägewerk-Grundstücks am alten Rathaus. Für 180 000 Euro wurde das fast 49 000 Quadratmeter große Grundstück des früheren Staatlichen Sägewerks dem Freistaat Bayern abgekauft. Über vier Jahre hat es gedauert, bis dieser Vertrag jetzt dingfest gemacht werden konnte.
"Das ist die historische Chance, aus einem Straßendorf einen Ort mit einem richtigen Mittelpunkt zu machen", freut sich Bürgermeister Josef Luksch über diese weitere Voraussetzung zur Weiterentwicklung des Spiegelauer Ortsbildes. "Vom neuen Rathaus an der Konrad-Wilsdorf-Straße bis zum Sägewerk-Gelände gehören jetzt sieben Hektar zusammenhängend der Gemeinde. Damit lässt sich schon etwas anfangen", ist der Bürgermeister optimistisch.
"Wir wollen aber nicht alles behalten. Für eine Teilfläche gibt es bereits einen Interessenten, der dafür 400 000 Euro zahlen will", so Luksch weiter. Aus dem Mehrerlös können städtebauliche Ordnungsmaßnahmen wie der Abriss nicht erhaltenswerter Sägewerks-Gebäude und die Erschließung finanziert werden. Luksch: "Diese Maßnahmen werden zudem von der Städtebauförderung mit 50 Prozent gefördert."
So hat die lange Sägewerks-Geschichte ein vorerst glückliches Ende genommen. Anfang Juni 1999 war nach über 100 Jahren der staatliche Betrieb stillgelegt worden, zuletzt wurde trotz der Investition von 4,5 Millionen Mark ein Verlust von 700 000 Mark bilanziert. 20 Beschäftigte verloren damals ihre Arbeitsstelle.
Mehrere Verwendungsmöglichkeiten für das im Herzen des Glasmacherortes brachliegende Gelände wurden überlegt. Der Versuch, einen privaten Käufer zu finden, scheiterte. Ein ehrgeiziger Plan von Seiten der Staatsregierung war im März 2000 ein Kompetenzzentrum mit Schwerpunkt Naturwald-Ökologie einzurichten. Finanziert werden sollten die 3,5 Millionen Mark aus Hightech-Mitteln der Regierung.
Verwirklicht wurde das Kompetenzzentrum in kleinerem Rahmen und an einem anderen Ort. Im August 2002 wurde im Haus des früheren Sägewerkleiters Bruno Starke, gleich neben der neuen Touristinformation , die "Verbundforschung Waldökosysteme" des Nationalparks eingerichtet worden. Bis zu acht Forscher bearbeiten Themen aus der Meteorologie, der Wasserökonomie oder den Umgang mit Schädlingen. Ihre Arbeitsplätze sind untereinander vernetzt, es bestehen über das Internet Verbindungen zu den Hochschulen. So können an einem Ort Daten erfasst, aufbereitet und übertragen werden.
"In den vier Jahren waren viele Fahrten in die Finanzdirektionen nach München und Landshut nötig. Wir hatten zwar das Vorkaufsrecht für das Gelände, aber immer wieder wurde auch staatlicher Bedarf angemeldet. Bis zuletzt blieb es eine Zitterpartie: im April war der Kauf schon beschlossene Sache, doch erst jetzt war der Notartermin. Große Unterstützung wurde uns von der Städtebauförderung an der Regierung von Niederbayern zuteil", zieht Bürgermeister Luksch zufrieden Bilanz.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 16.07.2003
Gemeinderat Spiegelau kämpft um Sachlichkeit - Heftige Diskussion um Kürzungen bei den drei Feuerwehren der Gemeinde - Ärger um Leserbrief
von Karin Friedl
Spiegelau. Dass es nicht immer einfach ist, Gemeinderat zu sein, bekamen in den letzten Wochen besonders die jüngeren Mitglieder des Spiegelauer Rates zu spüren. Wegen beschlossener Kürzungen waren sie von einigen Feuerwehrmitgliedern schwer kritisiert worden.
"Da sind Beleidigungen ausgesprochen worden, die man so nicht hinnehmen kann", sagte Gemeinderat Alois Loibl in der jüngsten Sitzung. Mit den Kommandanten der drei ortsansässigen Wehren hatte deshalb ein gemeinsames Treffen stattgefunden, bei dem die strittigen Punkte ausdiskutiert werden sollten.

