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Lokalteil Grafenauer Anzeiger von Januar bis Juni 2003

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 21.06.2003: Auf Trencks Spuren von Waldmünchen zur Donau
Panduren-Darsteller folgen auf ihrem Sechs-Tage-Werberitt dem historischen Steig - Heute Empfang in Passau
von Ursula Langesee
Spiegelau. Genau 261 Jahre nach dem Einfall der Panduren unter ihrem Anführer Franz Freiherr von der Trenck reiten zur Zeit Pandurendarsteller in authentischen Kostümen auf dem historischen Pfad von Waldmünchen in der Oberpfalz bis nach Engelhartszell in Oberösterreich. Sie folgen dabei in sechs Tagesetappen weitgehend dem mit einem Krummsäbel gekennzeichneten "Pandurensteig", eine der abwechslungsreichsten Wanderstrecken im Bayerischen Wald.
An Fronleichnam waren die mehr als 20 Reiter und Reiterinnen beim Volksfestaufzug in Spiegelau mit dabei, gestern bekamen sie für ihren Zug an die Donau in Unterhüttensölden Verstärkung durch die Spiegelauer Panduren Max Kölbl, Siegfried Klante, Manfred Scholz, Hans Weinfurtner, Paul Wettengel und durch Albert Garhammer.
Die Idee zu diesem Ritt war eine Gemeinschaftsproduktion von den Waldmünchner Panduren und von Alfred Resch, der in Spiegelau das am 19. und 20. Juli zum 18. Mal stattfindende Pandurenfest organisiert. Die Panduren führen seit 53 Jahren im Juli und August das Freilichtfestspiel "Trenck, der Pandur, vor Waldkirchen" auf.
"Es ist ein Werberitt, aber auf historischen Tatsachen beruhend. In Waldmünchen wurde Trenck inhaftiert und von dort zur Donau und zu seinem Prozess nach Wien gebracht. Deshalb kommt auch Engelhartszell ins Spiel, weil er im Kloster im sogenannten ,Affenzimmer' eine Nacht verbrachte", erklärt Resch.
Er kümmert sich um die Logistik des Pandurenritts, der langjährige Trenck-Darsteller aus Waldmünchen, Michael Aumann, um die Reiterei. "Wir haben 16 Pferde mitdabei. Das ist der feste Posten, die Reiter allerdings wechseln zum Teil auf der 150 Kilometer langen Strecke. " Bisher sei der Ritt ohne Probleme verlaufen, keine Verleztungen aufgetreten. "Vom Wetter her hatten wir schon das volle Programm - von der Hitze bis zu Regenschauern und Hagel", erzählt Aumann, dem landschaftlich das Ohe- und Ilztal bisher am besten gefallen hatte.
Von solchen Wetterkapriolen lässt sich der mit 68 Jahren älteste Teilnehmer Nick Carbone nicht beeindrucken. "Ich bin schon seit 33 Jahren 'Pandur', da fehlt mir konditionsmäßig nichts. Und die super Kameradschaft ist den Ritt schon alleine wert", schwärmt der sattelfeste Waldmünchner. Den guten Zusammenhalt wissen auch die Reiterinnen Anni, Resi, Ramona, Barbara und Gabi zu schätzen. Sie fühlen sich bei den "wilden" Panduren ganz gut aufgehoben.
Ihr Nachtlager schlagen die "Panduren" in Reiter- und Ferienhöfen auf. Gestern machten sie Quartier in Tittling und am heutigen Samstag geht es gegen 10.30 Uhr zum Passauer Rathaus, wo der amtierende Trenck-Darsteller Dieter Uschkereit an Oberbürgermeiter Albert Zankl eine Grußbotschaft übergeben wird. Anschließend ziehen sich die Panduren auf die Thingwiese in der Veste Oberhaus zurück, wo sie gegen 18 Uhr den Besuch von Staatskanzleichef Erwin Huber, dem Schirmherr der Waldmünchner Festspiele, erwarten.
Zum Abschluss des Pandurenritts am morgigen Sonntag in Engelhartszell ist ein großes Programm mit Festzug, Lagerleben und Szenen aus dem Trenck-Spiel und einem Konzert von 15 bis 20 Uhr vorgesehen.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 19.06.2003: Mit Unterschriften gegen die Freibad-Schließung
Seit Pfingstmontag haben sich 500 Badegäste eingetragen - Sondersitzung des Spiegelauer Gemeinderats
Spiegelau (sr/ul). Wie berichtet, ist das über 30 Jahre alte Freibad von der Schließung bedroht, weil es sich die Gemeinde nicht leisten kann, die dringend notwendige Erneuerung der Technik (Wasseraufbereitung und Heizung) zu finanzieren. Bei drei bis dreieinhalb Monaten Betriebszeit hat nach Aussage von geschäftsleitendem Beamten Josef Schreiner das Bad durchschnittlich ein Defizit um die 30 000 Euro eingefahren.
Seit Pfingstmontag liegt, angeregt durch den engagierten Dauerbesucher Alfred Schwarz, eine Unterschriftenliste zum Erhalt des Freibads bei Bademeister Anton Schönhofer aus. 500 Badegäste haben sich bisher für den Erhalt des Freibads durch ihre Signatur stark gemacht.
In nächster Zeit will sich die Gemeinde in einer Sondersitzung mit dem Thema Freibad befassen. Dazu sollen auch Berechnungen eines Ingenieurbüros zur Sanierung der Badtechnik auf den Tisch kommen.
Bademeister Anton Schönhofer hofft, dass er weiter seinem Job am Pool nachgehen kann. "Es macht mir riesigen Spaß", sagt der Bauhofangestellte, der an diesen heißen Sommertagen täglich zwischen 300 und 400 Gäste zählt.
Elisa Würzbauer (10) und ihre Freundin Melanie Beer (auch 10) beide aus Spiegelau, zählen zu diesen Gästen. Ihnen gefällt es gut hier. Sie kommen seit etwa drei Jahren fast jeden Tag bei schönem Wetter ins Bad. "Wir fänden es total schade, wenn wir hier nicht mehr baden könnten", erzählten sie. Beide wären bereit, mehr für den Eintritt zu zahlen, falls dann das Problem aus der Welt geschafft wäre.
In der Tag sind die Eintrittspreise sehr moderat und wurden seit Jahre nicht mehr erhöht. So zahlen Erwachsene 1,60 Euro, Kinder einen Euro für die Tageskarte. Angelika Riedl aus München (49) ist jedes Wochenende im Freibad. "Ich finde es hier einfach wunderbar, es ist spottbillig, übersichtlich und sauber", schwärmt sie. "Ich fände es schade, wenn es zumachen würde, denn dann wäre der Treffpunkt für die Jugendlichen weg. Und es ist immer das Gleiche, an die Teenager und Kinder wird mal wieder überhaupt nicht gedacht. Das finde ich nicht in Ordnung". Auch sie wäre bereit zwei bis drei Euro für den Eintritt zu zahlen.
Walter Maily (62), seit 40 Jahren Spiegelauer Bürger, ist empört: "Ich finde es eine Unverschämtheit überhaupt daran zu denken, das Freibad zu schließen zu wollen. Es ist doch sowieso nur zehn Wochen im Jahr richtig heißes Wetter und an den anderen Tagen des Jahres ist der Aufwand für das Freibad gering". Er besitzt eine Saisonkarte für 25,60 Euro und wäre zu einem Aufschlag von 20 Prozent bereit.
Renate Krüger (56), Urlauberin aus Berlin, ist begeistert: "Ich freue mich immer wieder, wenn ich in das Bad komme. Vor allem genieße ich die Ruhe und die Sauberkeit hier."
Ihr Mann Ingolf Krüger (62), ist schockiert: "Ich kann nicht fassen, dass das Bad vielleicht nächstes Jahr nicht mehr da ist. Meine Frau und ich machen bereits das fünfte Mal hier Urlaub, diesmal kommen noch acht Bekannte und wir werden bestimmt nicht mehr die Ferien hier verbringen, wenn das Bad geschlossen wird".

LOKALTEIL GRAFENAU vom 19.06.2003: STADTLEBEN & LANDLEBEN
Spiegelauer Feuerwehrler legen Prüfung ab
Spiegelau (ga). In der Feuerwehr Spiegelau legten sieben Aktive das Leistungsabzeichen Löschangriff in der ersten Stufe ab. Unter den Augen von Kreisbrandinspektor Michael Fleck, Kreisbrandmeister Fritz Friedl und den Schiedsrichtern Manfred Fraas (Eppenschlag), Martin Geier (Schöfweg) und Siegfried Wolf (Reichenberg) wurde nach den verschiedenen Knoten, der Aufbau einer Wasserförderung mit Strahlrohrstrecke gezeigt. Die Prüflinge (Katrin und Janina Döringer, Andrea Nowak, Susanne Blach, Florian Boneder, Manuel Ebner, Dominik Friedl) und zwei Aufstockungsteilnehmern (Gruppenführer Armin Garhammer und Maschinist Josef Hannes) zeigten eine gute Leistung. KBI Fleck sagte bei der Verleihung der Leistungsabzeichen, wie sehr er sich über eine junge Gruppe (16-23 Jahre) freue. Er dankte den Ausbildern Michael Schinabeck und Armin Garhammer für die aufgebrachte Zeit. Das Foto zeigt das Anlegen eines Rettungsknotens.

HEIMATSPORT LANDKREIS FREYUNG-GRAFENAU vom 19.06.2003
Martina Glagow sportliches Zugpferd beim Volksfest
Biathlon-Weltmeisterin und Weltcupsiegerin gibt am Samstag in Spiegelau Autogramme
Spiegelau (kl). Die TSV-Verantwortlichen hätten sich für ihr Volksfest kaum ein sportlich erfolgreicheres (und noch dazu überaus attraktives) Zugpferd wünschen können: Es ist ihnen gelungen, die Biathlon-Weltmeisterin und Weltcupsiegerin Martina Glagow für eine Autogrammstunde zu gewinnen!
Am kommenden Samstag, um 17 Uhr, ist es so weit: Es gibt die ebenso zierliche Sportlerin mit dem großen Kämpferherz im Volksfestzelt quasi "zum Anfassen". Im TSV-Lager geht man davon aus, dass sich viele Anhänger des - vor allem Dank des WSV Eppenschlag - auch im Landkreis populären Biathlonsports und speziell die Fans von Martina Glagow diese Gelegenheit, die Sportlerin näher kennenzulernen, nicht entgehen lassen werden.
Naturgemäß ergibt sich fast von selbst die Frage: Wie kommen die "Glasmacher" an diesen (sportlich betrachtet) "dicken Fisch"? Die Erklärung ist denkbar einfach: Martin Glagow, der seine Tochter zu allen Rennen begleitet und ihre Skier präpariert, wohnt seit geraumer Zeit in - Spiegelau! Hier trainiert er bei der Sparte Badminton und interessiert sich auch sonst für die sportlichen Ereignisse im TSV, ist unter anderem häufig Zuschauer bei den Fußballspielen. Als die Vorstandschaft mit dem Wunsch nach einer einer Autogrammstunde mit Martina Glagow an ihn herantrat, hat Vater Martin sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt und seine Tochter trotz ihres vollen Terminkalenders für das TSV-Volksfest "verpflichtet". Die spontane und unkomplizierte Zusage von Martina Glagow wird vereinsintern als Beweis für die sympatische Art dieser Spitzenathletin gewertet. Die Spiegelauer - allen voran die TSV-Vorstandschaft und Bürgermeister Josef Luksch - wollen sie deshalb gebührend empfangen.
Zur Sportlerin selbst: Der 23-jährigen Martina Glagow, die in Garmisch geboren wurde und derzeit in Mittenwald wohnt, waren die Skier praktisch in die Wiege gelegt worden. Allererste sportliche Lorbeeren erntete sie allerdings im alpinen Bereich. Mit elf Jahren wechselte sie das "Fach". Nachdem sie einen schulinternen Skilanglauf mit deutlichem Vorsprung vor der um bis zu drei Jahre älteren männlichen Konkurrenz gewonnen hatte, war sie vom Trainer der Mittenwalder Biathleten angesprochen worden - der Einstieg in eine großartige Karriere!

Die Anfänge
Das zierliche Mädchen erwies sich als wahres Naturtalent im Schießen und nach nur wenigen Wochen Training nahm sie an ihren ersten Biathlon-Wettkämpfen teil. Gleich in ihrer ersten Saison wurde sie bayerische Schülermeisterin mit der Staffel und Sechste in der deutschen Gesamtwertung ihres Jahrgangs.
Ab 1994 folgte dann Titel auf Titel: Sie wurde bayerische Biathlon-Schülermeisterin im Einzellauf und Sprint und Erste auch bei den Bundesskispielen. 1995 und 1996 wurde Martina Glagow jeweils zweifache deutsche Jugendmeisterin und Gewinnerin des Deutschlandpokal.
Der nächste Meilenstein: 1997 wurde sie - obwohl noch Jugendliche - in den Nationalkader C berufen und gewann auf Anhieb die Gesamtwertung im Junioren-Europacup. In diesem Jahr errang sie zudem zweimal Silber und einmal Bronze bei den Juniorenweltmeisterschaften. Ein Jahr später lief und schoss sie sechs erste Plätze im Junioren-Europacup heraus und kehrte von den Juniorenweltmeisterschaften mit Staffelgold und Bronze in der Einzelwertung heim. 1999 wurde sie sogar dreifache Juniorenweltmeisterin in Sprint, Verfolgung und Staffel.
Wie sie bei den Juniorinnen aufgehört hatte, machte Martina Glagow im Jahr 2000 bei den Damen weiter: Im Europacup gewann sie vier der fünf ersten Rennen und schlug alle internationalen Konkurrentinnen, die bereits im Weltcup gestartet waren. Sie wurde in die deutsche Weltcupmannschaft berufen und erreichte in ihrem ersten Rennen einen sechsten Platz in Oberhof. Bereits drei Wochen später folgte der erste Weltcupsieg und wenig später der zweite. Zum Schluss war sie 13. der Weltcup Gesamtwertung.
2001 war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Herausragend der Gewinn der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften im Massenstart und der 9. Platz in der Weltcup-Gesamtwertung. 2002 schaffte die ehrgeizige Sportlerin frühzeitig die Qualifikation für die Olympiamannschaft. Nach einem 7. Platz im Einzellauf in Salt Lake City (damit war sie Zweitbeste im deutschen Team !) erhielt sie jedoch keinen weiteren Einsatz und kam ohne Medaille zurück. Mit Platz 12 im Gesamtweltcup beendete sie die Saison.

