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Archiv Lokalteil Grafenauer Anzeiger von Januar bis Juni 2003
PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 21.06.2003: Auf Trencks Spuren von Waldmünchen zur Donau Panduren-Darsteller folgen auf ihrem Sechs-Tage-Werberitt dem historischen Steig - Heute Empfang in Passau
von Ursula Langesee Spiegelau.
Genau 261 Jahre nach dem Einfall der Panduren unter ihrem Anführer
Franz Freiherr von der Trenck reiten zur Zeit Pandurendarsteller in
authentischen Kostümen auf dem historischen Pfad von Waldmünchen in der
Oberpfalz bis nach Engelhartszell in Oberösterreich. Sie folgen dabei
in sechs Tagesetappen weitgehend dem mit einem Krummsäbel
gekennzeichneten "Pandurensteig", eine der abwechslungsreichsten
Wanderstrecken im Bayerischen Wald. An
Fronleichnam waren die mehr als 20 Reiter und Reiterinnen beim
Volksfestaufzug in Spiegelau mit dabei, gestern bekamen sie für ihren
Zug an die Donau in Unterhüttensölden Verstärkung durch die Spiegelauer
Panduren Max Kölbl, Siegfried Klante, Manfred Scholz, Hans Weinfurtner,
Paul Wettengel und durch Albert Garhammer. Die
Idee zu diesem Ritt war eine Gemeinschaftsproduktion von den
Waldmünchner Panduren und von Alfred Resch, der in Spiegelau das am 19.
und 20. Juli zum 18. Mal stattfindende Pandurenfest organisiert. Die
Panduren führen seit 53 Jahren im Juli und August das
Freilichtfestspiel "Trenck, der Pandur, vor Waldkirchen" auf. "Es ist ein Werberitt, aber
auf historischen Tatsachen beruhend. In Waldmünchen wurde Trenck
inhaftiert und von dort zur Donau und zu seinem Prozess nach Wien
gebracht. Deshalb kommt auch Engelhartszell ins Spiel, weil er im
Kloster im sogenannten ,Affenzimmer' eine Nacht verbrachte", erklärt
Resch. Er
kümmert sich um die Logistik des Pandurenritts, der langjährige
Trenck-Darsteller aus Waldmünchen, Michael Aumann, um die Reiterei.
"Wir haben 16 Pferde mitdabei. Das ist der feste Posten, die Reiter
allerdings wechseln zum Teil auf der 150 Kilometer langen Strecke. "
Bisher sei der Ritt ohne Probleme verlaufen, keine Verleztungen
aufgetreten. "Vom Wetter her hatten wir schon das volle Programm - von
der Hitze bis zu Regenschauern und Hagel", erzählt Aumann, dem
landschaftlich das Ohe- und Ilztal bisher am besten gefallen hatte. Von solchen Wetterkapriolen lässt sich
der mit 68 Jahren älteste Teilnehmer Nick Carbone nicht beeindrucken.
"Ich bin schon seit 33 Jahren 'Pandur', da fehlt mir konditionsmäßig
nichts. Und die super Kameradschaft ist den Ritt schon alleine wert",
schwärmt der sattelfeste Waldmünchner. Den guten Zusammenhalt wissen
auch die Reiterinnen Anni, Resi, Ramona, Barbara und Gabi zu schätzen.
Sie fühlen sich bei den "wilden" Panduren ganz gut aufgehoben. Ihr
Nachtlager schlagen die "Panduren" in Reiter- und Ferienhöfen auf.
Gestern machten sie Quartier in Tittling und am heutigen Samstag geht
es gegen 10.30 Uhr zum Passauer Rathaus, wo der amtierende
Trenck-Darsteller Dieter Uschkereit an Oberbürgermeiter Albert Zankl
eine Grußbotschaft übergeben wird. Anschließend ziehen sich die
Panduren auf die Thingwiese in der Veste Oberhaus zurück, wo sie gegen
18 Uhr den Besuch von Staatskanzleichef Erwin Huber, dem Schirmherr der
Waldmünchner Festspiele, erwarten. Zum Abschluss des Pandurenritts am morgigen Sonntag in Engelhartszell ist ein großes Programm mit
Festzug, Lagerleben und Szenen aus dem Trenck-Spiel und einem Konzert von 15 bis 20 Uhr vorgesehen.
PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 19.06.2003: Mit Unterschriften gegen die Freibad-Schließung Seit Pfingstmontag haben sich 500 Badegäste eingetragen - Sondersitzung des Spiegelauer Gemeinderats Spiegelau
(sr/ul). Wie berichtet, ist das über 30 Jahre alte Freibad von der
Schließung bedroht, weil es sich die Gemeinde nicht leisten kann, die
dringend notwendige Erneuerung der Technik (Wasseraufbereitung und
Heizung) zu finanzieren. Bei drei bis dreieinhalb Monaten Betriebszeit
hat nach Aussage von geschäftsleitendem Beamten Josef Schreiner das Bad
durchschnittlich ein Defizit um die 30 000 Euro eingefahren. Seit
Pfingstmontag liegt, angeregt durch den engagierten Dauerbesucher
Alfred Schwarz, eine Unterschriftenliste zum Erhalt des Freibads bei
Bademeister Anton Schönhofer aus. 500 Badegäste haben sich bisher für
den Erhalt des Freibads durch ihre Signatur stark gemacht. In nächster Zeit will sich die
Gemeinde in einer Sondersitzung mit dem Thema Freibad befassen. Dazu
sollen auch Berechnungen eines Ingenieurbüros zur Sanierung der
Badtechnik auf den Tisch kommen. Bademeister Anton Schönhofer
hofft, dass er weiter seinem Job am Pool nachgehen kann. "Es macht mir
riesigen Spaß", sagt der Bauhofangestellte, der an diesen heißen
Sommertagen täglich zwischen 300 und 400 Gäste zählt. Elisa Würzbauer (10) und ihre Freundin
Melanie Beer (auch 10) beide aus Spiegelau, zählen zu diesen Gästen.
Ihnen gefällt es gut hier. Sie kommen seit etwa drei Jahren fast jeden
Tag bei schönem Wetter ins Bad. "Wir fänden es total schade, wenn wir
hier nicht mehr baden könnten", erzählten sie. Beide wären bereit, mehr
für den Eintritt zu zahlen, falls dann das Problem aus der Welt
geschafft wäre. In
der Tag sind die Eintrittspreise sehr moderat und wurden seit Jahre
nicht mehr erhöht. So zahlen Erwachsene 1,60 Euro, Kinder einen Euro
für die Tageskarte. Angelika Riedl aus München (49) ist jedes
Wochenende im Freibad. "Ich finde es hier einfach wunderbar, es ist
spottbillig, übersichtlich und sauber", schwärmt sie. "Ich fände es
schade, wenn es zumachen würde, denn dann wäre der Treffpunkt für die
Jugendlichen weg. Und es ist immer das Gleiche, an die Teenager und
Kinder wird mal wieder überhaupt nicht gedacht. Das finde ich nicht in
Ordnung". Auch sie wäre bereit zwei bis drei Euro für den Eintritt zu
zahlen. Walter
Maily (62), seit 40 Jahren Spiegelauer Bürger, ist empört: "Ich finde
es eine Unverschämtheit überhaupt daran zu denken, das Freibad zu
schließen zu wollen. Es ist doch sowieso nur zehn Wochen im Jahr
richtig heißes Wetter und an den anderen Tagen des Jahres ist der
Aufwand für das Freibad gering". Er besitzt eine Saisonkarte für 25,60
Euro und wäre zu einem Aufschlag von 20 Prozent bereit. Renate Krüger (56), Urlauberin aus Berlin, ist begeistert: "Ich freue mich
immer wieder, wenn ich in das Bad komme. Vor allem genieße ich die Ruhe und die Sauberkeit hier." Ihr
Mann Ingolf Krüger (62), ist schockiert: "Ich kann nicht fassen, dass
das Bad vielleicht nächstes Jahr nicht mehr da ist. Meine Frau und ich
machen bereits das fünfte Mal hier Urlaub, diesmal kommen noch acht
Bekannte und wir werden bestimmt nicht mehr die Ferien hier verbringen,
wenn das Bad geschlossen wird".
LOKALTEIL GRAFENAU vom 19.06.2003: STADTLEBEN & LANDLEBEN Spiegelauer Feuerwehrler legen Prüfung ab Spiegelau
(ga). In der Feuerwehr Spiegelau legten sieben Aktive das
Leistungsabzeichen Löschangriff in der ersten Stufe ab. Unter den Augen
von Kreisbrandinspektor Michael Fleck, Kreisbrandmeister Fritz Friedl
und den Schiedsrichtern Manfred Fraas (Eppenschlag), Martin Geier
(Schöfweg) und Siegfried Wolf (Reichenberg) wurde nach den
verschiedenen Knoten, der Aufbau einer Wasserförderung mit
Strahlrohrstrecke gezeigt. Die Prüflinge (Katrin und Janina Döringer,
Andrea Nowak, Susanne Blach, Florian Boneder, Manuel Ebner, Dominik
Friedl) und zwei Aufstockungsteilnehmern (Gruppenführer Armin Garhammer
und Maschinist Josef Hannes) zeigten eine gute Leistung. KBI Fleck
sagte bei der Verleihung der Leistungsabzeichen, wie sehr er sich über
eine junge Gruppe (16-23 Jahre) freue. Er dankte den Ausbildern Michael
Schinabeck und Armin Garhammer für die aufgebrachte Zeit. Das Foto
zeigt das Anlegen eines Rettungsknotens.
HEIMATSPORT LANDKREIS FREYUNG-GRAFENAU vom 19.06.2003
Martina Glagow sportliches Zugpferd beim Volksfest Biathlon-Weltmeisterin und Weltcupsiegerin gibt am Samstag in Spiegelau Autogramme Spiegelau
(kl). Die TSV-Verantwortlichen hätten sich für ihr Volksfest kaum ein
sportlich erfolgreicheres (und noch dazu überaus attraktives) Zugpferd
wünschen können: Es ist ihnen gelungen, die Biathlon-Weltmeisterin und
Weltcupsiegerin Martina Glagow für eine Autogrammstunde zu gewinnen! Am
kommenden Samstag, um 17 Uhr, ist es so weit: Es gibt die ebenso
zierliche Sportlerin mit dem großen Kämpferherz im Volksfestzelt quasi
"zum Anfassen". Im TSV-Lager geht man davon aus, dass sich viele
Anhänger des - vor allem Dank des WSV Eppenschlag - auch im Landkreis
populären Biathlonsports und speziell die Fans von Martina Glagow diese
Gelegenheit, die Sportlerin näher kennenzulernen, nicht entgehen lassen
werden. Naturgemäß
ergibt sich fast von selbst die Frage: Wie kommen die "Glasmacher" an
diesen (sportlich betrachtet) "dicken Fisch"? Die Erklärung ist denkbar
einfach: Martin Glagow, der seine Tochter zu allen Rennen begleitet und
ihre Skier präpariert, wohnt seit geraumer Zeit in - Spiegelau! Hier
trainiert er bei der Sparte Badminton und interessiert sich auch sonst
für die sportlichen Ereignisse im TSV, ist unter anderem häufig
Zuschauer bei den Fußballspielen. Als die Vorstandschaft mit dem Wunsch
nach einer einer Autogrammstunde mit Martina Glagow an ihn herantrat,
hat Vater Martin sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt und seine
Tochter trotz ihres vollen Terminkalenders für das TSV-Volksfest
"verpflichtet". Die spontane und unkomplizierte Zusage von Martina
Glagow wird vereinsintern als Beweis für die sympatische Art dieser
Spitzenathletin gewertet. Die Spiegelauer - allen voran die
TSV-Vorstandschaft und Bürgermeister Josef Luksch - wollen sie deshalb
gebührend empfangen. Zur
Sportlerin selbst: Der 23-jährigen Martina Glagow, die in Garmisch
geboren wurde und derzeit in Mittenwald wohnt, waren die Skier
praktisch in die Wiege gelegt worden. Allererste sportliche Lorbeeren
erntete sie allerdings im alpinen Bereich. Mit elf Jahren wechselte sie
das "Fach". Nachdem sie einen schulinternen Skilanglauf mit deutlichem
Vorsprung vor der um bis zu drei Jahre älteren männlichen Konkurrenz
gewonnen hatte, war sie vom Trainer der Mittenwalder Biathleten
angesprochen worden - der Einstieg in eine großartige Karriere!
Die Anfänge Das
zierliche Mädchen erwies sich als wahres Naturtalent im Schießen und
nach nur wenigen Wochen Training nahm sie an ihren ersten
Biathlon-Wettkämpfen teil. Gleich in ihrer ersten Saison wurde sie
bayerische Schülermeisterin mit der Staffel und Sechste in der
deutschen Gesamtwertung ihres Jahrgangs. Ab
1994 folgte dann Titel auf Titel: Sie wurde bayerische
Biathlon-Schülermeisterin im Einzellauf und Sprint und Erste auch bei
den Bundesskispielen. 1995 und 1996 wurde Martina Glagow jeweils
zweifache deutsche Jugendmeisterin und Gewinnerin des Deutschlandpokal. Der
nächste Meilenstein: 1997 wurde sie - obwohl noch Jugendliche - in den
Nationalkader C berufen und gewann auf Anhieb die Gesamtwertung im
Junioren-Europacup. In diesem Jahr errang sie zudem zweimal Silber und
einmal Bronze bei den Juniorenweltmeisterschaften. Ein Jahr später lief
und schoss sie sechs erste Plätze im Junioren-Europacup heraus und
kehrte von den Juniorenweltmeisterschaften mit Staffelgold und Bronze
in der Einzelwertung heim. 1999 wurde sie sogar dreifache
Juniorenweltmeisterin in Sprint, Verfolgung und Staffel. Wie
sie bei den Juniorinnen aufgehört hatte, machte Martina Glagow im Jahr
2000 bei den Damen weiter: Im Europacup gewann sie vier der fünf ersten
Rennen und schlug alle internationalen Konkurrentinnen, die bereits im
Weltcup gestartet waren. Sie wurde in die deutsche Weltcupmannschaft
berufen und erreichte in ihrem ersten Rennen einen sechsten Platz in
Oberhof. Bereits drei Wochen später folgte der erste Weltcupsieg und
wenig später der zweite. Zum Schluss war sie 13. der Weltcup
Gesamtwertung. 2001
war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Herausragend der Gewinn der
Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften im Massenstart und der 9.