Mitgliedschaft gekündigt
"Ob durch diese Aussprache neue Erkenntnisse auf den Tisch gekommen sind, die einen neuerlichen Beschluss rechtfertigen, hat der Gemeinderat heute zu entscheiden", erklärte Bürgermeister Josef Luksch in der jüngsten Sitzung. Bei der heftig diskutierten Kündigung der Mitgliedschaft beim Bayerischen Feuerwehrerholungsverein Bayrisch Gmain kam es dann auch zu einer neuen Abstimmung. Die Kommandanten hatten vorgebracht, dass bereits mehrere verdiente Mitglieder der Wehr in den letzten Jahren die Möglichkeit genutzt hätten, einen verbilligten Urlaub in Bayrisch Gmain zu verbringen. Der Mitgliedsbeitrag für den Verein von 114 Euro im Jahr dürfe der Gemeinde als Honorierung für die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner keinesfalls zu viel sein, so die Argumente der Kommandanten.

Mass Bier zum Dank
"Bei der Entscheidung die Mitgliedschaft zu kündigen, war nicht die Summe ausschlaggebend", erklärte Bürgermeister Josef Luksch. Die besagten 114 Euro würde er im Zweifelsfall sogar aus seiner eigenen Tasche zahlen. Wichtig sei es gewesen, so das Gemeindeoberhaupt, ein Signal zu setzen, dass in finanziell derartig schwierigen Zeiten auf einige Leistungen einfach verzichtet werden müsse. "Außerdem finde ich die direkte Honorierung von Leistung wesentlich besser. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden gibt es bei uns nach einer Übung zum Beispiel eine Mass Bier für die Feuerwehrkameraden", sagte Luksch.
Die Abstimmung brachte dann letztlich auch kein neues Ergebnis. Mit drei Gegenstimmen wurde beschlossen, die Kündigung der Mitgliedschaft aufrecht zu erhalten. Gemeinderat Kurt Zettl brachte vor, dass für den Feuerwehrverein ja ohnehin die Möglichkeit bestünde, dem Feuerwehrerholungsverein selbst beizutreten.
Der zweite Streitpunkt, die Beitragsübernahme für den Kreisfeuerwehrverband, kam nicht mehr zur Abstimmung. Die Mehrheit der Räte sah keine neuen Fakten zu der Thematik vorliegen.
Lebhafter wurde die Debatte noch einmal in Bezug auf den Zuschuss für die Lagerbühne der Freiwilligen Feuerwehr Klingenbrunn. Ausschlaggebend für die Ablehnung des Antrages war gewesen, dass die Feuerwehr Spiegelau beispielsweise für ihren Bau vor einigen Jahren keinen Zuschuss bekommen hatte.