Große Erfolge
Für die vergangene Saison trainierte Martina Glagow noch intensiver und - es sollte sich lohnen. Sie holte zwei deutsche Meistertitel, war bei 18 Weltcup- Einzelwettkämpfen unter den "top ten", sicherte sich WM-Bronze mit der Staffel und wurde Weltmeisterin im Verfolgungswettkampf. Als Krönung folgte der Gewinn des Gesamtweltcup , was zuvor noch keine deutsche Biathletin geschafft hatte!
Martina Glagow, die sich als Angehörige des Bundesgrenzschutzes ganz ihrem Sport widmen kann, strebt als nächste große Ziele die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2004 in Oberhof und an den Olympischen Spielen 2006 in Turin an.
Wie viele prominente Sportlerinnen und Sportler, so hat auch die erfolgreiche Biathletin einen Spitznamen. Doch warum sie in der Szene "Molly" genannt wird, leuchtet nicht auf Anhieb ein. Unabhängig davon, dass sie diesen Namen nicht besonders mag, erscheint er auch reichlich unangebracht - bei ihrem Gewicht von nur 48 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,58 Meter! Unabhängig von Erfolg, Größe und Gewicht - hübsch und nett ist Martina Glagow allemal. Das hat sie bei diversen Interviews nach Wettkämpfen gezeigt und das dürfte sie auch bei der Autogrammstunde am Samstag in Spiegelau unter Beweis stellen.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 16.06.2003
Panduren, Weltcupsiegerin, Franz Maget und fünf Spitzenkapellen beim Spiegelauer Volksfest
Diesmal lässt es der Spiegelauer Sportverein zu seinem Fest so richtig krachen — Die Maß Festbier kostet 4,70 Euro
Spiegelau (bi). Tradition ist dem Volksfest im Glasmacherort Spiegelau nicht abzusprechen. Zur 53. Neuauflage erwartet das Festpublikum ab dem kommenden Fronleichnamstag, 19. Juni, ein Programm mit gleich mehreren Attraktionen und hochrangigen Besuchern.
Die Volksfestorganisatoren Erich Bachmann, TSV-Vorsitzender Rüdiger Greß, Rudi Garhammer und Bürgermeister Josef Luksch haben sich diesmal besonders engagiert, um für ”ihr Volksfest" eine Fülle von Attraktionen an Land zu ziehen, die den Slogan auslösen: “Da muss man einfach hin!".
Traditionell wird das Spiegelauer Volksfest mit einem Standkonzert in der Ortsmitte (Parkplatz bei der Glasfabrik) eröffnet, bei dem diesmal die “Haibacher Musiblos´n" aufspielen wird. Und besonders farbig wird der Aufmarsch der Vereine und Behörden hin zum Festzelt, weil gerade rechtzeitig die Waldmünchner Panduren auf ihren Werberitt durch den Bayerischen Wald - von Regen her kommend - den Glasmacherort mit Pferd, Reitern und Wägen gegen 17.30 Uhr passieren werden. Also: Es gibt viel zu filmen und zu fotografieren!
Bürgermeister Josef Luksch wird gegen 18 Uhr im Festzelt am alten Sportplatz das erste Fass Bucher-Festbier anstechen, das eine Stammwürze von 13,3 % und einen Alkoholgehalt von 6 Prozent haben wird. Ausgeschenkt wird das süffige Festbier für 4,70 Euro pro Maß. Am ersten Festabend spielt die “Haibacher Musiblos´n" im Festzelt auf.
Der Fest-Freitag ist den Vereinen, Behörden und Betrieben gewidmet, für die ab 19 Uhr die Spitzenkapelle “Passt scho!" ihr Debüt in Spiegelau gibt.
Die Kinder können dann am Samstagnachmittag mit ermäßigten Preisen bei den Fahrgeschäften und mit dem Auftritt des Zauberer ”Waltini" (ab 15 Uhr im Festzelt) rechnen. Den Festorganisatoren ist es gelungen, um 17 Uhr zu einer Autogrammstunde mit der Sprintweltmeisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin Martina Glagow ins Festzelt einladen zu können. Abends unterhält die Stimmungskapelle ”Bayerwaldsterne".
Ein Tag der Familie ist für Sonntag angesagt, dessen Programm um 15.30 Uhr mit einer SPD-Kundgebung beginnt, zu der der SPD-Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen im Herbst, SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Franz Maget, erwartet wird. Das Abendprogramm bestreitet die Spitzenkapelle ”Quattro Formaggi".
Am Montag, 23. Juni, klingt das Spiegelauer Volksfest mit dem traditionellen Seniorennachmittag aus. Dabei werden ”Kurt und Klaus" für Unterhaltung sorgen. Und zum Volksfestausklang wird dann die Spitzenkapelle ”Six pack" in dem 1200 Leute fassenden Bucher-Festzelt aufspielen.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 13.06.2003: Volksmusik dem Baumsteftenlenz zur Ehr’   101 Jahre Paul Friedl - Vereine richten eine Gedenkfeier für den Bayerwald-Musiker und -Dichter aus. Von Theresia Wildfeuer
Salzweg. Gelungene lustige und ernste volksmusikalische Darbietungen der Salzweger Dearndln, der Geschwister Diewald, der Neuhäusler Musi und von Konrad's Tanzlmusi sowie eine Dia-Schau über das Leben und Werk von Paul Friedl (1902 bis 1989) standen im Mittelpunkt einer großen Feier im Spetzinger- Stadl in Salzweg, die an den Heimatdichter, Schriftsteller, Sänger, Musiker, Lieder- und Geschichtensammler Paul Friedl erinnerte.
Mit einem launigen und ungewöhnlichen Begrüßungsdialog eröffneten die Gstanzlkönigin Renate Maier aus Pfarrkirchen, Initiatorin der Veranstaltung, und Moderator Jackl Koller aus Ruderting den Festabend. Mit seinen Werken habe Paul Friedl "die Kultur vom Bayerischen Wald rausgetragen in die Welt", sagte Jackl Koller.
Den Auftakt gab Konrad's Tanzlmusi mit Hans Waldbauer, Reinhard Lakota, Cornelia Mandl, Konrad Schiermeier, Elisabeth und Bernhard Haiden mit einem Walzer. Die Salzweger Dearndln mit Michaela Greiner, Manuela Schätzl und Cornelia Mandl sangen gekonnt "Jessas Leit heit gibt's a Musi" und "Die Summerzeit", Stücke von Paul Friedl.
Jackl Koller würdigte den Einsatz der Familie von Edelgard Grelczak aus Waldhäuser. Ihr Vater Robert Link, ein Freund von Paul Friedl, sammelte die Werke des "Baumsteftenlenz" und brachte sie im Eigenverlag heraus. Es sei ihrem Vater zu verdanken, dass die Bücher erhalten geblieben seien, betonte Jackl Koller.
"Wenn da Erst kimmt", gab D'Neuhäusler Musi von Vater Albert und Sohn Florian aus dem Regensburger Raum zum Besten. Dr. Josef Bauer trug das Mundartgedicht "Da Noaglhans" aus dem Bayerischen Liederbüchl und "Die Gschicht' vo da baierisch Kellnerin" vor, eine der besten Erzählungen von Paul Friedl. Dieser habe Handlung und Milieu so geschildert, dass sie den Lesern unter die Haut gingen, so Josef Bauer.
Lustige, schaurige und deftige Stücke, zum Beispiel "Bubikopf", "Es spukt" oder "Odlgruabn" gaben die Geschwister Diewald aus Nittenau, Arcelita und Len Len, deren Mutter von den Philippinen stammt, zum Besten.
Mit witzigen, frechen und kecken Einlagen umrahmte die Gstanzlkönigin die Musikeinlagen. In zwei Dia-Schauen zeigte Hermann Beiler, der zusammen mit Max Schinabeck die Gründung des Paul-Friedl-Fördervereins plant, Leben, Werdegang und Werk von Paul Friedl sowie die Maßnahmen zur Erhaltung des Paul-Friedl-Geburtshauses in Spiegelau. Der Salzweger Bürgermeister Horst Wipplinger sicherte dem in Gründung stehenden Paul-Friedl-Förderverein seine Unterstützung zu. Der Heimat- und Trachtenverein Salzweg unter Leitung von Richard Schenk bewirtete die Gäste.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 09.06.2003: Gemeinderat Spiegelau berät über schmerzhafte Einschnitte
Spiegelau (ul). Bei den drei Sitzungen des Finanzausschusses zum Haushalt 2003 (wir berichteten) waren auch Vorschläge für Einsparungen gemacht worden. Darüber wurde nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung abgestimmt.
Das 25-Euro-Geldgeschenk für Alters- (ab 80 Jahre) und Ehejubilare (ab goldener Hochzeit) bleibt. Es wurde nicht auf 20 Euro gekürzt. Allerdings soll das Geld in einen Einkaufsgutschein für alle Spiegelauer Geschäfte umgewandelt werden.
Aufrechterhalten bleibt auch die Bezahlung der Bewirtung durch die Gemeinde bei Generalversammlungen und Leistungsprüfungen der Feuerwehren. Zwischen 500 und 700 Euro jährlich werden laut Kämmerer Ludwig Friedl dafür aufgewendet.
Lautstarker Protest Allein die Verlesung der Sparvorschläge im Feuerwehrwesen zu Beginn der Sitzung veranlasste schon Spiegelaus Feuerwehrkommandanten Kurt Kirchner und seinen Vater Philipp durch lautes Türknallen und Verlassen der öffentlichen Sitzung ihren Protest kund zu tun. Dabei kam's letztendlich gar nicht so schlimm und sie ernteten von den Verbliebenen nur verwundertes Kopfschütteln für das Verhalten. (ul).
Gekündigt wird zum nächstmöglichen Termin die Mitgliedschaft im Verein "Feuerwehrerholungs-
heim Bayrisch Gmain" mit 114 Euro im Jahr. Aufgehoben wird auch die Beitragsübernahme für den Kreisfeuerwehrverband (267 Euro). Weiterhin bezahlt werden die 25 Euro Zuschuss zu den Vereinsuniformen der Feuerwehren.
Sprechgarnituren für Atemschutzträger sind zwar von der Feuerwehr gewünscht, zählen aber nicht zur Pflichtausstattung. Deshalb kam der Gemeinderat überein, stattdessen lieber in vernünftige Saug-Garnituren zu investieren, die bei Überschwemmungen eingesetzt werden.
Noch heuer soll das Löschfahrzeug LF 10/6 für die Feuerwehr Spiegelau (Kosten: zirka 242 000 Euro) bestellt werden. Ab 2004 wird es bezahlt.
Vollständig auf eigene Regie und Kosten hatte die Feuerwehr Oberkreuzberg eine Galerie in ihr Gerätehaus eingebaut. Nun tat es ihr die Feuerwehr Klingenbrunn nach und bat die Gemeinde um einen Zuschuss zu den Materialkosten von 884 Euro. Im Zuge der Gleichbehandlung plädierten 3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß und Gemeinderat Anton Seibold dafür, den Zuschuss nicht zu gewähren. Das Gremium schloss sich an.
Nicht länger Mitglied beim Bund Naturschutz (77 Euro Jahresbeitrag) wird die Gemeinde zum nächsten Kündigungstermin sein.
Einstimmig wurde vom Gemeindegremium beschlossen, den Spielplatz am Freibad aufzugeben, weil er zu wenig genützt werde. Dafür sei der Pflege- und Wartungsaufwand zu groß. Die Spielgeräte sollen ins Freibadgelände integriert werden.
Aber was wird aus dem sanierungsbedürftigen Freibad? Eine abrupte Schließung lehnte Bürgermeister Josef Luksch ab, weil es noch im neuen Prospekt der Tourismusgemeinde Spiegelau enthalten ist. In einer eigenen Sitzung im Juli soll über die Zukunft des Freibads entschieden werden.
Eine längere Debatte entbrannte zum Thema "Bauhof veräußern". Gemeinderat Erhard Wawrzek beklagte wiederholt dessen hohe Personalkosten und die mangelnde Organisation. Durch die Vergabe von Bauhof-Arbeiten an Privatfirmen könnte seiner Meinung nach gespart werden. Bürgermeister Luksch führte an, dass seit seinem Amtsantritt 1996 bisher nur die Bankettmäharbeiten hätten günstiger erledigt werden können, weil es einfach an Wettbewerbern fehle, die die Preise drücken könnten.
Nach der Anmerkung von Elke Prosser-Greß, sie wolle nur diskutieren, wenn Fakten und ein ausführliches Konzept für die Bauhof-Veräußerung vorlägen, regte 2. Bürgermeister Kurt Zettl eine Sondersitzung "Bauhof" an. Dem Vorschlag wurde zugestimmt.
Die Renovierung der staatlichen Zivildienstschule, an der sich der Bund über Abschreibungen beteilige, kündigte Luksch an. Notwendig seien Dach- und Spenglerarbeiten, die Abdichtung des Erkers, neue Beläge am Eingang und Malerarbeiten an der Fassade und im Innern der Schule.
Die Anleinpflicht für große Hunde bleibt. Damit kam der Gemeinderat der Bitte des Ehepaars Alice und Andreas Alteneder und anderer Oberkreuzberger Bürger nicht nach, die erst im Mai erlassene Verordnung wieder aufzuheben.
Doch entfernt wird jetzt die Wertstoffinsel an der Unteren Ringstraße in Oberkreuzberg. In mehreren Sitzungen war nach Beschwerden der Anwohner vor allem über die Lärmbelästigung beim Einwerfen von Flaschen und Büchsen darüber beraten worden. Die Wertstoffinsel kann aber nur deshalb entfernt werden, weil sich 500 Meter weiter der Recyclinghof befindet, der Mittwoch- und Freitagnachmittag und am Samstagvormittag geöffnet hat.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 07.06.2003: Wenn Glas und Musik verschmelzen
Spiegelauer Glashüttenfest begeistert alle - Kurzweilige Show - Besucher-Porträts aus Glas
Spiegelau (cmg). Am Wochenende ist die diesjährige Glashüttenfest-Staffel eröffnet worden: Mehr als 200 Besucher kamen in die gemütlich geschmückte Ofenhalle und genossen bei deftigen Schmankerln einen Abend voller Musik, Brauchtum und einer kurzweiligen Show rund um die Welt der Glasproduktion.
Seit fünf Jahren gilt die Veranstaltungsreihe in der Spiegelauer Ofenhalle - gleichermaßen informativ, wie auch unterhaltsam - als Höhepunkt bei den Sommerfesten. "In den vergangen Jahren kamen immer wieder Firmen aus der Region vorbei, um mit ihrer Belegschaft gemütlich zusammen zu sitzen und die Atmosphäre zu genießen", freute sich Organisatorin Christine Fruth.
Die Atmosphäre ist wirklich ein Genuss: Kiloschwere Glasmengen werden in unmittelbarer Nähe der Besucher in ansehnliche und funktionale Formen gebracht. Ein dramatischer Augenblick als Glashüttenmeister Schopf, auf einer Leiter balancierend, 50 Kilo heiße Glasschmelze in eine über zwei Meter große mundgeblasene Vase verwandelt.
Doch bei aller Information um den Werkstoff und die Fertigungsprozesse, haben die Glaskünstler auch nicht auf Fröhlichkeit und Humor verzichtet. Das Publikum wurde kräftig in die Glas-Show mit einbezogen: Beim "Mäderl"-Glasblasen stellten Frauen ihr Können unter Beweis, das rotglühende Glas zu mehr oder weniger runden Kugeln zu formen. Die Teilnehmerinnen wurden anschließend mit dem "Glasmacher-Diplom" unter viel Applaus ausgezeichnet.
Beim Porträt eines Besuchers stand nicht so sehr die realistische Darstellung im Vordergrund, vielmehr eine witzige und farbenfrohe "Glaserinnerung", die das freiwillige Modell mit nach Hause nehmen durfte. Das Publikumsquiz lockte mit vielen hochwertigen Glaspreisen, die an den Tischen ein begeistertes Echo fanden.
"Ich wollte immer schon einmal im Bayerischen Wald Urlaub machen. Und es ist wirklich toll, wie freundlich wir hier aufgenommen worden sind. Wenn dann auch noch die Möglichkeit besteht, selbst das Tanzbein zu schwingen, ist der Abend perfekt!", so die begeisterte Thüringerin Karen Hanke, die mit Freunden ihren Pfingsturlaub in Spiegelau verbringt.
Die "Arber-Spitzbuam" verwandelten den Hüttenraum mit traditionellen und modernen Klängen - vom Glashüttenlied, über eingängige Popklassiker bis hin zu ungarischen Weisen - in beste Feierlaune. Ein ganz besondere Attraktion: Max Scholz mit seiner gläsernen Trompete. Der Musiker entlockte dem Instrument, das wie ein überdimensionierter Glaskolben mit viel zu engem Hals und abgeschlagen Boden aussieht, wohlklingende Töne.
Die Wolfstoaner Buam brachten mit Schuhplattlern, Zwiefachen und Glockenspielen das richtige Quantum an Folklore in den Abend. Sein Debüt gab der ehemalige Spiegelauer Hüttenmeister Theo Schönberger als Moderator: Souverän führte er die Gäste durch den Abend und verlieh durch sein Hintergrundwissen dem Fest auch einen verständlichen Informationscharakter.
"Wir sind ganz treue Anhänger der Glashüttenfeste und sind fast immer mit im Publikum. Heute waren wir natürlich schon auf den neuen Moderator gespannt - aber alles klappte wie am Schnürchen!", freuten sich die Spiegelauer Geschäftsleute Manfred und Heliane Halser.
Die Glas-Exponate, die während der Veranstaltung im Ambiente des Hüttenofens gefertigt wurden, konnten vom Publikum im Anschluss an das Hüttenfest gekauft werden. Der nächste Hüttenabend wird am 18. Juli in der Spiegelauer Ofenhalle steigen.