Platz in der Weltcup-Gesamtwertung. 2002 schaffte die ehrgeizige
Sportlerin frühzeitig die Qualifikation für die Olympiamannschaft. Nach
einem 7. Platz im Einzellauf in Salt Lake City (damit war sie
Zweitbeste im deutschen Team !) erhielt sie jedoch keinen weiteren
Einsatz und kam ohne Medaille zurück. Mit Platz 12 im Gesamtweltcup
beendete sie die Saison.
Große Erfolge Für
die vergangene Saison trainierte Martina Glagow noch intensiver und -
es sollte sich lohnen. Sie holte zwei deutsche Meistertitel, war bei 18
Weltcup- Einzelwettkämpfen unter den "top ten", sicherte sich WM-Bronze
mit der Staffel und wurde Weltmeisterin im Verfolgungswettkampf. Als
Krönung folgte der Gewinn des Gesamtweltcup , was zuvor noch keine
deutsche Biathletin geschafft hatte! Martina
Glagow, die sich als Angehörige des Bundesgrenzschutzes ganz ihrem
Sport widmen kann, strebt als nächste große Ziele die Teilnahme an der
Weltmeisterschaft 2004 in Oberhof und an den Olympischen Spielen 2006
in Turin an. Wie
viele prominente Sportlerinnen und Sportler, so hat auch die
erfolgreiche Biathletin einen Spitznamen. Doch warum sie in der Szene
"Molly" genannt wird, leuchtet nicht auf Anhieb ein. Unabhängig davon,
dass sie diesen Namen nicht besonders mag, erscheint er auch reichlich
unangebracht - bei ihrem Gewicht von nur 48 Kilogramm und einer
Körpergröße von 1,58 Meter! Unabhängig von Erfolg, Größe und Gewicht -
hübsch und nett ist Martina Glagow allemal. Das hat sie bei diversen
Interviews nach Wettkämpfen gezeigt und das dürfte sie auch bei der
Autogrammstunde am Samstag in Spiegelau unter Beweis stellen.
PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 16.06.2003 Panduren, Weltcupsiegerin, Franz Maget und fünf Spitzenkapellen beim Spiegelauer Volksfest Diesmal lässt es der Spiegelauer Sportverein zu seinem Fest so richtig
krachen — Die Maß Festbier kostet 4,70 Euro Spiegelau
(bi). Tradition ist dem Volksfest im Glasmacherort Spiegelau nicht
abzusprechen. Zur 53. Neuauflage erwartet das Festpublikum ab dem
kommenden Fronleichnamstag, 19. Juni, ein Programm mit gleich mehreren
Attraktionen und hochrangigen Besuchern. Die
Volksfestorganisatoren Erich Bachmann, TSV-Vorsitzender Rüdiger Greß,
Rudi Garhammer und Bürgermeister Josef Luksch haben sich diesmal
besonders engagiert, um für ”ihr Volksfest" eine Fülle von Attraktionen
an Land zu ziehen, die den Slogan auslösen: “Da muss man einfach hin!". Traditionell
wird das Spiegelauer Volksfest mit einem Standkonzert in der Ortsmitte
(Parkplatz bei der Glasfabrik) eröffnet, bei dem diesmal die “Haibacher
Musiblos´n" aufspielen wird. Und besonders farbig wird der Aufmarsch
der Vereine und Behörden hin zum Festzelt, weil gerade rechtzeitig die
Waldmünchner Panduren auf ihren Werberitt durch den Bayerischen Wald -
von Regen her kommend - den Glasmacherort mit Pferd, Reitern und Wägen
gegen 17.30 Uhr passieren werden. Also: Es gibt viel zu filmen und zu
fotografieren! Bürgermeister Josef Luksch wird
gegen 18 Uhr im Festzelt am alten Sportplatz das erste Fass
Bucher-Festbier anstechen, das eine Stammwürze von 13,3 % und einen
Alkoholgehalt von 6 Prozent haben wird. Ausgeschenkt wird das süffige
Festbier für 4,70 Euro pro Maß. Am ersten Festabend spielt die
“Haibacher Musiblos´n" im Festzelt auf. Der Fest-Freitag ist den Vereinen, Behörden und Betrieben gewidmet, für die ab 19 Uhr
die Spitzenkapelle “Passt scho!" ihr Debüt in Spiegelau gibt. Die
Kinder können dann am Samstagnachmittag mit ermäßigten Preisen bei den
Fahrgeschäften und mit dem Auftritt des Zauberer ”Waltini" (ab 15 Uhr
im Festzelt) rechnen. Den Festorganisatoren ist es gelungen, um 17 Uhr
zu einer Autogrammstunde mit der Sprintweltmeisterin und
Weltcup-Gesamtsiegerin Martina Glagow ins Festzelt einladen zu können.
Abends unterhält die Stimmungskapelle ”Bayerwaldsterne". Ein Tag der
Familie ist für Sonntag angesagt, dessen Programm um 15.30 Uhr mit
einer SPD-Kundgebung beginnt, zu der der SPD-Spitzenkandidat bei den
Landtagswahlen im Herbst, SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Franz
Maget, erwartet wird. Das Abendprogramm bestreitet die Spitzenkapelle
”Quattro Formaggi". Am
Montag, 23. Juni, klingt das Spiegelauer Volksfest mit dem
traditionellen Seniorennachmittag aus. Dabei werden ”Kurt und Klaus"
für Unterhaltung sorgen. Und zum Volksfestausklang wird dann die
Spitzenkapelle ”Six pack" in dem 1200 Leute fassenden Bucher-Festzelt
aufspielen.
PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 13.06.2003: Volksmusik dem Baumsteftenlenz zur Ehr’
101 Jahre Paul Friedl - Vereine richten eine Gedenkfeier für den
Bayerwald-Musiker und -Dichter aus. Von Theresia Wildfeuer Salzweg. Gelungene lustige und ernste
volksmusikalische Darbietungen der Salzweger Dearndln, der Geschwister
Diewald, der Neuhäusler Musi und von Konrad's Tanzlmusi sowie eine
Dia-Schau über das Leben und Werk von Paul Friedl (1902 bis 1989)
standen im Mittelpunkt einer großen Feier im Spetzinger- Stadl in
Salzweg, die an den Heimatdichter, Schriftsteller, Sänger, Musiker,
Lieder- und Geschichtensammler Paul Friedl erinnerte. Mit
einem launigen und ungewöhnlichen Begrüßungsdialog eröffneten die
Gstanzlkönigin Renate Maier aus Pfarrkirchen, Initiatorin der
Veranstaltung, und Moderator Jackl Koller aus Ruderting den Festabend.
Mit seinen Werken habe Paul Friedl "die Kultur vom Bayerischen Wald
rausgetragen in die Welt", sagte Jackl Koller. Den
Auftakt gab Konrad's Tanzlmusi mit Hans Waldbauer, Reinhard Lakota,
Cornelia Mandl, Konrad Schiermeier, Elisabeth und Bernhard Haiden mit
einem Walzer. Die Salzweger Dearndln mit Michaela Greiner, Manuela
Schätzl und Cornelia Mandl sangen gekonnt "Jessas Leit heit gibt's a
Musi" und "Die Summerzeit", Stücke von Paul Friedl. Jackl
Koller würdigte den Einsatz der Familie von Edelgard Grelczak aus
Waldhäuser. Ihr Vater Robert Link, ein Freund von Paul Friedl, sammelte
die Werke des "Baumsteftenlenz" und brachte sie im Eigenverlag heraus.
Es sei ihrem Vater zu verdanken, dass die Bücher erhalten geblieben
seien, betonte Jackl Koller. "Wenn
da Erst kimmt", gab D'Neuhäusler Musi von Vater Albert und Sohn Florian
aus dem Regensburger Raum zum Besten. Dr. Josef Bauer trug das
Mundartgedicht "Da Noaglhans" aus dem Bayerischen Liederbüchl und "Die
Gschicht' vo da baierisch Kellnerin" vor, eine der besten Erzählungen
von Paul Friedl. Dieser habe Handlung und Milieu so geschildert, dass
sie den Lesern unter die Haut gingen, so Josef Bauer. Lustige, schaurige und deftige Stücke, zum Beispiel "Bubikopf", "Es spukt" oder "Odlgruabn" gaben die
Geschwister Diewald aus Nittenau, Arcelita und Len Len, deren Mutter von den Philippinen stammt, zum Besten. Mit
witzigen, frechen und kecken Einlagen umrahmte die Gstanzlkönigin die
Musikeinlagen. In zwei Dia-Schauen zeigte Hermann Beiler, der zusammen
mit Max Schinabeck die Gründung des Paul-Friedl-Fördervereins plant,
Leben, Werdegang und Werk von Paul Friedl sowie die Maßnahmen zur
Erhaltung des Paul-Friedl-Geburtshauses in Spiegelau. Der Salzweger
Bürgermeister Horst Wipplinger sicherte dem in Gründung stehenden
Paul-Friedl-Förderverein seine Unterstützung zu. Der Heimat- und
Trachtenverein Salzweg unter Leitung von Richard Schenk bewirtete die
Gäste.
PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 09.06.2003: Gemeinderat Spiegelau berät über schmerzhafte Einschnitte Spiegelau
(ul). Bei den drei Sitzungen des Finanzausschusses zum Haushalt 2003
(wir berichteten) waren auch Vorschläge für Einsparungen gemacht
worden. Darüber wurde nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung
abgestimmt. Das 25-Euro-Geldgeschenk
für Alters- (ab 80 Jahre) und Ehejubilare (ab goldener Hochzeit)
bleibt. Es wurde nicht auf 20 Euro gekürzt. Allerdings soll das Geld in
einen Einkaufsgutschein für alle Spiegelauer Geschäfte umgewandelt
werden.
Aufrechterhalten bleibt auch die Bezahlung der Bewirtung durch die
Gemeinde bei Generalversammlungen und Leistungsprüfungen der
Feuerwehren. Zwischen 500 und 700 Euro jährlich werden laut Kämmerer
Ludwig Friedl dafür aufgewendet. Lautstarker Protest Allein die Verlesung der Sparvorschläge im Feuerwehrwesen
zu Beginn der Sitzung veranlasste schon Spiegelaus
Feuerwehrkommandanten Kurt Kirchner und seinen Vater Philipp durch
lautes Türknallen und Verlassen der öffentlichen Sitzung ihren Protest
kund zu tun. Dabei kam's letztendlich gar nicht so schlimm und sie
ernteten von den Verbliebenen nur verwundertes Kopfschütteln für das
Verhalten. (ul). Gekündigt wird zum nächstmöglichen Termin die Mitgliedschaft im Verein "Feuerwehrerholungs- heim Bayrisch Gmain" mit 114 Euro im Jahr. Aufgehoben wird auch die Beitragsübernahme für den Kreisfeuerwehrverband
(267 Euro). Weiterhin bezahlt werden die 25 Euro Zuschuss zu den Vereinsuniformen der Feuerwehren. Sprechgarnituren
für Atemschutzträger sind zwar von der Feuerwehr gewünscht, zählen aber
nicht zur Pflichtausstattung. Deshalb kam der Gemeinderat überein,
stattdessen lieber in vernünftige Saug-Garnituren zu investieren, die
bei Überschwemmungen eingesetzt werden. Noch heuer soll das Löschfahrzeug LF 10/6 für die Feuerwehr Spiegelau
(Kosten: zirka 242 000 Euro) bestellt werden. Ab 2004 wird es bezahlt. Vollständig
auf eigene Regie und Kosten hatte die Feuerwehr Oberkreuzberg eine
Galerie in ihr Gerätehaus eingebaut. Nun tat es ihr die Feuerwehr
Klingenbrunn nach und bat die Gemeinde um einen Zuschuss zu den
Materialkosten von 884 Euro. Im Zuge der Gleichbehandlung plädierten 3.
Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß und Gemeinderat Anton Seibold dafür,
den Zuschuss nicht zu gewähren. Das Gremium schloss sich an. Nicht länger Mitglied beim Bund Naturschutz (77 Euro Jahresbeitrag) wird die Gemeinde zum nächsten Kündigungstermin sein.
Einstimmig wurde vom Gemeindegremium beschlossen, den Spielplatz am Freibad aufzugeben,
weil er zu wenig genützt werde. Dafür sei der Pflege- und
Wartungsaufwand zu groß. Die Spielgeräte sollen ins Freibadgelände
integriert werden. Aber was wird aus dem sanierungsbedürftigen Freibad?
Eine abrupte Schließung lehnte Bürgermeister Josef Luksch ab, weil es
noch im neuen Prospekt der Tourismusgemeinde Spiegelau enthalten ist.
In einer eigenen Sitzung im Juli soll über die Zukunft des Freibads
entschieden werden. Eine längere Debatte entbrannte zum Thema "Bauhof veräußern".
Gemeinderat Erhard Wawrzek beklagte wiederholt dessen hohe
Personalkosten und die mangelnde Organisation. Durch die Vergabe von
Bauhof-Arbeiten an Privatfirmen könnte seiner Meinung nach gespart
werden. Bürgermeister Luksch führte an, dass seit seinem Amtsantritt
1996 bisher nur die Bankettmäharbeiten hätten günstiger erledigt werden
können, weil es einfach an Wettbewerbern fehle, die die Preise drücken
könnten. Nach
der Anmerkung von Elke Prosser-Greß, sie wolle nur diskutieren, wenn
Fakten und ein ausführliches Konzept für die Bauhof-Veräußerung
vorlägen, regte 2. Bürgermeister Kurt Zettl eine Sondersitzung "Bauhof"
an. Dem Vorschlag wurde zugestimmt. Die Renovierung der staatlichen Zivildienstschule,
an der sich der Bund über Abschreibungen beteilige, kündigte Luksch an.
Notwendig seien Dach- und Spenglerarbeiten, die Abdichtung des Erkers,
neue Beläge am Eingang und Malerarbeiten an der Fassade und im Innern
der Schule. Die Anleinpflicht für große Hunde
bleibt. Damit kam der Gemeinderat der Bitte des Ehepaars Alice und
Andreas Alteneder und anderer Oberkreuzberger Bürger nicht nach, die
erst im Mai erlassene Verordnung wieder aufzuheben. Doch entfernt wird jetzt die
Wertstoffinsel an der Unteren Ringstraße
in Oberkreuzberg. In mehreren Sitzungen war nach Beschwerden der
Anwohner vor allem über die Lärmbelästigung beim Einwerfen von Flaschen
und Büchsen darüber beraten worden. Die Wertstoffinsel kann aber nur
deshalb entfernt werden, weil sich 500 Meter weiter der Recyclinghof
befindet, der Mittwoch- und Freitagnachmittag und am Samstagvormittag
geöffnet hat.
PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 07.06.2003: Wenn Glas und Musik verschmelzen Spiegelauer Glashüttenfest begeistert alle - Kurzweilige Show - Besucher-Porträts aus Glas Spiegelau
(cmg). Am Wochenende ist die diesjährige Glashüttenfest-Staffel
eröffnet worden: Mehr als 200 Besucher kamen in die gemütlich
geschmückte Ofenhalle und genossen bei deftigen Schmankerln einen Abend
voller Musik, Brauchtum und einer kurzweiligen Show rund um die Welt
der Glasproduktion. Seit fünf
Jahren gilt die Veranstaltungsreihe in der Spiegelauer Ofenhalle -
gleichermaßen informativ, wie auch unterhaltsam - als Höhepunkt bei den
Sommerfesten. "In den vergangen Jahren kamen immer wieder Firmen aus
der Region vorbei, um mit ihrer Belegschaft gemütlich zusammen zu
sitzen und die Atmosphäre zu genießen", freute sich Organisatorin
Christine Fruth. Die
Atmosphäre ist wirklich ein Genuss: Kiloschwere Glasmengen werden in
unmittelbarer Nähe der Besucher in ansehnliche und funktionale Formen
gebracht. Ein dramatischer Augenblick als Glashüttenmeister Schopf, auf
einer Leiter balancierend, 50 Kilo heiße Glasschmelze in eine über zwei
Meter große mundgeblasene Vase verwandelt. Doch
bei aller Information um den Werkstoff und die Fertigungsprozesse,
haben die Glaskünstler auch nicht auf Fröhlichkeit und Humor
verzichtet. Das Publikum wurde kräftig in die Glas-Show mit einbezogen:
Beim "Mäderl"-Glasblasen stellten Frauen ihr Können unter Beweis, das
rotglühende Glas zu mehr oder weniger runden Kugeln zu formen. Die
Teilnehmerinnen wurden anschließend mit dem "Glasmacher-Diplom" unter
viel Applaus ausgezeichnet. Beim
Porträt eines Besuchers stand nicht so sehr die realistische
Darstellung im Vordergrund, vielmehr eine witzige und farbenfrohe
"Glaserinnerung", die das freiwillige Modell mit nach Hause nehmen
durfte. Das Publikumsquiz lockte mit vielen hochwertigen Glaspreisen,
die an den Tischen ein begeistertes Echo fanden. "Ich
wollte immer schon einmal im Bayerischen Wald Urlaub machen. Und es ist
wirklich toll, wie freundlich wir hier aufgenommen worden sind. Wenn
dann auch noch die Möglichkeit besteht, selbst das Tanzbein zu
schwingen, ist der Abend perfekt!", so die begeisterte Thüringerin
Karen Hanke, die mit Freunden ihren Pfingsturlaub in Spiegelau
verbringt. Die
"Arber-Spitzbuam" verwandelten den Hüttenraum mit traditionellen und
modernen Klängen - vom Glashüttenlied, über eingängige Popklassiker bis
hin zu ungarischen Weisen - in beste Feierlaune. Ein ganz besondere
Attraktion: Max Scholz mit seiner gläsernen Trompete. Der Musiker
entlockte dem Instrument, das wie ein überdimensionierter Glaskolben
mit viel zu engem Hals und abgeschlagen Boden aussieht, wohlklingende
Töne. Die
Wolfstoaner Buam brachten mit Schuhplattlern, Zwiefachen und
Glockenspielen das richtige Quantum an Folklore in den Abend. Sein
Debüt gab der ehemalige Spiegelauer Hüttenmeister Theo Schönberger als
Moderator: Souverän führte er die Gäste durch den Abend und verlieh
durch sein Hintergrundwissen dem Fest auch einen verständlichen
Informationscharakter. "Wir sind ganz treue
Anhänger der Glashüttenfeste und sind fast immer mit im Publikum. Heute
waren wir natürlich schon auf den neuen Moderator gespannt - aber alles
klappte wie am Schnürchen!", freuten sich die Spiegelauer
Geschäftsleute Manfred und Heliane Halser. Die
Glas-Exponate, die während der Veranstaltung im Ambiente des
Hüttenofens gefertigt wurden, konnten vom Publikum im Anschluss an das
Hüttenfest gekauft werden. Der nächste Hüttenabend wird am 18. Juli in
der Spiegelauer Ofenhalle steigen.
Auto prallt gegen die Waldbahn Spiegelau
(mf). Zu einem Unfall mit der Waldbahn kam es gestern morgen in
Spiegelau. Eine 70-jährige Autofahrerin prallte seitlich gegen den Zug,
der aus Richtung Grafenau kam. Die Rentnerin und die 20 Insassen der
Bahn blieben bei dem Unfall unverletzt. Die
Frau näherte sich von der Steinklammstraße dem unbeschrankten
Bahnübergang. Offensichtlich übersah sie dabei den aus Grafenau
herannahenden Triebwagen und prallte im Lokführerbereich dagegen. Dabei
wurde der BMW der Frau mitgeschleift, bevor er nach dem Bahnübergang im
Gleisgraben zum Stillstand kam. Der Gesamtschaden beläuft sich auf
zirka 30 000 Euro. Die Bahnverbindung von Grafenau nach Zwiesel war für
etwa zwei Stunden gesperrt. Wie Augenzeugen berichteten, hatte die
Frau, die gerade von einem Arztbesuch kam, den rechten Fuß bandagiert.
Inwieweit diese Behinderung in Zusammenhang mit dem Unfall steht, ist
noch unklar.
LOKALTEIL GRAFENAU vom 06.06.2003: Spiegelaus
Kämmerer mahnt strikten Sparkurs an. „Schlechtester Haushalt seit 20
Jahren“ - Über 715 000 Euro fehlen - Aufwendungen für die Feuerwehren
überdenken
von Ursula Langesee Spiegelau.
Den "schlechtesten Haushalt seit 20 Jahren" musste Kämmerer Ludwig
Friedl bei der jüngsten Gemeinderatssitzung verlesen. Erstmals seit der
Gebietsreform 1972 konnte aus dem Verwaltungshaushalt keine Zuführung
zum Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden. Ein schwacher Trost: die
desolate Situation ist nicht hausgemacht, sondern Ausdruck der
allgemein schlechten Finanzlage der Gemeinden. Der
Gesamthaushalt hat ein Volumen von 7,13 Mio. Euro (Verwaltungshaushalt:
4,7 Mio. Euro, Vermögenshaushalt: 2,43 Mio. Euro) und ist damit um 316
000 Euro höher als der Haushaltsplan 2002. Trotz
Personaleinsparungen und der Reduzierung von Verwaltungs- und
Betriebsausgaben konnte der Verwaltungshaushalt nur durch eine
Zuführung von 180 400 Euro vom Vermögenshaushalt abgeglichen werden.
Ursache dafür sind laut Kämmerer Ludwig Friedl Einbrüche bei der
Einkommensteuerbeteiligung, der Schlüsselzuweisung und der
Gewerbesteuer mit zusammen 510 465 Euro bei gleichzeitiger Erhöhung der
Kreis- und Solidarumlage um 204 694 Euro. "Der
Soli stört mich. So lange es uns gut gegangen ist, konnte man ihn ja
zahlen, aber jetzt. Das ist einfach deprimierend", äußerte sich dazu
Gemeinderat Anton Seibold (CSU). Von 1995 bis 2003 hat die Gemeinde
Spiegelau 818 000 Euro für die Solidarumlage aufgewendet. Bei den kostenrechnenden
Einrichtungen wird bei der Abwasserbeseitigung wieder ein Fehlbetrag
von 24 300 Euro erwartet. Etwas besser sieht es bei der
Wasserversorgung aus. Durch die Gebührenerhöhung zum 1. Januar 2003 und
den seit Jahren erstmals gestiegenen Wasserverbrauch kann der
Fehlbetrag heuer auf 9000 Euro reduziert werden. Keinen Lichtblick gibt
es beim Bestattungswesen. Trotz der Gebührenerhöhung zum 1. Mai wird
heuer keine Kostendeckung erreicht. Von 1995 bis 2001 mussten laufend
Fehlbeträge zwischen 16 000 und fast 80 000 Euro verkraftet werden. Die Schulden steigen auf voraussichtlich 3,66 Mio. Euro. Das ist eine Pro-Kopf-Verschuldung
von 872 Euro (Landkreisdurchschnitt 936 Euro). Wie
und wann der eingeplante Kreditrahmen mit einer Netto-Neuverschuldung
von 479 300 Euro ausgeschöpft werden muss, hängt von der Verwirklichung
der Investitionen und der Auszahlung von Förderungen ab. Als "gerade
noch vertretbar" bezeichnete Kämmerer Friedl den Kreditrahmen. Er
warnte aber eindringlich vor einer weiteren Verschuldung. "Wir befinden
uns sonst schnell in der Schuldenfalle." Für Investitionen sind im
Vermögenshaushalt 1,66 Mio. Euro eingeplant. Mittelfristig sind weitere
Investitionsmaßnahmen von rund 3,88 Mio. Euro vorgesehen. Darin sind
aber noch nicht die Kosten für die Generalsanierung der Kläranlage
Spiegelau enthalten. Abschließend
mahnte Friedl, eine strenge Ausgabendisziplin an den Tag zu legen.
"Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen (siehe eigener Bericht)
werden dazu kaum ausreichen. Die Finanzlage erfordert es, auch über
unpopuläre Maßnahmen wie die Schließung des Freibads und die enormen
Aufwendungen für die Feuerwehren nachzudenken." Seiner
Meinung nach könnte durch eine Änderung der Alarmierungsschleife die
Einsatzbereitschaft der gemeindlichen Feuerwehren zum Nulltarif
sichergestellt werden. Für
die Herstellung der finanziellen Leistungsfähigkeit sei es auch
notwendig, sämtliche Einnahmequellen konsequent auszuschöpfen. Der
Kämmerer schlägt deshalb vor, eine neue Globalrechnung für die
kostenrechnenden Einrichtungen in Auftrag zu geben und den Mut
aufzubringen , diese Einrichtungen kostendeckend zu betreiben. Mit
einer Gegenstimme (Erhard Wawrzek, Freie Wähler) wurden die
Haushaltssatzung, Finanzplan und Investitionsprogramm vom Gemeinderat
genehmigt.
Siedlerbund seit einem Jahr fest im Boden verankert
Morgen: Sommernachtsparty zum Einjährigen Spiegelau
(dö). Seit einem Jahr besteht in der Gemeinde eine
Selbsthilfe-Organisation, deren Ziel es ist, Familien mit Haus und
Garten unterstützend unter die Arme zu greifen: der Siedlerbund
Spiegelau. Der Verein gibt wichtige Ratschläge und Hilfe bei Problemen
rund um das Eigenheim. "Eine
unverzichtbare Einrichtung, die mithilft, Wohneigentum zu schaffen",
meint die überaus rührige Vorsitzende des über 40 Mitglieder starken
Siedlerbundes, Maria Straßer. Es werden Vorträge und Schulungen
angeboten. Nebenbei haben sich die Siedler aber auch die Traditions-
und Geselligkeitspflege auf ihre Fahne geheftet. Die Teilnahme an den
örtlichen Veranstaltungen wie z. B. Volksfest, Pandurenfest, Hiagstroas
oder dem Christkindlmarkt ist selbstverständlich. Zudem
reisen die Siedler gerne. Vom Siedlerbund-Bezirk wird von 30. August
bis 6. September eine Fahrt nach Schlanders in Südtirol angeboten und
am 16. August darf auf einem Donauschiff das Tanzbein geschwungen
werden. Zudem bietet der Landesverband heuer verbilligte
Eintrittskarten für die Kleine Landesgartenschau in Roth bei Nürnberg
an. Am
morgigen Samstag, 7. Juni, feiern die Siedler bei einer
"Summernightparty" ab 15 Uhr in der Mehrzweckhalle das einjährige
Bestehen. Für ein buntes und abwechslungsereiches Programm sorgen am
Nachmittag die Kindertanzgruppe "Fitz" aus Schönberg", Theresa Friedl
(Klavier), Leopold Friedl (Akkordeon), Franziska Pauli (Akkordeon und
Gesang), Alexander Wagner (Akkordeon) und eine Jugend-Band. Am Abend
werden "Wanzenpressn", "Six Pakk" und "7 up" auftreten.
LOKALTEIL GRAFENAU vom 02.06.2003: Einheit in versöhnter Verschiedenheit
Ökumenischer Gottesdienst zum „Jahr der Bibel“ in der Pfarrkirche
Foto
Spiegelau (ul). Parallel zum Abschlussgottesdienst des ersten
ökumenischen Kirchentages in Berlin feierten gestern katholische und
evangelische Christen gemeinsam die 10-Uhr-Messe in der Spiegelauer
Pfarrkirche als Wortgottesdienst. Zugleich ist das "Jahr der Bibel"
Anlass für die Feier, denn sie verbindet die Christen miteinander. Der
erste ökumenische Kirchentag bedeutete einen großen Schritt auf dem Weg
zur Einheit der Kirche. Diesen Weg hat die Spiegelauer Kirchengemeinde
schon ein gutes Stück beschritten. Hier wird die Ökumene seit Jahren
gelebt, sind die Gotteshäuser Heimat für Gläubige beider Konfessionen. Und
trotzdem, zur Haupteucharistiefeier am Sonntag "nur" einen
Wortgottesdienst anzubieten und der evangelischen Kirchengemeinde im
Grafenauer Land zu dieser Zeit keinen anderen Gottesdienstbesuch zu
ermöglichen, war ein Wagnis.
Doch es wurde eine rundum gelungene, stimmungsvolle Feier in der gut
gefüllten Kirche, in die sich die Christen beider Konfessionen
gleichermaßen einbrachten. Die Kirchenchöre von Spiegelau und
Riedlhütte untermalten wohltönend die schöne Feierstunde. Am Altar hatten sich
Pfarrer Hubert Gerstl als Gottesdienstleiter, Pfarrer Friedemann Kohler
als Prediger, Diakonin Gabriela
Neumann-Beiler, Pastoralassistentin Maria Öllinger und
Gemeindereferent Otto Öllinger mit den Ministranten versammelt. In
seiner Predigt bezog sich Pfarrer Kohler auf das Thema des ökumenischen
Kirchentages, der Stelle im Alten Testament , wo Gott zu Abraham sagt
"Ich will euch segnen und ihr sollt ein Segen sein". Ein Segen könne
sein, dass durch den Kirchentag grundgelegt, nun ein weiterer Schritt
in Richtung gemeinsames Abendmahl oder Eucharistiefeier getan wurde. Zu
der Frage, ob nicht der Segen zwischen den Konfessionen schief hänge,
meinte der evangelische Geistliche, dass in einer guten Familie jeder
seine Eigenarten bewahren dürfe. Als "Einheit in versöhnter
Verschiedenheit", bezeichnete es Kohler. Man müsse sich nicht wie ein
Ei dem anderen gleichen, wichtig sei der Zusammenhalt. "Es
ist gut, dass wir den Segen weitergeben können, auch an die, die uns
verfluchen - wie es im Lukasevangelium heißt. Christus hat uns stark
dafür gemacht. Und im Glauben an Jesus sind wir eins", schloss er seine
Predigt. Als Zeichen der Verbundenheit der katholischen und evangelischen Christen wird Pfarrer Hubert Gerstl im
Gegenzug am Reformationstag in der Martin-Luther-Kirche predigen.