Kompromiss gefunden
"Die beiden Fälle kann man nicht vergleichen. Der erheblich eingeschränkte Platz, mit dem die Klingenbrunner ohnehin zu kämpfen haben, machte die Baumaßnahme zwingend notwendig", brachte Gemeiderat Ludwig Schopf vor. Gemeinderat Erhard Wawrzek war der Meinung, die Feuerwehr verlange sowieso bei Weitem nicht, was ihr zustünde. Nachdem eine volle Übernahme der Kosten von den Räten mit zehn zu fünf Stimmen abgelehnt worden war, einigte man sich mit elf zu vier Stimmen darauf, der Klingenbrunner Wehr die Hälfte der veranschlagten 884 Euro zu erstatten.
Für weiteren Unmut in den Reihen des Spiegelauer Gemeinderates hatte zudem ein Leserbrief des Kollegen Erhard Wawrzek gesorgt, in dem er der Gemeinde vorwarf, ihre Pflichtaufgaben zu vernachlässigen. Unter dem Tagesordnungspunkt "Bekanntgaben und Wünsche" stellte Gemeinderat Anton Seibold dazu fest: "Dieser Brief hat dem Image der Gemeinde Spiegelau extrem geschadet." Im Namen der CSU-Fraktion bat er den Kollegen Wawrzek, in Zukunft die Sitzungen für eine sinnvolle Diskussion über schwierige Themen zu nutzen.
Gemeinderat Wawrzek gestand ein, dass ein Leserbrief nicht die ideale Variante für Problemlösung in einer Gemeinde sein könne. "Ich habe mir allerdings nicht mehr anders zu helfen gewusst, weil ich in den Sitzungen und mit meinen Anträgen seit langer Zeit kein Gehör mehr gefunden habe", so seine Erklärung.

Beweise gefordert
Bürgermeister Josef Luksch forderte vehement, dass es nicht angehe, derartige Unwahrheiten zu verbreiten, ohne konkrete Beispiele vorzubringen. Bei sachlichen Diskussionen stehe er für eine fruchtbare Zusammenarbeit aber auch weiterhin gerne zur Verfügung. Unter dem Applaus seiner Parteigenossen sagte Bürgermeister Luksch: "Auf keinen Fall werde ich es zulassen, dass der Gemeinderat wieder in einer Form, wie es von 1986 bis 1990 der Fall war, durch private Kämpfe gelähmt wird.”P