Auto prallt gegen die Waldbahn
Spiegelau (mf). Zu einem Unfall mit der Waldbahn kam es gestern morgen in Spiegelau. Eine 70-jährige Autofahrerin prallte seitlich gegen den Zug, der aus Richtung Grafenau kam. Die Rentnerin und die 20 Insassen der Bahn blieben bei dem Unfall unverletzt.
Die Frau näherte sich von der Steinklammstraße dem unbeschrankten Bahnübergang. Offensichtlich übersah sie dabei den aus Grafenau herannahenden Triebwagen und prallte im Lokführerbereich dagegen. Dabei wurde der BMW der Frau mitgeschleift, bevor er nach dem Bahnübergang im Gleisgraben zum Stillstand kam. Der Gesamtschaden beläuft sich auf zirka 30 000 Euro. Die Bahnverbindung von Grafenau nach Zwiesel war für etwa zwei Stunden gesperrt. Wie Augenzeugen berichteten, hatte die Frau, die gerade von einem Arztbesuch kam, den rechten Fuß bandagiert. Inwieweit diese Behinderung in Zusammenhang mit dem Unfall steht, ist noch unklar.

 

LOKALTEIL GRAFENAU vom 06.06.2003:
Spiegelaus Kämmerer mahnt strikten Sparkurs an. „Schlechtester Haushalt seit 20 Jahren“ - Über 715 000 Euro fehlen - Aufwendungen für die Feuerwehren überdenken
von Ursula Langesee
Spiegelau. Den "schlechtesten Haushalt seit 20 Jahren" musste Kämmerer Ludwig Friedl bei der jüngsten Gemeinderatssitzung verlesen. Erstmals seit der Gebietsreform 1972 konnte aus dem Verwaltungshaushalt keine Zuführung zum Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden. Ein schwacher Trost: die desolate Situation ist nicht hausgemacht, sondern Ausdruck der allgemein schlechten Finanzlage der Gemeinden.
Der Gesamthaushalt hat ein Volumen von 7,13 Mio. Euro (Verwaltungshaushalt: 4,7 Mio. Euro, Vermögenshaushalt: 2,43 Mio. Euro) und ist damit um 316 000 Euro höher als der Haushaltsplan 2002.
Trotz Personaleinsparungen und der Reduzierung von Verwaltungs- und Betriebsausgaben konnte der Verwaltungshaushalt nur durch eine Zuführung von 180 400 Euro vom Vermögenshaushalt abgeglichen werden. Ursache dafür sind laut Kämmerer Ludwig Friedl Einbrüche bei der Einkommensteuerbeteiligung, der Schlüsselzuweisung und der Gewerbesteuer mit zusammen 510 465 Euro bei gleichzeitiger Erhöhung der Kreis- und Solidarumlage um 204 694 Euro.
"Der Soli stört mich. So lange es uns gut gegangen ist, konnte man ihn ja zahlen, aber jetzt. Das ist einfach deprimierend", äußerte sich dazu Gemeinderat Anton Seibold (CSU). Von 1995 bis 2003 hat die Gemeinde Spiegelau 818 000 Euro für die Solidarumlage aufgewendet.
Bei den kostenrechnenden Einrichtungen wird bei der Abwasserbeseitigung wieder ein Fehlbetrag von 24 300 Euro erwartet. Etwas besser sieht es bei der Wasserversorgung aus. Durch die Gebührenerhöhung zum 1. Januar 2003 und den seit Jahren erstmals gestiegenen Wasserverbrauch kann der Fehlbetrag heuer auf 9000 Euro reduziert werden. Keinen Lichtblick gibt es beim Bestattungswesen. Trotz der Gebührenerhöhung zum 1. Mai wird heuer keine Kostendeckung erreicht. Von 1995 bis 2001 mussten laufend Fehlbeträge zwischen 16 000 und fast 80 000 Euro verkraftet werden.
Die Schulden steigen auf voraussichtlich 3,66 Mio. Euro. Das ist eine Pro-Kopf-Verschuldung von 872 Euro (Landkreisdurchschnitt 936 Euro).
Wie und wann der eingeplante Kreditrahmen mit einer Netto-Neuverschuldung von 479 300 Euro ausgeschöpft werden muss, hängt von der Verwirklichung der Investitionen und der Auszahlung von Förderungen ab. Als "gerade noch vertretbar" bezeichnete Kämmerer Friedl den Kreditrahmen. Er warnte aber eindringlich vor einer weiteren Verschuldung. "Wir befinden uns sonst schnell in der Schuldenfalle."
Für Investitionen sind im Vermögenshaushalt 1,66 Mio. Euro eingeplant. Mittelfristig sind weitere Investitionsmaßnahmen von rund 3,88 Mio. Euro vorgesehen. Darin sind aber noch nicht die Kosten für die Generalsanierung der Kläranlage Spiegelau enthalten.
Abschließend mahnte Friedl, eine strenge Ausgabendisziplin an den Tag zu legen. "Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen (siehe eigener Bericht) werden dazu kaum ausreichen. Die Finanzlage erfordert es, auch über unpopuläre Maßnahmen wie die Schließung des Freibads und die enormen Aufwendungen für die Feuerwehren nachzudenken."
Seiner Meinung nach könnte durch eine Änderung der Alarmierungsschleife die Einsatzbereitschaft der gemeindlichen Feuerwehren zum Nulltarif sichergestellt werden.
Für die Herstellung der finanziellen Leistungsfähigkeit sei es auch notwendig, sämtliche Einnahmequellen konsequent auszuschöpfen. Der Kämmerer schlägt deshalb vor, eine neue Globalrechnung für die kostenrechnenden Einrichtungen in Auftrag zu geben und den Mut aufzubringen , diese Einrichtungen kostendeckend zu betreiben.
Mit einer Gegenstimme (Erhard Wawrzek, Freie Wähler) wurden die Haushaltssatzung, Finanzplan und Investitionsprogramm vom Gemeinderat genehmigt.

Siedlerbund seit einem Jahr fest im Boden verankert
Morgen: Sommernachtsparty zum Einjährigen
Spiegelau (dö). Seit einem Jahr besteht in der Gemeinde eine Selbsthilfe-Organisation, deren Ziel es ist, Familien mit Haus und Garten unterstützend unter die Arme zu greifen: der Siedlerbund Spiegelau. Der Verein gibt wichtige Ratschläge und Hilfe bei Problemen rund um das Eigenheim.
"Eine unverzichtbare Einrichtung, die mithilft, Wohneigentum zu schaffen", meint die überaus rührige Vorsitzende des über 40 Mitglieder starken Siedlerbundes, Maria Straßer. Es werden Vorträge und Schulungen angeboten. Nebenbei haben sich die Siedler aber auch die Traditions- und Geselligkeitspflege auf ihre Fahne geheftet. Die Teilnahme an den örtlichen Veranstaltungen wie z. B. Volksfest, Pandurenfest, Hiagstroas oder dem Christkindlmarkt ist selbstverständlich.
Zudem reisen die Siedler gerne. Vom Siedlerbund-Bezirk wird von 30. August bis 6. September eine Fahrt nach Schlanders in Südtirol angeboten und am 16. August darf auf einem Donauschiff das Tanzbein geschwungen werden. Zudem bietet der Landesverband heuer verbilligte Eintrittskarten für die Kleine Landesgartenschau in Roth bei Nürnberg an.
Am morgigen Samstag, 7. Juni, feiern die Siedler bei einer "Summernightparty" ab 15 Uhr in der Mehrzweckhalle das einjährige Bestehen. Für ein buntes und abwechslungsereiches Programm sorgen am Nachmittag die Kindertanzgruppe "Fitz" aus Schönberg", Theresa Friedl (Klavier), Leopold Friedl (Akkordeon), Franziska Pauli (Akkordeon und Gesang), Alexander Wagner (Akkordeon) und eine Jugend-Band. Am Abend werden "Wanzenpressn", "Six Pakk" und "7 up" auftreten.

 

LOKALTEIL GRAFENAU vom 02.06.2003: Einheit in versöhnter Verschiedenheit
Ökumenischer Gottesdienst zum „Jahr der Bibel“ in der Pfarrkirche                            Foto
Spiegelau (ul). Parallel zum Abschlussgottesdienst des ersten ökumenischen Kirchentages in Berlin feierten gestern katholische und evangelische Christen gemeinsam die 10-Uhr-Messe in der Spiegelauer Pfarrkirche als Wortgottesdienst. Zugleich ist das "Jahr der Bibel" Anlass für die Feier, denn sie verbindet die Christen miteinander.
Der erste ökumenische Kirchentag bedeutete einen großen Schritt auf dem Weg zur Einheit der Kirche. Diesen Weg hat die Spiegelauer Kirchengemeinde schon ein gutes Stück beschritten. Hier wird die Ökumene seit Jahren gelebt, sind die Gotteshäuser Heimat für Gläubige beider Konfessionen.
Und trotzdem, zur Haupteucharistiefeier am Sonntag "nur" einen Wortgottesdienst anzubieten und der evangelischen Kirchengemeinde im Grafenauer Land zu dieser Zeit keinen anderen Gottesdienstbesuch zu ermöglichen, war ein Wagnis.
Doch es wurde eine rundum gelungene, stimmungsvolle Feier in der gut gefüllten Kirche, in die sich die Christen beider Konfessionen gleichermaßen einbrachten. Die Kirchenchöre von Spiegelau und Riedlhütte untermalten wohltönend die schöne Feierstunde.
Am Altar hatten sich Pfarrer Hubert Gerstl als Gottesdienstleiter, Pfarrer Friedemann Kohler als Prediger, Diakonin Gabriela Neumann-Beiler, Pastoralassistentin Maria Öllinger und Gemeindereferent Otto Öllinger mit den Ministranten versammelt.
In seiner Predigt bezog sich Pfarrer Kohler auf das Thema des ökumenischen Kirchentages, der Stelle im Alten Testament , wo Gott zu Abraham sagt "Ich will euch segnen und ihr sollt ein Segen sein". Ein Segen könne sein, dass durch den Kirchentag grundgelegt, nun ein weiterer Schritt in Richtung gemeinsames Abendmahl oder Eucharistiefeier getan wurde.
Zu der Frage, ob nicht der Segen zwischen den Konfessionen schief hänge, meinte der evangelische Geistliche, dass in einer guten Familie jeder seine Eigenarten bewahren dürfe. Als "Einheit in versöhnter Verschiedenheit", bezeichnete es Kohler. Man müsse sich nicht wie ein Ei dem anderen gleichen, wichtig sei der Zusammenhalt.
"Es ist gut, dass wir den Segen weitergeben können, auch an die, die uns verfluchen - wie es im Lukasevangelium heißt. Christus hat uns stark dafür gemacht. Und im Glauben an Jesus sind wir eins", schloss er seine Predigt.
Als Zeichen der Verbundenheit der katholischen und evangelischen Christen wird Pfarrer Hubert Gerstl im Gegenzug am Reformationstag in der Martin-Luther-Kirche predigen.