PNP
LOKALTEIL GRAFENAU vom 26.05.2003: Im „tiefsten Wald“ tobte der Rock-
und Punkbär
Fotos Rund
800 Besucher beim „deepest-wood-Festival“ mit drei Bands im Spiegelauer
Kurpark - Temperatursturz in der Nacht. von Karin Friedl Spiegelau.
Von leise bis laut, von gefühlvoll bis ohrenbetäubend - beim ersten
"deepest-wood- Festival" im Spiegelauer Kurpark bekamen die rund 800
Besucher die ganze Bandbreite des Rock und Punk geboten. Das Team vom
Jugendzentrum "Flash" hatte die Rocknacht perfekt organisiert. Die
fünf Mädels von "The Certain Touch" aus Amberg ließen das Festival mit
relativ leisen Tö nen anklingen. Bei praller Sonne und Besuchern, die
sich weit über das großflächige Gelände verstreut hatten, war es für
die Powerfrauen anfangs schwierig, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Der
Rock-Klassiker "Proud Mary" ging fast unter, obwohl die Mädchen mit
perfekt harmonierenden Stimmen beeindruckten. Einige Altrocker gingen
mit gutem Beispiel voran und beim Cindy Lauper-Hit "Girls just wanna
have fun" wurden auch die Forderungen der Besucher lauter: "Anlage
aufdrehen, wir hören nichts!" Als "The Certain Touch" dann mit
Eigenkompositionen aufwarteten, die durch gefühlvollen Gesang und
Einfallsreichtum bestachen, wurde auch der Applaus langsam stärker. Da
konnte es sogar vorkommen, dass die Schlagzeugerin auf einmal zur
Klarinettistin wurde. Worauf
das Publikum aber wirklich abfuhr, wurde beim Schlusslied der fünf
Frauen klar: Als sie bei einer eigenwilligen Version von "Ain't no
sunshine" in ihre Mikrofone grölten, hatten sie alle Herzen auf ihrer
Seite und die Zugabe-Rufe waren ihnen sicher. Die
zweite Band des Abend traf besonders die Seele der eingefleischten
Punker. Ohrenbetäubender Gesang zu wildem E-Gitarren-Spiel lieferten
"The Rudes" aus Malgersdorf bei Eggenfelden. Andere Festival-Gäste
konnten dem "Lärm" wenig abgewinnen. "Das soll Musik sein? Ich bin echt
froh, wenn die wieder aufhören." Das war dann auch ziemlich schnell
der Fall und die Lokalmatadore von "Quattro Formaggi" eroberten die
Bühne. Nach einer kurzen Werbeeinlage für ein bayerisch-tschechisches
Kabarett, das im Juni im Spiegelauer Schnapsmuseum aufgeführt wird,
legten die Jungs los. Nach
den zwei speziellen Bands, fanden bekannte Rocknummern zum Mitsingen
wie "I shot the Sheriff" oder "Purple Rain" bei allen
Festival-Besuchern Anklang. Dass nun auch endlich getanzt werden
konnte, war angesichts der mittlerweile eisigen Temperaturen wirklich
hilfreich. Dass
es draußen nach einem Temperatursturz nur noch mit klappernden Zähnen
und schlotternden Knien auszuhalten war, bescherte im Bierzelt
besonders der Bar Hochkonjunktur. Dort wurde - nachdem "Quattro
Formaggi" um Mitternacht die Instrumente niedergelegt hatten - noch bis
in die frühen Morgenstunden gefeiert. "Eine tolle Veranstaltung",
lautete abschließend das Resümee von Gästen und Veranstaltern. Dass
es keine negativen Zwischenfälle gab, darf in erster Linie der
perfekten Organisation zugesprochen werden. Seit Wochen hatte das Team
vom Jugendzentrum Flash hart gearbeitet. Bauzaun zur Absperrung musste
beschafft, das Zelt aufgebaut und die einzelnen Helfertrupps
koordiniert werden. "Unglaublich, an was man da alles denken muss",
hatte Hauptorganisator Manfred Halser schon im Vorfeld des Festivals
gesagt. Der
Fleiß hat sich für die Jugendlichen allerdings ausgezahlt. Denn auch
die älteren Besucher waren voll des Lobes: "Es ist schön, dass in
Spiegelau auch mal wieder etwas gemacht wird. Man darf den jungen
Leuten ruhig etwas zutrauen."
PNP
LOKALTEIL GRAFENAU vom 23.05.2003: Renovierung der Pfarrkirche groß
gefeiert
Foto Neues Dach und neues Mauerwerk - Gottesdienst mit Ex- Generalvikar Lorenz Hüttner Klingenbrunn
(ww). Ein neues Dach und ein neu verfugtes Bruchsteinmauerwerk hat die
Pfarrkirche "Maria, Hilfe der Christe" bekommen. Diese Renovierung
wurde jetzt mit Dompropst Lorenz Hüttner gefeiert. Wie
anno 1928 grüßt nun wieder ein vergoldetes Kreuz vom Kirchturm in das
Grafenauer Land. Vor 75 Jahren wurde das Klingenbrunner Gotteshaus in
armer Zeit unter grossen Opfern und reger Mithilfe der Bevölkerung
errichtet. Der
Kirchenchor und die Klingenbrunner Bläser eröffneten den
Festgottesdienst eindrucksvoll. Kirchenpfleger Josef Erhard begrüßte
als Ehrengäste Dompropst Lorenz Hüttner, Altbürgermeister Hans Stadler,
2. Bürgermeister Kurt Zettl und die Mitglieder des Gemeinderates,
Pfarrsekretärin Barbara Weber, Architekt Heinrich Scholz und
Innungsobermeister Robert Ebner. Erhard
bedankte sich bei allen, die bei der Renovierung mitgewirkt haben. Ein
besonderer Dank galt dem Mesnerehepaar Eduard und Marianne Süß, das
sich während der schwierigen Bauarbeiten besonders engagierte. Der Dank
galt auch dem Diözesanbauamt, dass die Massnahme unverzüglich
bearbeitete und der Diözese, die zwei Drittel der Gesamtkosten von 260
000 Euro außerplanmässig zur Verfügung gestellt hatte. Mit
den Liedern "Früher Morgen" und "Das Licht der Morgensonne" führte der
Liederkranz Klingenbrunn in den Sonntag. "Welche Farbe hat die Welt"
zeigten die Kindergartenkinder danach mit ihrem Tanz vor dem Altar.
"Der Herr ist mein Hirt" ein besonders schöner Psalm, intoniert von
Kantor Horst Prosser, begleitet von Organist Josef Wilhelm, berührte
die Kirchenbesucher tief. "Christus
soll in unserer Mitte wohnen, die Kirche ist das Zeichen dafür, dass
Gott immer bei uns ist, unsere Heimat ist - Kirche als Wahrzeichen des
Orts", erinnerte Dompropst Lorenz Hüttner die Gläubigen in seiner
Predigt und sprach seine Glückwünsche zur Renovierung aus. Dranbleiben
am Glauben und an der Kirche wünschte der bisherige Generalvikar der
Pfarrei Klingenbrunn für die Zukunft. Zum Ende des
feierlichen Gottesdienstes klang es gewaltig mit den Chören und allen
Gläubigen "Großer Gott wir loben dich". Für das leibliche Wohl der
Festbesucher wurde anschließend im Pfarrheim gesorgt. Die musikalische
Unterhaltung übernahm die Blaskapelle Klingenbrunn unter der Leitung
von Kurt Kufner. Großes
Lob fanden alle Gäste für die jungen Musiker, die eine umfangreiche
Palette von Musikstücken beherrschen. In der Kirche bewiesen sie
Feingefühl für das Gotteslob, im weltlichen spannten sie den Bogen vom
Heimatlied über Schlagermelodien bis nach New Orleans.
16.05.2003 PNP LOKALTEIL GRAFENAU: Zehn Künstler - eine imposante Ausstellung
Foto Die Gruppe „Jungwuchs“ stellt sich vor - Vernissage im Spiegelauer Schnapsmuseum Spiegelau. Es geschieht nicht oft, dass gleich zehn Künstler sich zusammen tun, um
gemeinsam ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gruppe "Jungwuchs" hat es gewagt. Ganz unterschiedliche Kunst- und Stilrichtungen, Bilder, Skulpturen und Objekte sind auf der Galerie im
Spiegelauer Schnapsmuseum zu betrachten. Mehr
als 120 Gäste konnte die Vernissage am Samstagabend verzeichnen. Und
das trotz vieler zur gleichen Zeit stattfindender anderer
Veranstaltungen. Selbst Landrat Alexander Muthmann und seine Gattin
hatten es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein. Wer
gekommen war, kam auch auf seine Kosten. Die Geschwister Barbara und
Franz Hauzenberger boten mit Harfe und "Ziach" die musikalische
Umrahmung des Abends. Nach einer freundlichen und kurzen Begrüßung
durch Herbert Kammermeier als Sprecher der Gruppe "Jungwuchs" führte
Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier in die Ausstellung ein. Er
sprach von einem gewissen Geheimnis, dass nach wie vor um jeden
Kunstschaffenden besteht, von der sich lohnenden Mühe, sich in ein Werk
hinein zu fühlen, es zu erspüren und zu erahnen. Reimeier
erzählte von der mutigen Idee der Künstler, sich trotz ihrer
Verschiedenheiten zusammen zu tun, von der Wahl des Namens "Jungwuchs",
der gerade hier in unserer Region besondere Bedeutung habe. Hier, wo
die Natur im Umbruch sei und Trauer, Verzweiflung und Angst Hand in
Hand gingen mit Hoffnung, Aufbruch und neuem Wachstum. Seit
vielen Jahren bereichern die Mitglieder des "illustren
Künstlerstammtisches", wie sich die Gruppe selbst auch nennt, unsere
Region mit ihren Werken, Gedanken und Phantasien. Das hat durchaus auch
große Außenwirkung. Viele Gäste und Besucher Spiegelaus behaupten, dass
es nirgends so viel künstlerische Aktivität gibt wie im Bayerwald. Hinter
der Gruppe "Jungwuchs" verbergen sich zehn Künstler. Auf jeden
einzelnen Kunstschaffenden ging Karl-Heinz Reimeier ein. Zehn Künstler,
zehn Individualisten stellte er vor: Rudi Seidl mit seinen feinsinnigen
Aquarellen, Erhard und Florian Köck mit ihren Bildern und Objekten aus
Glas, Herbert Kammermeier mit seinen Holzschnitten, Susanne Zuda mit
ihren phantastischen und farbigen Bildern, Michael Schreiner mit seinen
magisch-mythischen tief geschnittenen Glasobjekten, Regina Fleck mit
Bleistift, Kohle und Pastellkreide, Josef Schneck mit seinen kräftigen
Bildern und Skulpturen, Siegfried Stockbauer mit lebendigen
Naturlandschaften, Heinz Robl als Verfechter künstlerischer Freiheit,
bei dem Farben, Formen und Gedanken ineinander verschmelzen. K.-H.
Reimeier erinnerte aber auch daran, dass genau vor 70 Jahren ebensolche
Künstler verfemt und ihre Werke verbrannt wurden. Er erinnerte daran,
dass wir dafür dankbar sein dürfen, heute in Freiheit malen, schreiben
und reden können. Die Ausstellung im Spiegelauer Schnapsmuseum ist noch bis zum 19 Juli zu sehen. Einen lohnenden "virtuellen"
Rundgang bietet die Website www.jungwuchs.de. Hermann Beiler
Müll von den Pisten geholt
Foto Spiegelau
(ga). 15 Sportler des Spiegelauer Skiclubs, darunter viele Kinder,
haben in den Fluren rund um Spiegelau tüchtig aufgeräumt. Die Aktiven
fanden sich am Loipeneinstieg in Spiegelau ein und säuberten nicht nur
das Loipennetz Schwarzachtal, sondern auch das Waldgebiet hinter der
List, den Waldrand an der Fatimakapelle, den Umgriff des Parkplatzes am
ehemaligen Klingenbrunner Pflanzgarten und den Straßenrand Richtung
Klingenbrunn Bahnhof. Insgesamt sammelten die Sportler zehn Säcke
voller Müll und Unrat ein. Josef Erhard vom Skiclub Spiegelau gesteht
der Aktion zwar erzieherischen Wert für die Kinder zu, betont jedoch,
dass es nicht auf Dauer Aufgabe der Kinder sein könne, dem Müll der
Erwachsenen, die sie bei ihrem winterlichen Sport in der Landschaft
verstreuen, hinterher zu laufen.
09.05.2003 PNP LOKALTEIL GRAFENAU: AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Genehmigung für LF 10/6 liegt vor Durch
ein Schreiben der Regierung von Niederbayern liegt die Genehmigung zur
vorzeitigen Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 10/6 für die
Feuerwehr Spiegelau vor. Auf 242 000 Euro schätzt Bürgermeister Josef
Luksch die Kosten für das Fahrzeug. 178 000 Euro davon sind
förderfähig, allerdings muss für die Bereitstellung der Mittel ein
Zeitraum von fünf Jahren eingerechnet werden. Deshalb machte Luksch den
Vorschlag, nach der Abstimmung mit Kreisbrandrat Klaus Fehler über die
Ausstattung des LF 10/6, noch heuer die Ausschreibung durchzubringen
und im nächsten Jahr zu bezahlen.
Einhelliges "Ja" zur Kellberger Erklärung Unisono
schloss sich der Gemeinderat Spiegelau der sogenannten "Kellberger
Erklärung" an. Darin unterstützt der Kreisverband Passau des
Bayerischen Gemeindetages das Bestreben der Gemeinde Fürstenstein
aufgrund der desolaten Finanzsituation der Kommunen gegen die
derzeitige Umlagenpraxis vorzugehen und eine Finanzreform einzuleiten. Der Widerspruch richtet sich vor
allem gegen den Finanzausgleich, die Gewerbesteuerumlage, die von 20
auf 28 Prozent erhöht wurde, die Flutopfersolidaritätsumlage und die
Solidarumlage. "Wir haben seit Einführung des 'Soli' 840 000 Euro
bezahlt. Für den Haushalt 2003 müssen allein wieder 187 000 Euro
Solidarumlage eingeplant werden", verdeutlichte Luksch die finanzielle
Belastung seiner Gemeinde. Er
wird bei der Protestkundgebung der bayerischen Städte, Märkte und
Gemeinden am 21. Mai in Berching (Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz)
teilnehmen. Wer noch mitfahren möchte, soll sich bei Bürgermeister
Luksch im Rathaus melden.