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 15.06.2003: Panduren proben die Eroberung im Fackelschein                                                                                                         Foto
Erstmals Reiterspiele im Pandurenlager am Samstag - Großer historischer Zug am Sonntag durch Spiegelau
Spiegelau (re/ul). Zum 18. Mal heißt es am kommenden Wochenende "Die Panduren rücken an". Dabei wird das Rad der Geschichte auf Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgedreht, als Freiherr Franz von der Trenck mit seinen Panduren in Bayern einfiel. Die Übergabe des Ortes, wie es sich vielleicht abgespielt hat, wird von den Pandurendarstellern aus Waldmünchen und dem Spiegelauer Gemeinderat als "Hoher Rat" nachempfunden.
Neu ist heuer ein ausgedehnteres Lagerleben am Samstagabend. Die Idee dazu hatte Max Kölbl mit seinen Spiegelauer Panduren, einer acht Mann starken Reitertruppe, die sich unter die Gäste aus Waldmünchen mischt. "Das Ganze steht unter der Überschrift: 'Die Panduren bereiten sich auf die Übergabe Spiegelaus vor '. Wir simulieren in Reiterspielen Attacken oder Reitmanöver bei Fackelschein", stellt er den neuen Programmpunkt vor.
Das Ganze findet auf einer Wiese nahe der Mehrzweckhalle statt. Um 15.30 Uhr bewegt sich am Samstag ein Festzug vom Parkplatz bei der Glasfabrik zu diesem Pandurenlager. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Josef Luksch gegen 16 Uhr schießen die Hessensteinschützen aus Klingenbrunn Salut. Bei dunkel gebrautem Pandurenbier, Wein und deftigem Schmaus kommt das historische Lagerleben so richtig in Fahrt. Wer stilecht mitfeiern möchte, kommt in entsprechend historischer Kleidung.
Bei der musikalischen Untermalung durch das Blasorchester der Feuerwehr Villmar versuchen sich die Panduren in Säbelkämpfen gegen Strohpuppen, auf die sie im Galopp zureiten. Bei Einbruch der Dunkelheit reiten die Panduren im Fackelschein Dressur. Dazwischen tritt die Fechtgruppe "Balteus" auf. Vorgesehen ist auch eine kurze Szene mit dem Hohen Rat und einigen Bürgern, wo es um die Bewachung der Ortseingänge, verbunden mit einer Waffenausgabe geht.
Neben dem Hauptlager hat die Pandurenjugend ihr Lager aufgeschlagen und wartet dort mit verschiedenen Überraschungen auf. Bis zum offiziellen Ende des Lagerlebens um 23 Uhr wird der Spiegelauer Nachtwächter, jeweils zur vollen Stunde, zu Ruhe und Ordnung rufen und die letzten Besucher zur Heimkehr mahnen, damit sie für den nächsten Tag fit sind.
Der Sonntag beginnt um 10.45 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche, zelebriert von Pfarrer Hubert Gerstl und musikalisch umrahmt vom Männergesangsverein Spiegelau. Angeführt von der Blaskapelle Ulrich und der Bürgerwehr aus Grafenau zieht man anschließend über den Josef-Schuster-Steig und die Hauptstraße zum alten Rathaus. Zeitgleich setzt sich gegen 11.40 Uhr vom Kurpark aus der Festzug in Richtung Ortsmitte in Bewegung. Angeführt wird er von einer rund 80-köpfigen Abordnung der Panduren aus Waldmünchen, sowie den Fanfaren- und Spielmannszügen aus Landau a.d.Isar und der Feuerwehr Teisnach sowie dem Blasorchester Villmar. Gegen 12.15 Uhr ist vor dem alten Rathaus die Übergabe des Ortes durch den Hohen Rat (Bürgermeister Luksch und sein Gemeinderat) an Franz Freiherr von der Trenck, gespielt von Dieter Uschkereit. Anschließend wird der Festzug mit den Spielmannszügen, Reitern, Bürgerwehr, Trommlern und mitreisendem Volk durch den Ort fortgesetzt. Nach einer Schleife über den Kreisverkehr und die Hauptstraße löst sich der Zug in der Bahnhofstraße auf.
Entlang der Hauptstraße beginnt dann das historische Markttreiben mit alten Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben und vielen Ständen. Angefangen vom Holzschuhmachen über Besenbinden bis hin zum Korbflechten ist für jeden etwas dabei. Spinnräder drehen sich, Schnupftabak wird gerieben und die hohe Kunst des Klöppelns kann hautnah erlebt werden.
Den ganzen Nachmittag über sorgen Auftritte der Blasmusik, der "Reisigen" vom Männergesangsverein Spiegelau, der Panduren-Kindergruppe und der Fechter für Kurzweil.
Für die Kinder gibt es ein eigenes Programm im Pandurenlager mit Hufeisenwerfen, Kartoffelklopfen, Mäuseroulette und vielem mehr.Und bereits ab 8 Uhr schlägt der Panduren-Flohmarkt seine Stände auf.