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 26.05.2003: Im „tiefsten Wald“ tobte der Rock- und Punkbär                                                                                                      Fotos
Rund 800 Besucher beim „deepest-wood-Festival“ mit drei Bands im Spiegelauer Kurpark - Temperatursturz in der Nacht. von Karin Friedl
Spiegelau. Von leise bis laut, von gefühlvoll bis ohrenbetäubend - beim ersten "deepest-wood- Festival" im Spiegelauer Kurpark bekamen die rund 800 Besucher die ganze Bandbreite des Rock und Punk geboten. Das Team vom Jugendzentrum "Flash" hatte die Rocknacht perfekt organisiert.
Die fünf Mädels von "The Certain Touch" aus Amberg ließen das Festival mit relativ leisen Tö nen anklingen. Bei praller Sonne und Besuchern, die sich weit über das großflächige Gelände verstreut hatten, war es für die Powerfrauen anfangs schwierig, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.
Der Rock-Klassiker "Proud Mary" ging fast unter, obwohl die Mädchen mit perfekt harmonierenden Stimmen beeindruckten. Einige Altrocker gingen mit gutem Beispiel voran und beim Cindy Lauper-Hit "Girls just wanna have fun" wurden auch die Forderungen der Besucher lauter: "Anlage aufdrehen, wir hören nichts!"
Als "The Certain Touch" dann mit Eigenkompositionen aufwarteten, die durch gefühlvollen Gesang und Einfallsreichtum bestachen, wurde auch der Applaus langsam stärker. Da konnte es sogar vorkommen, dass die Schlagzeugerin auf einmal zur Klarinettistin wurde.
Worauf das Publikum aber wirklich abfuhr, wurde beim Schlusslied der fünf Frauen klar: Als sie bei einer eigenwilligen Version von "Ain't no sunshine" in ihre Mikrofone grölten, hatten sie alle Herzen auf ihrer Seite und die Zugabe-Rufe waren ihnen sicher.
Die zweite Band des Abend traf besonders die Seele der eingefleischten Punker. Ohrenbetäubender Gesang zu wildem E-Gitarren-Spiel lieferten "The Rudes" aus Malgersdorf bei Eggenfelden. Andere Festival-Gäste konnten dem "Lärm" wenig abgewinnen. "Das soll Musik sein? Ich bin echt froh, wenn die wieder aufhören."
Das war dann auch ziemlich schnell der Fall und die Lokalmatadore von "Quattro Formaggi" eroberten die Bühne. Nach einer kurzen Werbeeinlage für ein bayerisch-tschechisches Kabarett, das im Juni im Spiegelauer Schnapsmuseum aufgeführt wird, legten die Jungs los.
Nach den zwei speziellen Bands, fanden bekannte Rocknummern zum Mitsingen wie "I shot the Sheriff" oder "Purple Rain" bei allen Festival-Besuchern Anklang. Dass nun auch endlich getanzt werden konnte, war angesichts der mittlerweile eisigen Temperaturen wirklich hilfreich.
Dass es draußen nach einem Temperatursturz nur noch mit klappernden Zähnen und schlotternden Knien auszuhalten war, bescherte im Bierzelt besonders der Bar Hochkonjunktur. Dort wurde - nachdem "Quattro Formaggi" um Mitternacht die Instrumente niedergelegt hatten - noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. "Eine tolle Veranstaltung", lautete abschließend das Resümee von Gästen und Veranstaltern.
Dass es keine negativen Zwischenfälle gab, darf in erster Linie der perfekten Organisation zugesprochen werden. Seit Wochen hatte das Team vom Jugendzentrum Flash hart gearbeitet. Bauzaun zur Absperrung musste beschafft, das Zelt aufgebaut und die einzelnen Helfertrupps koordiniert werden. "Unglaublich, an was man da alles denken muss", hatte Hauptorganisator Manfred Halser schon im Vorfeld des Festivals gesagt.
Der Fleiß hat sich für die Jugendlichen allerdings ausgezahlt. Denn auch die älteren Besucher waren voll des Lobes: "Es ist schön, dass in Spiegelau auch mal wieder etwas gemacht wird. Man darf den jungen Leuten ruhig etwas zutrauen."

 

PNP LOKALTEIL GRAFENAU vom 23.05.2003: Renovierung der Pfarrkirche groß gefeiert                                                                                                                     Foto
Neues Dach und neues Mauerwerk - Gottesdienst mit Ex- Generalvikar Lorenz Hüttner
Klingenbrunn (ww). Ein neues Dach und ein neu verfugtes Bruchsteinmauerwerk hat die Pfarrkirche "Maria, Hilfe der Christe" bekommen. Diese Renovierung wurde jetzt mit Dompropst Lorenz Hüttner gefeiert.
Wie anno 1928 grüßt nun wieder ein vergoldetes Kreuz vom Kirchturm in das Grafenauer Land. Vor 75 Jahren wurde das Klingenbrunner Gotteshaus in armer Zeit unter grossen Opfern und reger Mithilfe der Bevölkerung errichtet.
Der Kirchenchor und die Klingenbrunner Bläser eröffneten den Festgottesdienst eindrucksvoll. Kirchenpfleger Josef Erhard begrüßte als Ehrengäste Dompropst Lorenz Hüttner, Altbürgermeister Hans Stadler, 2. Bürgermeister Kurt Zettl und die Mitglieder des Gemeinderates, Pfarrsekretärin Barbara Weber, Architekt Heinrich Scholz und Innungsobermeister Robert Ebner.
Erhard bedankte sich bei allen, die bei der Renovierung mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank galt dem Mesnerehepaar Eduard und Marianne Süß, das sich während der schwierigen Bauarbeiten besonders engagierte. Der Dank galt auch dem Diözesanbauamt, dass die Massnahme unverzüglich bearbeitete und der Diözese, die zwei Drittel der Gesamtkosten von 260 000 Euro außerplanmässig zur Verfügung gestellt hatte.
Mit den Liedern "Früher Morgen" und "Das Licht der Morgensonne" führte der Liederkranz Klingenbrunn in den Sonntag. "Welche Farbe hat die Welt" zeigten die Kindergartenkinder danach mit ihrem Tanz vor dem Altar. "Der Herr ist mein Hirt" ein besonders schöner Psalm, intoniert von Kantor Horst Prosser, begleitet von Organist Josef Wilhelm, berührte die Kirchenbesucher tief.
"Christus soll in unserer Mitte wohnen, die Kirche ist das Zeichen dafür, dass Gott immer bei uns ist, unsere Heimat ist - Kirche als Wahrzeichen des Orts", erinnerte Dompropst Lorenz Hüttner die Gläubigen in seiner Predigt und sprach seine Glückwünsche zur Renovierung aus. Dranbleiben am Glauben und an der Kirche wünschte der bisherige Generalvikar der Pfarrei Klingenbrunn für die Zukunft.
Zum Ende des feierlichen Gottesdienstes klang es gewaltig mit den Chören und allen Gläubigen "Großer Gott wir loben dich". Für das leibliche Wohl der Festbesucher wurde anschließend im Pfarrheim gesorgt. Die musikalische Unterhaltung übernahm die Blaskapelle Klingenbrunn unter der Leitung von Kurt Kufner.
Großes Lob fanden alle Gäste für die jungen Musiker, die eine umfangreiche Palette von Musikstücken beherrschen. In der Kirche bewiesen sie Feingefühl für das Gotteslob, im weltlichen spannten sie den Bogen vom Heimatlied über Schlagermelodien bis nach New Orleans.

 

16.05.2003 PNP LOKALTEIL GRAFENAU: Zehn Künstler - eine imposante Ausstellung                                                                                                             Foto
Die Gruppe „Jungwuchs“ stellt sich vor - Vernissage im Spiegelauer Schnapsmuseum
Spiegelau. Es geschieht nicht oft, dass gleich zehn Künstler sich zusammen tun, um gemeinsam ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Gruppe "Jungwuchs" hat es gewagt.
Ganz unterschiedliche Kunst- und Stilrichtungen, Bilder, Skulpturen und Objekte sind auf der Galerie im Spiegelauer Schnapsmuseum zu betrachten.
Mehr als 120 Gäste konnte die Vernissage am Samstagabend verzeichnen. Und das trotz vieler zur gleichen Zeit stattfindender anderer Veranstaltungen. Selbst Landrat Alexander Muthmann und seine Gattin hatten es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein.
Wer gekommen war, kam auch auf seine Kosten. Die Geschwister Barbara und Franz Hauzenberger boten mit Harfe und "Ziach" die musikalische Umrahmung des Abends. Nach einer freundlichen und kurzen Begrüßung durch Herbert Kammermeier als Sprecher der Gruppe "Jungwuchs" führte Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Reimeier in die Ausstellung ein. Er sprach von einem gewissen Geheimnis, dass nach wie vor um jeden Kunstschaffenden besteht, von der sich lohnenden Mühe, sich in ein Werk hinein zu fühlen, es zu erspüren und zu erahnen.
Reimeier erzählte von der mutigen Idee der Künstler, sich trotz ihrer Verschiedenheiten zusammen zu tun, von der Wahl des Namens "Jungwuchs", der gerade hier in unserer Region besondere Bedeutung habe. Hier, wo die Natur im Umbruch sei und Trauer, Verzweiflung und Angst Hand in Hand gingen mit Hoffnung, Aufbruch und neuem Wachstum.
Seit vielen Jahren bereichern die Mitglieder des "illustren Künstlerstammtisches", wie sich die Gruppe selbst auch nennt, unsere Region mit ihren Werken, Gedanken und Phantasien. Das hat durchaus auch große Außenwirkung. Viele Gäste und Besucher Spiegelaus behaupten, dass es nirgends so viel künstlerische Aktivität gibt wie im Bayerwald.
Hinter der Gruppe "Jungwuchs" verbergen sich zehn Künstler. Auf jeden einzelnen Kunstschaffenden ging Karl-Heinz Reimeier ein. Zehn Künstler, zehn Individualisten stellte er vor: Rudi Seidl mit seinen feinsinnigen Aquarellen, Erhard und Florian Köck mit ihren Bildern und Objekten aus Glas, Herbert Kammermeier mit seinen Holzschnitten, Susanne Zuda mit ihren phantastischen und farbigen Bildern, Michael Schreiner mit seinen magisch-mythischen tief geschnittenen Glasobjekten, Regina Fleck mit Bleistift, Kohle und Pastellkreide, Josef Schneck mit seinen kräftigen Bildern und Skulpturen, Siegfried Stockbauer mit lebendigen Naturlandschaften, Heinz Robl als Verfechter künstlerischer Freiheit, bei dem Farben, Formen und Gedanken ineinander verschmelzen.
K.-H. Reimeier erinnerte aber auch daran, dass genau vor 70 Jahren ebensolche Künstler verfemt und ihre Werke verbrannt wurden. Er erinnerte daran, dass wir dafür dankbar sein dürfen, heute in Freiheit malen, schreiben und reden können.
Die Ausstellung im Spiegelauer Schnapsmuseum ist noch bis zum 19 Juli zu sehen. Einen lohnenden "virtuellen" Rundgang bietet die Website www.jungwuchs.de.
Hermann Beiler

Müll von den Pisten geholt                                                                                 Foto
Spiegelau (ga). 15 Sportler des Spiegelauer Skiclubs, darunter viele Kinder, haben in den Fluren rund um Spiegelau tüchtig aufgeräumt. Die Aktiven fanden sich am Loipeneinstieg in Spiegelau ein und säuberten nicht nur das Loipennetz Schwarzachtal, sondern auch das Waldgebiet hinter der List, den Waldrand an der Fatimakapelle, den Umgriff des Parkplatzes am ehemaligen Klingenbrunner Pflanzgarten und den Straßenrand Richtung Klingenbrunn Bahnhof. Insgesamt sammelten die Sportler zehn Säcke voller Müll und Unrat ein. Josef Erhard vom Skiclub Spiegelau gesteht der Aktion zwar erzieherischen Wert für die Kinder zu, betont jedoch, dass es nicht auf Dauer Aufgabe der Kinder sein könne, dem Müll der Erwachsenen, die sie bei ihrem winterlichen Sport in der Landschaft verstreuen, hinterher zu laufen.

 

09.05.2003 PNP LOKALTEIL GRAFENAU: AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU
Genehmigung für LF 10/6 liegt vor
Durch ein Schreiben der Regierung von Niederbayern liegt die Genehmigung zur vorzeitigen Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 10/6 für die Feuerwehr Spiegelau vor. Auf 242 000 Euro schätzt Bürgermeister Josef Luksch die Kosten für das Fahrzeug. 178 000 Euro davon sind förderfähig, allerdings muss für die Bereitstellung der Mittel ein Zeitraum von fünf Jahren eingerechnet werden. Deshalb machte Luksch den Vorschlag, nach der Abstimmung mit Kreisbrandrat Klaus Fehler über die Ausstattung des LF 10/6, noch heuer die Ausschreibung durchzubringen und im nächsten Jahr zu bezahlen.

Einhelliges "Ja" zur Kellberger Erklärung
Unisono schloss sich der Gemeinderat Spiegelau der sogenannten "Kellberger Erklärung" an. Darin unterstützt der Kreisverband Passau des Bayerischen Gemeindetages das Bestreben der Gemeinde Fürstenstein aufgrund der desolaten Finanzsituation der Kommunen gegen die derzeitige Umlagenpraxis vorzugehen und eine Finanzreform einzuleiten.
Der Widerspruch richtet sich vor allem gegen den Finanzausgleich, die Gewerbesteuerumlage, die von 20 auf 28 Prozent erhöht wurde, die Flutopfersolidaritätsumlage und die Solidarumlage. "Wir haben seit Einführung des 'Soli' 840 000 Euro bezahlt. Für den Haushalt 2003 müssen allein wieder 187 000 Euro Solidarumlage eingeplant werden", verdeutlichte Luksch die finanzielle Belastung seiner Gemeinde.
Er wird bei der Protestkundgebung der bayerischen Städte, Märkte und Gemeinden am 21. Mai in Berching (Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz) teilnehmen. Wer noch mitfahren möchte, soll sich bei Bürgermeister Luksch im Rathaus melden.