Neue Beauftragte für Jugendliche Nach
dem Rücktritt der beiden Jugendbeauftragten Daniela Stern und Beate
Rolli stellten sich als neue Jugendbeauftragte Bürgermeister Luksch und
2. Bürgermeister Kurt Zettl zur Verfügung. Bürgermeister Luksch will
das Jugendzentrum "Flash" zur Chefsache machen.
Pauschaler Beitrag zur Kreismusikschule Im
Gemeinderat wurde darüber beraten, ob die Kommune weiterhin Mitglied
der Kreismusikschule bleibt. Bisher nutzen zwei Schüler aus dem
Gemeindegebiet das Angebot. Die Gemeinde zahlt dafür 560 Euro pro Jahr.
Die Crux: Wenn die Gemeinde nicht Mitglied in der Kreismusikschule ist,
können auch Schüler aus dieser Gemeinde dort nicht unterrichtet werden
- auch wenn ihre Eltern den vollen Betrag zahlen würden. So steht es in
der Satzung der Kreismusikschule vom September 1992. Um
Kindern und Jugendlichen , die ein Musikinstrument lernen möchten,
diese Möglichkeit nicht von vorneherein zu verbauen, stimmte das
Gemeindegremium mit sieben zu fünf Stimmen für folgende Lösung: die
Gemeinde bleibt weiterhin Mitglieder in der Kreismusikschule. Sie
beschränkt aber ihre Beteiligung auf bis zu vier Schüler und maximal
1200 Euro Unterstützung pro Jahr.
"Deepest Wood": Festival im Kurpark Der
Verein vom Jugendzentrum "Flash" organisiert das zweitägige "Deepest
Wood"-Rockkonzert im Kurpark. Es ist am 23. und 25. Mai , jeweils von
19.30 bis 1 Uhr, der Ausschank ist bis 3 Uhr erlaubt. Bürgermeister
Luksch gab den Inhalt des Vertrags bekannt, den er mit dem Vertreter
des "Flash"-Vereins, Manfred Halser jun., geschlossen hatte.
Post kündigte Vertrag mit Agentur Weil
die Firma Schinabeck-Skalitzki OHG den "Knebelungsvertrag" mit der
Deutschen Post AG nicht mehr verlängern wollte, hat die Post den
Vertrag mit der Spiegelauer Firma über den Betrieb einer Postagentur im
Aktivmarkt Spiegelau zum 30. April 2004 gekündigt. "Dieses Verfahren
ist auf das Schärfste zu verurteilen", kommentierte Bürgermeister
Luksch. "Die Post will sich immer mehr aus der Versorgung der breiten
Fläche zurückziehen." Die Gemeinde will jetzt vehement gegen die
Schließung der Postagentur protestieren.
Anleinpflicht für große Hunde Das
Ehepaar Isabella und Stefan Friedl und weitere Bürger aus dem
Oberkreuzberger Raum beantragten ein Verordnung über das freie
Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden. Der Gemeinderat hielt
sich an die Mustersatzung, die die Anleinpflicht für Kampfhunde und
andere Hunde ab einer Schulterhöhe von 50 Zentimeter in öffentlichen
Räumen vorsieht. Eine
eigene Verordnung über das Verunreinigungsverbot von öffentlichen
Straßen, Plätzen und Wegen erübrigt sich, weil schon jetzt eine
Verordnung besteht, dass tierische "Hinterlassenschaften" entfernt
werden müssen. Im Kurpark wurden dafür extra Hunde-Toiletten
eingerichtet.
Grünes Licht für Langdorfer Bauwerber Jetzt
hat auch die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt grünes Licht für
drei Bauwillige gegeben, die an der Rehbergstraße in Langdorf bauen
wollen. Gegen die Bebauung bestanden zuerst Einwände, weil angeblich
dadurch ökologisch wichtige Flächen zerstört worden wären.
Bürgerversammlung zur Kastanienallee Eva-Maria
Haban aus Oberkreuzberg beantragte die Wiederherstellung der
Kastanienallee. Einige Bäume, die auf Privatgrund standen, wurden
vergangenes Jahr gefällt. Bürgermeister Luksch will dazu eine
Bürgerversammlung mit den Betroffenen einberufen. Als Termin stellt er
sich den Pfingstsonntag, 8. Juni, vor, wenn die Kaninchenzüchter ihre
Kleintierhalle in Oberkreuzberg einweihen. (ul).
Großes Interesse an 1. „G‘red g‘hert“ SPD und Parteifreie Bürger luden zu dem Meinungsaustausch ein Spiegelau
(ga). Das erste "Gre'd g'hert" war gleich ein schöner Erfolg für die
Organisatoren von SPD und Parteifreien Bürgern. 40 Bürger, darunter
überraschend viele Jugendliche, kamen zu dem Meinungsaustausch. Dieser
soll außerhalb der Bürgerversammlungen die Gelegenheit geben, Meinungen
und Ideen der Bürger zusammenzutragen und eventuell in die
Gemeindepolitik einfließen zu lassen, verdeutlichte 3. Bürgermeisterin
Elke Proßer-Greß. Um den Draht zu den Bürgern nicht zu verlieren, ist
"G'red g'hert" drei Mal jährlich geplant. Bei der Versammlung wurde ein
Überblick über aktuelle Themen im Gemeinderat gegeben, wie
Gebührenerhöhung Friedhof, Fremdenverkehr, Jugend, Städtebauförderung.
Bürgermeister Josef Luksch nahm dazu auch noch Stellung. Eine rege Diskussion
schloss sie an. Schwerpunktthemen der Bürger waren der Neubau des
Klärwerks, Gebührenerhöhung Friedhof, und das Freibad. Hier wurde zum
Freizeitwert des Bades betont, dass es nicht nur für die Urlauber
wichtig ist. Viele Einheimische suchen extra nach einem ruhigen Freibad
ohne große technische Raffinessen. Gut schnitt das Beach-Volleyballfeld
ab, das auf jeden Fall bleiben soll. "Wir
waren überrascht, dass vor allem so viele junge Leute Interesse an der
Gemeindepolitik haben. Sie hatten keine Berührungsängste, es kamen
konstruktive Vorschläge. Deshalb wird "G'red g'hert" auf jeden Fall
weitergeführt. Vermutlich ist im Spätsommer der nächste Termin", ziehen
Greß und Luksch zufrieden Bilanz.
12.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Schönheitskur für die Spiegelauer Pfarrkirche Gestern
begannen die Arbeiten an der Außenfassade - Baustufe 1 kostet 475 000
Euro - Abschluss Ende November (von Ursula Langesee)
Foto Spiegelau.
35 Jahre nach der letzten umfassenden Sanierung bekommt die Pfarrkirche
Johannes der Täufer eine "Schönheitskur". Gestern begannen die Arbeiten
an der Außenfassade. Im neubarocken Stil ist die Spiegelauer
Pfarrkirche 1914 nach den Plänen des Münchner Architekten Hans Schnurr
gebaut worden. Zwei Jahre später konnten darin schon die ersten
Weihnachtsgottesdienst gefeiert werden. Vom Baustil war das Johannes,
dem Täufer geweihte Gotteshaus identisch mit der Pfarrkirche in
Bayerisch-Eisenstein. Allerdings
wurde die Spiegelauer Kirche 1968/69 umfassend renoviert, um den
Anforderungen des II. Vatikanischen Konzils gerecht zu werden. Die
beauftragten Architekten Linder und Lenz aus Stuttgart schufen
schlichtere Formen, begradigten. Die Ausbuchtungen und Türmchen der
neubarocken Kirche verschwanden. Auf das Dach kamen Eternitplatten, ein
sogenannter "Wurmputz" - weil er an die Gänge der Holzwürmer in
Baumstämmen erinnert - bildete in Weiß das "Kleid". Nicht
nur der "Wurmputz" ist in die Jahre gekommen: die Kirchenfenster sind
teilweise undicht, das Dach soll von den giftigen Eternitplatten
befreit werden. Nach den Plänen und unter Bauleitung von Architekt
Heinrich Scholz aus Spiegelau begann gestern die Baustufe 1 mit einem
Kostenaufwand von 475 000 Euro. Zwei Drittel davon trägt die Diözese
Passau, ein Drittel die Pfarrei. "Mit
unserem finanziellen Anteil stehen wir schon recht gut da. Da habe ich
keine Sorge", freut sich Pfarrer Hubert Gerstl. Jeden letzten Sonntag
im Monat sei ein "Scheinwerfersonntag" eingeführt worden, wo bei der
Kollekte nur Scheine knistern und keine Münzen klingeln sollen. "Und
wer nur Münzen dabei hat, soll sie halt in Scheine einwickeln", lacht
Gerstl verschmitzt. Außerdem
sind noch geplant ein Baustein-Verkauf, der Verkauf von Prosecco- und
Weinflaschen mit eigenem Etikett. Zudem sollen der Erlös aus dem
Pfarrfest und eventuell einem Weihnachtskonzert für die Renovierung der
Kirche verwendet werden. Gestern
wurde nun das Gerüst für die Außenarbeiten aufgestellt. Der schadhafte
Rauhputz wird beseitigt und durch einen glatten Putz wahrscheinlich in
hellgelb ersetzt. "Zur Debatte stand auch ein italienisches
Terracotta-Rot, das hätte Pfarrer Gerstl mit seiner Leidenschaft für
Italien gefallen. Aber dann passt der Pfarrhof nicht mehr dazu",
erzählt Architekt Scholz. Ebenso wie der
Pfarrhof wird die Kirche künftig mit Kupferblech eingedeckt. Wie bei
der ursprünglichen neubarocken Gestaltung werden die Lisenen mit weißer
oder hellgrauer Farbe hervorgehoben. Die von Erich Horndasch bei der
Renovierung 1968/69 künstlerisch gestalteten Fenster werden saniert. Am
28. November sollen die Arbeiten beendet sein - für dieses Jahr. Nächstes
Jahr ist dann die Innensanierung an der Reihe. Die wichtigsten Arbeiten
sind auch hier der Putz, die Restaurierung der Gemälde und neue
Kirchenbänke und Lampen, um das Gotteshaus heller wirken zu lassen. Mit
der Neugestaltung des Kirchenumfeldes im Zuge der Städtebauförderung
2005 sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.
12.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Aus dem Gemeinderat Spiegelau Bettenzehnerl wird weiter abgeführt Über
ein Schreiben des Landratsamtes zur "Verwendung des Bettenzehnerls
2002" informierte Bürgermeister Josef Luksch seinen Gemeinderat bei der
Sitzung in dieser Woche. So seien zum Beispiel Hotelkataloge, Winter-
und Loipenführer und einige Sonderpublikationen mit dem Geld finanziert
worden. Daneben
hätten 17 Aktionen wie Messen stattgefunden und der Internetauftritt
sei verbessert worden. "Da die Förderung aus EU-Mitteln erst ab diesem
Jahr möglich ist, bittet uns der Landkreis, das Bettenzehnerl auch
weiterhin im Haushalt einzuplanen", erklärte Luksch. Im Jahr 2002 seien
an Kurbeiträgen 10 328 Euro abgeführt worden. "Eine
stolze Summe und über die Effektivität dieser Werbemaßnahmen lässt sich
sicher streiten", gab der Bürgermeister zu bedenken. Nur wenige
Vermieter hätten die Möglichkeit zum Inserieren in den betreffenden
Katalogen genutzt. Andererseits sei vom Landkreis erst vor kurzem eine
Regionalmanagerin eingestellt worden, der man die Möglichkeit bieten
müsse, sich einzuarbeiten. Da
der Gemeinderat erst im vergangenen Jahr die Abführung des
"Bettenzehnerls" bis 2006 beschlossen hatte, einigte man sich darauf,
den Beschluss vorerst nicht aufzuheben. Mit einer Gegenstimme votierte
der Gemeinderat dafür, das Haushaltsjahr 2003 abzuwarten und dann
erneut abzustimmen. Begrüßungstafel wird renoviert Wie
der Bürgermeister JOsef Luksch dem Gemeinderat mitteilte, bedarf die
Begrüßungstafel "Erholungsort Spiegelau", die den Sommer über
aufgestellt wird, einer dringenden Renovierung. Für 350 Euro sei der
Restauratorin Martha Hendrykowski aus Waldkirchen der Auftrag dafür
erteilt worden. Einstimmig billigte der Gemeinderat nachträglich die
Vergabe. Rachelwasser bis 2022 gesichert "Was
lange währt, wird endlich gut." Erfreuliches konnte Josef Luksch dem
Gemeinderat über die endlose Diskussion zum Nutzungsrecht des
Rachelwassers mitteilen. Nach langen Untersuchungen zur
Beeinträchtigung der Umwelt habe das Landratsamt der Gemeinde jetzt
mitgeteilt, dass die Wasserversorgung mit Wasser aus den Rachelquellen
bis zum Jahr 2022 gesichert sei. Ärger über Mobilfunkanbieter "Die
Anlieger der Mobilfunksendeanlage am Säureturm der Kristallglasfabrik
fühlen sich von der Firma Vodafone getäuscht", berichtete Bürgermeister
Luksch. In einer Stellungnahme hatte der Mobilfunkanbieter behauptet,
alle Genehmigungsverfahren seien eingehalten worden (wir berichteten).