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 14.06.2003: „Unsere Kinder sind die wichtigsten Gäste im Haus"                                                                                                     Foto
Domkapitular Manfred Ertl feierte 75. Jubiläum des Caritas-Kindergartens mit - Taufe auf .Johannes, der Täufer" - Noch 68 Kinder in drei GruppenVon Ursula Langesee Spiegelau. Der wohl älteste Kindergarten im Landkreis feierte gestern sein 75. Bestehen und bekam aus diesem Anlass endlich auch einen Namen: Domkapitular Manfred Ertl taufte ihn beim Festgottesdienst mit Pfarrer Hubert Gerstl in der Spiegelauer Johannes-Kirche auf „Johannes, der Täufer."
Die Lesungen hatten „Kinder" zum Thema - aus Khalil Ghibran „Der Prophet" und aus dem Mar
kusevangelium {Kap.10, 13-16). „Unsere Kinder sind die wichtigsten Gäste, die in unserem Haus sind", fasste Ertl die Aussagen aus den Lesungen zusammen. Sie seien uns nur eine Zeitlang anvertraut, in der wir Verantwortung für ihre Zukunft übernähmen. „In dieser Zeit müssen wir ihnen das tiefe Vertrauen vermitteln, dass sie in der Hand Gottes geborgen sind und dass ihr Leben Ziel und Hoffnung hat", so der Domkapitular.
Mit Liedern gestalteten die Kindergartenkinder ihren Gottesdienst selbst mit. Sie hatten sich zur Feier des Tages gelbe, blaue und grüne T-Shirts angezogen und strahlten darin beim anschließenden Festzug mit der Sonne um die Wette. Angeführt von der Blaskapelle Ulrich und der Kutsche mit Domkapitular Ertl, Spiegelaus Ehrenbürgerinnen Schwester Hildegard und Angela und Provinzvikarin Schwester Klara bewegte sich der Festzug mit Ehrengästen und Vereinsabordnungen über die Hauptstraße zur Mehrzweckhalle.
Hier bat Ertl im weltlichen Teil seiner Rede die Kindergartenleitung, sich durch finanzielle Ein schnitte nicht entmutigen zu lassen. Auch bei der Kindergartengründung 1927 hätte Pfarrer Fürst in der Chronik öfters vermerkt: „Herr, hilf weiter", weil das Geld nicht reichte. „Trotzdem ist aus dem Pflänzchen ein stolzer Baum geworden", freute sich der Domkapitular mit Blick auf den Kindergarten St. Johannes der Täufer. Kindergartenleiterin Edith Döringer merkte an, dass der Geburtenrückgang und generelle Einsparungen die Situation in dem Caritas-Kindergarten unsicher werden lassen. Noch könnten 68 Kinder in drei Gruppen betreut werden. Aufgenommen werden auch Kleinkinder unter drei Jahren und Schulkinder zur Nachmittagsbetreuung. Sie dankte den Eltern für ihr Vertrauen in den Kindergarten und den Kindergartenbeirat mit seinem Vorsitzen den Kurt Moser für die gute Zusammenarbeit.
„Der Mensch soll nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden", appellierte Schirmherr Bürgermeister Josef Luksch an Unternehmungsberatungen wie McKinsey, die in der Diözese Passau nach Einsparmöglichkeiten suchen - zu Lasten des Personals. Stellvertretender Landrat Helmut Behringer sagte, dass eine so frühe Kindergarteneinrichtung auf dem Land durch die besondere Industriestruktur Spiegelaus begründet sei. Er schätze den Kindergarten als gute Vorbereitung auf die Schule, die heutzutage immer wichtiger werde. An sein Lob für die Kinder in der Mehrzweckhalle, die sich bei den Grußworten erstaunlich ruhig verhielten, knüpfte Jürgen Dopper als Stellvertreter für MdL Max Brandt seine Komplimente für die Kindergartenführung „Hier sind die Kinder in besten Händen. Sie haben den Blick fürs Wesentliche."
Den Grundstock für die optimale Betreuung hatte vor über 30 Jahren Schwester Hildegard ge-
legt. Für ihr Engagement war sie zusammen mit Schwester Angela Ehrenbürgerin von Spiegelau geworden. „Die Kinder waren mein Leben, Spiegelau ist mir zur zweiten Heimat geworden", bekannte in ihrem Grußwort Schwester Hildegard, die vor drei Jahren zur Provinzoberin im Provinzhaus in Obernzell berufen wurde. Ihr Wunsch für den nächsten Jahre:
„Der Kindergarten soll immer ein Haus sein, das Freude, Liebe und Geborgenheit ausstrahlt."
Eine besondere Ehrung hatte Edith Döringer für den Schluss des offiziellen Teils parat, nämlich
für Heinrich Döringer (71), dem ältesten Kindergartenkind bei der 75-|ahr-Feier Er hatte 1936 den Kindergarten besucht.

 

direkt zur PNP

 

Überblick - Navigation                                     Suche                                                   webmaster