Neue Beauftragte für Jugendliche
Nach dem Rücktritt der beiden Jugendbeauftragten Daniela Stern und Beate Rolli stellten sich als neue Jugendbeauftragte Bürgermeister Luksch und 2. Bürgermeister Kurt Zettl zur Verfügung. Bürgermeister Luksch will das Jugendzentrum "Flash" zur Chefsache machen.

Pauschaler Beitrag zur Kreismusikschule
Im Gemeinderat wurde darüber beraten, ob die Kommune weiterhin Mitglied der Kreismusikschule bleibt. Bisher nutzen zwei Schüler aus dem Gemeindegebiet das Angebot. Die Gemeinde zahlt dafür 560 Euro pro Jahr. Die Crux: Wenn die Gemeinde nicht Mitglied in der Kreismusikschule ist, können auch Schüler aus dieser Gemeinde dort nicht unterrichtet werden - auch wenn ihre Eltern den vollen Betrag zahlen würden. So steht es in der Satzung der Kreismusikschule vom September 1992.
Um Kindern und Jugendlichen , die ein Musikinstrument lernen möchten, diese Möglichkeit nicht von vorneherein zu verbauen, stimmte das Gemeindegremium mit sieben zu fünf Stimmen für folgende Lösung: die Gemeinde bleibt weiterhin Mitglieder in der Kreismusikschule. Sie beschränkt aber ihre Beteiligung auf bis zu vier Schüler und maximal 1200 Euro Unterstützung pro Jahr.

"Deepest Wood": Festival im Kurpark
Der Verein vom Jugendzentrum "Flash" organisiert das zweitägige "Deepest Wood"-Rockkonzert im Kurpark. Es ist am 23. und 25. Mai , jeweils von 19.30 bis 1 Uhr, der Ausschank ist bis 3 Uhr erlaubt. Bürgermeister Luksch gab den Inhalt des Vertrags bekannt, den er mit dem Vertreter des "Flash"-Vereins, Manfred Halser jun., geschlossen hatte.

Post kündigte Vertrag mit Agentur
Weil die Firma Schinabeck-Skalitzki OHG den "Knebelungsvertrag" mit der Deutschen Post AG nicht mehr verlängern wollte, hat die Post den Vertrag mit der Spiegelauer Firma über den Betrieb einer Postagentur im Aktivmarkt Spiegelau zum 30. April 2004 gekündigt. "Dieses Verfahren ist auf das Schärfste zu verurteilen", kommentierte Bürgermeister Luksch. "Die Post will sich immer mehr aus der Versorgung der breiten Fläche zurückziehen." Die Gemeinde will jetzt vehement gegen die Schließung der Postagentur protestieren.

Anleinpflicht für große Hunde
Das Ehepaar Isabella und Stefan Friedl und weitere Bürger aus dem Oberkreuzberger Raum beantragten ein Verordnung über das freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden. Der Gemeinderat hielt sich an die Mustersatzung, die die Anleinpflicht für Kampfhunde und andere Hunde ab einer Schulterhöhe von 50 Zentimeter in öffentlichen Räumen vorsieht.
Eine eigene Verordnung über das Verunreinigungsverbot von öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen erübrigt sich, weil schon jetzt eine Verordnung besteht, dass tierische "Hinterlassenschaften" entfernt werden müssen. Im Kurpark wurden dafür extra Hunde-Toiletten eingerichtet.

Grünes Licht für Langdorfer Bauwerber
Jetzt hat auch die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt grünes Licht für drei Bauwillige gegeben, die an der Rehbergstraße in Langdorf bauen wollen. Gegen die Bebauung bestanden zuerst Einwände, weil angeblich dadurch ökologisch wichtige Flächen zerstört worden wären.

Bürgerversammlung zur Kastanienallee
Eva-Maria Haban aus Oberkreuzberg beantragte die Wiederherstellung der Kastanienallee. Einige Bäume, die auf Privatgrund standen, wurden vergangenes Jahr gefällt. Bürgermeister Luksch will dazu eine Bürgerversammlung mit den Betroffenen einberufen. Als Termin stellt er sich den Pfingstsonntag, 8. Juni, vor, wenn die Kaninchenzüchter ihre Kleintierhalle in Oberkreuzberg einweihen. (ul).

Großes Interesse an 1. „G‘red g‘hert“
SPD und Parteifreie Bürger luden zu dem Meinungsaustausch ein
Spiegelau (ga). Das erste "Gre'd g'hert" war gleich ein schöner Erfolg für die Organisatoren von SPD und Parteifreien Bürgern. 40 Bürger, darunter überraschend viele Jugendliche, kamen zu dem Meinungsaustausch. Dieser soll außerhalb der Bürgerversammlungen die Gelegenheit geben, Meinungen und Ideen der Bürger zusammenzutragen und eventuell in die Gemeindepolitik einfließen zu lassen, verdeutlichte 3. Bürgermeisterin Elke Proßer-Greß. Um den Draht zu den Bürgern nicht zu verlieren, ist "G'red g'hert" drei Mal jährlich geplant. Bei der Versammlung wurde ein Überblick über aktuelle Themen im Gemeinderat gegeben, wie Gebührenerhöhung Friedhof, Fremdenverkehr, Jugend, Städtebauförderung. Bürgermeister Josef Luksch nahm dazu auch noch Stellung.
Eine rege Diskussion schloss sie an. Schwerpunktthemen der Bürger waren der Neubau des Klärwerks, Gebührenerhöhung Friedhof, und das Freibad. Hier wurde zum Freizeitwert des Bades betont, dass es nicht nur für die Urlauber wichtig ist. Viele Einheimische suchen extra nach einem ruhigen Freibad ohne große technische Raffinessen. Gut schnitt das Beach-Volleyballfeld ab, das auf jeden Fall bleiben soll.
"Wir waren überrascht, dass vor allem so viele junge Leute Interesse an der Gemeindepolitik haben. Sie hatten keine Berührungsängste, es kamen konstruktive Vorschläge. Deshalb wird "G'red g'hert" auf jeden Fall weitergeführt. Vermutlich ist im Spätsommer der nächste Termin", ziehen Greß und Luksch zufrieden Bilanz.

 

12.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Schönheitskur für die Spiegelauer Pfarrkirche
Gestern begannen die Arbeiten an der Außenfassade - Baustufe 1 kostet 475 000 Euro - Abschluss Ende November (von Ursula Langesee)                                                        Foto
Spiegelau. 35 Jahre nach der letzten umfassenden Sanierung bekommt die Pfarrkirche Johannes der Täufer eine "Schönheitskur". Gestern begannen die Arbeiten an der Außenfassade. Im neubarocken Stil ist die Spiegelauer Pfarrkirche 1914 nach den Plänen des Münchner Architekten Hans Schnurr gebaut worden. Zwei Jahre später konnten darin schon die ersten Weihnachtsgottesdienst gefeiert werden. Vom Baustil war das Johannes, dem Täufer geweihte Gotteshaus identisch mit der Pfarrkirche in Bayerisch-Eisenstein.
Allerdings wurde die Spiegelauer Kirche 1968/69 umfassend renoviert, um den Anforderungen des II. Vatikanischen Konzils gerecht zu werden. Die beauftragten Architekten Linder und Lenz aus Stuttgart schufen schlichtere Formen, begradigten. Die Ausbuchtungen und Türmchen der neubarocken Kirche verschwanden. Auf das Dach kamen Eternitplatten, ein sogenannter "Wurmputz" - weil er an die Gänge der Holzwürmer in Baumstämmen erinnert - bildete in Weiß das "Kleid".
Nicht nur der "Wurmputz" ist in die Jahre gekommen: die Kirchenfenster sind teilweise undicht, das Dach soll von den giftigen Eternitplatten befreit werden. Nach den Plänen und unter Bauleitung von Architekt Heinrich Scholz aus Spiegelau begann gestern die Baustufe 1 mit einem Kostenaufwand von 475 000 Euro. Zwei Drittel davon trägt die Diözese Passau, ein Drittel die Pfarrei.
"Mit unserem finanziellen Anteil stehen wir schon recht gut da. Da habe ich keine Sorge", freut sich Pfarrer Hubert Gerstl. Jeden letzten Sonntag im Monat sei ein "Scheinwerfersonntag" eingeführt worden, wo bei der Kollekte nur Scheine knistern und keine Münzen klingeln sollen. "Und wer nur Münzen dabei hat, soll sie halt in Scheine einwickeln", lacht Gerstl verschmitzt.
Außerdem sind noch geplant ein Baustein-Verkauf, der Verkauf von Prosecco- und Weinflaschen mit eigenem Etikett. Zudem sollen der Erlös aus dem Pfarrfest und eventuell einem Weihnachtskonzert für die Renovierung der Kirche verwendet werden.
Gestern wurde nun das Gerüst für die Außenarbeiten aufgestellt. Der schadhafte Rauhputz wird beseitigt und durch einen glatten Putz wahrscheinlich in hellgelb ersetzt. "Zur Debatte stand auch ein italienisches Terracotta-Rot, das hätte Pfarrer Gerstl mit seiner Leidenschaft für Italien gefallen. Aber dann passt der Pfarrhof nicht mehr dazu", erzählt Architekt Scholz.
Ebenso wie der Pfarrhof wird die Kirche künftig mit Kupferblech eingedeckt. Wie bei der ursprünglichen neubarocken Gestaltung werden die Lisenen mit weißer oder hellgrauer Farbe hervorgehoben. Die von Erich Horndasch bei der Renovierung 1968/69 künstlerisch gestalteten Fenster werden saniert. Am 28. November sollen die Arbeiten beendet sein - für dieses Jahr.
Nächstes Jahr ist dann die Innensanierung an der Reihe. Die wichtigsten Arbeiten sind auch hier der Putz, die Restaurierung der Gemälde und neue Kirchenbänke und Lampen, um das Gotteshaus heller wirken zu lassen. Mit der Neugestaltung des Kirchenumfeldes im Zuge der Städtebauförderung 2005 sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.

 

12.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Aus dem Gemeinderat Spiegelau
Bettenzehnerl wird weiter abgeführt
Über ein Schreiben des Landratsamtes zur "Verwendung des Bettenzehnerls 2002" informierte Bürgermeister Josef Luksch seinen Gemeinderat bei der Sitzung in dieser Woche. So seien zum Beispiel Hotelkataloge, Winter- und Loipenführer und einige Sonderpublikationen mit dem Geld finanziert worden.
Daneben hätten 17 Aktionen wie Messen stattgefunden und der Internetauftritt sei verbessert worden. "Da die Förderung aus EU-Mitteln erst ab diesem Jahr möglich ist, bittet uns der Landkreis, das Bettenzehnerl auch weiterhin im Haushalt einzuplanen", erklärte Luksch. Im Jahr 2002 seien an Kurbeiträgen 10 328 Euro abgeführt worden.
"Eine stolze Summe und über die Effektivität dieser Werbemaßnahmen lässt sich sicher streiten", gab der Bürgermeister zu bedenken. Nur wenige Vermieter hätten die Möglichkeit zum Inserieren in den betreffenden Katalogen genutzt. Andererseits sei vom Landkreis erst vor kurzem eine Regionalmanagerin eingestellt worden, der man die Möglichkeit bieten müsse, sich einzuarbeiten.
Da der Gemeinderat erst im vergangenen Jahr die Abführung des "Bettenzehnerls" bis 2006 beschlossen hatte, einigte man sich darauf, den Beschluss vorerst nicht aufzuheben. Mit einer Gegenstimme votierte der Gemeinderat dafür, das Haushaltsjahr 2003 abzuwarten und dann erneut abzustimmen.
Begrüßungstafel wird renoviert
Wie der Bürgermeister JOsef Luksch dem Gemeinderat mitteilte, bedarf die Begrüßungstafel "Erholungsort Spiegelau", die den Sommer über aufgestellt wird, einer dringenden Renovierung. Für 350 Euro sei der Restauratorin Martha Hendrykowski aus Waldkirchen der Auftrag dafür erteilt worden. Einstimmig billigte der Gemeinderat nachträglich die Vergabe.
Rachelwasser bis 2022 gesichert
"Was lange währt, wird endlich gut." Erfreuliches konnte Josef Luksch dem Gemeinderat über die endlose Diskussion zum Nutzungsrecht des Rachelwassers mitteilen. Nach langen Untersuchungen zur Beeinträchtigung der Umwelt habe das Landratsamt der Gemeinde jetzt mitgeteilt, dass die Wasserversorgung mit Wasser aus den Rachelquellen bis zum Jahr 2022 gesichert sei.
Ärger über Mobilfunkanbieter
"Die Anlieger der Mobilfunksendeanlage am Säureturm der Kristallglasfabrik fühlen sich von der Firma Vodafone getäuscht", berichtete Bürgermeister Luksch. In einer Stellungnahme hatte der Mobilfunkanbieter behauptet, alle Genehmigungsverfahren seien eingehalten worden (wir berichteten). Dies sei nicht richtig, wie auch der Bayerische Gemeindetag in einem Schreiben mitgeteilt habe. Demnach gebe es die von Vodafone zitierte Unterscheidung zwischen Neu- und Altfällen gar nicht. Falsch sei auch die Behauptung der Firma, so Bürgermeister Luksch, das nächste Wohngebiet liege etwa 200 Meter entfernt. "In Wirklichkeit sind es nur 45 Meter", berichtigte Luksch. Der Anwohner Klaus Schuster habe Elektrosmog-Messungen vor und nach dem Bau der Anlage veranlasst. Über weitere Reaktionen von Vodafone werde der Gemeinderat umgehend informiert, so der Bürgermeister. Eine Nachfrage beim Landratsamt ergab, dass auch dort die für eine Genehmigung erforderlichen Unterlagen noch nicht eingegangen sind. (frk)