Dies sei nicht richtig, wie auch der Bayerische Gemeindetag in einem
Schreiben mitgeteilt habe. Demnach gebe es die von Vodafone zitierte
Unterscheidung zwischen Neu- und Altfällen gar nicht. Falsch sei auch
die Behauptung der Firma, so Bürgermeister Luksch, das nächste
Wohngebiet liege etwa 200 Meter entfernt. "In Wirklichkeit sind es nur
45 Meter", berichtigte Luksch. Der Anwohner Klaus Schuster habe
Elektrosmog-Messungen vor und nach dem Bau der Anlage veranlasst. Über
weitere Reaktionen von Vodafone werde der Gemeinderat umgehend
informiert, so der Bürgermeister. Eine Nachfrage beim Landratsamt
ergab, dass auch dort die für eine Genehmigung erforderlichen
Unterlagen noch nicht eingegangen sind. (frk)
11.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Das Sterben in Spiegelau wird teurer Erste Erhöhung der Gebühren seit neun Jahren - 65 000 Euro Fehlbetrag im Bestattungswesen Spiegelau
(frk). Weil der Haushaltsplanentwurf für das laufende Jahr beim
Bestattungswesen einen Fehlbetrag von 65 000 Euro ausweist, sieht sich
die Gemeinde gezwungen, die Friedhofsgebühren zu erhöhen. Dies teilte
Bürgermeister Josef Luksch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates
mit. "Zu
einer Kostendeckung werden wir ohnehin nicht kommen, wir können den
Fehlbetrag nur zum Teil verringern", fasste Luksch die vorangegangene
Diskussion im Finanzausschuss zusammen. Deshalb sei man zu der
Auffassung gelangt, dass nach neun Jahren Preisstabiltät eine Anpassung
der Bestattungsgebühren erforderlich sei. "Die
vier Friedhöfe im Gemeindebereich zu unterhalten, ist sehr aufwändig",
sagte der Bürgermeister zu den Gründen. Neben vielen Reparaturarbeiten
schlage besonders der neue Friedhof in Spiegelau schwer zu Buche. Während
sich der Finanzausschuss mehrheitlich für eine Gebührenerhöhung um 12
Prozent und eine Anhebung der jährlichen Grabnutzungsgebühr auf 60 Euro
ausgesprochen hatte, plädierte der Bürgermeister für eine 20-prozentige
Erhöhung, sowie eine Anhebung der Nutzungsgebühr auf 20 Prozent. "Bei
der Lösung des Finanzausschusses ist mit kalkulierten Mehreinnahmen von
23 400 Euro zu rechnen", rechnete Luksch auf. Selbst bei seiner Lösung
könne der Fehlbetrag nur unzureichend ausgelichen werden. Schwierig sei besonders, wie auch Kämmerer
Ludwig Friedl bestätigte, dass das Besttungswesen eigentlich eine
kostendeckende Maßnahme sein müsse, weil es sonst beispielsweise bei
der Genehmigung des Haushalts sowie bei Zuschussanträgen zu Problemen
komme. "Ich bin für eine vernünftige Anpassung, weil es nichts bringt,
die Gebühren jedes Jahr stückchenweise anzuheben", schlug Josef Luksch
deshalb vor. Die
Meinung des Bürgermeisters teilten jedoch nur vier Gemeinderäte, wie
sich bei der Abstimmung zu seinem Vorschlag herausstellte. 10
Gemeinderäte lehnten ein solch radikale Erhöhung ab. Besonders Rentner
oder Arbeitslose könnten eine entsprechende Mehrbelastung bei einem
Sterbefall keinesfalls tragen, so die Argumentation. Mit
einer Gegenstimme einigte man sich auf den Vorschlag des
Finanzausschusses. An einem Standardfall wurde errechnet, dass zum
Beispiel eine Bestattung im Familiengrab mit dem Nutzungsrecht für 20
Jahre, das vorab bezahlt werden muss, statt bisher 1793 Euro ab 1. Mai
2319 Euro kosten wird. Gemeinderat
Günther Schmid, der gegen die Erhöhung gestimmt hatte, war der Meinung,
dass der Bürger nicht für eine "Fehlplanung wie den neuen Spiegelauer
Friedhof" verantwortlich gemacht werden könne. Bürgermeister Josef
Luksch machte darauf aufmerksam, dass der Beschluss zum Friedhofsneubau
damals besonders auf den Druck der Öffentlichkeit hin gefällt worden
sei. Dass
man trotz der Erhöhung vor allem über eine Senkung der
Entsorgungskosten, die mit rund 9000 Euro zu Buche schlagen nachdenken
müsse, regte Gemeinderat Kurt Zettl an. Besonders schwerwiegend sei,
dass viele Bürger den Friedhof als private Entsorgungsanlage für ihren
Hausmüll benutzen würden.
9.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Festival zweiter Startschuss für das „Flash“ Nach
Aussprache darf das Jugendzentrum wieder öffnen -
Deepest-Wood-Musikfestival am 24. Mai im Kurpark (von Karin
Friedl)
Foto Spiegelau.
"Ein paar schwarze Schafe gibt es eben überall." Dass die Spiegelauer
Jugendlichen nicht für die Taten von "ein paar Unbelehrbaren" bestraft
werden, dafür hat die Vorstandschaft vom Jugendzentrum "Flash" hart
gekämpft. Nach einigen Zwischenfällen hatte Bürgermeister Josef Luksch
den Treffpunkt nämlich vorübergehend geschlossen. Jetzt hat die
Gemeinde grünes Licht für einen Neustart des Zentrums gegeben und einem
Rockfestival im Kurpark zugestimmt. "Wir sind froh, dass wir das Flash
jetzt endlich wieder aufmachen können", sagt das Team um Vorstand
Stefan Riedl. Die Grundidee, die zur Gründung des Jugendzentrums im
alten Spiegelauer Feuerwehrhaus im Dezember 2001 geführt habe, sei
nämlich gewesen, den Jugendlichen einen vernünftigen Treffpunkt zu
bieten. "Wir wollen, dass die
jungen Leute zu Fuß gehen können, wenn sie Spaß haben wollen und nicht
von den Eltern rumgefahren werden müssen", erklärt Manfred Halser. Aus
eigener Erfahrung weiß er, "wie lästig es sein kann, wenn man ständig
auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen ist". Zusammen
mit der 15-köpfigen Mannschaft des Jugendzentrums setzt er sich deshalb
dafür ein, dass sich der Nachwuchs jeden Samstag von 19.30 bis 1 Uhr im
"Flash" treffen kann. Und das Angebot wird dankend angenommen, wie
Stefan Riedl bestätigt: "Bis zu 70 oder 80 Leute gehören eigentlich
jedes Wochenende zu unseren Stammgästen." Der Unterhalt für das Zentrum werden von der
Gemeinde getragen, um die freundlich eingerichteten Räume haben sich
die Jugendlichen selbst bemüht. Ein Computer mit Internet-Zugang sowie
eine moderne Stereoanlage und ein Billardraum bieten zudem eine
Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten. Probleme habe es gegeben, als
der Bürgermeister bei einem Blitzbesuch ziemlich verwüstete Räume
vorfand und das Jugendzentrum erst einmal still legte. Dass sie für das
Aufräumen der Zimmer verantwortlich sind, haben angesichts dieser
Disziplinierungsmaßnahme des Gemeindeoberhaupts auch die Jugendlichen
eingesehen. Sie geloben Besserung und wollen sich künftig regelmäßig
zum Putzen treffen. "Außerdem haben wir jetzt einen
Überlassungsvertrag mit festen Kriterien gemacht, an die wir uns auch
halten werden", verspricht Stefan Riedl. Bei einer Aussprache mit
Bürgermeister Luksch seien alle Streitpunkte besprochen worden. Schwierig sei
es für das Flash-Team in der Vergangenheit gewesen, allen Aufgaben
gerecht zu werden. "Manche Eltern glauben einfach, dass wir hier auf
jeden aufpassen können", sagt der Vorstand. Sobald die Jugendlichen die
Räume des Zentrums verlassen, könne allerdings keine Haftung mehr
übernommen werden. "Wenn
ein paar Streithähne - wie bei dem Zwischenfall vor einigen Monaten -
vor dem Haus mit der Gaspistole rumfuchteln, können wir dagegen
natürlich nur schwerlich etwas machen." In den Diskotheken zum Beispiel
werde überhaupt nicht auf die Jugendlichen geschaut, findet auch
Manfred Halser. Dort stehe wirklich nur eines im Vordergrund:
"Hauptsache, die Kasse stimmt." Im
"Flash" selber sei dagegen ohnehin noch nie etwas passiert. "Außer,
dass einige Leute meinen, sie müssen den anderen ihren Spaß kaputt
machen, indem sie Billardkugeln mitgehen lassen oder Sachen kaputt
machen", ärgert sich der 23-Jährige über die "schwarzen Schafe".
Deshalb habe man sich auch in Absprache mit Bürgermeister und
Gemeinderat dazu entschlossen, künftig keine Spirituosen mehr
auszuschenken."Ab sofort gibt es bei uns nur noch Bier und nach
Absprache zu besonderen Anlässen Sekt", listet Flash-Vorstand Riedl
auf. Um der ständigen Kritik der Wirte, das Jugendzentrum stelle durch
billige Getränke eine Konkurrenz zu den Spiegelauer
Gastronomiebetrieben dar, den Garaus zu machen, koste das Bier im Flash
jetzt genau so viel wie im Wirtshaus. Um
ihren Gästen etwas zu bieten, lassen sich die Organisatoren immer
wieder Sonderaktionen für ihren Treffpunkt einfallen. So steht nach der
Silvester-, Après-Ski- und Halloween-Partys jetzt ein großes
Musikfestival ins Haus. Am 24. Mai soll es im Kurpark über die Bühne
gehen. "Mit dem
Deepest-Wood-Festival wollen wir in Spiegelau endlich einmal wieder
etwas auf die Beine stellen, das alle Altersgruppen ansprechen und
miteinander vereinen soll", erklärt Hauptorganisator Manfred Halser. Um
ein anspruchsvolles Programm zu bieten, hat er drei unterschiedliche
Bands engagiert. "The
Rudes" aus Malgersdorf sollen die Rockfans nach Spiegelau locken,
während "The Certain Touch" aus Amberg für gefühlvolle Einlagen sorgen
werden. "Da die Band aus fünf Mädels besteht, ist auch gleich etwas für
die Augen geboten", verspricht Halser vor allem dem männlichen
Publikum. Damit auch die Region würdig vertreten ist, wird außerdem
"Quattro Formaggi" ein Stelldichein geben. Dass
die Gemeinde zugestimmt hat, den Kurpark für die Veranstaltung zur
Verfügung zu stellen, freut Manfred Halser besonders: "Wenn das Wetter
schlecht sein sollte, haben wir ein Zelt als Alternative." Immerhin
soll die kostspielige Ausrichtung des Festivals auch einen Erlös
bringen. "Den wollen wir dann zum Teil in die Renovierung des alten
Feuerwehrhauses investieren, in dem das Flash beherbergt ist",
versprechen die Verantwortlichen. Nicht zuletzt deshalb sei es
wünschenswert, dass möglichst viele Einheimische das Vorhaben mit ihrem
Besuch zu unterstützen. Viele Spiegelauer
Geschäftleute hätten das Festival mit großzügigen Spenden unterstützt,
ein Teil des Gemeinderats habe spontan seine Hilfe beim Zeltaufbau und
bei der Organisation zugesagt. Für Halser ein sicheres Zeichen, dass
der Grundgedanke für das Deepest Wood Festival Früchte tragen wird:
"Wenn Jung und Alt fest zusammen halten, wird Spiegelau um eine weitere
Attraktion reicher sein."
Karten
für das "Deepest-Wood-Festival" gibt es im Vorverkauf ab sofort bei den
VR-Banken in Grafenau und Spiegelau oder im Café FOX in Grafenau.
5.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:
Weihrazg’schichten für die Kirchenrenovierung
Foto Karl-Heinz Reimeier las auf Einladung des Gewerbevereins im Spiegelauer Schnapsmuseum Spiegelau
(hb). Richtig unheimlich wurde es am Donnerstagabend im Schnapsmuseum
in Spiegelau. Nur beim Schein der Kerzen erzählte und las Karl-Heinz
Reimeier gruselige und geheimnisvolle Volkssagen aus dem Bayerischen
und dem Böhmerwald. In
jahrelanger Arbeit hatte er diese Geschichten zusammengetragen und in
einem Buch veröffentlicht. "Irrwurz" heißt der Band und ist beim Verlag
des Heimatvereins d' Ohetaler in Riedlhütte erschienen. Von armen
Seelen handeln die meist mündlich überlieferten Sagen, von Druden,
Schlangenköniginnen und allerlei Zauber. Damit
war es aber nicht genug. Wie man es vom Kreisheimatpfleger gewohnt ist,
sang man gemeinsam passende Lieder. Für weitere musikalische
Untermalung sorgten "d'Grashupfer" (Florian und Klaus Süß) aus
Klingenbrunn. Noch
lange saß man zusammen, unterhielt sich und musizierte, bevor man sich
auf den Heimweg machte. So ist es dem Veranstalter des Abends, dem
Gewerbeverein Spiegelau, wieder einmal gelungen, altbairischen Brauch
lebendig werden zu lassen. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt der Renovierung der katholischen Pfarrkirche zugute.
Vereine verpassen Spiegelau einen Frühjahrsputz Für Idee von einer „sauberen Gemeinde“ hat Lothar Sommer Paten zur Säuberung einzelner Strecken geworben von Karin Friedl Spiegelau.
Der Müll am Straßenrand bedeutet für Lothar Sommer aus Spiegelau
tägliches Ärgern. Weil "immer nur Schimpfen" seiner Ansicht nach
allerdings keinen Sinn hat, nimmt er sein Schicksal selbst in die Hand.