 

11.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Das Sterben in Spiegelau wird teurer
Erste Erhöhung der Gebühren seit neun Jahren - 65 000 Euro Fehlbetrag im Bestattungswesen
Spiegelau (frk). Weil der Haushaltsplanentwurf für das laufende Jahr beim Bestattungswesen einen Fehlbetrag von 65 000 Euro ausweist, sieht sich die Gemeinde gezwungen, die Friedhofsgebühren zu erhöhen. Dies teilte Bürgermeister Josef Luksch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit.
"Zu einer Kostendeckung werden wir ohnehin nicht kommen, wir können den Fehlbetrag nur zum Teil verringern", fasste Luksch die vorangegangene Diskussion im Finanzausschuss zusammen. Deshalb sei man zu der Auffassung gelangt, dass nach neun Jahren Preisstabiltät eine Anpassung der Bestattungsgebühren erforderlich sei.
"Die vier Friedhöfe im Gemeindebereich zu unterhalten, ist sehr aufwändig", sagte der Bürgermeister zu den Gründen. Neben vielen Reparaturarbeiten schlage besonders der neue Friedhof in Spiegelau schwer zu Buche.
Während sich der Finanzausschuss mehrheitlich für eine Gebührenerhöhung um 12 Prozent und eine Anhebung der jährlichen Grabnutzungsgebühr auf 60 Euro ausgesprochen hatte, plädierte der Bürgermeister für eine 20-prozentige Erhöhung, sowie eine Anhebung der Nutzungsgebühr auf 20 Prozent. "Bei der Lösung des Finanzausschusses ist mit kalkulierten Mehreinnahmen von 23 400 Euro zu rechnen", rechnete Luksch auf. Selbst bei seiner Lösung könne der Fehlbetrag nur unzureichend ausgelichen werden.
Schwierig sei besonders, wie auch Kämmerer Ludwig Friedl bestätigte, dass das Besttungswesen eigentlich eine kostendeckende Maßnahme sein müsse, weil es sonst beispielsweise bei der Genehmigung des Haushalts sowie bei Zuschussanträgen zu Problemen komme. "Ich bin für eine vernünftige Anpassung, weil es nichts bringt, die Gebühren jedes Jahr stückchenweise anzuheben", schlug Josef Luksch deshalb vor.
Die Meinung des Bürgermeisters teilten jedoch nur vier Gemeinderäte, wie sich bei der Abstimmung zu seinem Vorschlag herausstellte. 10 Gemeinderäte lehnten ein solch radikale Erhöhung ab. Besonders Rentner oder Arbeitslose könnten eine entsprechende Mehrbelastung bei einem Sterbefall keinesfalls tragen, so die Argumentation.
Mit einer Gegenstimme einigte man sich auf den Vorschlag des Finanzausschusses. An einem Standardfall wurde errechnet, dass zum Beispiel eine Bestattung im Familiengrab mit dem Nutzungsrecht für 20 Jahre, das vorab bezahlt werden muss, statt bisher 1793 Euro ab 1. Mai 2319 Euro kosten wird.
Gemeinderat Günther Schmid, der gegen die Erhöhung gestimmt hatte, war der Meinung, dass der Bürger nicht für eine "Fehlplanung wie den neuen Spiegelauer Friedhof" verantwortlich gemacht werden könne. Bürgermeister Josef Luksch machte darauf aufmerksam, dass der Beschluss zum Friedhofsneubau damals besonders auf den Druck der Öffentlichkeit hin gefällt worden sei.
Dass man trotz der Erhöhung vor allem über eine Senkung der Entsorgungskosten, die mit rund 9000 Euro zu Buche schlagen nachdenken müsse, regte Gemeinderat Kurt Zettl an. Besonders schwerwiegend sei, dass viele Bürger den Friedhof als private Entsorgungsanlage für ihren Hausmüll benutzen würden.

 

9.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:Festival zweiter Startschuss für das „Flash“
Nach Aussprache darf das Jugendzentrum wieder öffnen - Deepest-Wood-Musikfestival am 24. Mai im Kurpark (von Karin Friedl)                                                                          Foto
Spiegelau. "Ein paar schwarze Schafe gibt es eben überall." Dass die Spiegelauer Jugendlichen nicht für die Taten von "ein paar Unbelehrbaren" bestraft werden, dafür hat die Vorstandschaft vom Jugendzentrum "Flash" hart gekämpft. Nach einigen Zwischenfällen hatte Bürgermeister Josef Luksch den Treffpunkt nämlich vorübergehend geschlossen. Jetzt hat die Gemeinde grünes Licht für einen Neustart des Zentrums gegeben und einem Rockfestival im Kurpark zugestimmt. "Wir sind froh, dass wir das Flash jetzt endlich wieder aufmachen können", sagt das Team um Vorstand Stefan Riedl. Die Grundidee, die zur Gründung des Jugendzentrums im alten Spiegelauer Feuerwehrhaus im Dezember 2001 geführt habe, sei nämlich gewesen, den Jugendlichen einen vernünftigen Treffpunkt zu bieten.
"Wir wollen, dass die jungen Leute zu Fuß gehen können, wenn sie Spaß haben wollen und nicht von den Eltern rumgefahren werden müssen", erklärt Manfred Halser. Aus eigener Erfahrung weiß er, "wie lästig es sein kann, wenn man ständig auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen ist".
Zusammen mit der 15-köpfigen Mannschaft des Jugendzentrums setzt er sich deshalb dafür ein, dass sich der Nachwuchs jeden Samstag von 19.30 bis 1 Uhr im "Flash" treffen kann. Und das Angebot wird dankend angenommen, wie Stefan Riedl bestätigt: "Bis zu 70 oder 80 Leute gehören eigentlich jedes Wochenende zu unseren Stammgästen."
Der Unterhalt für das Zentrum werden von der Gemeinde getragen, um die freundlich eingerichteten Räume haben sich die Jugendlichen selbst bemüht. Ein Computer mit Internet-Zugang sowie eine moderne Stereoanlage und ein Billardraum bieten zudem eine Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten. Probleme habe es gegeben, als der Bürgermeister bei einem Blitzbesuch ziemlich verwüstete Räume vorfand und das Jugendzentrum erst einmal still legte. Dass sie für das Aufräumen der Zimmer verantwortlich sind, haben angesichts dieser Disziplinierungsmaßnahme des Gemeindeoberhaupts auch die Jugendlichen eingesehen. Sie geloben Besserung und wollen sich künftig regelmäßig zum Putzen treffen.
"Außerdem haben wir jetzt einen Überlassungsvertrag mit festen Kriterien gemacht, an die wir uns auch halten werden", verspricht Stefan Riedl. Bei einer Aussprache mit Bürgermeister Luksch seien alle Streitpunkte besprochen worden.
Schwierig sei es für das Flash-Team in der Vergangenheit gewesen, allen Aufgaben gerecht zu werden. "Manche Eltern glauben einfach, dass wir hier auf jeden aufpassen können", sagt der Vorstand. Sobald die Jugendlichen die Räume des Zentrums verlassen, könne allerdings keine Haftung mehr übernommen werden.
"Wenn ein paar Streithähne - wie bei dem Zwischenfall vor einigen Monaten - vor dem Haus mit der Gaspistole rumfuchteln, können wir dagegen natürlich nur schwerlich etwas machen." In den Diskotheken zum Beispiel werde überhaupt nicht auf die Jugendlichen geschaut, findet auch Manfred Halser. Dort stehe wirklich nur eines im Vordergrund: "Hauptsache, die Kasse stimmt."
Im "Flash" selber sei dagegen ohnehin noch nie etwas passiert. "Außer, dass einige Leute meinen, sie müssen den anderen ihren Spaß kaputt machen, indem sie Billardkugeln mitgehen lassen oder Sachen kaputt machen", ärgert sich der 23-Jährige über die "schwarzen Schafe". Deshalb habe man sich auch in Absprache mit Bürgermeister und Gemeinderat dazu entschlossen, künftig keine Spirituosen mehr auszuschenken."Ab sofort gibt es bei uns nur noch Bier und nach Absprache zu besonderen Anlässen Sekt", listet Flash-Vorstand Riedl auf. Um der ständigen Kritik der Wirte, das Jugendzentrum stelle durch billige Getränke eine Konkurrenz zu den Spiegelauer Gastronomiebetrieben dar, den Garaus zu machen, koste das Bier im Flash jetzt genau so viel wie im Wirtshaus.
Um ihren Gästen etwas zu bieten, lassen sich die Organisatoren immer wieder Sonderaktionen für ihren Treffpunkt einfallen. So steht nach der Silvester-, Après-Ski- und Halloween-Partys jetzt ein großes Musikfestival ins Haus. Am 24. Mai soll es im Kurpark über die Bühne gehen.
"Mit dem Deepest-Wood-Festival wollen wir in Spiegelau endlich einmal wieder etwas auf die Beine stellen, das alle Altersgruppen ansprechen und miteinander vereinen soll", erklärt Hauptorganisator Manfred Halser. Um ein anspruchsvolles Programm zu bieten, hat er drei unterschiedliche Bands engagiert.
"The Rudes" aus Malgersdorf sollen die Rockfans nach Spiegelau locken, während "The Certain Touch" aus Amberg für gefühlvolle Einlagen sorgen werden. "Da die Band aus fünf Mädels besteht, ist auch gleich etwas für die Augen geboten", verspricht Halser vor allem dem männlichen Publikum. Damit auch die Region würdig vertreten ist, wird außerdem "Quattro Formaggi" ein Stelldichein geben.
Dass die Gemeinde zugestimmt hat, den Kurpark für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, freut Manfred Halser besonders: "Wenn das Wetter schlecht sein sollte, haben wir ein Zelt als Alternative." Immerhin soll die kostspielige Ausrichtung des Festivals auch einen Erlös bringen. "Den wollen wir dann zum Teil in die Renovierung des alten Feuerwehrhauses investieren, in dem das Flash beherbergt ist", versprechen die Verantwortlichen. Nicht zuletzt deshalb sei es wünschenswert, dass möglichst viele Einheimische das Vorhaben mit ihrem Besuch zu unterstützen.
Viele Spiegelauer Geschäftleute hätten das Festival mit großzügigen Spenden unterstützt, ein Teil des Gemeinderats habe spontan seine Hilfe beim Zeltaufbau und bei der Organisation zugesagt. Für Halser ein sicheres Zeichen, dass der Grundgedanke für das Deepest Wood Festival Früchte tragen wird: "Wenn Jung und Alt fest zusammen halten, wird Spiegelau um eine weitere Attraktion reicher sein."

Karten für das "Deepest-Wood-Festival" gibt es im Vorverkauf ab sofort bei den VR-Banken in Grafenau und Spiegelau oder im Café FOX in Grafenau.

 

5.4.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:
Weihrazg’schichten für die Kirchenrenovierung                                             
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Karl-Heinz Reimeier las auf Einladung des Gewerbevereins im Spiegelauer Schnapsmuseum
Spiegelau (hb). Richtig unheimlich wurde es am Donnerstagabend im Schnapsmuseum in Spiegelau. Nur beim Schein der Kerzen erzählte und las Karl-Heinz Reimeier gruselige und geheimnisvolle Volkssagen aus dem Bayerischen und dem Böhmerwald.
In jahrelanger Arbeit hatte er diese Geschichten zusammengetragen und in einem Buch veröffentlicht. "Irrwurz" heißt der Band und ist beim Verlag des Heimatvereins d' Ohetaler in Riedlhütte erschienen. Von armen Seelen handeln die meist mündlich überlieferten Sagen, von Druden, Schlangenköniginnen und allerlei Zauber.
Damit war es aber nicht genug. Wie man es vom Kreisheimatpfleger gewohnt ist, sang man gemeinsam passende Lieder. Für weitere musikalische Untermalung sorgten "d'Grashupfer" (Florian und Klaus Süß) aus Klingenbrunn.
Noch lange saß man zusammen, unterhielt sich und musizierte, bevor man sich auf den Heimweg machte. So ist es dem Veranstalter des Abends, dem Gewerbeverein Spiegelau, wieder einmal gelungen, altbairischen Brauch lebendig werden zu lassen.
Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt der Renovierung der katholischen Pfarrkirche zugute.

Vereine verpassen Spiegelau einen Frühjahrsputz
Für Idee von einer „sauberen Gemeinde“ hat Lothar Sommer Paten zur Säuberung einzelner Strecken geworben
von Karin Friedl
Spiegelau. Der Müll am Straßenrand bedeutet für Lothar Sommer aus Spiegelau tägliches Ärgern. Weil "immer nur Schimpfen" seiner Ansicht nach allerdings keinen Sinn hat, nimmt er sein Schicksal selbst in die Hand. Mit seiner Idee, die örtlichen Vereine als Paten zur Säuberung der verschiedenen Ortsteile zu gewinnen, will er aus Spiegelau eine saubere Gemeinde machen. Heute steht der erste Frühjahrsputz ins Haus. "Ich bin viel beim Wandern oder Radfahren unterwegs. Das einzige, was diese Ausflüge in die Natur immer wieder zum Ärgernis werden lässt, ist der ganze Unrat, der am Wegesrand rumliegt", erzählt Lothar Sommer vom Ursprung seiner Idee. Weil es aber nichts ändere, sich ständig über die Umweltverschmutzer aufzuregen und selber nichts zu unternehmen, habe er nach einer Lösung für das Problem gesucht.
Im Dezember vergangenen Jahres hatte er dann eine Idee, wie aus Spiegelau mit geringem Zeit- und Kostenaufwand eine saubere Gemeinde werden könnte. "Ich habe mir gedacht, wenn die Vereine alle zusammenhelfen und Patenschaften für verschiedene Streckenabschnitte in den einzelnen Ortsteilen übernehmen, ist der Ärger schnell beseitigt", sagt Lothar Sommer. Den Winter über teilte er seine Heimatgemeinde in 29 verschiedene Strecken ein. Jeder Abschnitt umfasst eine Länge von rund drei Kilometern. "Schließlich soll es für die Gruppen eine relativ simple Aufgabe sein, ihren Gemeindeteil sauber zu halten", erklärt Sommer den Hintergrund seiner Überlegungen. "Wenn jeder Verein kleine Grüppchen von etwa fünf Personen bildet, müsste das Konzept auch reibungslos funktionieren."
Lothar Sommer ging mit gutem Beispiel voran und übernahm als einzelne Privatperson gleich die Verantwortung für einen ganzen Abschnitt. Seine "Strecke 24" führt ab Rindlberg über die Staatsstraßen nach Eppenschlag bis Wolfertschlag und umfasst außerdem noch einen Teil des Heidewegs. Für den passionierten Wanderer kein Problem: "So kann man Angenehmes mit Nützlichem verbinden."
Dass es trotz seines gut ausgetüftelten Konzepts erst einmal Berührungsängste mit dem Begriff "Patenschaft" geben würde, damit hatte Lothar Sommer eigentlich nicht gerechnet. "Ich bin persönlich zu den einzelnen Vereinsvorständen hingegangen und habe ihnen meine Idee vorgestellt", erinnert sich der engagierte "Zugroaste", der seit zehn Jahren in Spiegelau lebt. Nicht alle waren bereit, die Verantwortung für ihren Gemeindeteil zu übernehmen. Doch mit der vollen Unterstützung der Gemeinde und des Bürgermeisters im Nacken, gelang es Sommer schließlich doch, zwölf Vereine für sein Projekt zu gewinnen. Die Schule habe außerdem zugesagt, sich zumindest im Herbst im Rahmen der Aktion "Rama Dama" mit 13 Klassen an der Säuberungsaktion zu beteiligen. Auch der Skiclub stehe vor Beginn der Wintersaison zum Aufräumen zur Verfügung.
Über so viel Zivilcourage freut sich der Rentner ungemein: "Manche waren gleich bereit, ihren Beitrag für ein sauberes Spiegelau zu leisten und ich bin sicher, dass uns das gemeinsam auch gelingen wird." Heute fällt deshalb der Startschuss zum gemeinschaftlichen Frühjahrsputz. 46 Teilnehmer werden auf den ihnen zugeteilten Wegen unterwegs sein. Die Sparkasse hat dafür die Müllsäcke zur Verfügung gestellt, die der Bauhof dann in der ganzen Gemeinde einsammelt und entsorgt.
Lothar Sommer jedenfalls ist sich sicher: "Der heutige Tag wird zeigen, dass man mit geringem Zeitaufwand viel erreichen kann, wenn nur alle zusammen an einem Strang ziehen." Deshalb hofft er, dass sich für die Aktion im Herbst noch viele Vereine und Teilnehmer unter Tel. 08553/ 6224 bei ihm anmelden werden.

Diese Vereine machen mit:
CSU Ortsverband, BRK Spiegelau, Gemütlichkeitsverein Palmberg, Schnupfer-Club Langdorf, Junge Union, Jugendgruppe Flash, Hessensteinschützen Klingenbrunn, Jugendfeuerwehr Oberkreuzberg, Krieger- und Soldatenverein Oberkreuzberg, BRK-Jugend Klingenbrunn, Freiwillige Feuerwehr Klingenbrunn, Liederkranz Klingenbrunn

 

14.3.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU:AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU
Ergänzungssatzung für Langdorf
Einstimmig hat der Gemeinderat Spiegelau in seiner jüngsten Sitzung der Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich Langdorf (Rehbergstraße) zugestimmt und eine Ergänzungssatzung erlassen.
Bei der Fachstellenanhörung hat es Einwände gegen die Bebauung von drei der sechs Parzellen an der Rehbergstraße vom Bund Naturschutz, dem Landesbund für Vogelschutz und der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt gegeben. Sie befürchten die Zerstörung von ökologisch wichtigen Flächen wie Quellbereiche, Feuchtflächen und Biotope.
"Uns haben diese Bedenken etwas gewundert, denn auf den Baugrundstücken selbst sind ja die Ausgleichsflächen vorgesehen. Außerdem ist das Gebiet entlang der Rehbergstraße schon lange keine naturbelassene Fläche mehr. Es wird landwirtschaftlich genutzt, die Drainagen funktionieren. Die Einwände können maximal für ein paar Restflächen zutreffen", erklärte dazu Bürgermeister Josef Luksch.
Das Gemeindegremium schloss sich einmütig dem Vorschlag des Bürgermeisters an, diese Einwände zurückzuweisen und so drei jungen, bauwilligen Leuten zu helfen.

Neue Dienstzeiten in Touristinformation
Für die Touristinformation wurden neue Öffnungs- und Dienstzeiten festgelegt. Monika Friedl arbeitet montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr, Renate Kraus montags bis donnerstags von 12.45 bis 17 Uhr und freitags bis 15 Uhr. Die Arbeitszeiten vom Leiter der Touristinformation, Manfred Mirwald, bleiben unverändert. Während der Saison ist auch Samstagvormittag geöffnet. Auf Anregung von Gemeinderat Erhard Wawrzek sollte auch Samstagnachmittag geöffnet sein, weil dies der Hauptanreisetag sei. Darüber wird der Ausschuss für Wirtschaft und Touristik bei seiner nächsten Sitzung am 26. März beraten. (ul).

15.2.03 PNP LOKALTEIL GRAFENAU: AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU
Richtigstellungen des Bürgermeisters
Josef Luksch stellte bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mehrere Punkte richtig. Zum einen habe er nicht vorsätzlich gegen eine gemeindliche Satzung verstoßen, wie ihm vorgeworfen worden sei: "Die Hecke entlang des Parkplatzes bei der Kristallglasfabrik ist im Herbst des vergangenen Jahres ordnungsgemäß gepflanzt worden", teilte Luksch nach einer Rücksprache mit dem Landratsamt mit.
Auch die Behauptung aus einer vergangenen Sitzung, dass in keiner Gemeinde die Betriebsausflüge während der Arbeitszeit stattfinden, widerlegte der Bürgermeister. "Ich habe mir die Arbeit gemacht und einen Rundruf gestartet", erklärte er dem Gemeinderat. Das Ergebnis: Die meisten Gemeinden veranstalten ihre Ausflüge an einem Wochentag.
"Ein Bauhofmitarbeiter kostet der Gemeinde im Schnitt rund 24 Euro pro Stunde", berichtete Josef Luksch. Vorangegangen waren verschiedene falsche Aussagen, wonach eine Kraft der Gemeinde 50 Euro in der Stunde kosten würde.

Keine Rösser auf der Rodelbahn
Eindringlich wies der Bürgermeister darauf hin, dass es Reiter in Zukunft unterlassen sollten, mit ihren Pferden auf der Rodelbahn zwischen Oberkreuzberg und Palmberg zu reiten. "Es sind viele kleine Kinder auf der Bahn", erklärte der Bürgermeister. Schließlich gebe es im Gemeindebereich genügend andere Wege zum Ausreiten.

"Undichte Stelle" im Gemeinderat
Für Aufregung sorgt derzeit eine "undichte Stelle" im Spiegelauer Gemeinderat. Demnach habe bei einer Personalangelegenheit ein Betroffener Informationen aus einer nichtöffentlichen Sitzung erhalten. Der Mann kannte Details und wusste, wer gegen ihn gestimmt hatte. "Das verdirbt die Stimmung im Gemeinderat" meinte Kurt Zettl. Bürgermeister Josef Luksch will jetzt Maßnahmen ergreifen, um die "undichte Stelle" im Gemeinderat ausfindig zu machen.

Räumung der Gehwege
"Viele Bürger ärgern sich, dass die Gemeinde manche privaten Gehwege räumt", erklärte Anton Seibold. "Wenn das der Fall ist, stellt die Gemeinde dem Eigentümer eine Rechnung", hielt der Bürgermeister entgegen. Geräumt werde dort, wo die Eigentümer nicht ortsansässig sind. "Man soll nicht päpstlicher sein als der Papst", sagte Elke Proßer-Greß. Schließlich komme die Räumung der Gehwege auch der Allgemeinheit, vor allem den Kindern zugute.

Besuch in der Gemeinde Offenberg
Erhard Wawrzek informierte über den Besuch bei der Gemeindeverwaltung Offenberg im Landkreis Deggendorf, die keine Schulden habe. Leider hätten nur drei Gemeinderäte an der Informationsfahrt teilgenommen.

Jugendsitzung ist wieder geplant
Gemeinderat Kurt Zettl wollte wissen, wie weit die Planungen für die geplante Rollerskaterbahn sind. Bürgermeister Luksch erklärte, man wolle wieder eine Jugendsitzung abhalten, um über den aktuellen Stand zu informieren und um das Gespräch mit der Jugend zu suchen.

Maschinenverleih der Gemeinde
Einstimmig stimmten die Mitglieder des Gemeinderates einem Antrag von Erhard Wawrzek zu, wonach Maschinen wie Bagger oder Unimog in Zukunft nur noch an Vereine oder bei "Notsituationen" verliehen werden sollten. "Viele Baufirmen sehen das nämlich als Konkurrenz", meinte Wawrzek. (bm)

 

8.2.03 PNP Lokalteil Grafenau: Kirchenrenovierung steht nichts im Wege
Spiegelau (ga). Nachdem die Finanzierung für die Renovierung der Pfarrkirche Spiegelau geklärt ist —zwei Drittel der Gesamtkosten werden vom Bistum Passau übernommen, ein Drittel von ca. 200000 Euro muss die Pfarrei selbst erbringen — sind die Vorbereitungen für einen baldigen Baubeginn in vollem Gange.
In der letzten Pfarrgemeinderatssitzung berichteten Pfarrer Hubert Gerstl und Pfarrgemeinderatsvorsitzender wie Architekt Heinrich Scholz über den derzeitigen Stand: die Baupläne sind fertiggestellt, die Ausschreibungsunterlagen liegen bereit.
Als Baubeginn steht der Dienstag nach Ostern fest, so dass die Osterfeiertage noch ohne Baubehinderungen gefeiert werden können.Bis Ende Oktober 2003 will man die Außenrenovierung, die wegen des undichten Daches im Vordergrund steht, abschließen.
Die Farbgestaltung der Kirche muss in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden und das alte Dach durch ein Kupferdach ersetzt werden.
Im Jahre 2004 geht es mit ähnlichem Zeitplan mit der Innenrenovierung weiter. Der Vorplatz zum Gotteshaus wird im Jahr 2005 neu gestaltet. Aktionen sollen bei der Finanzierung des
Projekts mithelfen.

 

26.1.03 PNP Lokalteil Grafenau: Zum dritten Mal: Drei-Gang-Menüs in drei Kojen
VIP-Kochen im Berufsvorbereitungslehrgang mit 13 bewährten Kräften von Ämtern, Kommune, Kirche und Presse
von Ursula Langesee                                                                                                    Bild
Spiegelau. Aller guten Dinge sind drei. Den Beweis für die Richtigkeit dieses Sprichworts lieferten im Caritas-Berufsvorbereitungslehrgang 13 "VIPs". Zum dritten Mal banden sich Vertreter von Ämtern, Kommune, Presse und Kirche die Kochschürzen um, um in drei Kojen dreigängige Menüs zu bereiten.
Neben dem wohlschmeckenden und vielseitigen Abendessen, das dadurch entstand und der Verfeinerung der persönlichen Kochkünste, dient das "VIP-Kochen" vor allem dazu, seine Solidarität mit dem Berufsvorbereitungslehrgang auf praktische Art und Weise zu zeigen.
Dieses Mal entschieden nicht die Zugehörigkeit zu einer "Kaste" oder das Los über die Aufgabe, sondern die Meisterinnen Ulrike Seidel, Renate Wögerbauer und Monika Prinz hatten sich die Menüs überlegt und ihre Schützlinge den Neigungen entsprechend eingeteilt.
Die meisten Köche machten ja schon dreimal mit, absoluter Neuling war nur Karl-Heinz Paulus, Geschäftsleiter des Landratsamtes. Deshalb bekamen Pfarrer Hubert Gerstl und Bürgermeister Josef Luksch als "Profis" Lachsstrudel mit Dillschaum und Schwammerlsuppe mit Semmelknödel zugeteilt. PNP-Redakteurin Ursula Langesee durfte sich - durch die Namensähnlichkeit mit dem Eishersteller Langnese - an einem Mango-Eis-Gugelhupf mit Schokoladensauce versuchen und Elfi Gonaruk vom Caritas-Jugendhilfereferat an Orangencreme.
Jugendamtleiter Heinz Frisch, Arbeitsamtdirektor Jakob Schöpf und Spiegelaus Polizeichef Ernst Vitzthum kümmerten sich zusammen mit Bezirksrat Johann Blöchinger und dessen Tochter Anna um Käsesuppe mit Blätterteigtaler, Putenröllchen in Pfifferlingsahnesauce mit Rösti und Karotten-Kohlrabi-Gemüse und das Beeren-Sektsabayon.
Die Handgriffe waren diesmal schon recht routiniert, das Schnipseln von Zwiebeln, Petersilie oder Gemüse ging schnell von der Hand - dank auch der enormen Vorarbeit der drei Meisterinnen, die alle Zutaten abgewogen, die Mango bereits püriert oder den Lachs gebeizt haben.
So bot sich immer wieder Gelegenheit für einen Ratsch über die Koje-Grenzen hinweg und launige Kommentare flogen wie das feine Aroma aus den Töpfen und Pfannen durch die Schulküche.
Über seinen technischen Wiederaufstieg freute sich zum Beispiel Ernst Vitzthum. Beim ersten VIP-Kochen war er der Mann an der Salatschleuder, 2001 wurde er zum werkzeuglosen "Krümelmonster" und diesmal durfte der Polizeichef immerhin wieder zum Pürierstab greifen.
"Is' leicht des rund?" rügte Frisch die Form von Völks Knödeln und Spiegelaus "Don Camillo" Gerstl und "Peppone" Luksch waren sich ausnahmsweise so einig, dass sie miteinander Knoblauchpresse und Löffel im Dillschaum versenkten.
Kurz vor 18 Uhr - dem angestrebten Beginn des großen Mahls - wurde es noch etwas hektisch. "Wo is' d'Sahne?" "Irgendwos fehlt da Soß' no!" "Soi i d'Knödl schon eileg'n?" "Is' d'Supp'n scho fertig?" Die VIPs waren in ihrem Element und schnauften erstmal durch, als sie an der hübsch gedeckten Tafel Platz nahmen.
Jetzt schlug die große Stunde: jede Koje bekam ihr Essen serviert. Um den Wein (Grüner Veltliner, Riesling, Blauer Zweigelt, eine Burgenländer Cuvee und ein 94-er Schiopettino aus Cividale/Friaul) hatte sich Sommelier Pfarrer Hubert Gerstl gekümmert, was Jakob Schöpf zu dem Trinkspruch veranlasste "Ich trink ' den Wein nicht gern allein, auch andere soll'n besoffen sein!"
Koje B war durchaus selbstkritisch: die Semmelknödelchen für die Suppe sind zu hart geworden, deshalb wurden sie mit "Warnung" weitergereicht. Aber es wurde fleißig untereinander probiert , was Spiegelaus Bürgermeister mit einem zustimmenden "de andern ham a ned gschlampt" kommentierte.
Nach dem Essen überreichte Elisabeth Schmid, Leiterin des Berufsvorbereitungslehrgangs, an Pfarrer Gerstl als Dank für dessen Sommelierdienste Olivenöl aus Italien und eine Deko-Henne, die schon ein paar Eier für den Fall gelegt hatte, dass Gerstls eigenes Federvieh mal seinen Dienst versagen sollte.
Außerdem wurde im Berufsvorbereitungslehrgang beschlossen, heuer noch einen erweiterten Betriebsausflug unter der Federführung von Pfarrer Gerstl zu organisieren. Die Fahrt führt ins Blaue - aber zu erlesenen Weinen und guten Köchen, die sicher so manche Tricks für das nächste VIP-Kochen verraten.