Mit seiner Idee, die örtlichen Vereine als Paten zur Säuberung der
verschiedenen Ortsteile zu gewinnen, will er aus Spiegelau eine saubere
Gemeinde machen. Heute steht der erste Frühjahrsputz ins Haus. "Ich bin
viel beim Wandern oder Radfahren unterwegs. Das einzige, was diese
Ausflüge in die Natur immer wieder zum Ärgernis werden lässt, ist der
ganze Unrat, der am Wegesrand rumliegt", erzählt Lothar Sommer vom
Ursprung seiner Idee. Weil es aber nichts ändere, sich ständig über die
Umweltverschmutzer aufzuregen und selber nichts zu unternehmen, habe er
nach einer Lösung für das Problem gesucht. Im
Dezember vergangenen Jahres hatte er dann eine Idee, wie aus Spiegelau
mit geringem Zeit- und Kostenaufwand eine saubere Gemeinde werden
könnte. "Ich habe mir gedacht, wenn die Vereine alle zusammenhelfen und
Patenschaften für verschiedene Streckenabschnitte in den einzelnen
Ortsteilen übernehmen, ist der Ärger schnell beseitigt", sagt Lothar
Sommer. Den Winter über teilte er seine Heimatgemeinde in 29
verschiedene Strecken ein. Jeder Abschnitt umfasst eine Länge von rund
drei Kilometern. "Schließlich soll es für die Gruppen eine relativ
simple Aufgabe sein, ihren Gemeindeteil sauber zu halten", erklärt
Sommer den Hintergrund seiner Überlegungen. "Wenn jeder Verein kleine
Grüppchen von etwa fünf Personen bildet, müsste das Konzept auch
reibungslos funktionieren." Lothar Sommer ging
mit gutem Beispiel voran und übernahm als einzelne Privatperson gleich
die Verantwortung für einen ganzen Abschnitt. Seine "Strecke 24" führt
ab Rindlberg über die Staatsstraßen nach Eppenschlag bis Wolfertschlag
und umfasst außerdem noch einen Teil des Heidewegs. Für den
passionierten Wanderer kein Problem: "So kann man Angenehmes mit
Nützlichem verbinden." Dass
es trotz seines gut ausgetüftelten Konzepts erst einmal
Berührungsängste mit dem Begriff "Patenschaft" geben würde, damit hatte
Lothar Sommer eigentlich nicht gerechnet. "Ich bin persönlich zu den
einzelnen Vereinsvorständen hingegangen und habe ihnen meine Idee
vorgestellt", erinnert sich der engagierte "Zugroaste", der seit zehn
Jahren in Spiegelau lebt. Nicht alle waren bereit, die Verantwortung
für ihren Gemeindeteil zu übernehmen. Doch mit der vollen Unterstützung
der Gemeinde und des Bürgermeisters im Nacken, gelang es Sommer
schließlich doch, zwölf Vereine für sein Projekt zu gewinnen. Die
Schule habe außerdem zugesagt, sich zumindest im Herbst im Rahmen der
Aktion "Rama Dama" mit 13 Klassen an der Säuberungsaktion zu
beteiligen. Auch der Skiclub stehe vor Beginn der Wintersaison zum
Aufräumen zur Verfügung. Über
so viel Zivilcourage freut sich der Rentner ungemein: "Manche waren
gleich bereit, ihren Beitrag für ein sauberes Spiegelau zu leisten und
ich bin sicher, dass uns das gemeinsam auch gelingen wird." Heute fällt
deshalb der Startschuss zum gemeinschaftlichen Frühjahrsputz. 46
Teilnehmer werden auf den ihnen zugeteilten Wegen unterwegs sein. Die
Sparkasse hat dafür die Müllsäcke zur Verfügung gestellt, die der
Bauhof dann in der ganzen Gemeinde einsammelt und entsorgt. Lothar Sommer jedenfalls ist sich
sicher: "Der heutige Tag wird zeigen, dass man mit geringem Zeitaufwand
viel erreichen kann, wenn nur alle zusammen an einem Strang ziehen."
Deshalb hofft er, dass sich für die Aktion im Herbst noch viele Vereine
und Teilnehmer unter Tel. 08553/ 6224 bei ihm anmelden werden.
Diese Vereine machen mit: CSU
Ortsverband, BRK Spiegelau, Gemütlichkeitsverein Palmberg,
Schnupfer-Club Langdorf, Junge Union, Jugendgruppe Flash,
Hessensteinschützen Klingenbrunn, Jugendfeuerwehr Oberkreuzberg,
Krieger- und Soldatenverein Oberkreuzberg, BRK-Jugend Klingenbrunn,
Freiwillige Feuerwehr Klingenbrunn, Liederkranz Klingenbrunn
14.3.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Ergänzungssatzung für Langdorf Einstimmig
hat der Gemeinderat Spiegelau in seiner jüngsten Sitzung der Änderung
des Flächennutzungsplans für den Bereich Langdorf (Rehbergstraße)
zugestimmt und eine Ergänzungssatzung erlassen. Bei
der Fachstellenanhörung hat es Einwände gegen die Bebauung von drei der
sechs Parzellen an der Rehbergstraße vom Bund Naturschutz, dem
Landesbund für Vogelschutz und der unteren Naturschutzbehörde am
Landratsamt gegeben. Sie befürchten die Zerstörung von ökologisch
wichtigen Flächen wie Quellbereiche, Feuchtflächen und Biotope.
"Uns haben diese Bedenken etwas gewundert, denn auf den Baugrundstücken
selbst sind ja die Ausgleichsflächen vorgesehen. Außerdem ist das
Gebiet entlang der Rehbergstraße schon lange keine naturbelassene
Fläche mehr. Es wird landwirtschaftlich genutzt, die Drainagen
funktionieren. Die Einwände können maximal für ein paar Restflächen
zutreffen", erklärte dazu Bürgermeister Josef Luksch. Das
Gemeindegremium schloss sich einmütig dem Vorschlag des Bürgermeisters
an, diese Einwände zurückzuweisen und so drei jungen, bauwilligen
Leuten zu helfen.
Neue Dienstzeiten in Touristinformation Für
die Touristinformation wurden neue Öffnungs- und Dienstzeiten
festgelegt. Monika Friedl arbeitet montags bis freitags von 9 bis 13
Uhr, Renate Kraus montags bis donnerstags von 12.45 bis 17 Uhr und
freitags bis 15 Uhr. Die Arbeitszeiten vom Leiter der
Touristinformation, Manfred Mirwald, bleiben unverändert. Während der
Saison ist auch Samstagvormittag geöffnet. Auf Anregung von Gemeinderat
Erhard Wawrzek sollte auch Samstagnachmittag geöffnet sein, weil dies
der Hauptanreisetag sei. Darüber wird der Ausschuss für Wirtschaft und
Touristik bei seiner nächsten Sitzung am 26. März beraten. (ul).
15.2.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU: AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Richtigstellungen des Bürgermeisters Josef
Luksch stellte bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mehrere Punkte
richtig. Zum einen habe er nicht vorsätzlich gegen eine gemeindliche
Satzung verstoßen, wie ihm vorgeworfen worden sei: "Die Hecke entlang
des Parkplatzes bei der Kristallglasfabrik ist im Herbst des
vergangenen Jahres ordnungsgemäß gepflanzt worden", teilte Luksch nach
einer Rücksprache mit dem Landratsamt mit. Auch
die Behauptung aus einer vergangenen Sitzung, dass in keiner Gemeinde
die Betriebsausflüge während der Arbeitszeit stattfinden, widerlegte
der Bürgermeister. "Ich habe mir die Arbeit gemacht und einen Rundruf
gestartet", erklärte er dem Gemeinderat. Das Ergebnis: Die meisten
Gemeinden veranstalten ihre Ausflüge an einem Wochentag. "Ein
Bauhofmitarbeiter kostet der Gemeinde im Schnitt rund 24 Euro pro
Stunde", berichtete Josef Luksch. Vorangegangen waren verschiedene
falsche Aussagen, wonach eine Kraft der Gemeinde 50 Euro in der Stunde
kosten würde.
Keine Rösser auf der Rodelbahn Eindringlich
wies der Bürgermeister darauf hin, dass es Reiter in Zukunft
unterlassen sollten, mit ihren Pferden auf der Rodelbahn zwischen
Oberkreuzberg und Palmberg zu reiten. "Es sind viele kleine Kinder auf
der Bahn", erklärte der Bürgermeister. Schließlich gebe es im
Gemeindebereich genügend andere Wege zum Ausreiten.
"Undichte Stelle" im Gemeinderat Für
Aufregung sorgt derzeit eine "undichte Stelle" im Spiegelauer
Gemeinderat. Demnach habe bei einer Personalangelegenheit ein
Betroffener Informationen aus einer nichtöffentlichen Sitzung erhalten.
Der Mann kannte Details und wusste, wer gegen ihn gestimmt hatte. "Das
verdirbt die Stimmung im Gemeinderat" meinte Kurt Zettl. Bürgermeister
Josef Luksch will jetzt Maßnahmen ergreifen, um die "undichte Stelle"
im Gemeinderat ausfindig zu machen.
Räumung der Gehwege "Viele
Bürger ärgern sich, dass die Gemeinde manche privaten Gehwege räumt",
erklärte Anton Seibold. "Wenn das der Fall ist, stellt die Gemeinde dem
Eigentümer eine Rechnung", hielt der Bürgermeister entgegen. Geräumt
werde dort, wo die Eigentümer nicht ortsansässig sind. "Man soll nicht
päpstlicher sein als der Papst", sagte Elke Proßer-Greß. Schließlich
komme die Räumung der Gehwege auch der Allgemeinheit, vor allem den
Kindern zugute.
Besuch in der Gemeinde Offenberg Erhard
Wawrzek informierte über den Besuch bei der Gemeindeverwaltung
Offenberg im Landkreis Deggendorf, die keine Schulden habe. Leider
hätten nur drei Gemeinderäte an der Informationsfahrt teilgenommen.
Jugendsitzung ist wieder geplant Gemeinderat
Kurt Zettl wollte wissen, wie weit die Planungen für die geplante
Rollerskaterbahn sind. Bürgermeister Luksch erklärte, man wolle wieder
eine Jugendsitzung abhalten, um über den aktuellen Stand zu informieren
und um das Gespräch mit der Jugend zu suchen.
Maschinenverleih der Gemeinde Einstimmig
stimmten die Mitglieder des Gemeinderates einem Antrag von Erhard
Wawrzek zu, wonach Maschinen wie Bagger oder Unimog in Zukunft nur noch
an Vereine oder bei "Notsituationen" verliehen werden sollten. "Viele
Baufirmen sehen das nämlich als Konkurrenz", meinte Wawrzek. (bm)
8.2.03 PNP Lokalteil Grafenau: Kirchenrenovierung steht nichts im Wege Spiegelau
(ga). Nachdem die Finanzierung für die Renovierung der Pfarrkirche
Spiegelau geklärt ist —zwei Drittel der Gesamtkosten werden vom Bistum
Passau übernommen, ein Drittel von ca. 200000 Euro muss die Pfarrei
selbst erbringen — sind die Vorbereitungen für einen baldigen Baubeginn
in vollem Gange. In
der letzten Pfarrgemeinderatssitzung berichteten Pfarrer Hubert Gerstl
und Pfarrgemeinderatsvorsitzender wie Architekt Heinrich Scholz über
den derzeitigen Stand: die Baupläne sind fertiggestellt, die
Ausschreibungsunterlagen liegen bereit. Als
Baubeginn steht der Dienstag nach Ostern fest, so dass die
Osterfeiertage noch ohne Baubehinderungen gefeiert werden können.Bis
Ende Oktober 2003 will man die Außenrenovierung, die wegen des
undichten Daches im Vordergrund steht, abschließen. Die Farbgestaltung der Kirche muss in
Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden und das
alte Dach durch ein Kupferdach ersetzt werden. Im Jahre 2004 geht
es mit ähnlichem Zeitplan mit der Innenrenovierung weiter. Der Vorplatz
zum Gotteshaus wird im Jahr 2005 neu gestaltet. Aktionen sollen bei der
Finanzierung des Projekts mithelfen.
26.1.03 PNP Lokalteil Grafenau: Zum dritten Mal: Drei-Gang-Menüs in drei Kojen VIP-Kochen im Berufsvorbereitungslehrgang mit 13 bewährten Kräften von Ämtern, Kommune, Kirche und Presse
von Ursula Langesee
Bild Spiegelau.
Aller guten Dinge sind drei. Den Beweis für die Richtigkeit dieses
Sprichworts lieferten im Caritas-Berufsvorbereitungslehrgang 13 "VIPs".
Zum dritten Mal banden sich Vertreter von Ämtern, Kommune, Presse und
Kirche die Kochschürzen um, um in drei Kojen dreigängige Menüs zu
bereiten. Neben
dem wohlschmeckenden und vielseitigen Abendessen, das dadurch entstand
und der Verfeinerung der persönlichen Kochkünste, dient das
"VIP-Kochen" vor allem dazu, seine Solidarität mit dem
Berufsvorbereitungslehrgang auf praktische Art und Weise zu zeigen. Dieses
Mal entschieden nicht die Zugehörigkeit zu einer "Kaste" oder das Los
über die Aufgabe, sondern die Meisterinnen Ulrike Seidel, Renate
Wögerbauer und Monika Prinz hatten sich die Menüs überlegt und ihre
Schützlinge den Neigungen entsprechend eingeteilt. Die meisten
Köche machten ja schon dreimal mit, absoluter Neuling war nur
Karl-Heinz Paulus, Geschäftsleiter des Landratsamtes. Deshalb bekamen
Pfarrer Hubert Gerstl und Bürgermeister Josef Luksch als "Profis"
Lachsstrudel mit Dillschaum und Schwammerlsuppe mit Semmelknödel
zugeteilt. PNP-Redakteurin Ursula Langesee durfte sich - durch die
Namensähnlichkeit mit dem Eishersteller Langnese - an einem
Mango-Eis-Gugelhupf mit Schokoladensauce versuchen und Elfi Gonaruk vom
Caritas-Jugendhilfereferat an Orangencreme. Jugendamtleiter
Heinz Frisch, Arbeitsamtdirektor Jakob Schöpf und Spiegelaus
Polizeichef Ernst Vitzthum kümmerten sich zusammen mit Bezirksrat
Johann Blöchinger und dessen Tochter Anna um Käsesuppe mit
Blätterteigtaler, Putenröllchen in Pfifferlingsahnesauce mit Rösti und
Karotten-Kohlrabi-Gemüse und das Beeren-Sektsabayon.
Die Handgriffe waren diesmal schon recht routiniert, das Schnipseln von
Zwiebeln, Petersilie oder Gemüse ging schnell von der Hand - dank auch
der enormen Vorarbeit der drei Meisterinnen, die alle Zutaten
abgewogen, die Mango bereits püriert oder den Lachs gebeizt haben. So
bot sich immer wieder Gelegenheit für einen Ratsch über die
Koje-Grenzen hinweg und launige Kommentare flogen wie das feine Aroma
aus den Töpfen und Pfannen durch die Schulküche. Über seinen technischen
Wiederaufstieg freute sich zum Beispiel Ernst Vitzthum. Beim ersten
VIP-Kochen war er der Mann an der Salatschleuder, 2001 wurde er zum
werkzeuglosen "Krümelmonster" und diesmal durfte der Polizeichef
immerhin wieder zum Pürierstab greifen. "Is'
leicht des rund?" rügte Frisch die Form von Völks Knödeln und
Spiegelaus "Don Camillo" Gerstl und "Peppone" Luksch waren sich
ausnahmsweise so einig, dass sie miteinander Knoblauchpresse und Löffel
im Dillschaum versenkten. Kurz
vor 18 Uhr - dem angestrebten Beginn des großen Mahls - wurde es noch
etwas hektisch. "Wo is' d'Sahne?" "Irgendwos fehlt da Soß' no!" "Soi i
d'Knödl schon eileg'n?" "Is' d'Supp'n scho fertig?" Die VIPs waren in
ihrem Element und schnauften erstmal durch, als sie an der hübsch
gedeckten Tafel Platz nahmen. Jetzt schlug die große Stunde: jede
Koje bekam ihr Essen serviert. Um den Wein (Grüner Veltliner, Riesling,
Blauer Zweigelt, eine Burgenländer Cuvee und ein 94-er Schiopettino aus
Cividale/Friaul) hatte sich Sommelier Pfarrer Hubert Gerstl gekümmert,
was Jakob Schöpf zu dem Trinkspruch veranlasste "Ich trink ' den Wein
nicht gern allein, auch andere soll'n besoffen sein!" Koje
B war durchaus selbstkritisch: die Semmelknödelchen für die Suppe sind
zu hart geworden, deshalb wurden sie mit "Warnung" weitergereicht. Aber
es wurde fleißig untereinander probiert , was Spiegelaus Bürgermeister
mit einem zustimmenden "de andern ham a ned gschlampt" kommentierte. Nach dem
Essen überreichte Elisabeth Schmid, Leiterin des
Berufsvorbereitungslehrgangs, an Pfarrer Gerstl als Dank für dessen
Sommelierdienste Olivenöl aus Italien und eine Deko-Henne, die schon
ein paar Eier für den Fall gelegt hatte, dass Gerstls eigenes Federvieh
mal seinen Dienst versagen sollte. Außerdem
wurde im Berufsvorbereitungslehrgang beschlossen, heuer noch einen
erweiterten Betriebsausflug unter der Federführung von Pfarrer Gerstl
zu organisieren. Die Fahrt führt ins Blaue - aber zu erlesenen Weinen
und guten Köchen, die sicher so manche Tricks für das nächste
VIP-Kochen verraten.