 

21.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau: „Nervensägen": Die „Lach mit Uns"-Bühne wagt sich in die Welt der modernen TV-Unterhaltung                                                    Bild
Spiegelau (cmg). Zum neunten Mal bringt das „Lach Mit Uns"-Essemble ein neues Bühnenstück auf die Bühnenbretter des Hartl-Saals. Die Mimen der LMU-Bühne sind bereits erfahren in der Disziplin des Boulevardtheaters; In drei Akten wird dem Publikum sprachlich Pointiertes und inhaltlich Amüsantes in Hochdeutsch geboten.
„Für unser Boulevardtheater haben wir eine richtige Fan-Gemeinde und der Saal ist fast immer ausverkauft", freut sich die „Mutter" der Lach-Mit-Uns-Kompanie, Hildegard Riedl. Mit der Inszenierung der „Nervensägen" - einem Stück von Frank Ziegler - wagen sich die LMUler in die Welt der modernen TV-Unterhaltungsbranche: Vom Haschisch rauchenden Großvater bis zum nervtötendem Fernseh-Moderator gibt es eine Vielzahl ausgefallener Charaktere. Schon von Anfang an entwickelt sich die Teilnahme an der Fernsehshow „Familie des Monats" für alle Beteiligten zum chaotischen Härte-Test in Sachen Nervenstärke. Bei „Nervensägen" machen mit: Peter Hinterberger, Josef Kreutner, Alois Loibl, Hansfürgen Loibl, Jürgen Hüsemann, Stefan Riedl (Spiel/Bühnenbild), Bianca de Lattre (Spiel/Maske), Eva Stöcker, Sylvia Wernsdorfer, Elisabeth Niedermeier (Kegie), Christi Loibl (Souffleuse), Fritz Riedl (Bühnenbild), Hildegard Riedl (Organisation) und Josefine Dullinger (Kostüme).
Aufführungen sind am 24., 2S., 31. Januar und 1. Februar im Hartl-Saal. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Touristinformation Spiegelau.

 

16.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau: AUS DEM GEMEINDERAT SPIEGELAU
Dank an Bauhof für Weihnachts-Einsatz
Bürgermeister Josef Luksch dankte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung dem Bauhof für die Behebung eines Rohrbruchs in Klingenbrunn. 200 Kubikmeter Wasser waren pro Tag versickert. Die Arbeiter hatten ihre Freizeit an den Weihnachtsfeiertagen von 24. bis 27. Dezember geopfert, um das Leck aufzuspüren und den Schaden zu reparieren. Dafür zollte ihnen der Bürgermeister großen Respekt.
Ersatzbäume für Kastanienallee?
Im vergangenen Jahr sind einige Bäume in der Kastanienallee in Oberkreuzberg gefällt worden. Sie standen alle auf Privatgrund. Für die Gemeinde Spiegelau bestand keine Möglichkeit, die Bäume zu retten: es gab keine Widmung oder Verpflichtung, die Bäume zu erhalten. Nun fragte Gemeinderat Alois Loibl (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung an, ob nicht Ersatzbäume gepflanzt werden könnten, damit die Kastanienallee ihren Namen auch wieder verdient. Bürgermeister Luksch möchte dazu die Anlieger befragen. Deshalb will er in nächster Zeit eine Versammlung in Oberkreuzberg, eventuell an einem Sonntag nach der Kirche abhalten und die Meinung der Anlieger dazu hören.
Kommandanten bestätigt
Die Feuerwehr Oberkreuzberg hatte in ihrer Dienstversammlung Anfang Dezember Christoph Wolf zum Kommandanten und Erhard Wawrzek jun. zu dessen Stellvertreter gewählt. Entsprechend des Bayerischen Feuerr wehrgesetzes mussten die Gewählten durch den Gemeinderat bestätigt werden. Dieser hatte nichts einzuwenden, (ul).

 

14.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau:                                                                  
Wetterfrosch“ Jörg Kachelmann hat sein bundesweites Messnetz auch auf              Klingenbrunn-Bahnhof ausgeweitet                                                                          
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Täglich erscheinen nun auch die Messdaten aus dem Nationalpark in der ARD-Wettervorschau
Klingenbrunn-Bahnhof (pö). Der bekannteste ‚‚Wetterfrosch" der Bundesrepublik , Jörg Kachelmann, hat nun sein bundesweites Messnetz auch auf den kleinen Bayerwald-Ort Klingenbrunn-Bahnhof am Fuße des Rachelberges ausgeweitet. Die Mess-Station Klingenbrunn-Bahnhof meldet nun täglich im Stundentakt Temperaturen und Niederschläge an das Erste Deutsche Fernsehen
Aufmerksame Beobachter haben es schon bemerkt: Seit Weihnachten taucht in der ARD-Wettervorschau um 19.50 Uhr und im Wetterbericht zum Ende der Tagesthemen im Laufband regelmäßig der Name Klingenbrunn auf. Dabei handelt es sich tatsächlich um den Weiler Klingenbrunn-Bahnhof am Fuße des Rachels.
Der kleine Ortsteil der Gemeinde Spiegelau hat, seit sich dort eine Wetterstation der Nationalparkverwaltung befindet, schon des öfteren für Schlagzeilen in den regionalen und sogar bundesweiten Medien gesorgt. Grund: In der meist windstillen Verebnung unterhalb der brei-ten Flanke des Großen Rachels sinken die Temperaturen nach sternenklaren Nächten in den Morgenstunden auch im Sommer regelmäßig unter den Gefrierpunkt, und im Winter entsteht gelegentlich sibirisch an-mutende Kälte.
Aber auch die hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht stellen eine Besonderheit an der seit 1976 betriebenen Wetterstation dar. So ging dort der 8. Juni 1983 als Frosttag und Sommertag zu-gleich in die Wettergeschichte ein. Nach -0,7 Grad C in zwei Meter Höhe bzw. -5,3 Grad C fünf Zentimeter über dem Erdboden am Morgen stieg das Quecksilber bis zum Nachmittag unaufhörlich bis auf 26,0 Grad C an.
Jetzt hat auch der bekannte ARD-Wetterfrosch Jörg Kachelmann Interesse am Wettergeschehen von Klingenbrunn-Bahnhof gefunden und noch vor Weihnachten sein bundesweites Messnetz um eine weitere Wetterstation ergänzt.
In unmittelbarer Nähe zur Nationalpark-Wetterstation stehen jetzt auf zwei Metallmasten montiert zwei elektronische Messgeräte, die stündlich und rund um die Uhr die augenblicklichen Temperaturen in zwei Metern Höhe und fünf Zentimeter über dem Boden sowie die Niederschlagsmengen automatisch per Telefon an die Zentrale von Meteomedia AG Jörg Kachelmann melden.
Für das Frühjahr, wenn die offizielle Einweihung mit Jörg Kachelmann stattfindet, ist noch die Montage eines Windmessers geplant. Zum gleichen Zeitpunkt ist auch die Aufstellung einer weiteren Kachel-mann-Station im Gipfelbereich des 1453 Meter hohen Großen Rachels vorgesehen, so dass interessante und aufschlussreiche Vergleiche von Temperaturen, Niederschlägen und Windgeschwindigkeiten zwischen der 760 Meter hoch gelegenen "Talstation" in Klingenbrunn-Bahnhof und der dann Luftlinie nur 5,5 Kilometer entfernten, aber fast 700 Meter höhergelegenen "Gipfelstation" möglich werden.

Spiegelau präsentiert sich auf über 80 Seiten                                                            Bild
In acht Monaten besuchten circa 8000 Besucher die Website - Ständige Aktualisierung
Spiegelau (hb/ul). Seit genau acht Monaten hat die Gemeinde Spiegelau eine eigene Website unter "www.gemeinde-spiegelau.de";. Sie wurde auf Wunsch von Bürgermeister Josef Luksch von Webmaster Hermann Beiler eingerichtet. Der Web-Auftritt der Gemeinde umfasst mittlerweile über 80 Seiten. Circa 8000 Besucher - die meisten sind aus Deutschland, Belgien, Niederlanden, Frankreich, Schweiz und Österreich - nutzten die Internet-Präsenz. Dabei haben sie rund 50 000 Seiten abgerufen.
In den großen Suchmaschinenwie google, altavista oder fireball ist die Website erfasst und gut positioniert. Die Seiten öffnen sich in Sekunden, auch bei langsamen Rechnern und Internetzugängen. Die Website ist Text basiert und daher auch für sehbehinderte oder blinde Menschen mit entsprechenden Browsern und Vorleseprogrammen geeignet.
Die Website ist bewusst schlicht und übersichtlich aufgebaut. Das Rathaus wird von A bis Z vorgestellt, ebenso der Gemeinderat, die Gemeinde Spiegelau mit ihren Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten, Urlaubsangebote im Glasmacherort. Sie gibt auch Auskunft über Grundstücke in Spiegelau, über Termine, amtliche Bekanntmachungen und Satzungen.
Über den "Kummer-Express" lassen sich online Informationen über Beschädigungen, Verunreinigungen und andere Missstände direkt an die Gemeindeverwaltung leiten. Nach den bisherigen Erfahrungen folgte die Reaktion prompt.
"Der größte messbare Erfolg war der Verkauf des Friedhofbaggers, der durch das Internet möglich wurde", sagt Hermann Beiler.
Die Seite wird täglich aktualisiert. Neu in diesem Jahr sind die Einwohnerzahlen, eine Liste der Vereine mit ihren Vorständen und Anschriften, Veranstaltungskalender und Fotos von den Veranstaltungen (z. B. vom Spiegelauer Notenspiegel).
"Schön wäre es, wenn alle Vereine ihre Termine oder auch interessante Berichte aus dem Vereinsleben weitergeben würden", wünscht sich Webmaster Beiler. Seine e-mail-Adresse ist "email@beiler-spiegelau.de" oder per Fax 08553/6558 an die Gemeinde.

Durch geborstenes Schauglas: Öltanks standen unter Wasser                                Bild
Spiegelau (ga). Zu ihrem ersten Einsatz in diesem Jahr musste die Feuerwehr Spiegelau am Sonntag nachmittag ausrücken. In der Hauptstraße 24 stand der Keller mit den Heizöltanks teilweise bis zu fast einem Meter unter Wasser. Durch ein gebrochenes Schauglas am Druckminderer der Hauptleitung waren etliche Liter Wasser über zwei Etagen vom Heizraum im ersten Untergeschoss in das zweite Untergeschoss gelaufen. Auch das Kosmetikstudio im ersten Untergeschoss wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Zur Unterstützung wurde vom Einsatzleiter der Spiegelauer Wehr, Kommandant Kurt Kirchner, die Feuerwehr Klingenbrunn nachalarmiert. Gefahrgut-Kreisbrandmeister Josef Eichinger von der Feuerwehr Reichenberg war zur Beurteilung der aufgeschwommenen Öltanks ebenfalls an die Einsatzstelle gerufen worden. Nach dreieinhalb Stunden beendeten die beiden Feuerwehren den Einsatz

 

04.01.2003 PNP Lokalteil Grafenau:                                                                     Bild
Fackeln und Marzipanschweine beim Spiegelauer Neujahrsempfang
Einheimische und Feriengäste feiern zusammen das neue Jahr 2003
Spiegelau (re). Großen Anklang bei Einheimischen und Feriengästen fand auch heuer wieder der am Neujahrstag beim Infozentrum durchgeführte Neujahrsempfang, den die Gemeinde Spiegelau in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein durchgeführt hat. Spiegelau (re). Großen Anklang bei Einheimischen und Feriengästen fand auch heuer wieder der am Neujahrstag beim Infozentrum durchgeführte Neujahrsempfang, den die Gemeinde Spiegelau in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein durchgeführt hat.
Der Festplatz beim Infozentrum war mit Fackeln, einer Feuerstelle, Lichterketten und einem großem Christbaum festlich bereitet und auch Petrus hatte ein Einsehen, als sich von 16 bis 18 Uhr zahlreiche Besucher einfanden, um gemeinsam auf das Jahr 2003 anzustoßen.
Mit Glühwein, Jägertee, Kinderpunsch, Kaffee, Sekt und Stollen war für das leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt.
Die Spiegelauer Blaskapelle war für die musikalische Umrahmung zuständig und erntete für ihre Darbietungen immer wieder großen Applaus.
Gegen 17 Uhr wurde das neue Jahr von den Böllerschützen der "Hessensteinschützen Klingenbrunn" offiziell und lautstark angeschossen.
In seiner Neujahrsansprache wünschte Bürgermeister Josef Luksch allen Anwesenden Gesundheit, Glück und viel Erfolg für das Jahr 2003.
Als kleinen Glücksbringer für das neue Jahr überreichte Kaminkehrer Johannes Ebner allen Besuchern ein Marzipanschwein, die sogenannte "Glückssau aus Spiegelau".

 

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