21.01.2003
PNP Lokalteil Grafenau: „Nervensägen": Die „Lach mit Uns"-Bühne wagt
sich in die Welt der modernen TV-Unterhaltung
Bild Spiegelau
(cmg). Zum neunten Mal bringt das „Lach Mit Uns"-Essemble ein neues
Bühnenstück auf die Bühnenbretter des Hartl-Saals. Die Mimen der
LMU-Bühne sind bereits erfahren in der Disziplin des Boulevardtheaters;
In drei Akten wird dem Publikum sprachlich Pointiertes und inhaltlich
Amüsantes in Hochdeutsch geboten. „Für
unser Boulevardtheater haben wir eine richtige Fan-Gemeinde und der
Saal ist fast immer ausverkauft", freut sich die „Mutter" der
Lach-Mit-Uns-Kompanie, Hildegard Riedl. Mit der Inszenierung der
„Nervensägen" - einem Stück von Frank Ziegler - wagen sich die LMUler
in die Welt der modernen TV-Unterhaltungsbranche: Vom Haschisch
rauchenden Großvater bis zum nervtötendem Fernseh-Moderator gibt es
eine Vielzahl ausgefallener Charaktere. Schon von Anfang an entwickelt
sich die Teilnahme an der Fernsehshow „Familie des Monats" für alle
Beteiligten zum chaotischen Härte-Test in Sachen Nervenstärke. Bei
„Nervensägen" machen mit: Peter Hinterberger, Josef Kreutner, Alois
Loibl, Hansfürgen Loibl, Jürgen Hüsemann, Stefan Riedl
(Spiel/Bühnenbild), Bianca de Lattre (Spiel/Maske), Eva Stöcker, Sylvia
Wernsdorfer, Elisabeth Niedermeier (Kegie), Christi Loibl (Souffleuse),
Fritz Riedl (Bühnenbild), Hildegard Riedl (Organisation) und Josefine
Dullinger (Kostüme). Aufführungen sind am 24., 2S., 31. Januar und 1. Februar im
Hartl-Saal. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Touristinformation Spiegelau.
16.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau: AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU Dank an Bauhof für Weihnachts-Einsatz Bürgermeister
Josef Luksch dankte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung dem Bauhof für
die Behebung eines Rohrbruchs in Klingenbrunn. 200 Kubikmeter Wasser
waren pro Tag versickert. Die Arbeiter hatten ihre Freizeit an den
Weihnachtsfeiertagen von 24. bis 27. Dezember geopfert, um das Leck
aufzuspüren und den Schaden zu reparieren. Dafür zollte ihnen der
Bürgermeister großen Respekt. Ersatzbäume für Kastanienallee? Im
vergangenen Jahr sind einige Bäume in der Kastanienallee in
Oberkreuzberg gefällt worden. Sie standen alle auf Privatgrund. Für die
Gemeinde Spiegelau bestand keine Möglichkeit, die Bäume zu retten: es
gab keine Widmung oder Verpflichtung, die Bäume zu erhalten. Nun fragte
Gemeinderat Alois Loibl (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung an,
ob nicht Ersatzbäume gepflanzt werden könnten, damit die Kastanienallee
ihren Namen auch wieder verdient. Bürgermeister Luksch möchte dazu die
Anlieger befragen. Deshalb will er in nächster Zeit eine Versammlung in
Oberkreuzberg, eventuell an einem Sonntag nach der Kirche abhalten und
die Meinung der Anlieger dazu hören. Kommandanten bestätigt Die
Feuerwehr Oberkreuzberg hatte in ihrer Dienstversammlung Anfang
Dezember Christoph Wolf zum Kommandanten und Erhard Wawrzek jun. zu
dessen Stellvertreter gewählt. Entsprechend des Bayerischen Feuerr
wehrgesetzes mussten die Gewählten durch den Gemeinderat bestätigt
werden. Dieser hatte nichts einzuwenden, (ul).
14.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau:
Wetterfrosch“ Jörg Kachelmann hat sein
bundesweites Messnetz auch auf
Klingenbrunn-Bahnhof ausgeweitet
Bild Täglich erscheinen nun auch die Messdaten aus dem Nationalpark in der ARD-Wettervorschau Klingenbrunn-Bahnhof
(pö). Der bekannteste ‚‚Wetterfrosch" der Bundesrepublik , Jörg
Kachelmann, hat nun sein bundesweites Messnetz auch auf den kleinen
Bayerwald-Ort Klingenbrunn-Bahnhof am Fuße des Rachelberges
ausgeweitet. Die Mess-Station Klingenbrunn-Bahnhof meldet nun täglich
im Stundentakt Temperaturen und Niederschläge an das Erste Deutsche
Fernsehen Aufmerksame
Beobachter haben es schon bemerkt: Seit Weihnachten taucht in der
ARD-Wettervorschau um 19.50 Uhr und im Wetterbericht zum Ende der
Tagesthemen im Laufband regelmäßig der Name Klingenbrunn auf. Dabei
handelt es sich tatsächlich um den Weiler Klingenbrunn-Bahnhof am Fuße
des Rachels. Der
kleine Ortsteil der Gemeinde Spiegelau hat, seit sich dort eine
Wetterstation der Nationalparkverwaltung befindet, schon des öfteren
für Schlagzeilen in den regionalen und sogar bundesweiten Medien
gesorgt. Grund: In der meist windstillen Verebnung unterhalb der
brei-ten Flanke des Großen Rachels sinken die Temperaturen nach
sternenklaren Nächten in den Morgenstunden auch im Sommer regelmäßig
unter den Gefrierpunkt, und im Winter entsteht gelegentlich sibirisch
an-mutende Kälte. Aber auch die hohen
Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht stellen eine Besonderheit
an der seit 1976 betriebenen Wetterstation dar. So ging dort der 8.
Juni 1983 als Frosttag und Sommertag zu-gleich in die Wettergeschichte
ein. Nach -0,7 Grad C in zwei Meter Höhe bzw. -5,3 Grad C fünf
Zentimeter über dem Erdboden am Morgen stieg das Quecksilber bis zum
Nachmittag unaufhörlich bis auf 26,0 Grad C an. Jetzt
hat auch der bekannte ARD-Wetterfrosch Jörg Kachelmann Interesse am
Wettergeschehen von Klingenbrunn-Bahnhof gefunden und noch vor
Weihnachten sein bundesweites Messnetz um eine weitere Wetterstation
ergänzt. In
unmittelbarer Nähe zur Nationalpark-Wetterstation stehen jetzt auf zwei
Metallmasten montiert zwei elektronische Messgeräte, die stündlich und
rund um die Uhr die augenblicklichen Temperaturen in zwei Metern Höhe
und fünf Zentimeter über dem Boden sowie die Niederschlagsmengen
automatisch per Telefon an die Zentrale von Meteomedia AG Jörg
Kachelmann melden. Für
das Frühjahr, wenn die offizielle Einweihung mit Jörg Kachelmann
stattfindet, ist noch die Montage eines Windmessers geplant. Zum
gleichen Zeitpunkt ist auch die Aufstellung einer weiteren
Kachel-mann-Station im Gipfelbereich des 1453 Meter hohen Großen
Rachels vorgesehen, so dass interessante und aufschlussreiche
Vergleiche von Temperaturen, Niederschlägen und Windgeschwindigkeiten
zwischen der 760 Meter hoch gelegenen "Talstation" in
Klingenbrunn-Bahnhof und der dann Luftlinie nur 5,5 Kilometer
entfernten, aber fast 700 Meter höhergelegenen "Gipfelstation" möglich
werden.
Spiegelau präsentiert sich auf über 80 Seiten
Bild In acht Monaten besuchten circa 8000 Besucher die Website - Ständige Aktualisierung Spiegelau
(hb/ul). Seit genau acht Monaten hat die Gemeinde Spiegelau eine eigene
Website unter "www.gemeinde-spiegelau.de";. Sie wurde auf Wunsch von
Bürgermeister Josef Luksch von Webmaster Hermann Beiler eingerichtet.
Der Web-Auftritt der Gemeinde umfasst mittlerweile über 80 Seiten.
Circa 8000 Besucher - die meisten sind aus Deutschland, Belgien,
Niederlanden, Frankreich, Schweiz und Österreich - nutzten die
Internet-Präsenz. Dabei haben sie rund 50 000 Seiten abgerufen. In
den großen Suchmaschinenwie google, altavista oder fireball ist die
Website erfasst und gut positioniert. Die Seiten öffnen sich in
Sekunden, auch bei langsamen Rechnern und Internetzugängen. Die Website
ist Text basiert und daher auch für sehbehinderte oder blinde Menschen
mit entsprechenden Browsern und Vorleseprogrammen geeignet. Die
Website ist bewusst schlicht und übersichtlich aufgebaut. Das Rathaus
wird von A bis Z vorgestellt, ebenso der Gemeinderat, die Gemeinde
Spiegelau mit ihren Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten,
Urlaubsangebote im Glasmacherort. Sie gibt auch Auskunft über
Grundstücke in Spiegelau, über Termine, amtliche Bekanntmachungen und
Satzungen. Über
den "Kummer-Express" lassen sich online Informationen über
Beschädigungen, Verunreinigungen und andere Missstände direkt an die
Gemeindeverwaltung leiten. Nach den bisherigen Erfahrungen folgte die
Reaktion prompt.
"Der größte messbare Erfolg war der Verkauf des Friedhofbaggers, der
durch das Internet möglich wurde", sagt Hermann Beiler. Die
Seite wird täglich aktualisiert. Neu in diesem Jahr sind die
Einwohnerzahlen, eine Liste der Vereine mit ihren Vorständen und
Anschriften, Veranstaltungskalender und Fotos von den Veranstaltungen
(z. B. vom Spiegelauer Notenspiegel). "Schön
wäre es, wenn alle Vereine ihre Termine oder auch interessante Berichte
aus dem Vereinsleben weitergeben würden", wünscht sich Webmaster
Beiler. Seine e-mail-Adresse ist "email@beiler-spiegelau.de" oder per
Fax 08553/6558 an die Gemeinde.
Durch geborstenes Schauglas: Öltanks standen unter Wasser
Bild
Spiegelau
(ga). Zu ihrem ersten Einsatz in diesem Jahr musste die Feuerwehr
Spiegelau am Sonntag nachmittag ausrücken. In der Hauptstraße 24 stand
der Keller mit den Heizöltanks teilweise bis zu fast einem Meter unter
Wasser. Durch ein gebrochenes Schauglas am Druckminderer der
Hauptleitung waren etliche Liter Wasser über zwei Etagen vom Heizraum
im ersten Untergeschoss in das zweite Untergeschoss gelaufen. Auch das
Kosmetikstudio im ersten Untergeschoss wurde dabei in Mitleidenschaft
gezogen. Zur Unterstützung wurde vom Einsatzleiter der Spiegelauer
Wehr, Kommandant Kurt Kirchner, die Feuerwehr Klingenbrunn
nachalarmiert. Gefahrgut-Kreisbrandmeister Josef Eichinger von der
Feuerwehr Reichenberg war zur Beurteilung der aufgeschwommenen Öltanks
ebenfalls an die Einsatzstelle gerufen worden. Nach dreieinhalb Stunden
beendeten die beiden Feuerwehren den Einsatz
04.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau:
Bild Fackeln und Marzipanschweine beim Spiegelauer Neujahrsempfang
Einheimische und Feriengäste feiern zusammen das neue Jahr 2003 Spiegelau
(re). Großen Anklang bei Einheimischen und Feriengästen fand auch heuer
wieder der am Neujahrstag beim Infozentrum durchgeführte
Neujahrsempfang, den die Gemeinde Spiegelau in Zusammenarbeit mit dem
Gewerbeverein durchgeführt hat. Spiegelau (re). Großen Anklang bei
Einheimischen und Feriengästen fand auch heuer wieder der am
Neujahrstag beim Infozentrum durchgeführte Neujahrsempfang, den die
Gemeinde Spiegelau in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein durchgeführt
hat. Der
Festplatz beim Infozentrum war mit Fackeln, einer Feuerstelle,
Lichterketten und einem großem Christbaum festlich bereitet und auch
Petrus hatte ein Einsehen, als sich von 16 bis 18 Uhr zahlreiche
Besucher einfanden, um gemeinsam auf das Jahr 2003 anzustoßen. Mit Glühwein, Jägertee, Kinderpunsch, Kaffee, Sekt und Stollen war für das
leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt. Die
Spiegelauer Blaskapelle war für die musikalische Umrahmung zuständig
und erntete für ihre Darbietungen immer wieder großen Applaus. Gegen 17 Uhr wurde das neue Jahr von den
Böllerschützen der "Hessensteinschützen Klingenbrunn" offiziell und lautstark angeschossen. In seiner Neujahrsansprache wünschte Bürgermeister Josef Luksch allen Anwesenden Gesundheit, Glück und viel Erfolg für das
Jahr 2003. Als
kleinen Glücksbringer für das neue Jahr überreichte Kaminkehrer
Johannes Ebner allen Besuchern ein Marzipanschwein, die sogenannte
"Glückssau aus Spiegelau".
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